Posts by Bagoong

    Teil der filipinischen Mentalität ist zum Beispiel, dass das individuelle Wohlbefinden, dass jeder sein Gesicht bewahrt, dass die Beziehungen nicht gestört werden, die Harmonie, dass das alles mehr zählt, als die Erledigung der eigentlichen Aufgabe. Das Ergebenis: Alle fühlen sich relativ wohl. Aber weil wenige Aufgaben erledigt werden, sind alle relativ arm.

    Naja, die Löhne sind (auch) so gering, weil die Produktivität so gering ist. Das was du als "Amerikanisierung" benennst, ist auch ein Prozess der Steigerung der Produktivität. Dabei werden natürlich, wie bei jedem strukturellen Wandel, viele Arbeitnehmer auf der Strecke bleiben. Der Druck auf die Arbeitnehmer wird zunehmen. Ich sehe das eher als positiv. Mein Eindruck ist eher, dass derzeit nicht besonders viel "Druck" an den Arbeitsplätzen besteht. Und die Arbeitnehmer auch keinen Druck aushalten. Das wird sich wohl ändern (müssen). Ich sehe auch nicht, wie die Armut abnehmen soll oder ein gewisser Wohlstand auf breiter Basis entstehen soll, ausser indem die Produktivität zunimmt.

    Femiii


    Du fragst, wie man "philippinische Werte und Traditionen erhalten kann". Bestimmt nicht, mit einem Ehevertrag. Eheverträge sind in D nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. Ein Ehevertrag gibt keine Sicherheit. Das Familiengericht kann sich bei der Scheidung darüber hinwegsetzen, wenn dort etwas zum Nachteil der Frau geregelt ist. Und in der Praxis passiert auch genau das regelmässig. Gerade bei einer binationalen Ehe unterstellt das Gericht, dass der deutsche Mann der naiven Frau aus einem armen Land ihre Ansprüche vorenthalten wollte. Die Justiz (der Staat) sorgt mit allen Mitteln dafür, dass im Fall nicht der Staat, sondern der Ex-Ehemann für die Frau sorgen muss.


    Philippinische Werte und Traditionen kann man nur erhalten, wenn sie auf den Philippinen lebt. Und wenn die Frau mehr oder weniger eingebunden bleibt, in ihre Herkunftsfamilie. Ich denke, dann klappt auch eine Fernbeziehung. In der man z. B. selbst die Ferien in den Philippinen zusammen verbringt. Und die Partnerin einen in D besucht, wenn möglich. Die Herkunftsfamilie kann dann, schon aus Eigennutz, auch dafür sorgen, dass sich die Partnerin auf den Philippinen "benimmt". Also keinen anderen ranlässt.

    Femiii


    Die Wahrscheinlichkeit, dass genau das eintritt, was du befrürchtest, halte ich für sehr gross. Frauen lösen sich leichter als Männer von ihrer Herkunft. Und zur Integration gehört eben, auch die üblichen westlich feministischen Ansprüche aufzunehmen.


    Verhindern kann man das nur, indem man die Filipina in ihrem Land lässt. Begreift sie im Westen erst mal, welche Rechte ihr die westlichen Gesellschaften als verheiratete Frau geben und in welche schwache Lage diese Rechte und die westlichen Gewohnheiten ihren Ehemann setzen, dann verändert sich die Beziehungsdynamik kolossal.


    Ich gehe aber davon aus, dass meine Worte gegen den Wind gepinkelt sind. Die meisten Männer wollen glauben, was man sie schon immer hat glauben machen wollen. Und egal welchen Preis sie dafür zahlen, sie reden es sich schön.

    adobo


    Handle klug und bedenke: Für eine Frau zählt nur, was du in Zukunft für sie leisten kannst. Nicht, was du in der Vergangenheit für sie geleistet hast.


    Und bei uns Männern ist biologisch eine Neigung verankert, eine Frau versorgen zu wollen und loyal zu sein. Man muss seiner Biologie aber nicht folgen. Dazu muss man sich ein bisschen überwinden und das fühlt sich natürlich nicht gut an. Das gehört aber zum kultivierten Verhalten eines Mannes dazu. Schliesslich fällst du ja auch nicht in der Fussgängerzone über jedes leckere Mädchen im Minirock her. Obwohl deine Biologie dich durchaus dazu anregt. Sondern du unterdrückst da deine biologischen Impulse, weil du ein kultivierter Mensch bist. Und lässt dich von deinem Verstand und langfristigen übergeordneten Interessen leiten. So geht Kultur! Das gleiche gilt für die biologisch dem Mann eigene Neigung, die Frau als unterlegenes, hilfloses und schutzbedürtiges Wesen zu sehen und sie versorgen zu wollen. Das ist nur ein biologisch fixierter Höhlenmensch-Impuls, der in unserer Zeit nichts mehr verloren hat und die Frau herabsetzt. Die heutige Frau ist stark und dem Mann gleichgestellt. Sie künstlich auf ein Podest zu stellen und sie versorgen zu wollen, macht die Frau langfristig nur schwach und unterdrückt die Entfaltung ihrer Kräfte. So zu handeln wäre sehr unkultiviert. Verhalte dich einer Frau gegenüber nicht wie ein Höhlenmensch!


    Runtergebrochen auf deine Situation: Sei nicht dumm. Im Grunde weisst du doch was du willst. Du hast nur eine schlechtes Gewissen. Ein schlechtes Gewissen ist aber in deiner Situation alles andere als angebracht und macht die Frau nur klein.


    Und noch was: Frauen sind gleichberechtigt und können alles genauso gut wie Männer. Dass ihr schöne Zeiten miteinander verbracht habt, war doch für sie genausoviel wert wie für dich. Männer und Frauen sind gleich. Du bist ihr also nichts schuldig. Würdest du denn im umgekehrten Fall von ihr erwarten, dass sie deine Zukunft absichert, wenn sie dich verlässt? Na also.

    Auf den Philippinen sollte man es immer so einrichten, dass möglichst viele Menschen davon profitieren, dass man weiter lebt. Und niemand davon profitiert, wenn man tot ist. Und mit "niemand" ist auch die eigene Partnerin gemeint. Der eigenen Parternerin muss es nach deinem Tod schlechter gehen als vorher. Zumindest muss man ihr das glaubhaft machen.


    Ich wundere mich immer über die Naivität der Ausländer. Zwischen Leben und Tod steht auf den Philippinen sehr oft nur ein geringer Geldbetrag. 400 Dollar können schon darüber entscheiden, ob man sich eine Operation leisten kann und weiter leben darf. Oder ob man einfach stirbt. So einfach ist das. Wenn für mich oder mein Kind 400 Dollar zum weiterleben fehlen würden, dann wäre ich auch ganz fix zu manchem fähig.

    Die Scheidung nach deutschen Recht ist auch in den Phils rechtsgültig und wird dort anerkannt,

    Ja, aber nur, wenn im Ausland geheiratet wurde. Nicht wenn auf den Phils geheiratet wurde.

    So ist es, wie soylentgreen es schreibt. Der Deutsche kann sich in einem solchen Fall in Deutschland scheiden lassen. Nach philippinischem Recht bleibt er aber verheiratet und die Frau auch. Würde er nochmal heiraten, würde er sich auf den Philippinen der Bigamie strafbar machen. Die Filipina kann überhaupt nicht wieder heiraten. Auch nicht in Deutschland. Weil sie dazu ja das "Certificate of no Impediment to Marriage" brauchen würde, das ihr in den Philippinen aber nicht ausgestellt wird, weil sie dort ja noch verheiratet ist.

    Aber wenn ein Ausländer der mit Ihnen verheiratet ist und sich scheiden lässt dann geht es.

    Nicht, wenn man auf den Philippinen geheiratet hat. Deswegen ist es empfehlenswert, im Ausland zu heiraten. Dann kann im Ausland die Scheidung erfolgen. Und die kann man dann auf den Phils relativ unproblematisch anerkennen lassen.

    Wenn man auf den Phils geheiratet hat, gibt es keine Scheidung. Was man machen kann, ist ein "annulment". Braucht man Rechtsanwalt, Gericht. So gut wie immer geht es über ein psychologisches Gutachten, das dem, der sich trennen will, bescheinigt, dass es ihm psychologisch unzumutbar ist, die Ehe fortzuführen. Dauert ca. 1 bis 3 Jahre. Kostet ungefähr 5.000,- bis 50.000,- Dollar. Je nachdem, wie clever der Anwalt ist und wie gut er sich mit dem Richter versteht (Also wenn er clever ist und sich gut mit dem Richter versteht, kostet es mehr und dauert länger...). Wenn man im Ausland geheiratet hat, wird die ausländische Scheidung auf den Phils in der Regel anerkannt (man muss damit auch vor Gericht).


    In der Praxis, wie gesagt, ist aber eine Scheidung/annulment meistens überflüssig. Witwenrente ist so eine Sache: Grundsätzlich sollte man auf den Philippinen Entscheidungen treffen, die bewirken, dass das Umfeld vom eigenen Weiterleben profitiert und nicht vom eigenen Ableben. Auf diese Weise wird man geliebt und nicht erschossen.

    wem67

    musst du mal selber googeln. Oder dich an einen Rechtsanwalt wenden. Rechtsberatung dürfen nur Rechtsanwälte machen. Wenn ein Unterhaltstitel besteht, kann selbstverständlich nachträglich vollstreckt werden, das ist doch allgemein bekannt. Wenn noch nie Unterhalt eingefordert wurde, dann geht das so viel ich weiss rückwirkend, wenn die anspruchsberechtigte Person durch das Verhalten der anderen Partei oder aus rechtlichen Gründen verhindert war, die Ansprüche früher geltend zu machen. Das würde meiner Ansicht nach gelten, würde der zum Unterhalt verpflichtete einfach "auf eine andere Insel verschwinden" und dadurch verhindern, dass Ansprüche überhaupt geltend gemacht werden können. Ist glaube ich BGB § 1619. Aber, wie gesagt, wers genau wissen will, muss sich vom Rechtsanwalt beraten lassen. Familienrecht ist immer im Fluss. Was in Zukunft geregelt wird, gilt immer auch für in der Vergangenheit (nach altem Recht) abgeschlossene rechtlich relevante Handlungen. Mit dem Kinder kriegen oder heiraten begibt man sich also in die Hand des Gesetzgebers, der den Vertrag, den man abgeschlossen hat, sozusagen rückwirkend jederzeit ändern kann. Wenn morgen ein Gesetz rauskommt, das Unterhalt neu regelt, dannn gilt das auch für denjenigen, der gestern, unter ganz anderen rechtlichen Rahmenbedingungen geheiratet hat oder ein Kind gekriegt hat.

    Übrigens ist auch ein Filipino für seine Kinder zu Unterhalt verpflichet, in der Theorie. Aber, siehe oben, auf den Philippinen kann die Mehrheit der Menschen ihr Recht nicht durchsetzen. An der Stelle ist übrigens vielleicht noch gut zu wissen: Auf den Philippinen besteht mit der Ehe automatisch gemeinsamer Güterstand. Ich weise darauf hin, weil theoretisch der deutsche Gesetzgeber jederzeit bestimmen könnte, dass im Familienrecht, wenn der "schwächere" Partner Ausländer ist und es ums Geld geht, automatisch die Regelungen des Landes zur Anwendung gebracht werden können, die dem Schwächeren mehr zum Vorteil gereichen würden. Ich sehe das in Zukunft kommen.

    Wenn ein Deutscher eine Filipina heiratet, ist er auch vor den Augen des deutschen Gesetzes mit ihr verheiratet. Die Filipina kann sich an die deutsche Botschaft wenden und Unterhalt einfordern. Der wird dann beim Mann geltend gemacht. Es gelten auch die gleichen Beträge wie in Deutschland (zum Beispiel Düsseldorfer Tabelle). Abzügliche eines Länderabschlags, der ist bei den Philippinen glaube ich 25%. Die Filipina oder die Kinder des Deutschen können den Unterhalt übrigens auch rückwirkend für Jahrzehnte einfordern. In der Praxis kommt es aber kaum vor, dass die Filipinas ihre Rechte gegenüber dem deutschen Ehemann oder Ex-Ehemann geltend machen. Ich habe mir schon überlegt, ob man da nicht mal was Wohltätiges für die armen Pinays tun kann und dieses Wissen über ihre Ansprüche inklusive kostenlose Rechtsberatung in Deutschland über eine gemeinnützige Organisation aufgleisen könnte.


    I


    Tja, dann sollten sich die Männer mal dafür einsetzen, dass das Renteneintrittsalter für Frauen nicht niedriger ist als für Männer und schon wäre alles einfacher finanzierbar. Gibt ja auch keinen vernünftigen Grund, warum Frauen in dieser Weise privilegiert sein sollten.

    Die meisten Morde passieren, weil sich jemand bereichern will. Oder aus Beziehungsgründen. Wenn ein Ehepaar ermordert wurde, ohne sie auszurauben, und so scheint es im obigen Fall ja gewesen zu sein, dann kann ich mir vorstellen, dass irgendjemand von ihrem Ableben profitiert. Irgendjemand bekommt zum Beispiel das Haus. Oder eine Lebensversicherung. Oder muss irgendwelche Schulden nicht zurückzahlen. Oder hat einen Konkurrenten weniger.

    Das andere häufige Mordmotiv ist die Liebe. Vielleicht gibt es einen enttäuschten Ex der Ehefrau? Kleine Geschichte am Rande: Meine Ex hatte ein Kind. Mir sagte sie, der Vater hat sie nach der Geburt verlassen und ist jetzt mit einer anderen Frau verheiratet. Jedesmal wenn ich zu Besuch in den Phils war, gab es Stress mit dem und irgendeine Konfrontation. Ich hatte mir gedacht, der ist angepisst, dass seine Ex jetzt einen Foreigner hat und dass der sich um das Kind kümmert. Was weiss ich, vielleicht war es auch ganz anders. Ich habe mir gedacht, das wäre gut möglich, dass der mir mal Abends in irgendeiner Ecke auflauert und mich abknallt. Den Filipinos brennt schnell mal die Sicherung durch.

    Zumindest die Ergebnisqualität einer Schule oder eines Schulsystems kann man doch relativ einfach selber prüfen. Ein bisschen eigene Bildung vorausgesetzt. Dazu muss man nur ein paar Kinder und Erwachsene befragen: Einfache Grundrechenarten. Prozentrechnen. Dreisatz. Englischkenntnisse. Einfache Wissensfragen (Warum fällt eine Steinkugel zu Boden? Warum sehen Kinder aus wie ihre Eltern? Warum waren Menschen auf dem Mond?). Meine Erfahrung in den Philippinen: Das Grauen.