Posts by Wolf_Luger

    Hallo, alle miteinander.


    Ich habe mich nach langem Hin und Her nun endlich entschieden, wie ich meine Auswanderungspläne umsetzen kann, ohne meine Krankenversicherung und andere staatliche Benefits zu verlieren.


    Ich werde mich nicht gänzlich aus Deutschland verabschieden, sondern immer nur über die Wintermonate, also so von Oktober bis März des darauffolgenden Jahres. Da ich dann immer nur genau 6 Monate weg bin, behalte ich meine KV. Für einen Mann von über 65 ist ein Verzicht auf eine Krankenversicherung heller Wahnsinn, zumal, wenn da noch eine medizinische Vorgeschichte existiert.
    Und eine private Krankenversicherung würde mich gut und gern die Hälfte meiner Rente kosten.


    Also dann eben nur die kalte Jahreszeit in den Phils. Ist besser als nichts.


    Nun meine Frage: was für ein Visum bräuchte ich denn dann da? Reicht ein normales Touristen-Visum, das ich denn da verlängern lassen müsste? Oder gibt es für solche "Langzeit-Aufenthalte" ein spezielles Visum?
    Es geht mir dabei nicht um eine Arbeitserlaubnis, oder so. Ich will dort nicht arbeiten.


    Dankeschön schon mal im Voraus und liebe Grüße.


    Wolf

    Das wäre natürlich gut.
    Beweise für die Existenz solcher "schwarzen Listen" gibt es auch nicht. Hab ich nur schon so oft von anderen KV-Spezialisten gehört.


    choppa
    Ja bitte, halte uns mal auf dem Laufenden. Diese verdammte Versicherungsangelegenheit beschäftigt mich ungemein. Damit stehen und fallen meine Auswanderungspläne auf die Phils.


    Euch allen einen schönen Tag. Ich muß jetzt zur Arbeit ;(


    Wolf

    Ja, wobei man jetzt also, der Vollständigkeit halber, noch dazusagen muß: wenn man Deutschland für mehr als 6 Monate und 1 Tag verläßt, wird man hier in D dauerhaft abgemeldet. Auch aus der gesetzlichen KV.
    Das heißt dann allerdings auch, daß man die VOLLE Rente ausgezahlt bekommt. Inklusive KV-Beiträge und auch den Anteil aus der Pflegeversicherung. Man hat dann also doch etwas mehr Geld zu Verfügung, das in die Auslandskrankenversicherung mit einfließen würde.
    Man muß da mit sehr spitzer Feder rechnen.


    Das Schlimme an diesen internationalen Auslandskrankenversicherungen ist, wenn mal wirklich was ist, bezahlen sie zwar, aber anschließend kannst du darauf wetten, daß sie dich aus der Versicherung rausschmeißen. Und dann stehst du auf einer "schwarzen Liste" und keine andere KV nimmt dich mehr auf.
    Und dann hast du richtig die A-Karte.

    Zwischenfrage:


    Geht es hier um eine AuslandsREISEkrankenversicherung oder um eine Auslandskrankenversicherung?


    Eine Reisekrankenversicherung gibt es bei jedem Ticketkauf für ´n Appel und n´Ei. Meine (ich bin bei der ERV) kostet 15,- Euro pro Jahr und deckt Behandlungen für 2 Reisen pro Jahr, die nicht länger als jeweils 6 Wochen dauern dürfen, ab. Nichts für Expats also.


    Eine Auslandskrankenversicherung dagegen kann dagegen heftig ins Kontor einschlagen und schon mal zwischen 300,- und 500,- Euro pro Monat betragen. Die Höhe der Prämie hängt dann u.a. vom Eintrittsalter und der Krankenvorgeschichte des Versicherungsnehmers ab.


    Das Thema interessiert mich auch sehr, da genau die Auslandskrankenversicherung ein großes Problem werden kann. Bei meiner zu erwartenden Rente könnte ich mir eine solch teure Versicherung gar nicht leisten. Davon hängt also ab, ob ich als Rentner überhaupt auswandern kann oder nicht.


    Wolf

    Ich habe für kommenes Frühjahr auch schon mal geguckt.


    Also einen großen Einfluß auf die Preise hat die Reisdauer.
    Ich habe Ticketangebote gesehen, die zwischen 600,- und 630,- Euro lagen (für einen Flug von Frankfurt nach Manila und zurück), allerdings dann auch bei einer Reisedauer von bis zu 46 (!) Stunden (2 Zwischenstopps).
    Da braucht man schon den halben Urlaub, nur um sich von der Anreise zu erholen.
    Das ist es mir nicht wert. Da gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus.

    Wenn es nur Tagalog ist, nutzt es mir leider nicht allzu viel. Tagalog-Dictionaries habe ich einige.


    Mir geht es in erster Linie um Visaya. Da gibt es doch einige erhebliche Unterschiede.


    Ich denke mal, ich werde mir ein Englisch-Cebuano-Wörterbuch besorgen. Englisch oder Deutsch macht für mich da keinen Unterschied.


    Trotzdem natürlich vielen Dank.

    @lapuLapu.
    Ja, danke, aber genau das Ding ist, was ich meinte: diese "Kauderwelsch"-Reihe. Nur sehr schlecht mit zurechtzukommen.


    Aber auch den anderen danke. Nach dem Betrachten der Wiki-Karte bleibe ich wohl doch besser beim Englisch. Vielleicht ein paar Höflichkeitsfloskeln auf Cebuano; das kommt immer gut an. Vor allem bei den potenziellen Schwiegermüttern :Rolf

    Hallo Allerseits.


    Ich werde im kommenden Frühjahr einen längeren Trip durch die Philippinen machen.
    Unter anderem möchte ich mir DAVAO etwas genauer ansehen.


    Kennt jemand von Euch irgendwelche brauchbaren Wörterbücher (auch Online Dictionaries) Visaya-Deutsch und umgekehrt? Am liebsten mag ich die, in denen auch übliche Phrasen und ganze Sätze enthalten sind. Möglichst allerdings nicht diese KAUDERWELSCH-Bücher. So gut sind die nämlich nicht.


    Danke schon mal im Voraus und allen einen schönen Tag


    Wolf

    Ich habe mir vor drei Jahren in BKK im MBK einen Anzug machen lassen (Jackett, 2 Hosen und eine Weste) und habe dafür 120 Dollar bezahlt.
    Vom 24-Stunden-Service rate ich allerdings auch ab. Gute Qualität braucht halt seine Zeit.
    Ich bin bis heute sehr zufrieden mit dem Teil. Stoff sehr gut, Verarbeitung gut.


    Heute lasse ich meine Plünnen in Cebu nähen (meine Freundin ist Schneiderin) . :P

    Wobei mir das letztendlich auch egal wäre.
    Wenn ich an meine Vermieterin hier in Hamburg denke, wünschte ich mir manchmal, sie wäre eine Mafiosa. Dann hätte sie wenigstens so etwas wie einen Ehrenkodex.
    Aber die versucht jedes Jahr aufs Neue, uns Mieter bei den Nebenkostenabrechnungen über den Tisch zu ziehen, daß die Heide wackelt.


    Solange sich ein Vermieter korrekt verhält, ist es mir wurscht, ob er von der Mafia ist oder vom Heiligen Stuhl.

    Aber was hier noch nicht zur Sprache gekommen ist: Wie sieht es mit Deinen englischen Sprachkenntnissen aus. Mit Schulenglisch kommt man hier leider nicht sehr weit, da Filipinos eher einen Mischmasch aus amerikanischem und australischen Englisch sprechen, wenn überhaupt in ausreichendem Maße.

    Danke für den Hinweis.
    Aber ich war erstens schon einige male auf den Philippinen und kam dort sprachlich sehr gut zurecht.
    Zweitens, ich glaube, ich habe das schon in einem anderen Post in diesem Thread erwähnt, arbeite ich nebenberuflich als Übersetzer (Englisch-Deutsch). Etwas, das ich online tue und später, wenn ich dann mal in den Phils bin, auch weiterhin, als zweites Standbein gewissermaßen, tun möchte.
    Also Englisch...kein Problem.


    Ansonsten, mein Stuhlgang ist ok (regelmäßig und von akzeptabler Konsistenz) und Schmerzen beim Pieseln habe ich auch nicht. Alles im grünen Bereich. :yupi


    SEA
    Grundsätzlich gebe ich Dir, was den Umgang mit "Damen" betrifft Recht.
    Aber erstens habe ich nicht vor, irgendwelche Damen mit nach Hause zu nehmen (das habe ich hier auch nie gemacht) und zweitens benutze ich nur Marken-Kondome (kein Recycling oder Second Hand). Die Wahrscheinlichkeit, daß da einer platzt, ist mehr als gering. So groß isser nich.
    So schnell kann man mir keine Blage an die Backe nageln.


    Und was die Ernährung betrifft, ich denke, man kann sich sehr wohl gut, gesund und trotzdem preiswert ernähren. Auch ohne Instant-Food o.dgl.
    Aber das mit dem 3in1-Coffee stimmt. Betrifft mich allerdings nicht, da ich keinen Kaffee trinke. Ich bin Tee-Trinker.


    PS: Wo ist EDEN?

    Das ist genau der Grund der Mehrheit der Rentner die auf die Philippinen gehen, weil sie dort eben nicht immer jeden Cent umdrehen müssen. Hier in Deutschland ist Schicht im Schacht mit 1000€, keine Frauen, kein täglicher Biergarten, Bar usw. warten bis der Sensenmann ruft ....

    Das ist genau der Punkt, um den es mir geht.
    Mit 1000,- Tacken im Monat verbringe ich den Rest meines Lebens irgendwo auf einer deutschen Parkbank (wenn´s mal nicht gerade wieder regnet oder eiskalt ist) oder ich stromer mit einer ALDI-Tüte und einer Taschenlampe durch Gegend und schaue in den Mülltonnen nach Pfanddosen und -flaschen.
    Ich sehe diese Leute jeden Tag auf Arbeit.


    Ich habe auch mein ganzes Leben gearbeitet. Daß ich mal nur diese kleine Rente kriegen werde, lag nicht an Faulheit oder Dummheit. Im Gegenteil, ich bin sogar ziemlich hoch qualifiziert. Aber ich habe mich gegen meinen erlernten Beruf für meinen Traumjob entschieden. Schlecht bezahlt aber ein hohes Maß an Zufriedenheit. Es gibt nicht viele Menschen, die so gern zur Arbeit gehen, wie ich. Das war es mir wert. Die Folgen trage ich nun als Rentner. Selbst Schuld.


    Große Sprünge werde ich mit meiner Rente natürlich nicht machen können, nicht mal in den Phils. Aber ein allemal besseres Leben (als Rentner) als in Deutschland werde ich in jedem Fall haben.

    alfredos hat es in seinem Post schon angedeutet: natürlich hat jeder seine Prioritäten. Aber in diesem Thread ging es eigentlich auch nur um die 1000,- Euro Rente und ob man damit vernünftig leben kann.
    Ich stimme da Urlauber76 zu, der die Dinge säuberlich trennt: das, was man braucht und das, was man gerne hätte.
    Alles, was über die Befriedigung der Grundbedürfnisse hinausgeht, ist m.E. nach "Luxus". Aber um den geht es mir nicht.


    Ich brauche ein Apartment zur Miete (1 Zimmer, Bad, Küche) in einer einigermaßen vernünftigen Gegend. Ich brauche Strom, Wasser, Handy (kein Smart-Phone), Internet, Mobilität (kein Auto, sondern einen Roller oder ein Moped o.dgl.) und ich muß essen. Kochen kann ich selbst und wie man auf dem Markt einkauft, weiß ich auch.
    Mehr habe ich hier auch nicht. Wobei ich hier nicht mal einen Roller o.dgl. habe. Hier bringt mich ein Bus des ÖPNV zur Arbeit.


    DAS SIND MEINE GRUNDBEDÜRFNISSE. Das ist MUSS.


    Alles darüber hinaus ist KANN.

    @Luger,
    hier ein Link https://www.travelsecure.de/pr…rsicherung/langfrist.html , die Versicherung war schon öfter Stiftung Warentest Sieger.
    Alles wird gut :D

    Dankeschön für den Link.
    Hab ich mir gleich mal zu Gemüte geführt. Eine solche Versicherung würde mich für die ersten 5 Jahre nach Renteneintritt knapp 100,- Euro pro Monat kosten. Das ist angesichts der Leistungen, die sie anbieten, weiß Gott nicht schlecht.
    Nochmal danke.
    W_L

    Na das klingt doch schon mal gar nicht schlecht. Trotz des Kleingedruckten.Lohnt auf jeden Fall mal einen zweiten Blick. Danke dafür.
    W_L

    partyevent


    Kurz zu Deinen Fragen:
    Ja, ich war schon mehrere male auf den Philippinen. Ich habe seit Jahren einige gute Freunde in Manila, San Fernando la Union und in Cebu. Und ich beschäftige mich auch hier in Deutschland viel mit diesem Land. Ich lese z.B. sehr viel in diesem Forum hier. Bessere Infos kann man kaum bekommen, weil sie (bei aller Subjektivität) aus dem realen Leben gegriffen sind.
    Und mein Sohn ist (gottseidank) kein Kind mehr. Er ist jetzt fast 40 Jahre alt und ein erfolgreicher Unternehmer. Einziges Manko mit ihm: (´tschuldigung an alle Bremer) er lebt in Bremen. Ich als Hamburger mußte das jetzt so sagen. :yupi


    NikWalker


    Ja, ich habe einige Hobbies, die ziemlich einträglich sein können. Ist nur eine Fleißfrage. Ich arbeite hier nebenberuflich für eine britische Firma als Übersetzer (englisch-deutsch), was mir immerhin einige hundert Euro pro Monat bringt. Und da das Ganze nur online passiert, ist es unerheblich, wo ich lebe.
    Und, wie schon an anderer Stelle erwähnt, baue ich gern Möbel. Das allerdings zum Gelderwerb zu machen, erfordert dann schon etwas mehr: nämlich Werkzeuge, geeignete Räumlichkeiten, Transportmöglichkeiten etc.


    Auf jeden Fall werde ich mich irgendwie betätigen. Den ganzen Tag nur vor dem Fernseher oder in einer deutschen Bierbar zu sitzen und in den Sonnenuntergang zu glotzen, würde mich nicht wirklich erfüllen.


    Urlauber76


    Ich würde mich nicht darauf verlassen, daß der Ölpreis dauerhaft so niedrig bleibt. Der jetzige Preis wird von den Amis künstlich unten gehalten. Sie setzen sogar Saudi Arabien unter Druck, damit die nicht die Fördermenge reduzieren. Das alles gilt nur den Russen, weil ein niedriger Ölpreis denen so richtig zusetzt. Die Russen haben ja kaum etwas anderes als ihren Öl-Export. Auch das ganze Drama mit der "Energiewende" in Deutschland ist zum Teil unter diesen Gesichtspunkten zu verstehen.

    @Tanduaylce


    Nee, solche Summen sind dann doch weit über meinem Budget. Die würden ein Viertel bis zu einem Drittel meiner Rente auffressen. Ich muß etwas preiswerteres finden. So viel Zeit auf den Phils für so wenig Geld (bei guter Leistung) wie möglich. Die Balance macht´s.

    gerlith
    Danke. Ich muß zugeben, daß ich langsam etwas beunruhigt bin. Du scheinst hören zu können, was ich denke, hehe.
    Aber genau an diesem Punkt bin ich gerade: sollte ich keine bezahlbare KV finden, die es mir erlaubt, mehr als 6 Monate außerhalb Deutschlands zu verbringen, werde ich wohl 6 Monate hier und 6 Monate dort verbringen.
    Wobei sich dann die Frage stellt, wo in D ich dann leben werde. Ich möchte ja nicht meinem Sohn ein halbes Jahr auf den Keks gehen. Aber eine eigene Wohnung in D zu behalten, die ich ja dann auch das ganze Jahr unterhalten müßte, erscheint mir auch nicht sehr sinnvoll. Die kostet nämlich in etwa so viel wie eine Auslands-KV.


    Hachje, ist alles nicht so einfach. :confused Aber mein Lebensmotto war immer: ES GIBT KEINE PROBLEME. ES GIBT NUR LÖSUNGEN. MAN MUSS SIE NUR FINDEN.


    Danke für Eure Tipps. Helfen wirklich.

    Geht es hier jetzt um Renten oder um Krankenversicherungen ?


    Um Beides, mein Freund.
    Weil das eine das andere in gewisser Weise bedingt.
    Wenn ich "nur" 1000,- Euro im Monat zur Verfügung habe, aber auf eine "ordentliche" Gesundheitsvorsorge, also KV alá Deutschland bestehe, habe ich im Endeffekt eben keine 1000,- Tacken zur Verfügung, sondern vielleicht nur 500,-.
    Es macht eben keinen Sinn, auszuwandern, wenn die KV einen großen Teil der Rente auffrisst.


    Es gilt ja eben soviel Rente zur Verfügung zu haben wie es geht, aber nicht gänzlich ohne Versicherung dazustehen. Ist eine Frage der Balance und des Risikos, das man einzugehen bereit ist.


    Daß man mit 1000,- Euro als Single ohne große Ansprüche in den Phils hervorragend zurecht kommt, ist, glaube ich, allen hier klar.


    Der Thread hat sich hier etwas verschoben. Aber ich finde das gut. Ich habe eben, z.B. nicht gewusst, dass man nicht länger als 6 Monate im Ausland leben darf, ohne seine KV zu verlieren. Und einige andere Dinge auch nicht. So hat dieser Thread eine Menge meine Fragen beantwortet.


    Euch allen ein schönes WE.


    W_L