Hallo zusammen,
unser Projekt nähert sich nun tatsächlich langsam dem Ende. Deshalb dachte ich, ich hole noch einmal etwas weiter aus und erzähle, wie das Ganze überhaupt angefangen hat.
2024 waren wir auf Cebu auf der Suche nach einem Grundstück, auf dem wir ein kleines Apartmenthaus bauen wollten. Online hatten wir zunächst etwas Passendes gefunden und sind unter anderem deswegen auf die Philippinen geflogen.
Vor Ort sah die Sache dann allerdings ganz anders aus als vorher per E-Mail dargestellt. Der Titel war nicht sauber und es gab jede Menge Probleme mit dem Grundstück. Also: Finger weg.
Danach haben wir wochenlang nach etwas anderem gesucht. Das war teilweise schon interessant, was einem da angeboten wurde. Immer wieder Grundstücke mit irgendwelchen ungeklärten Eigentumsverhältnissen oder Konstruktionen, bei denen bei mir sämtliche Alarmglocken angingen.
Ein Beispiel: Das Grundstück gehörte angeblich noch der bereits verstorbenen Mutter. Ich sollte erst einmal die Umschreibung und anschließend auch noch die Aufteilung des Grundstücks bezahlen. Danach hätte ich dann angeblich günstig einen Teil davon kaufen können.
Danke, aber nein. ![]()
Drei Tage vor unserer Rückreise sind wir dann eher zufällig bei Facebook auf jemanden gestoßen, der ein 200-m²-Grundstück in Lapu-Lapu verkaufen wollte.
Diesmal lief es komplett anders.
Der Verkäufer hatte überhaupt kein Problem damit, mit uns gemeinsam aufs Rathaus zu gehen und sämtliche Unterlagen zum Grundstück noch einmal neu ausstellen und überprüfen zu lassen. Voraussetzung war lediglich, dass ich die Kosten dafür übernehme. Die umgerechnet etwa 25 Euro waren mir die Sache mehr als wert.
Alles passte.
Zwei Tage vor unserem Abflug saßen wir dann beim Notar und haben die Unterlagen fertiggemacht. Einen Tag vor dem Abflug haben wir die Anzahlung geleistet und den restlichen Betrag konnten wir später von Deutschland aus bezahlen.
War alles eine ziemlich knappe Kiste.
2025 ging es dann mit dem Hausbau los.
Geplant waren 16 Apartments auf drei Stockwerken.
Am Anfang denkt man ja noch: Grundstück ist da, Bauplan ist da, Baufirma ist da – jetzt wird halt gebaut.
So einfach ist es natürlich nicht.
Schon während des Baus kamen ständig neue Themen dazu. Irgendeine Genehmigung fehlt noch, irgendeine Unterschrift wird gebraucht, jemand möchte plötzlich noch ein zusätzliches Dokument haben oder etwas, was vorher angeblich kein Problem war, ist auf einmal doch eines.
Und sobald es eben nicht mehr nur um ein normales Privathaus geht, wird vieles noch einmal interessanter.
Mit Behörden haben wir dabei Erfahrungen gemacht, auf die ich wirklich hätte verzichten können. Teilweise hatte ich schon sehr deutlich den Eindruck: Entweder es fließt zusätzlich Geld oder bestimmte Dinge bewegen sich einfach nicht weiter. Das ist einer der Punkte auf den Philippinen, die mich bis heute wirklich nerven.
Aber egal – wir wollten das Projekt machen, also haben wir es durchgezogen.
Dazu kommt, dass vieles auf den Philippinen einfach anders läuft, als wir es aus Deutschland gewohnt sind. Manche Dinge funktionieren erstaunlich schnell und unkompliziert. Bei anderen Sachen hat man wiederum das Gefühl, dass drei Leute vier verschiedene Antworten darauf haben, wie etwas eigentlich gemacht werden muss.
Besonders interessant wurde zum Beispiel das Thema Strom.
Für ein Gebäude mit 16 Apartments reicht natürlich kein normaler Hausanschluss mehr. Also begann das Thema MECO: Contractor, Leitungen, Transformer, Pläne, Anforderungen und immer wieder neue Details.
Selbst bei Zeichnungen musste man teilweise genau hinschauen, ob das, was dort eingezeichnet war, überhaupt mit der tatsächlichen Situation vor Ort übereinstimmte.
In unserer direkten Umgebung wurden währenddessen ebenfalls weitere Apartmenthäuser gebaut. Da kommt dann irgendwann auch die Frage auf, ob man bei bestimmten Dingen gemeinsame Lösungen finden kann oder ob am Ende doch jeder sein eigenes Ding machen muss.
Auch beim Gebäude selbst gab es immer wieder Sachen, die wir nachbessern oder anders lösen mussten.
Was auf einem Bauplan gut aussieht, muss in der Realität noch lange nicht praktisch sein.
Türen, Fenster, Sicherheit, Wasser, Strom, Leitungen, Außenbereiche – ständig taucht irgendetwas auf, über das man sich vorher überhaupt keine Gedanken gemacht hat.
Und wenn man das Ganze größtenteils aus Deutschland organisiert, wird es natürlich nicht unbedingt einfacher.
Man bekommt Fotos und Videos geschickt, telefoniert, erklärt etwas zum dritten Mal und beim nächsten Foto stellt man fest:
Okay, irgendwie wurde es trotzdem anders gemacht. ![]()
Dann heißt es eben wieder: ändern, zurückbauen oder irgendeine vernünftige Lösung finden.
Aber Stück für Stück wurde aus dem leeren Grundstück tatsächlich ein Gebäude.
Erst das Fundament.
Dann das Erdgeschoss.
Dann die nächste Etage.
Und irgendwann standen da tatsächlich drei Stockwerke mit 16 Apartments.
Das war schon ein ziemlich besonderer Moment.
Vor allem, wenn man sich daran erinnert, dass wir 2024 auf diesen 200 m² standen und überhaupt nicht wussten, ob unsere ganze Idee am Ende funktionieren würde.
Natürlich war der Rohbau noch lange nicht das Ende.
Danach kamen Fenster, Türen, Elektrik, Wasserleitungen, Badezimmer, Küchenbereiche, Fliesen, Farbe, Geländer und gefühlt noch tausend Kleinigkeiten.
Und genau diese Kleinigkeiten brauchen am Ende teilweise länger als der eigentliche Rohbau.
Dabei habe ich noch etwas gelernt:
„Fast fertig“ ist beim Hausbau ein sehr dehnbarer Begriff.
Und wenn jemand sagt:
„Next week finished.“
… weiß ich inzwischen, dass es nicht schaden kann, vorsichtshalber noch ein paar Wochen draufzurechnen. ![]()
Aber inzwischen nähert sich das Projekt tatsächlich dem Ende.
Wenn ich heute zurückblicke, ist es schon etwas verrückt.
2024 sind wir nach Cebu geflogen, weil wir eigentlich ein völlig anderes Grundstück kaufen wollten.
Das hat sich vor Ort als Reinfall herausgestellt.
Drei Tage vor dem Rückflug fanden wir zufällig bei Facebook ein anderes Grundstück.
Zwei Tage vor dem Rückflug saßen wir beim Notar.
Einen Tag vor dem Rückflug war die Anzahlung erledigt.
Und heute steht auf diesen 200 m² ein dreistöckiges Apartmenthaus mit 16 Apartments.
Natürlich hat das Ganze deutlich mehr Zeit, Geld und Nerven gekostet, als wir am Anfang gedacht hatten.
Es gab durchaus Momente, in denen ich mich gefragt habe:
Warum tun wir uns das eigentlich an?
Aber irgendwann ist man an einem Punkt, an dem Aufgeben auch keine wirkliche Alternative mehr ist.
Also weitermachen.
Problem lösen.
Dann kommt das nächste Problem.
Das auch lösen.
Und irgendwann steht das Ding tatsächlich da.
Jetzt fehlen noch die letzten Arbeiten und Formalitäten – und dann ist es tatsächlich so weit.
Am 10.10.2026 feiern wir die Eröffnung.
Wer zu der Zeit zufällig auf Cebu bzw. in Lapu-Lapu City unterwegs ist und Lust hat, kann gerne vorbeikommen. Würde mich wirklich freuen, den einen oder anderen aus dem Forum dort persönlich zu treffen.
Wenn ich heute daran denke, dass wir dieses Grundstück drei Tage vor unserem Rückflug eigentlich eher zufällig bei Facebook gefunden haben, ist es schon ziemlich verrückt, was daraus geworden ist.
War teilweise chaotisch, anstrengend, teuer und ziemlich nervenaufreibend – aber wir haben es durchgezogen.
Und am 10.10. wird erst einmal darauf angestoßen. ![]()
CERA Apartments