Ich denke in einer Ehe/Beziehung ist es wichtig von Anfang an über solche Dinge auch zu sprechen und TanduayIce oder jogy haben es ja schon angesprochen, was dafür unabdingbar ist: Vertrauen.
Ich vertraue meiner Frau voll und ganz und meine Frau vertraut mir voll und ganz. Anders würde das auch gar nicht funktionieren.
Ich kann jetzt natürlich nur die deutsche Perspektive wiedergeben, da wir in Deutschland wohnen und niemals dauerhaft auf die Philippinen ziehen werden.
Meine Frau hat ihr Leben damals auf den Philippinen aufgegeben, damit sie hier bei mir und mit mir leben kann, hat ihren Job und ihre Wohnung aufgegeben, alles abgegeben, was sie in ihrer Wohnung hat und ist damals mit 20 kg Sommerkleidung bei 0 Grad Außentemperatur in Frankfurt angekommen. Ich kenne meine Frau schon seit 19 Jahren, verheiratet sind wird seit 11 Jahren und vertraue ihr deshalb voll und ganz.
Für mich war es von Anfang an klar, dass ich sie absichern muss, falls mir etwas passiert.
Wir haben keine Kinder, die Familie meiner Frau lebt auf den Philippinen, meine Schwester ist in der Schweiz, deshalb war es für mich immer wichtig, dass wir unser Leben auch in unserem Alter - wir sind beide Anfang/Mitte 40 - auch schon vom Ende her denken.
Klar: Ich möchte auch gerne gesund und im hohen Alter dann irgendwann in meinem eigenen Bett einschlafen und dann morgens im Himmel wieder aufwachen. Aber, wer weiß das schon.
Mascha Kaleko hat einmal in einem ihrer Gedichte geschrieben: „Eines Morgens wachst du auf und bist nicht mehr am Leben. Über Nacht, wie Schnee und Frost, hat es sich begeben.“
Und ja, sie hat Recht: Manchmal kommt hat alles schneller als man denkt.
Im Moment leben meine Eltern noch, die würden natürlich meiner Frau auch bei allen organisatorischen Dingen helfen können.
Ich habe meiner Frau gleich von Anfang an Vollmacht über Konten gegeben, da war sie noch keine vier Wochen in Deutschland. Wir haben uns später notariell Generalvollmachten ausstellen lassen und beide notariell Patientenverfügungen verfasst.
Wir haben dann auch gleich ein Testament/Erbvertrag gemacht, wo wir uns gegenseitig als Alleinerben einsetzen und der auch regelt, was mit unseren Sachen passiert, falls wir gemeinsam ums Leben kommen sollten
Finanziell ist meine Frau gut versorgt, wenn mir morgen was passieren sollte: Mit dem Hausverkauf verbunden war der Abschluss einer Risikolebensversicherung, da ich ja möchte, dass meine Frau das Haus behalten kann, auch wenn es ggf,. noch mit Schulden belastet sein sollte, sie würde auch was aus meinen privaten Rentenversicherungen bekommen und lebenslang natürlich dann anteilig meine Beamtenpension erhalten.
Ich habe hier einen Ordner angelegt mit den wichtigsten Dingen und Abläufen und bei der Bank haben wir beide Zugriff auf ein Schließfach mit den wichtigsten Orginaldokumenten.
Ich habe auch für wenig Geld auch schon eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, wo dann auch noch Gelder fließen würden für Kostendeckung meiner Bestattung.
Wir beide wissen um unsere Wünsche, was unsere Bestattungen anbetrifft.
Das sind jetzt mal die wichtigsten Vorsorgethemen, die mir aus der Sicht mit Wohnhaft in Deutschland einfallen.