Posts by zumba-pete

    Nach Baguio würde ich von Manila aus nach Baguio immer mit dem DELUXE Bus, der hält nicht an jeder Strassenlaterne und kostet unter 800 P. Fahrzeit ca 5-6 Stunden.


    Im Preis enthalten: Wasser und kleine Snacks.

    Richtig! Wir sind auch immer mit Victory Liner Luxus-Variante gefahren. Gab sogar manchmal je nach Ecke free Wifi on board. Komfort war gut, auch wenn für meinen Geschmack das Platzangebot immer noch verbesserungswürdig ist, aber deutlich besser als bei den Standardbussen. Aircon ist auch nicht zu verachten, man sollte vielleicht sogar etwas zum Drüberziehen parat haben. Für meinen Geschmack war es sogar zu kalt.

    ich war bislang 3 mal in Baguio und bin immer im Hotel Veniz abgestiegen (http://www.hotelveniz.com). Warum nur dort? weils mir beim ersten Mal gleich getaugt hat, sprich ich war sehr zufrieden. Damals (2012-2014) gab es nur das Hotel am Burnham Park, inzwischen gibt es Hotel Veniz auch in der Session Road (dazu kann ich nichts sagen).

    Ob sich über die Jahre (sind ja immerhin schon 5 Jahre ins Land gezogen) etwas verändert hat, weiß ich nicht.

    Positiv zu vermerken waren die schönen Zimmer, auch wenn das Mobiliar schon etwas älter war, das Frühstücksbuffet war bis auf den Kaffee sehr gut (philippinisches Frühstück), Lage hervorragend (Ecke Session Road - Burnham Park).

    Da nur ihr als "Einheimische" die Situation am Besten kennt müsst ihr das entscheiden...und ich rede nicht von Verboten, sondern sanften Hinweisen! Also bei uns hat es die Integration bestens unterstützt! Deutsch C1 hatte meine Frau, ohne FIlipino Konatkte, innerhalb von 18 Monaten nach Einreise...da haben viele nicht mal B1, weil zu viel englisch und "Filipino" gesprochen wird!

    Gerade am Anfang ist 100% Integration wichtig, die Kontakte zu Filipinos kommen von ganz alleine!

    So sehe ich das auch. Meine Frau hat zwar kein C1-Zertifikat, ist aber vom Level her deutlich weiter als damals direkt nach der B1-Prüfung. Bei uns in der Familie wurde von Beginn an Deutsch gesprochen, nur am Anfang etwas Englisch, weil das Verständnis in Deutsch noch nicht ausreichend gegeben war, aber das war nach 3-4 Monaten erledigt. Tagalog wurde gar nicht gesprochen, auch mit den Kindern nicht. Das hatte zwar zur Folge, dass die Kinder inzwischen gar kein Tagalog mehr verstehen, geschweige denn sprechen und auch meine Frau inzwischen sagt, dass sie Schwierigkeiten hat, mit der philippinischen Familie zu texten :Rolf, aber dafür spricht die Tochter inzwischen perfekt Deutsch mit fränkischem Akzent und der Sohn hat die Schule heuer mit Note 2 im Abschluss bestanden, auch wenn man bei ihm schon noch merkt, dass es nicht seine Muttersprache ist, aber das ist zu verschmerzen.

    Wir haben in den ersten Jahren in Nürnberg gelebt, da gibt es eine philippinische Community. Wir waren dort mal anlässlich eines Sommerfestes, ich hatte es weder forciert noch verboten, wir waren alle neugierig. Meine Frau hatte danach aber gesagt, dass sie das eher nicht wiederholen möchte, Gründe waren die gleichen, bereits genannten. boasting, ausfragen, was hat dein Mann, wie viel Geld, Haus, Auto usw., das mochte sie nicht. Sie hat ein paar nette Chatkontakte , aber auch da hat sich im Lauf der Jahre die Spreu vom Weizen getrennt. Summasummarum sind die Kontakte zu pinays in Germany sehr überschaubar, an maximal 2 Händen abzählbar, dafür hat sie umso mehr Freundinnen aus Deutschland und anderen Ländern (vor allem Kontakte aus dem Integrationskurs 2014)

    Nun, 1 Jahr geht zwar auch, ist aber schon sehr hoch gesetzt. Meine Frau hat den Integrationskurs ohne Stress in 7 Monaten absolviert. Geht auch deutlich schneller, hängt von der Unterrichtsform ab. Es gibt auch Kurse in nahezu Vollzeit, dann ist man ruckzuck durch, wenn Frau es schafft. Ob das empfehlenswert ist, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem ist es auch davon abhängig, wie gut ihre Vorkenntnisse sind, das klärt sich im Einstufungstest.

    Weiterhin gibt es auch z.B. Abendkurse, dann könnte man, wenn man unbedingt will, auch z.B. einen Halbtagesjob nebenbei machen. Aber auch hier muss man sich genau überlegen, ob die Frau dann nicht überlastet ist, denn eines ist klar: Ohne Nachbereitung des Stoffs zu Hause und eigenständiges Lernen wird es schwierig, denn ohne ist die Prüfung auch nicht.

    Nicht zu vergessen der Orientierungskurs: da gibt es einen Fragenkatalog von 300 allgemeinen und 30 bundeslandspezifischen Fragen (so war es zumindest 2014), die auch erstmal gelernt sein wollen.


    Warum will sie denn schnellstmöglich arbeiten? Vielleicht, um Geld an die Familie zu schicken?

    Esskultur: Gottseidank war meine Frau vor dem finalen Umzug nach Deutschland schon mal für 3,5 Wochen zu Besuch, so dass sie wusste, was auf sie zukam. Daher war die Umstellung auf deutsches Essen keine Überraschung für sie und auch in endlicher Zeit erledigt.

    Wir haben uns gleich von Anfang an darauf verständigt, halb asiatisch und halb deutsch zu kochen, eigentlich tendiert es mehr zu 2-3 mal asiatisch und 4-5 mal deutsch/international. Frühstück ist immer deutsch bzw. europäisch, also kein Reis. Die Kinder haben sich sehr schnell an deutsches Essen gewöhnt, also auch kein Problem. So ist unser gedeckte Tisch immer ziemlich abwechslungsreich. Es gibt nur wenige Sachen, die nicht von allen (gern) gegessen werden. Z.B. diese komische Fischsoße, die meine Frau gerne als Dip für irgendwas benutzt, mag nur sie, dafür darf ich Blauschimmelkäse oder stark riechende Käsesorten ich alleine essen :D.

    Dagegen werden so typisch deutsche Gerichte/Beilagen wie z.B. Sauerkraut, Blaukraut, Meerrettich (Tafelspitz oder auch roh zur Brotzeit), Bratwurst, Weißwurst, Brotzeit mit allen möglichen Wurstsorten, roher Fisch (z.B. Dillhappen) und Mischbrot geliebt und verschlungen. Steaks dürfen inzwischen auch medium sein :yupi


    Achja, ein 20kg-Sack Reis hält bei unserer 5-köpfigen Familie so für 4-5 Monate. Das ist noch im Rahmen, denke ich.

    Raphael : kennst Du einen Fall in dem die Deutsche Botschaft in Manila einer jungen unverheirateten Pinay ohne fettes Einkommen usw ein Touristenvisum gegeben hat?


    Wenn ja waere es interessant zu erfahren wie die das hinbekommen hat!

    OK, die Frage ist erstmal, wie definierst du jung? Meine heutige Frau war damals 29, falls das für dich noch jung ist, dann kannst du gerne weiterlesen. =)

    Wir haben es mit einem Studium gemacht. Sie, damals ohne festen Job, aber Single-Mom, keine wesentlichen Besitztümer etc. Sie hat sich an einer Uni für einen Studiengang eingeschrieben und hat die Uni auch besucht, d.h. auch die diversen Prüfungen abgeschlossen und damit "Scheine" gesammelt. Nachdem das erste Semester herum war, auch gleich fürs zweite Semester eingeschrieben, ebenfalls auch durchgeführt. Gegen Ende des zweiten Semesters dann den Antrag vorbereitet (Unterlagen gesammelt, Pass beantragt, Termin gemacht usw.), Reisezeit natürlich auf die Semesterferien gelegt. 3,5 Wochen Dauer.

    Ergebnis: Visum wurde erteilt.

    Ob es Glück war oder was auch immer, kann ich natürlich nicht sagen. Während der "Vorbereitungszeit" habe ich sie dann mal wieder besucht, um die Wartezeit zu verkürzen. Außerdem dadurch einen weiteren Besuchsnachweis "gesammelt" für das geplante Hochzeitsvisum ein Jahr später.


    Klar war das natürlich nicht unerheblicher Aufwand, sowohl zeitlich als auch finanziell (Studium kostet ja auch nicht wenig), aber unterm Strich hat es sich gelohnt, denn ohne den Aufwand wäre sie heute nicht hier und auch nicht meine Frau.

    Bezüglich Förderung des Integrationskurses: Die Verpflichtung zum Integrationskurs geschieht erst, wenn ihr den Daueraufenthalt genehmigt bekommt. Dies kann ja 4-6 Woche dauern. Startet man vorher mit dem Integrationskurs, wird man die Kosten der vorher begonnen Module ( 1 Modul ca. 4 Wochen)) auf eigene Kosten tragen müssen. So jedenfalls bei uns die Auskunft von der ABH und auch von den Sprachschulen. Ich denke, dass wird so auch für die Kinder gelten

    Grundsätzlich ist es richtig, dass man von der Ausländerbehörde die Aufforderung zum Integrationskurs erhalten haben muss, um die Förderung zu erhalten. Mir ist aber neu, dass Kinder auch einen Integrationskurs machen müssen. War bei uns nicht so. Ich denke, das gilt nur für Erwachsene. Die Kinder gehen in die Schule und lernen dort.

    je nach dem, wo ihr wohnt, gibt es eine Schule mit Integrationsklassen. Da werden dann Kinder mit Migrationshintergrund unterrichtet, Schwerpunkt ist hier das Erlernen der deutschen Sprache. Noten in Deutsch gibt es vorerst nicht. Die Kinder bleiben maximal 2 Jahre in so einer Integrationsklasse, kann aber auch früher enden, hängt vom Lernfortschritt des Kindes ab. So etwas gibt es aber eher nur in größeren Städten, z.B. in Nürnberg.

    Ansonsten erhalten die Kinder zusätzlich zum normalen Unterricht Nachhilfe in Form von Zusatzstunden (meist am Nachmittag) von der Schule. Kostet nichts extra.

    Weitere Förderungen sind mir nicht bekannt.

    Hahaha, schön, dass laut Meinung einiger Weniger alle pinays gleich sind und nicht "verpflanzt" werden dürfen. Nun, dann habe ich keine pinay geheiratet. Meine Frau ist nun durchgehend seit bald 5 Jahren in D und möchte auch auf absehbare Zeit nicht mehr die Philippinen besuchen. Sie sagt, solange sie Europa noch nicht gesehen hat, will sie ihre Heimat nicht besuchen. Demzufolge bereisen wir mit Spaß und Freude die Attraktionen hier in Europa und betrachten die Philippinen aus der Ferne.

    Meine Frau pflegt keine näheren Kontakte zu anderen piays hier in D, sie sagt, das gibt nur Ärger und Missgunst, es geht hier immer nur um Schw...vergleiche, mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Mann verdient xxxxx Euro usw. Braucht sie nicht. Manchmal wird sie gefragt, ob wir so arm sind, dass wir uns einen Urlaub in den Philippinen nicht leisten können, dann lacht sie nur und blickt auf unseren Kühlschrank, an dem die Magnete mit den bereits bereisten Zielen hängen. Irgendwann brauchen wir einen größeren :P:yupi

    Von den Kindern rede ich gar nicht, die sind seit langem bereits durch und durch deutsch.

    Um auf meine Eingangsaussage zurückzukommen: Habe ich wohl gar keine pinay geheiratet? :ironie

    zur Anfangsfrage: ja, das geht, habe wir auch damals gemacht, allerdings mit 2 Kindern, egal. Die Frau muss ein Heiratsvisum beantragen, für die Tochter beantragt sie ein Familienzusammenführungsvisum. Am besten alles auf einen Rutsch machen, spart ne Menge Zeit und Geld. Das "Anhängsel" (Kind) stellt normalerweise keine zusätzlichen Probleme dar.

    Du musst halt auch deine Voraussetzungen erfüllen (Wohnraum, Einkommen), aber ansonsten sehe ich da keine Probleme. Zeitdauer: ja, 1 Jahr kann hinkommen, mit Glück und geschicktem parallelen Abarbeiten der Anforderungen ggf. auch weniger. Bei uns hats damals 8 Monate gedauert, kann aber sein, dass heutzutage die Behördenmühlen noch langsamer arbeiten als damals (2014).


    Viel Erfolg!

    Das kann ich nicht mehr genau sagen, nicht mal, ob es eine konkrete Forderung war. Vielleicht auch nur eine Empfehlung.

    Fakt ist allerdings, dass bei der Ausreise am Flughafen in Manila und auch in München am Flughafen das Dokument angeschaut worden ist. Ob dies nur dafür genutzt hat, dass weitere, lästige Fragen nicht gestellt werden musste oder ob das zwingend notwendig war, weiß ich nicht. Jedenfalls gab es damit Null Probleme.

    Weiter aber in Deutschland: Spätestens bei der Einbürgerung ist ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht Pflicht, in der Schule wollten sie das auch sehen, aber ich weiß nicht mehr genau, was das war.


    Wir waren und sind jedenfalls heilfroh, dass wir dieses Dokument haben erstellen lassen, es hat nicht nur einmal geholfen.

    also bei uns damals war es noch so (ich denke, heute ist es nicht wesentlich anders, bin mir aber nicht sicher), dass der leibliche Vater (sofern dieser in der Geburtsurkunde der Kinder vermerkt ist, was bei uns der Fall war) grundsätzlich dem Umzug un den daraus resultierenden Gegebenheiten zustimmen muss. Auch wenn beide nicht verheiratet waren.

    Aber:

    Wenn der Vater unbekannt verzogen bzw. untergetaucht ist und die Mutter glaubhaft versichern kann, dass der leibliche Vater sich seit geraumer Zeit (oder auch seit Geburt an) nicht um das Wohl seiner Kinder gekümmert hat, keine eheähnliche Lebensgemeinschaft bestand, er keinerlei Support welcher Art auch immer geleistet hat, dann wird auf eine Einwilligung verzichtet. Steht der Vater nicht in der Geburtsurkunde drin, dann hat die Mutter sowieso das alleinige Sorgerecht und braucht kein Einverständnis.

    Bei den Kindern meiner Frau stand zwar der Erzeuger in der Geburtsurkunde drin, aber ansonsten war es so, wie unter "aber" beschrieben.

    Meine Frau hat diesbezüglich eine eidesstattliche Erklärung im Beisein eines Rechtsanwalts bei einem Notar unterschrieben. Das hat gereicht. So war es zumindest bei uns. Damals, Anfang 2014. Wir hatten damals aber die Kinder gleich mit eingepackt, also nix Kindernachzug. Die waren von Anfang an mit dabei.


    Im beschriebenen Fall sehe ich keine Chance auf einen Nachzug, zumal die Mutter ja nicht mal in den vergangenen Jahren die Kinder erzogen hat, egal warum. Und gut für das Kind wäre es auch nicht, da stimme ich einem Vorredner vollkommen zu.

    keine Filipina nimmt ihre Kinder mit, so so. Dann ist meine Frau keine pinay. Stop: Sie ist ja jetzt Deutsche! Stop: sie ist immer noch pinay und wird es ewig bleiben.


    Für uns stand von Beginn an fest: entweder mit beiden Kindern oder gar nicht. Eine Mutter, die ihre Kinder verlässt, wäre für mich als Frau nicht in Frage gekommen. Die Kinder waren damals 5 und 10 Jahre alt. Inzwischen leben sie seit 4 Jahren hier in Deutschland, sind voll integriert, haben einen enormen Freundeskreis, sprechen sehr gut deutsch und haben natürlich auch schon ihren deutschen Pass. Abgesehen vom Aussehen würde man nicht auf eine fremde Herkunft tippen.


    Aber natürlich kann es jeder machen, wie es ihm gefällt. Für mich wäre das herzlos und egoistisch.

    vermutlich ist der Fall schon durch, dennoch kurz von mir:


    Meine Frau war auch nicht verheiratet, hat demzufolge 2 uneheliche Kinder vom gleichen Erzeuger, der Erzeuger stand in den Geburtsurkunden drin. Sie hat eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass sie sich alleine um die Kinder kümmert und vom Erzeuger keinerlei Unterstützung erhält, Wohnort des Erzeugers ist unbekannt. Es ist richtig, dass dies für die Erteilung des Visums nicht zwingend notwendig ist, aber: hilfreich! Bei der Ausreise wurde nach den Kindern gefragt, Urkunde vom Notar vorgelegt, alles ok.
    Und: in Deutschland kann es auch Scherereien geben bei vielen Gelegenheiten, wenn man so einen Wisch nicht hat. Beispiel: Einbürgerung (sofern man das will): ohne so ein Dokument keine Einbürgerung, oder: Schule und Anmeldung zur Kommunion (zum Beispiel): ohne den Wisch: Probleme. Vielleicht klappen diese Behördengänge auch ohne, keine Ahnung, aber mit so einem Papier: gar keine Probleme.

    Meine Frau (damals Freundin) ist seinerzeit zusammen mit ihren beiden Kindern nach D gereist. Die Kinder waren Pinoys, also philippinischer Pass. Sie ist mit Heiratsvisum, die Kinder mit FZV eingereist. Pro Kopf ein Antrag, alles zusammen gestellt und Termin für alle erhalten. Keine Probleme. Über meinen Namen solltest du meinen Thread von damals finden. Ansonsten fragen.


    Das ist es ja, was einige hier ansprechen! Die Qualität der schulischen Ausbildung dort ist i.d.R. schlecht, da hilft auch ein aufwachsen unter Palmen & Pollution nichts :floet ! Dein Beispiel zeigt es ganz gut....auch ein "kluges" Kind, lernt dort meist wenig.....dann bei guter Vermittlung von Lehrstoff in Deutschland zeigt sich seine "Klugheit"! Wie weit wäre der "Kleine" gekommen, wenn er von Anfang an die Chance auf "Bildung" gehabt hätte? Tolle Geschichte :clapping


    PS: Niemand hat etwas gegen Hauptschule...sollte das Kind aber für "mehr" geeignet sein, sollte man dieses auch anstreben. Ich persönlich werde meinem Sohn die best mögliche Ausbildung ermöglichen


    Kleiner Nachtrag: ich musste ihm vor allem am Anfang - und auch heute noch teilweise - das Lernen lernen, denn das kannte er so gar nicht, er wusste nicht, wie er selbständig sich einen Lernstoff aneignet. Gut, das muss jedes Kind lernen, auch ein in D aufgewachsenes Kind. Aber da fängt man spätestens in der ersten Klasse, meist aber schon in der Vorschule damit an. Die Grundschulzeit in D konnte er nicht "genießen", von daher galt es, einiges aufzuholen bzw. im Prinzip von Null anzufangen. Auch heute noch stehe ich ihm in Sachen Schule zur Seite und helfe ihm, wo es nötig ist, denn am Anfang galt es primär nur, die schlimmsten Lücken, besser gesagt Untiefen zu schließen. Das Ende der Aufholjagd ist noch lange nicht in Sicht, aber ein Licht am Ende des Tunnels ist da.
    Ich habe noch einen schönen Vergleich zu seiner kleineren Schwester, die in D erst 2 Jahre Kindergarten erleben durfte und jetzt in der 3. Klasse ist: ich schätze beide von ihren Fähigkeiten ungefähr gleich ein, kenne deren Stärken und Schwächen inzwischen ganz gut, sie nehmen sich prinzipiell nicht viel. Aber z.B. in Mathe hat die Kleine halt von Beginn an die deutsche Grundschule besucht, es war kein Problem, sie noch ein wenig anzuschieben (ging ratzfatz), um das kleine Einmaleins praktisch im Schlaf zu können. Der Große kann es inzwischen natürlich auch, hat aber deutlich länger bei ihm gedauert.


    Unser ganz Kleiner (jetzt 2,75 Jahre) ist kein Vergleich, er wächst als deutsches Kind auf und das wird auch so bleiben. Selbst wenn die Philippinen bei uns irgendwann ein Thema wären, bevor nicht alle unsere Kinder auf eigenen Beinen stehen, sprich Schule/Ausbildung fertig und fester Job, käme für uns eine Auswanderung allein wegen der Kinder nicht in Frage. Tut sie bei uns aber eh nicht, von daher ... :rolleyes:

    Es ist nicht einer darunter, der über einen Hauptschulabschluß hinausgekommen ist


    Hmm, ist vielleicht offtopic oder ein Kandidat für einen extra Thread, aber ich verstehe ehrlich gesagt die Geringschätzung eines Hauptschulabschlusses (ich meine damit den qualifizierenden Hauptschulabschluss) nicht. Seit wann ist ein Handwerk etwas Geringwertiges? Deutschland sucht händeringend Fachkräfte. Warum? Weil eben genau wegen dieser Geringschätzung eines Quali (und auch der Mittleren Reife) die Kinder in Richtung Gymnasium und Studium geprügelt werden (die, die eigentlich nicht dafür "geschaffen" sind, ich meine nicht die, die von der Intelligenz her das von alleine packen), und die anderen, die aus welchen Gründen auch immer Probleme haben, gar keinen Abschluss bekommen. Die goldene Mitte ist zu schwach besetzt!


    Als meine Frau mit Sohn und Tochter vor gut 4 Jahren nach D kamen, kam der Sohn in eine Integrationsklasse einer Mittelschule, hat in 2 Jahren Deutsch gut gelernt und ist im deutschen Schulsystem inzwischen gut angekommen. Mitgebracht an schulischer Bildung hat er aus den Philippinen (dort 5 Jahre Semiprivatschule) exakt NICHTS. Mathematik auf Niveau eines Zweitklässlers (maximal), generelles Grundwissen: Fehlanzeige. Und das mit 10 Jahren. Dass er nicht dumm ist, zeigt, dass der in der abgelaufenen 8. Klasse inzwischen einen 2-er Schnitt geschafft hat. Selbst in Mathe stand er schon auf ner guten 3. Heuer macht er jetzt seine letzte Klasse und im Juli 19 dann seinen Quali.
    Meine Frau musste sich von ihren Freundinnen in D ständig anhören: was? "NUR" Hauptschule? Der wird doch nie was! Wie kann man einem Kind sowas antun? Usw. usw. Wir habe da auch schon oft darüber geredet, aber zum Glück konnte ich sie davon überzeugen, dass ein guter Quali und eine folgende gute Berufsausbildung keineswegs in Richtung H4 führt, sondern eine Basis für eine solide Zukunft liefert. Ich behaupte: lieber ein guter Quali und ein gescheites Handwerk lernen, als ein Abi mit 3,xx und 2-mal Hängenbleiben oder so ähnlich.
    Und dass man mit Quali es auch zu etwas Höherem bringen kann, zeigen Zig-Beispiele auch hier in D. Sowohl bei mir in der nächsten Umgebung als auch überregional mit vielen bekannten Beispielen.
    Abgesehen davon habe ich lieber ein Kind, das eine glückliche Kindheit hat, in der es nicht mit Aufgaben konfrontiert wird, die nicht in die Kragenweite des Kindes passen. Der Wohlfühlfaktor spielt auch eine entscheidende Rolle, um Erfolg zu haben. Ich weiß noch wie heute, wie er damals gestrahlt hatte, als er seine erste "1" in Mathe (und auch Wochen später in Deutsch) heimgebracht hatte. Der daraus resultierende Motivationsschub war unbezahlbar!


    P.S. Ich selbst habe an der Uni studiert, aber ich würde niemals von meinen Kindern dies fordern, wenn ich sehe, dass es keine Sinn macht. Auch meine eigenen Kinder aus erster Ehe haben beide "nur" mittlere Reife bzw. sind kurz davor, die Große hat heuer ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und verdient jetzt mit 19 Jahren gutes Geld. Alles ohne Stress, alles gut. Ich brauche keine Doktoren, Rechtsanwälte etc. Meine Kinder sollen glücklich sein, thats all.


    Sorry für den Text, ich wollte nur mal eine Lanze für Kinder mit Quali brechen!