Posts by ALD

    Da Präsenzunterricht voraussichtlich für längere Zeit nicht stattfinden kann, ist, so wie ich das sehe, der Standort der Schule letztendlich irrelevant. Die späteren Prüfungen kann man in den Testzentren auch als Externer absolvieren.

    Warum sollen das andere Staaten nicht auch so machen?

    Die EU, USA, Australien und Neuseeland auf der einen Seite und die Philippinen auf der anderen, sind aber nicht vergleichbar. Die Philippinen sind ein Entwicklungsland.


    Gerade an dem von mir gewählten Beispiel der Einwanderungsteuerung sieht man ja, dass diese Ungleichbehandlung gerechtfertigt ist. Es wird wohl kaum eine illegale Migrationswelle aus diesen Staaten in Richtung Philippinen geben.



    Natürlich können die Philippinen das auch so handhaben, nur wäre es unsinnig. Wegen einer relativ kleinen Anzahl von problematischen Touristen für alle eine gewaltige Hürde schaffen? Damit würde man sich selbst schädigen.


    Ich gebe Dir allerdings recht, dass auf den Philippinen der Staat häufig objektiv irrational handelt, vor allem seit Duterte. Daher wäre denen so etwas durchaus zuzutrauen.

    isa muss vorab beantragt werden und nur noch Ausländer mit Business Visa kommen rein, mit bestehenden familiären Beziehungen und Touristen mit vorab gebuchten und/oder geführten Urlauben im eher oberen Preissegment bei stark eingeschränkter Bewegungsfreiheit vor Ort.

    Was eigentlich in der Welt der Normalfall ist. Im Schengenraum gibt es Visa on Arrival nur in absoluten Ausnahmefälle. Entweder Visafrei oder eben mit Besuchsvisum. Die Philippinen sollen es IMHO genauso machen, basierend auf Gegenseitigkeit, dann werden sie auch Irgendwann wieder als Staat ernstgenommen. Heißt Leute aus Ländern dürfen dort nur Visafrei einreisen, wenn das die philippinischen Bürger dort auch dürfen. Ich denke da an Länder wie China, Singapur oder Süd-Korea.


    Vielleicht kann man da durchaus mal den ein oder anderen schrägen Gesellen von den Inseln fernhalten.

    Das ist doch Blödsinn. Gegenseitige Gleichbehandlung gab/gibt es im allgemeinen nur zwischen vergleichbaren Staaten und ist mit Sicherheit kein Regelfall.


    Gegen eine visafreie/visa on arrival Einreise von Filipinos nach Deutschland sprechen einwanderungspolitische Gründe, die ausgesprochen einseitig sind. Nach einer älteren Studie leben bis zu 40.000 illegal in Deutschland.



    A 2007 study by scholars of the Philippine Migration Research Network suggested that the number of illegal residents might be as high as 40,000

    https://en.wikipedia.org/wiki/Filipinos_in_Germany


    Ja, ich weiß, umgekehrt gibt es das auch, nur nicht in dieser Größenordnung.



    Die von Dir gewählten Beispiele verstehe ich auch nicht. Soweit mir bekannt durften Filipinos doch vor Corona visafrei nach Singapur reisen, was vermutlich mit ASEAN-Vereinbarungen zusammenhängt. Nach China und Südkorea dementsprechend nicht.

    Da Filipinos immer sofort aufgeben habe ich geraten nochmal nachzuhaken und siehe da, es ist tatsächlich möglich eine abermalige Reise, alleine für die ROM, zu vermeiden:


    "In your situation, here's what you can do. You can submit your documents and process the payment to the Philippine Embassy in Berlin or to the Philippine Consulate in Frankfurt, whichever is nearest to you. However, this may take some time as our diplomatic pouch is only scheduled once a month. BerlinPE or Frankfurt PCG will then transmit your applications to us via Diplomatic Pouch ( Berlin PE/Frankfurt PCG > DFA Manila > Copenhagen PE). Once we receive your report of marriage, evaluation and approval will be done here. Once approved, we will then send back your documents to Berlin PE/Frankfurt PCG (Copenhagen PE > DFA Manila >Berlin PE/Frankfurt PCG)."

    Gefühlt ist die halbe philippinische Community in Berlin den Weg über Dänemark gegangen. Bei den Fällen, die ich in den letzten 1-2 Jahren mitbekommen habe, gab es kein UP.

    Es gibt hier überraschend viele philippinisch-nigerianische Beziehungen, fast schon eine eigene Community, bei der ich mich aufgrund der Masse immer wundere, wie die alle in Deutschland gelandet sind. Auch darunter sind 2 Fälle aus dem letzten Jahr ohne UP.

    Ich poste das mal als Anhang hier:


    Bekannte von mir beabsichtigen in Dänemark zu heiraten. Die Heirat an sich läuft so ab wie von 3undzwanzig beschrieben.


    Für problematisch halte ich aber die philippinische Registrierung. Zuständig dafür ist, wie hier irgendwo auch schon angemerkt wurde, die Botschaft in Kopenhagen.


    Nur akzeptiert die keine postalischen Anträge mehr. Ebenso ist eine Vorevaluierung der Dokumente notwendig. In der Praxis wird das in den meisten Fällen bedeuten, dass man, da man die ja Heiratsurkunde erst nach der Hochzeit bekommt, 2x nach Dänemark reisen muss.



    Hier der O-Ton der Botschaft:


    Dear X,

    Thank you for your email.

    Civil events of Filipinos abroad are recommended to be registered to the Philippine Embassy or Consulate who has jurisdiction on the place of the event.

    Since you will get married here in Denmark, you need to register your marriage to the Philippine Embassy here in Copenhagen. Personal appearance is required. The Embassy no longer accepts applications through mail. Here is the link for the requirements:


    https://copenhagenpe.dfa.gov.p…vil-registration-services

    Before going to the Embassy, you need to schedule an appointment and upload all the required documents in our online appointment system for the pre-evaluation of our Consular Officers. Here is the link:

    https://copenhagenpe.dfa.gov.p…nsular-online-application

    Thank you.

    Regards,



    Also die typische kafkaeske philippinische Bürokratie und in Zeiten von Corona besonders ärgerlich.

    Vorherige Veränderungen sind vermutlich ausgeschlossen, aber mit den Wahlen Mitte 2022 steht möglicherweise eine Zäsur bevor.

    Möglicherweise deshalb, da es wohl auf den Ausgang ankommt. Gewinnt das Duterte Lager, geht es vielleicht auf ewig so weiter. Der Rest der politischen Landschaft entspricht mehr oder weniger der politischen Vertretung der Vermögenden mit wirtschaftsliberalen Ansichten, die anhaltend weitreichenden Einschränkungen ablehnend gegenüberstehen sollten.



    Also, für über das 3. Quartal 2022 hinausreichenden Pessimismus ist es aus meiner Sicht noch zu früh.

    Was sind die grössten negativen Punkte in einem Condo zu leben.
    Habe mit meiner Frau ein Haus in einer kleinen Subdivision in Cebu.


    würde gerne das Haus vermieten und danach in ein Condo ziehen wo wir ein Pool und andere Freizeiteinrichtungen haben könnten.


    wie sieht Ihr diese Idee.

    Goose hat die wesentlichen Punkte schon genannt. Neben Lärmproblemen ging mir nach einiger Zeit einfach das Wohnen in einer Legebatterie, gebaut und eingerichtet ohne jeglichen architektonischen Anspruch, auf die Nerven. Andere wiederum lieben es.


    Mich wundert, dass es nicht häufiger zu Einstürzen kommt. Kann mich nur hieran erinnern:


    https://www.pna.gov.ph/articles/1092968


    Ein britischer Bekannter hat eine Zeitlang bei einem lokalen Developer als Ingenieur gearbeitet und wegen des allgegenwärtigen Pfuschs aufgehört, da ihm das persönliche Risiko zu groß wurde.

    Man kann ewig über Vorteile und Nachteile des Lebens hier oder dort diskutieren, ohne das man zu einem allgemeingültigen Ergebnis kommt.

    Aber alleine der Umstand, dass nun seit bald 1,5 Jahren und mit offenem Ende der Präsenzunterricht ausfällt und jegliche wahrnehmbaren Proteste ausbleiben, empfinde ich als schockierend und unfassbar. Insgesamt würde ich zwischen den Philippinen und Deutschland keine gravierenden Unterschiede im Wertesystem sehen, zumindest relativ, wenn man es etwa mit dem muslimischen Nahen Osten oder Staaten in Afrika vergleicht. Ausnahme ist offensichtlich das Thema Bildung.


    Es gibt mit Sicherheit viel am derzeitigen Zustand der Gesellschaft in Deutschland zu kritisieren, aber es bleibt festzuhalten: Ob und wie Unterricht stattfindet, war immer im Zentrum aller Corona-Diskussionen, selbst im Sprachrohr von tendenziell bildungsfernen Bevölkerungsschichten (Bild).

    https://opinion.inquirer.net/1…ation-and-competitiveness


    Für mich ein Rätsel, wie man einen solchen Artikel schreiben kann und nicht thematisiert, dass nun seit 1,5 Jahren face-to-face classes ausgesetzt sind, was häufig überhaupt kein Unterricht bedeutet.


    Da dies, soweit mir bekannt, in dieser Extremität nur auf den Philippinen der Fall ist, werden die nächsten Studien umso verheerender ausfallen.



    Wie sieht das für das kommende Schuljahr aus? Vor einigen Wochen habe ich mitbekommen, dass eine Wiederaufnahme zumindest für möglich gehalten wird. Das war aber vor Delta.

    Nochmal zur Konkretisierung:


    Ich würde nicht einmal behaupten, dass Filipinos, zumindest ab einer etwas gehobenen Wohngegend, grundsätzlich problematischere Nachbarn sind als Deutsche. Die Mehrzahl habe ich immer als eher zurückhaltend wahrgenommen. Der große Unterschied sind einige asoziale Exemplare, die entweder ihr Verhalten nicht reflektieren können oder wollen und weitestgehend ungestört ihre Mitmenschen terrorisieren können, da die Mehrzahl der konfliktscheuen Filipinos sie nicht in ihre Schranken weist, obwohl sich das nach meine Beobachtungen zunehmend geändert hat.


    Zusätzlich fehlt der Staat als Garant für die Einhaltung von Grundregeln, die es zu meiner Zeit sogar in Form einer city ordinance gab, die die Ruhezeiten eigentlich eindeutig geregelt hat. Man steht daher schnell ohne Optionen dar. Es gibt auch in Deutschland Szenarien, in denen man besser vor seinen Nachbarn flieht, nur eben deutlich seltener.


    Subjektive Umstände spielen sicher auch eine Rolle. Jmd. wie ich, der leider einen leichten Schlaf hat, ist natürlich deutlich anfälliger. Für wichtiger halte ich aber den beruflichen Status. Als Rentner oder Privatier kann man entspannter mit solchen Problemen umgehen als jmd., der am nächsten Morgen arbeiten muss und unter Leistungsdruck steht.


    Es ist übrigens kein reines Ausländerproblem und Filipinos sind dagegen immun. In all den beschriebenen Fällen, außer bei den nervigen Verkäufern, fühlten sich Filipinos ebenfalls belästigt und haben teilweise wesentlich extremer reagiert. Ich erinnere mich noch an einen Nachbarn, der mit Schusswaffe losgezogen ist, weil er den Terror nicht mehr ausgehalten hat.


    Ich habe irgendwann einmal einen Artikel gelesen, nach dem die Philippinen weltweit das lauteste Land sind, was ich ohne jeden Zweifel glaube. Lärm ist aber nur ein Aspekt, der in einer Schwereskala relativ niedrig angesiedelt ist. Glücklicherweise hatte ich nie Konflikte mit direkten Nachbarn bzw. Personen, die ich vorher kannte. Diese Fälle eskalieren dann häufig und führen etwa zu vergifteten Haustieren, Sachbeschädigungen, Gewaltandrohungen oder Anwendung, etc.


    Daneben gibt es menschenunabhängige Probleme: Die Wasserversorgung habe ich schon erwähnt. Daneben ist bei mir einmal jeglicher Festnetzinternetmöglichkeit nachträglich und endgültig weggefallen. Es gab nur noch mobiles Internet. Sofern man beruflich darauf angewiesen ist, hat man ein Problem. Dann wurde einmal ohne Baugenehmigung und somit illegal der tragende Hang, auf dem mein Haus stand, abgetragen. Es waren zwar zeitnah Risse in den Mauern sichtbar, aber Einsturzgefahr bestand scheinbar nicht. Daher war es nicht mein Problem, sondern das des Eigentümers, für den daraus ein langjähriger (Rechts-)Streit entstand.



    Also, man sollte schon genau wissen, worauf man sich einlässt, bevor man eine Immobilie erwirbt und sich dadurch langfristig an einen festen Standort bindet. Der Kauf geht schnell, aber in allen mir bekannten Fällen, außer Condos, gab es erhebliche Probleme mit dem Verkauf.

    ALD es gibt keine Gated Subdivision im Centrum? San Pedro Village, Insular Village 1&2, Bacacaa Road usw. Oder was sind das

    Bei ca. 8 km Entfernung zur City Hall, was vermutlich am ehesten dem Zentrum entspricht, ist das Insular Village für mich definitiv nicht im Zentrum.

    Baccaca ist Ladislawa, sofern ich nicht kleinere subdivisions übersehen habe. Wobei auch Ladislawa schon grenzwertig ist. San Pedro Village ist, wenn ich mich richtig erinnere, auch 5 km + entfernt. In Deutschland würde man das auch nicht mehr als Zentrum bezeichnen, aber letztendlich kann jeder das so definieren, wie er möchte.

    Ich halte die Thematik für ausgesprochen standortabhängig.


    In Davao gibt es meines Wissens im Zentrum, außer Ladislawa, überhaupt keine gated subdivisions . Daher wohnen viele reiche/einflussreiche Leute in normalen Straßen und der nächste squatter ist immer in relativer Nähe. Es war in meiner Zeit aber nie ein Problem, da die Stadt ausgesprochen sicher war.


    Da man nie weiß, wie sich die Zukunft entwickelt, halte ich Investitionen in ein frei stehendes Haus aber langfristig für deutlich unsicherer. Schon bei jeder längeren Abwesenheit muss man sich Gedanken über einen caretaker machen.


    Aufgrund persönlicher Erfahrungen hätte ich gegenüber jeder Immobilieninvestition auf den Philippinen erhebliche Vorbehalte. In 6 Jahren habe ich in 3 unterschiedlichen Immobilien gelebt und überall gab es erbliche Probleme durch Belästigungen aus dem Umfeld. Ich schlafe übrigens immer mit Ohrstöpseln, auch in Deutschland.


    1. Condo

    Im ersten Jahr habe ich in einem Condo gelebt. Nach einigen Monaten wurde irgendwo über mir, man konnte das nie genau lokalisieren, ein Handwerk betrieben. Die Folge war nahezu 24/7 Hämmern, Sägen, Schleifen, etc. Obwohl sich auch andere Nachbarn beschwert haben, wurde von der Verwaltung nichts unternommen. Daher blieb mir nichts anderes übrig als auszuziehen.


    2. Townhouse in einer hochpreisigen Subdivision.

    Lange Zeit war alles in Ordnung, dann tauchten Pandesal-Verkäufer auf, die von ca. 4.00 morgens und bis ca. 8.00 alle halbe Stunde am Haus vorbeigezogen sind. Das Problem dabei war, dass die Waren mit einer aberwitzigen Lautstärke mittels eines Megafons beworben wurden. Gespräche mit dem Verkäufer und der barangay blieben erfolglos. Für letztere war der Umstand, dass die Verkäufer arm sind, eine absolute Entschuldigung. Da ich ohnehin Frühaufsteher bin, hätte mir schon eine Nachtruhe bis 5.30 gereicht. Seltsamerweise hat sich hier kein Nachbar beschwert, wobei viele Filipinos aufgrund des omnipräsenten Lärmpegels vermutlich ohnehin hörgeschädigt sind.


    Hinzu kam dann noch eine Moskitoplage, vermutlich ausgelöst durch eine chaotische Baustelle in ca. 150 m Entfernung, die durch den überall herumliegenden Müll paradiesische Brutstätten bot.

    Obwohl in der Folge die Dengue Fälle in der Nachbarschaft explodierten, auch ich war davon betroffen, hat die barangay abermals nicht reagiert. Auch hier war der einzige Ausweg ein Umzug


    3. Townhouse in einer gemischten Nachbarschaft.

    Von dem 3. Haus war ich zunächst aufgrund der Lage begeistert. Auf einem steilen Hügel gelegen, bot es eine fantastische Aussicht und aufgrund der stetigen Brise war eine Aircon entbehrlich. Leider ergaben sich daraus einige Nachteile, die für mich völlig unvorhersehbar waren.


    Die exponierte Lage lässt auch Schallwellen ungehindert in das Schlafzimmer dringen. Auch wenn das Land arm ist, leistungsstarke Musikanlagen gibt es im Überfluss. Für diejenigen, die sich darunter nichts vorstellen können: Es ist regelmäßig so laut, dass Fenster und Möbel im Takt der Bässe vibrieren.


    Häufig sind es auch keine besonderen Anlässe, sodass man darüber hinwegsehen könnte. Normalerweise habe ich es vermieden, die Störer persönlich zu konfrontieren. Einmal haben Nachbarn aber darauf bestanden, dass ich mitkomme. In dem Fall hat ein einzelner Trunkenbold im Delirium einfach mal voll aufgedreht und bei Ankunft neben seiner Anlage mit der Lautstärke eines startenden Düsenjets geschlafen.


    Hier haben sich regelmäßig viele Nachbarn in der höher gelegenen Straße bei der barangay beschwert, allerdings weitgehend ohne Reaktion.

    Was einigermaßen geholfen hat, war die barangay police direkt durch Zuwendungen zu unterstützen. Lärmbelästigungen blieben aber dennoch ein ständiges Ärgernis. Ohne die Rückkehr nach Deutschland wäre ich wahrscheinlich abermals umgezogen.


    Nur am Rande, um zu verhindern, dass meine Fehler wiederholt werden: Eine Höhenlage kann sich auch negativ auf die Wasserversorgung auswirken. Bei den häufigen Stromausfällen liefen die Pumpen des Versorgers nicht, bzw. sind sie auch sonst häufig ausgefallen bzw. es wurde vergessen sie einzuschalten. Die Folge war, dass wir häufig trotz Brunnen, Zisterne und Wassertanks auf dem Trockenen saßen. Es ist wirklich kein Vergnügen bei tropischen Temperaturen nicht Duschen bzw. dafür ins Fitnessstudio fahren zu müssen und über längere Zeit die Toiletten nicht spülen zu können.


    Die Lehre, die ich aus diesen Erfahrungen gezogen habe, ist die, dass das Umfeld jederzeit einem das Leben zur Hölle machen kann. Als Mieter ist es ärgerlich, aber man kann einfach weiterziehen. Als Eigentümer ist es eine Katastrophe.


    In den exklusivsten gated subdivisions, mag man sicherer sein, aber unmöglich sind diese Probleme auch dort nicht. Bei einem Freund von mir wurde das Nachbarhaus von einer unantastbaren Familie gekauft und in der Folge als Partyhaus genutzt.

    Danach scheint er schon einmal die Philippinen frustriert verlassen zu haben:


    https://www.nzz.ch/folio/sonnenuntergang-ld.1619826


    "Alfredo Honegger kann es nicht fassen. Da ist er nach fünfzehn Jahren Asien mit seiner philippinischen Ehefrau Lumenaria und sieben Kindern in die Schweiz zurückgekehrt, ins vermeintliche Paradies, wo nichts gestohlen wird, wo es zwischen Arm und Reich etwas gibt, das zählt, wo es keine hohen Mauern braucht ums Haus, Diebe und Gesindel fernzuhalten. Vom Swimmingpool aus, sagt Alfredo, im Garten ihres Hauses auf den Philippinen, da habe er immer nur an die Mauer gesehen anstatt aufs Meer. Darum habe er seiner Frau gesagt: Du wirst es erleben, in der Schweiz ist alles anders. "


    Seltsam, dass er dann auf die Philippine zurückgekehrt ist bzw. eigentlich nicht. Der Typus, bei dem das Grass auf der anderen Seite, teilweise trotz gegenteiliger Erfahrungen, immer grüner erscheint, ist weit verbreitet. Auch hier im Forum gibt es einige solcher Exemplare.

    Diskussionen über die Einreise von Geimpften scheinen schon zu entstehen:


    https://newsinfo.inquirer.net/…eigners-to-lapu-lapu-city


    Einerseits kann ich mir vorstellen, dass sich gewisse Dynamiken entwickeln und es dann schneller geht, als zunächst gedacht. Vor allem, wenn in der Region ein Land aufmacht, könnte daraus eine Kettenreaktion entstehen.


    Andererseits kommt mir diese Greisenregierung so träge und weltfremd vor, dass es mir schwerfällt überhaupt an irgendwelche größeren Aktivitäten vor den Wahlen Mitte 2022 zu glauben. Sofern Duterte gesundheitlich das Ende seiner Amtszeit erlebt, wird man das verbleibende Jahr einfach in Stillstand ausharren.

    Die Voraussetzungen in Österreich, zu denen ich nichts beitragen kann, sind nur die eine Seite. Die andere Seite ist das POEA-Regelwerk auf den Philippinen, dass die Ausreise reguliert. Da die Nichte schon in KSA gearbeitet hat, müsste sie zumindest grob damit vertraut sein. Das OEC (Overseas Employment Certificate) müsste nicht nur einmalig erlangt werden, sondern nach jeder Heimreise.


    Es gab hier schon einen vergleichbaren Thread, in dem ich detaillierter darauf eingegangen bin:


    Visa über beschleunigtes Fachkräfteverfahren



    Ergänzende Anmerkungen:


    1. Ein relevanter Unterschied zu dem vorherigen Fall könnte hier das Verwandtschaftsverhältnis darstellen. Direct hire wurde grundsätzlich abgeschafft, da es ein Einfallstor für Korruption innerhalb der POEA war/ist. Es existieren aber theoretisch weiterhin folgende Ausnahmen:

    SECTION124.Exemption from the Ban on Direct Hiring.

    The following are exempted from the ban on direct hiring:

    a.Members of the diplomatic corps;
    b.International organizations;
    c.Heads of state and government officials with the rank of at least deputy minister; or

    d. Other employers as may be allowed by the Secretary of Labor and Employment, such as:


    1. Those provided in (a) (b) and (c) who bear a lesser rank, if endorsed by the POLO, or Head of Mission in the absence of the POLO;

    2. Professionals and skilled workers with duly executed/authenticated contracts containing terms and conditions over and above the standards set by the POEA. The number of professional and skilled Overseas Filipino Workers hired

    for the first time by the employer shall not exceedfive (5). For the purpose of determining the number, workers hired as a group shall be counted as one; or

    3. Workers hired by are relative/family member who is a permanent resident of the host country.


    https://www.poea.gov.ph/laws&r…s%20And%20Regulations.pdf


    Interessant ist die markierte Alternative. Die unter Section 125 gelisteten Voraussetzungen halte ich für erfüllbar, sofern Österreich mitspielt. Man muss sich nur bewusst sein, dass dies bei den Abertausenden von OWF´s absolute Ausnahmen sind, die alle namentlich amtlich veröffentlicht werden:


    https://www.poea.gov.ph/dhclearance/directhires.html


    2. Die Corona-Situation erschwert das Vorhaben in zweierlei Hinsicht. Auch wenn ich mir die Voraussetzungen in Österreich nicht angeschaut habe, gehe ich davon aus, dass fortgeschritte Deutschkenntnisse, B1 oder B2, verlangt werden. Durch die weiterhin bestehende Suspendierung von Präsenzunterricht auf den Philippinen, müsste der Unterricht derzeit online erfolgen, was ich für schwierig halte.
    Hinzu kommt die Beschränkung der Migration von medizinischem Personal, also nicht nur nurses. Momentan gibt es eine jährliche Obergrenze von 5.000. Vor Corona sind jährlich alleine 15.000 bis 20.000 nurses ausgewandert. Es wird also schwierig sein unter diese 5.000 zu kommen.

    Quote


    hne Impfung wären wahrscheinlich mindestens 50 % der Bewohner verstorben

    Worauf basiert deine Aussage? Auf harten Fakten? Erfahrungen? Warum dann konjungieren?

    Da es erst seit ca. Mitte Februar vollständig Geimpfte in Deutschland gibt, wird es keine langjährigen Studien geben. Selbst wenn es dies geben würde, wäre es nicht möglich aufgrund von Durchschnittswerten, eine exakte Aussage über den Ausgang in diesem Einzelszenario in einer alternativen Realität zu treffen.


    Ansonsten empfehle ich Berichte über Ausbrüche in Altenheimen von Ende 2020, mit den derzeitigen zu vergleichen. Ich bin mir sicher, auch Dir entgeht dabei nicht eine erhebliche Diskrepanz bei den Todesraten.

    Wie kommst Du den darauf, dass es nicht wirkt?


    Es bietet, in welchem Ausmaß auch immer, keinen vollständigen Schutz vor Neuinfektionen. Aber es verhindert schwere Krankheitsverläufe und das ist mittlerweile auch ausreichend belegt.


    Deinen Frust über die weitestgehend sinnlosen Maßnahmen teile ich. Umso unverständlicher ist für mich, dass Du die Impfung ohne Begründung ablehnst. Es ist der einzige derzeit realistische Ausweg und dabei ist es egal, ob es Dir, mir oder wem auch immer gefällt. Die Welt hat sich für diesen Weg entschieden.


    Sobald jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte, müssen die Einschränkungen, zumindest innerhalb Deutschland, folglich aufgehoben werden. Ob dies geschieht, werden wir sehen. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn schon jetzt in Hysterie auszubrechen und das dauerhafte Ende der freiheitlichen demokratischen Grundordnung herbeizureden.

    Ohne Impfung wären wahrscheinlich mindestens 50 % der Bewohner verstorben.

    Andere Variante:

    Ohne Impfung waren wahrscheinlich dennoch nicht mehr Bewohner verstorben.


    Konjunktive sind immer ne nette Sache bei solchen Angelegenheiten.

    Das ist doch Blödsinn oder maximal ignorant. Ist Dir auf den Philippinen entgangen, was für ein Massensterben in den Pflegeheimen vor den Impfungen stattgefunden hat, wenn es dort zu einem Ausbruch gekommen ist?


    So wie ich es verstehe, ist in dem Bericht NIEMAND mit Impfung verstorben. Nur jmd. mit einer vorherigen Erkrankung.


    Worauf willst Du überhaupt hinaus, dass die Impfungen 0 Schutz bieten?

    Das ist doch irrelevant. Da scheinbar eine Übertragung durch Geimpfte weiterhin stattfinden kann, wird es eine Herdenimmunität möglicherweise ohnehin nicht geben. Die einzige Aufgabe des Staates ist es dann sicherzustellen, dass es ausreichend Impfstoff für alle bereitzustellen. Es bleibt dann jedem selbst überlassen, ob er sich schützen möchte oder nicht.



    Nun, ich bin kein Experte im philippinischen Rechtssystem. Aber wenn man ganze Altersgruppen monatelang unter Hausarrest stellen kann, dann sollte notfalls auch eine Impfpflicht kein rechtliches Hindernis darstellen.


    Darüber hinaus kündigt sich auch schon Druck im Arbeitsumfeld an. Bekannte, die in Callcentern und einem großen Pharmakonzern arbeiten, wurden schon darüber informiert, dass dort eine Impfpflicht durchgesetzt wird.