Posts by Moeller

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Themenstarter selbstständig. Dann ist die deutsche Krankenversicherung auch nicht umsonst. Das deutsche Krankenversicherungssystem ist gut, wenn man eine künstliche Hüfte haben möchte. Sonst ist es nur durchschnittlich. Natürlich sollte man mindestens die Zwangsbeiträge, den man in die deutsche Krankenversicherung einzahlen würde, für eventuelle Notfälle auf die hohe Kante legen.


    Und nochmals: wo kommen die ganzen Ingenieure her, die auf den Philippinen für amerikanische und europäische Firmen arbeiten? Sind das alles eingeflogene Expats? Im übrigen gibt es auch genügend erfolglose Menschen in Deutschland. Und es gibt erfolgreiche philippinische Unternehmer.


    Der Gründer von Jolibee, Tony Tan Caktiong, hat übrigens nach seinem Studienabschluss auch erst einmal als Eisverkäufer angefangen. Heute gehört ihm die größte nicht US-amerikanische Fastfoodkette der Welt.


    Im Übrigen haben es die Eltern in der Hand, ob die Kinder von der Schule etwas für ihr Leben mitnehmen oder nur ihre Zeit im Klassenzimmer absitzen. Du brauchst nur in unsere Hauptstadt zu schauen, es fehlen über 1000 Lehrer und entsprechend groß ist der Unterrichtsausfall. Oder es sitzen in der Klasse über 30 Kinder. Wenn man eine "bessere" Schule aussucht, bedeutet das für den Sprößling eine lange S-Bahn-Fahrt (falls diese überhaupt fährt und nicht wieder wegen Personalmangel bei der Bahn ausfällt).


    Und umsonst ist die Schule in Deutschland schon lange nicht mehr, wenn man nicht gerade Hartz-4-Empfänger ist, und das Amt auf Antrag alle Kosten erstattet. Sonst darf man für Bücher, Klassenausflüge und vieles andere extra blechen.

    Wenn Du mit der Familie zum Friseur gehst, kommst Du nicht unter 100 Euro weg. Meine Nichte konnte ich mit 500 Peso auf der Fiesta vergnügen, in Deutschland hätte ich da für die Kirmes locker eine Null anhängen müssen.


    Bitte nicht falsch verstehen: ich sage nicht, dass der Themenstarter unbedingt auswandern soll. Wenn er das vernünftig angeht und plant, kann das durchaus eine Lebensalternative sein.

    Jetzt macht mal alle halblang: der Themenstarter will nicht nach Afghanistan oder in den Süd-Sudan auswandern, sondern nach den Philippinen, ein halbwegs zivilisiertes Land.


    Bohol ist ein Touristen-Hotspot, und viele Deutsche leben in Panglao, einer vorgelagterten Insel. So schlecht kann das Leben und die Infrastruktur dort nicht sein. Bei meinem letzten Besuch habe ich auf Bohol intakte Straßen und viele schöne Ecken vorgefunden.

    Natürlich ist die Lage entscheidend. Man kann nicht alles haben. Es ist wie im kleinen Dorf in der Uckermark, wo zweimal täglich ein Bus fährt, und der nächste Allgemeinarzt 20 Kilometer weit weg wohnt.


    Und ich kenne viele erfolgreiche Filipinos. Die Tochter meiner Freundin gehört dazu. Meine Freundin hat nicht das Schulgeld für De la Salle gehabt, und es von mir auch nicht bekommen. Sie hat sich aber um ihre Kinder gekümmert, und beide Kinder hatten Vollstipendien ohne Kosten für sie.

    Wenn die Kinder auf eine philippinische Schule gehen, werden sie vor allem viel Lebenserfahrung lernen. Die ist unbezahlbar. Wissen kann man nachholen, und auf deutschen Gymnasien wird immer noch viel lebensferne Wissen vermittelt. Trotzdem hindert es keinen deutschen Abiturienten daran, die Schule mit Abitur zu verlassen, obwohl er noch nicht einmal einen deutschen Text hinbekommt oder einen Dreisatz auflösen kann.


    Zur Sicherheit: Strassenverkehr ist ein Problem, und der Blutzoll ist im Vergleich zur Fahrzeugdichte einer der höchsten der Welt. Das liegt an den inzwischen gut ausgebauten Strassen, auf denen sich aber immer noch Dritte-Welt Fahrer und Fahrzeuge bewegen. Alles andere steht hintenan. Die Philippinen haben ein gutes Vorsorgesystem für Naturkatastrophen (man muss sich nur die Warnungen befolgen), und die Kriminalität sollte einen nicht betreffen, solange man sich aus dunklen Geschäften heraushält und halbwegs mit gesundem Menschenverstand herumläuft. Man sollte nicht überall auf den Philippinen mit einem Geldbündel oder einer fetten Rolex herumlaufen. Das würde ich aber in Meiderich oder Hochfeld auch nicht tun (eine der sogenannten "Problemzonen" im Ruhrgebiet).

    (viele Grüsse aus Krefeld, wo sich vor ein paar Tagen eine Schiesserei in der Südstadt ereignet hat)


    Was dem Themenstarter klar sein sollte: in der Summe ist das Leben auf den Philippinen nicht billiger als in Deutschland. Ansonsten kann ich Muckylixx nur empfehlen, einfach einmal ein paar Probemonate auf den Philippinen zu leben. Der ein kommt gut zurecht, der andere gar nicht.

    Ich werde einmal darauf achten, aber ich kann mich nicht erinnern, in Lipa an irgendeinem Anhänger ein Kennzeichen gesehen zu haben. :)


    Es ist ja auch eher ein Handkarren. :D


    In Alabang oder Makati würde ich damit aber nicht herumfahren. Dort bleibt man auch an einer roten Ampel brav stehen.

    In den großen Supermärkten und Kaufhäusern (SM, Robinson etc.) habe ich immer problemlos mit Kreditkarte bezahlt. Manchmal wird nach dem Ausweis gefragt (Zufallsgenerator ?). Damit habe ich aber keine Probleme, da es der Sicherheit dient.


    Ansonsten: gesunder Menschenverstand anwenden. Die Kreditkarte nie aus der Hand geben, vor allem nicht im Restaurant (auch in Deutschland nicht !). Auch bei den Geldautomaten schaue ich genau hin, ob da irgendwelche komischen Aufsätze angebracht sind. Auch Geldautomaten mit langem LAN-Kabel sind für mich nicht vertrauenswürdig. Wer weiss, was da alles mitgeschnitten wird.


    Bargeld: habe ich mit der VISA-Karte bislang immer problemlos aus dem ATM bekommen. Reservekarten sind nie verkehrt, es kann ja auch einmal der Chip oder die Karte kaputtgehen (mitwaschen in der Waschmaschine).


    Ich weiss nicht, ob es sie noch neu gibt, aber die Postbank Sparcards taugen auch als Kreditkartenersatz zur Bargeldversorgung. Die Auszahlung ist zwar nicht mehr gebührenfrei wie früher, aber die Spesen pro Auszahlung (ca. 5 EUR) lassen sich verschmerzen. Und der Money-Changer macht es auch nicht umsonst. Geldautomaten verzählen sich nicht und geben auch keine ungültigen Geldscheine heraus.

    Es ist ja schon viel geschrieben worden, ob man mit 450 Euro auf den Philippinen auskommt. Prinzipiell ja, umgerechnet 25 k Peso ist für viele Filipinos schon ein gutes Einkommen.

    Die Kosten hängen stark von der Gegend ab, wobei die Infrastruktur einen entscheidenen Einfluss auf den Preis hat. Irgendwo auf dem Land kann man auf den Philippinen billig leben, in den Städten gleichen sich die Kosten den deutschen an.

    Da Du die Kosten für das Ticket schon zusammen hat, würde ich einfach hinfliegen, und mir das vor Ort anschauen. Überlege Dir vorher einen Plan B, dass Du zur Not im Hotel o.ä. bis zum Rückflug bleiben kannst, falls es mit Deiner Liebsten oder ihrer Familie doch nicht so klappen sollte.


    Wichtige Frage, die Du vor der entgültigen Auswanderung klären solltest: wird Deine Erwerbsminderungsrente auf den Philippinen in gleicher Höhe wie in Deutschland bezahlt? Oder Du gehörst zu den Hallodries, die auf den Philippinen leben, aber brav in Deutschland angemeldet bleiben und auch die Rente offiziell in Deutschland beziehen.

    Eine halbwegs solide Firma wird doch nicht auf irgendwelchen Plattformen Software-Entwickler "einkaufen", von denen man nicht einmal den Namen, geschweige denn den Standort kennt. Wie sieht es mit der Qualität und der Haftung für die erbrachten Dienstleistungen aus? Wie sieht es mit der Wartbarkeit der abgelieferten Software aus?


    Lebt und handelt der Auftraggeber selbst in der "Grauzone", dann ist es natürlich egal. Steuerhinterziehung macht den Kohl dann auch nicht mehr fett.


    "Digitale Nomaden" klingt schön und romantisch, aber ist als dauernde Lebensgrundlage ungeeignet. Irgendwann muss man auch an die soziale Absicherung denken. Wie soll das funktionieren, wenn man offiziell kein Einkommen nachweisen kann?

    Es ist schon das meiste von meinen Vorredner gesagt worden:


    Ein "Langnasengrundstück" muss mindestens an einer öffentlichen Barangay-Strasse liegen, sonst ist es ein "No-go". An dieser Stelle darf das Misstrauen nicht enden: es wäre nicht der erste Fall, dass private Eigentümer sich vom Barangay-Grund etwas "abgeknapst" haben, und die öffentliche Strasse dadurch im Laufe der Zeit etwas schmaler wurde. Häufig stört das jahrelang niemanden, bis ein neuer Mayor ein ambitioniertes Strassenbauprogramm auflegt. Irgendwo habe ich die Bilder, wo in Lipa ein halbes Badezimmer von der Kommune abgebaggert wurde, da der Anbau zur Hälfte auf öffentlichem Grund stand.


    Also: Pläne beim Register of Deeds besorgen und vor Ort nachmessen (lassen). Das die Titel selbst sauber sein müssen, ist eigentlich selbstverständlich.


    Der Rest ist gesunder Menschenverstand und gilt eigentlich auf der ganzen Welt, auch in Deutschland:


    Der Maklertermin ist auf Sonntag nachmittag angesetzt, man muss keinen Urlaub nehmen und die ganze Famile kann dabei sein. Schön. Nur schade, dass man dann nicht die lärmenden Schulkinder auf dem Schulweg und die rumpelnden Güterzüge auf der benachbarten Bahnstrecke mitbekommt. Ein paar Besuche zu verschiendenen Uhrzeiten verschaffen hier Klarheit.


    Generell ist die Erreichbarkeit kein rein philippinisches Problem. Wer auf Haushaltshilfen nicht verzichten will, sollte sich schon Gedanken machen, wie der eigene Grund zu erreichen ist, auch wenn man sich selbst nie in einen Jeepney zwängen würde. Auch die Nahversorgung ist für mich ein Aspekt: gibt es einen Sari-Sari in der Nähe, der mich mit Alltagswaren versorgen kann?

    Die Antwort steht bereits in Deinem Posting. "Butter, Käse, Wurst, Schinken" sind eben keine Diät-Lebensmittel. Versuche wenigstens auf Fett zu verzichten, also gekochte Eier statt gebratenes Spiegelei, gekochter Schinken statt der fetten Salami etc.


    Ich esse schon seit Jahren keine Butter mehr auf das Brot, und ansonsten auch viel Obst und Salat. Meine Lebensgewohnheiten ändern sich auch auf den Philippinen nicht, wenn ich dort zu Besuch bin. Ein Tag einmal Schmalhans mit einem Stück Obst zum Abendessen gleicht die zweite Flasche SM an einem anderen Tag aus.


    Über die Thai-Gerichte lässt Du Dich nicht aus. Nach meiner Erfahrung ist ein Essen beim Thailänder kein Diätausflug. :floet


    Das Gute ist, dass Du regelmässig Sport betreibst. Sonst wäre es mehr geworden als die 8 Kilogramm.

    Bevor man über das Problem diskutiert, sollte man das Problem kennen. Als erstes sollte ein vernüftiges Hygrometer angeschafft werden, um die Feuchtigkeit in der Luft zu bestimmen.


    Trockenboxen aus dem Baumarkt sind preiswert und schaden nichts - sie funktionieren auf der Basis von Calciumchlorid, dass sehr hygroskopisch ist und Wasser anzieht. Von Zeit zu Zeit muss das Trockenmittel gewechselt werden.


    Es klingt banal, aber zunächst alle Feuchtigkeitsquellen in der Wohnung ausschalten. Dazu gehören Zimmerpflanzen, die regelmässig gegossen werden müssen. Das Giesswasser schüttest Du quasi in Deine Wohnung !


    Fenster soll man nie auf Kipp stehen lassen. Erstens ist das bauphysikalisch ungünstig, da die Wohnung dann schneller und dauernd auskühlt. Zum anderen schafft man damit eine Einflugsschneisse für Ungeziefer und anderes Getier wie Vögel und Fledermäuse, die auch gerne im Warmen überwintern. Dieses Jahr hat in Düsseldorf eine Familie nach der Rückkehr vom Urlaub eine böse Überraschung in der Wohnung gehabt: Hornissen ! Die stehen unter Naturschutz und mussten umgesiedelt werden. Kostenpunkt 500 - 600 EUR.


    Also: alle Schotten zu, da gibt es auch keine Probleme mit der Versicherung bei Unwettern oder Einbrüchen. Wer einen lieben Nachbarn hat, kann den ja bitten, an trockenen (!) Wintertagen kurz stosszulüften (max. 5 Min auf Durchzug).


    Die Heizkörper sollten auf der "Froststellung" stehen (in der Regel das * auf dem Thermostat). Wer sich unsicher ist, kann ja von den Philippinen aus den Wetterbericht verfolgen. Sollten sich wirklich zweistellige Minusgrade ankündigen, kann der Nachbar in dieser Zeit die Heizung etwas aufdrehen. Es ist aber Unsinn, während der Abwesenheit auf 19 Grad zu heizen. Dann kann man auch gleich zu Hause bleiben und sich etwas wärmer anziehen.

    Ich würde mich an einen zuverlässigen Anwalt oder Notar wenden, am besten im Gerichtsbezirk. Das sollte bezahlbar sein, und der Anwalt oder Notar haben idealerweise gesunden Menschenverstand, und wissen, welche Schreiben wichtig sind und können schon einmal vorneweg einen Scan per Email schicken.


    Wie soll die UPS Mail box zwischen wichtigen und unwichtigen Sachen unterscheiden können? Umsonst arbeiten die auch nicht.

    Vielen Dank. Zusammenfassend heisst das:


    - Bei der Einreise nach Deutschland genügt der vollständige Impfausweis

    - Bei der Ausreise aus den Philippinen wird kein Test benötigt, weil es das Zielland (Deutschland) nicht verlangt

    Kurze Frage: Flug mit Turkish Airlines von MNL nach Düsseldorf.


    Beide Paxe haben gültige Impfausweise mit allen Einträgen und Booster-Impfungen. Wird noch mehr benötigt, z.B. ein Swap-Test?


    Turkish Airlines scheint nur noch eine medizinische Maske bei Einsteigen und während des Fluges zu verlangen. Nach Deutschland ist auch kein Thema mehr, die Liste der Virusvarianten- und Hochrisikogebiete des RKI ist leer.

    An kobmicha: wenn Du gerne auf den Philippinen leben möchtest, spricht nichts dagegen. Du solltest aber "vorbelastet" sein, und mit der "Dritten Welt" klarkommen. Leute, die schon einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn die Straßenbahn 90 Sekunden Verspätung hat, sind auf den Philippinen fehl am Platz.

    Englisch ist ein Muss, und vor allem in der Provinz sind einige Brocken Landessprache (Tagalog etc.) sinnvoll.


    Die "normalen" Hausarztgeschichten können auf den Philippinen genauso gut erledigt werden wie in Deutschland.

    Die Lage ist natürlich entscheidend. Ältere Menschen sollten auch auf die medizinische Versorgung achten. Dort, wo die medizinische Versorgung gut ist, nämlich in den Städten, ist natürlich nicht immer die Idylle mit Traum-Sonnenuntergang. Du musst mit Deinen Nachbarn zurechtkommen, wie in Deutschland, nur mit dem Unterschied, dass in Deutschland niemand auf die Idee kommt, sonntags morgens um 6 Uhr seine Karaoke-Kiste aufzudrehen. Krähende Kampfhähne und Hundegebell können auch sehr nervig und laut sein, genauso wie Jeepneys.

    Oder Du bist an einem einsamen Strand, und Dir geht es gut, solange nichts passiert. Aber weite Wege zum Arzt kannst Du auch in Meck-Pomm haben, wenn der Hausarzt im Dorf seine Praxis schliesst.


    Man sollte sich aber nicht der Illusion hingeben, auf den Philippinen viel billiger zu leben, von Überlebenskünstlern einmal abgesehen. Die meisten Renter wollen (oder müssen ?) einmal im Jahr nach Deutschland, die Reisekosten belasten zusätzlich das Budget.


    Ob man sich mit 70+ überhaupt noch krankenversichern soll, steht auf einem anderen Blatt. Versicherungen sind keine Almosengeber, sondern Wirtschaftsunternehmen. Es lohnt sich also nur, wenn man kränker als der Durchschnitt wird, und dies bei Versicherungsabschluss nicht abzusehen war. Ansonsten hilft nur Ausgabendisziplin, d.h. monatlich einen definierten Betrag für medizinische Notfälle zurücklegen.


    Und auch privates Haus- und Pflegepersonal ist einfacher gesagt als getan. Hoffentlich hast Du eine gute Menschenkenntnis. Aber die hilft auch nicht in allen Fällen. Im einfachen Fall sind die Leute nur unfähig und unwillig, man wird sie los, aber von einer Langnase wird eine Abfindung erwartet. Im schlimmsten Fall räumen sie Dir noch die Hütte aus. Etwas Frustrationstoleranz musst Du auch hier mitbringen. Ob Du dann im Pflegefall noch die Kraft hast, steht auf einem anderen Blatt. Oder Du lachst Dir eine Holde an. Im besten Fall kümmert sie sich um Dich, im schlimmsten Fall räumt sie zusammen mit den Hausangestellten die Bude aus.


    In Deinem Fall spricht aber nichts gegen einen längeren Urlaub. Schau Dir das Land an, und entscheide Dich selbst.

    Pflegekräfte sind auf den Philippinen günstiger als in Deutschland. Gute Pflegekräfte wachsen aber nicht an den Bäumen und sie wissen auch, was sie wert sind.


    "Unqualifiziertes" Personal kann einem im Alter aber viel Arbeit abnehmen, wenn man noch nicht auf medizinische Betreuung angewiesen ist. D.h. Leute zum Einkaufen gehen, die einmal einen halben Zentner Reis schleppen, zu Hause putzen, den Garten machen etc.



    Im übrigen ist das Gesundheitssystem in Deutschland gar nicht so schlecht. Ich hatte in meinem Verwandtenkreis einige Fälle mit Herz-/Kreislaufgeschichten. Da hat alles geklappt, von der OP bis hin zur Reha. Eigenanteil pro Tag: 10 Euro.



    Die übrigen Lebenshaltungskosten sind nicht zu unterschätzen. Kosten für Lebensmittel eigentlich wie in Deutschland, wenn man nicht nur von Reis leben will.


    In Deutschland kommt man zumindest in den Städten auch ohne Auto gut zurecht, mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad. In den Philippinen gibt es in vielen Provinzstädten noch nicht einmal Taxis. Und Trisikels sind für ältere Menschen mit Rückenproblemen nicht wirklich geeignet.



    Wer in Deutschland flexibel ist, und nicht unbedingt in München oder Stuttgart leben muss, kann auch hier günstig zur Miete wohnen, nicht teurer als auf den Philippinen und mit einer funktionierenden Infrastruktur.



    Zum Schluss muss sich jeder Auswanderer sich darüber im Klaren sein, dass er irgendwann einmal nicht mehr reisefähig ist und sich für ein Land entscheiden muss.

    Ich glaube, das Wildpinkeln haben die Philipinos von den Deutschen gelernt. Ich hatte meiner Freundin Bilder vom Kölner Karneval gezeigt.


    Meine Freundin: "Warum stehen da um den Kölner Dom herum Gitter? Wegen der islamischen Terroristen?"

    Meine ehrliche Antwort: "Um den Kölner Dom vor Wildpinklern zu schützen." :)


    Off-topic: das ist nicht nur ein hygienisches Problem in deutschen Städten, es leidet auch die Bausubstanz, insbesondere Sandstein darunter.


    Und nicht nur einmal habe ich in unserem eigentlich feinen Golfclub in Lipa koreanische Jungen gesehen, wie sie in die Dusche am Beckenrand gepinkelt haben, obwohl die Toilette in Sichtweite lag. Nun ja, andere Kinder lassen es in das Schwimmbecken laufen.


    Und die Mitnahme von Sand ist wirklich ein Problem. Ich habe es in Lobo (Batangas) vor Jahren erlebt, wie für einen Neubau der Sand vom Strand geholt wurde.

    Ich möchte nicht wissen, wie der Beton jetzt aussieht. Die DDR war vor Jahren auch einmal so schlau, und hat das Material von der Ostsee geholt. Die daraus hergestellten Betonschwellen zerkrümelten nach wenigen Jahren, Stichwort "Alkalischäden". :(


    Gegen Zigarettenkippen hilft leider nur ein konsequentes Rauchverbot.


    Und es ist keine Frage der Infrastruktur. Gefühlt gibt es auf den Philippinen in den Städten mehr öffentliche Toiletten als in Deutschland.

    ALDI Nord hat seinen Eintritt in die amerikanische Westküste auch erst einmal inkognito durch den Kauf von "Trader's Joe" vollzogen, lange bevor ALDI eigene Läden in den USA eröffnet hat. Inzwischen ist ALDI Süd in Kalifornien angekommen und ist Konkurrent von "Trader's Joe". :)


    Ich glaube, hinter DALI steht eine größere Sache. Wenn das auf den Philippinen klappt, dann auch in den anderen südostasiatischen Ländern wie Thailand und Vietnam.

    Für eine Immobilie sind drei Kriterien entscheidend:


    1.) Lage 2.) Lage 3.) Lage


    Das ist in Deutschland so und in den Philippinen genauso.


    Ein kleines Detail, aber achte auf die Zuwegung zu Deinem Anwesen in spe. Am besten ist es eine offizielle Barangay-Strasse oder das Wegerecht muss absolut wasserdicht sein. Dazu gibt es viele Beiträge in diesem Forum, was die Auswirkungen sind, wenn man diesen Punkt vernachlässigt. Schaut, dass der Titel in Ordnung ist, d.h. die dort eingetragenen Personen auch zum Verkäufer passen.


    Die Qualität der Materialien und der Bausubstanz lassen sich nicht mit Deutschland vergleichen. Die billigen Handwerkerlöhne machen das zum Teil wieder wett. In Deutschland hält eine Armatur 40 Jahre, in den Philippinen 4 Jahre. Ich habe meiner Familie einiges Material im Balikbayan-Paket geschickt. Es geht nichts über deutsche Elektrik, aber auch deutsche Wasserhähne werden geschätzt.


    Persönliche Anwesenheit in der Nähe des Objektes für die Kontrolle zahlt sich aus, sonst nehmen Dich "Handwerker" und andere Zeitgenossen aus.


    drohne: wo gibt es in Deutschland noch Objekte mit einem Multiplikator von 12? 25 ist schon ein Schnäppchen in Deutschland, die Großstädte sind bei 40. Im Ruhrgebiet bekommst Du noch ordentliche Wohnungen für kleines Geld, aber die Mieten sind auch entsprechend niedrig. Bei 5 Euro Nettokaltmiete für den Quadratmeter relativiert sich das Schnäppchen. Und das Verhalten der Mieter und die Umgebung solcher Objekte erinnert bisweilen an die Philippinen.

    Das Unternehmen finde ich schon interessant. Die Supermärkte werden im Franchise-Modell betrieben, der Firmensitz ist in der Schweiz mit 15 Angestellten und die Webseiten sind hochprofessionell. Das passt eigentlich nicht zu den Philippinen.

    Die Standorte der Supermärkte beschränken sich auf CALABARZON, eine der wohlhabenden Regionen in den Philippinen mit guter Infrastruktur. Hier lassen sich Zentralläger zur Belieferung der Supermärkte besser betreiben als in abgelegenen Provinzen.


    Und die Ähnlichkeit des Auftrittes, des Namens und des Logos könnte das deutsche Vorbild auf den Plan rufen. Mit dem Firmensitz in der Schweiz könnten Forderungen auch durchgesetzt werden.


    Oder stehen die beiden Brüder aus Mülheim selbst dahinter? Es wäre ja ein kleverer Schachzug, erst einmal ein Versuchsballon mit wenig Kapitaleinsatz und ohne Verwendung des Markennamens zu starten, und zu sehen, ob das Konzept überhaupt auf den Philippinen funktioniert. Wenn es läuft, dann setzt man das "D" einfach an die richtige Stelle und legt los. Wenn nicht, zieht man ohne großes Aufsehen zurück und verkauft die Kette an einen lokalen Betreiber.


    Die Herausforderung mit lokalen Herstellern ist das eine. Das Discounter-Konzept funktioniert nur, wenn die Kunden entsprechende Mengen einkaufen. Viele Filipinos leben von der Hand in den Mund und haben schon Schwierigkeiten, den Wocheneinkauf zu finanzieren. Deswegen ist 7Eleven so erfolgreich in den Philippinen.