Posts by Moeller

    In den meisten Bundesländern endet die Grundschule nach dem vierten Jahr. Am besten Ihr lasst Euer Kind die 5. Klasse in Deutschland wiederholen und steigt in der 5. Klasse in die weiterführende Schule ein.


    Ich halte die philippinischen Grundschulen für gar nicht so schlecht, aber das hängt auch sehr stark von der Schule ab. Spricht Euer Kind wenigstens etwas Deutsch? Dann würde ich mir keine so große Sorgen machen, viele Kinder mit Migrationshintergrund sprechen wahrscheinlich viel schlechter Deutsch als Euer Kind.

    Im übrigen dürfte Euer Kind auch Vorteile haben, z.B. in Englisch.


    Vielleicht ist der Sprung auf das Gymnasium doch zu gross, und die Realschule ist die geeignetere Schule.

    Wir können aber im Forum hier nicht den Leistungsstand Eures Kindes beurteilen.

    Über den Geldtransfer würde ich mir die geringsten Gedanken machen. Wenn Du die Summe nicht innerhalb weniger Tage brauchst, mache mehrere Überweisungen, z.B. über einen Zahlungsdienstlesiter wie remitely und lasse das Geld von Deinem Sparkassenkonto abbuchen. Das geht in der Regel problemlos, ggf. wollen die von Dir Gehaltsnachweise, Rentenbescheide etc sehen, um die Mittelherkunft zu überprüfen.

    Du kannst auch bei Deiner Sparkasse direkt nachfragen, ob sie die Summe auf die Philippinen überweisen können. Nicht jede Bank ist dazu in der Lage. Rechne für Spesen, die z.T. auch im Wechselkurs versteckt sein können, etwa 1-2% der zu überweisenden Summe. Du kannst natürlich auch Bargeld mitnehmen. Persönlich rate ich davon ab, und beim Money-Changer verlierst Du auch 1-2%.


    Wichtiger ist der Immobilienerwerb selbst. Hast Du die philippinische Staatsbürgerschaft? Dann ist der Erwerb eines Grundstückes in der Regel unproblematisch. Falls Du nicht Filipino bist, brauchst Du einen "Strohmann", auf dessen Name der Titel gekauft wird, mit allen damit verbundenen Risiken . Ausländer können in der Regel nur Eigentumswohnungen ("Condo") kaufen bzw. Grundstücke in einer Subdivision mit ähnlichen Rechten.


    Zur Immobilie gibt es eigentlich nur drei wichtige Kriterien: 1.) Lage 2.) Lage 3.) Lage. Alles andere kannst Du ändern, wenn Du Geld in die Hand nimmst.


    Wie schon geschrieben, muss der Titel "sauber" sein. Das ist leider nicht immer der Fall. Und ein "Helipkoptergrundstück" ohne Zufahrt, das nur mit dem Hubschrauber zu erreichen ist, würde ich auch nicht empfehlen. Achte darauf, dass das Grundstück eine öffentliche Zufahrt (Barangaystraße) hat.


    Abschliessend: wenn die persönlichen Umständen und alles andere passt, dann kaufe das Haus. Bedenke natürlich, dass das in Regel eine Einbahnstraße ist, und der Weg rückwärts in Euro nur mit erheblichen Verlusten, wenn überhaupt möglich ist. Andere kaufen sich für das Geld ein Auto, und wenn man es vor den Baum setzt, ist das Geld auch weg. :)


    Beim Rückflug würde ich IMMER einen Tag in Manila einplanen. Das Risiko ist so hoch mit Verspätung etc.



    hat bei mir immer geklappt ohne 1 tag Manila. Ausser bei meiner 5. Reise. Gab kein Flug mehr von CebuPacific gab nur AirAsia . Was soll ich sagen .. 6 Stunden verspätung und Flug in Manila verpasst.. hat mich 600€ Lehrgeld gekostet.. :blöd:D

    Wieso Lehrgeld? Das war aktives Risikomanagement. Mit Spesen kostet Dich die Nacht in Manila mindestens 150 Euro, Du hast also immer noch 150 Euro gespart (und vier Urlaubstage).


    Aber zur Themenstarterin LaAngelica zurück:


    Ich bin gestern in Manila auf dem NAIA angekommen. Vom Verlassen des Flugzeuges bis zum Betreten des Taxistandes hat es gerade einmal eine halbe Stunde gedauert, 6 Minuten in der Immigration und eine Viertelstunde am Kofferband.


    4 Stunden Umstiegzeit am gleichen Terminal halte ich für unkritisch. Die eingehenden Auslandsflüge sind fast immer pünktlich, und wenn ihr kaputtes Flugzeug oder ähnliches habt, habt Ihr eben Pech gehabt. Das passiert hin und wieder sogar einmal unserem Bundeskanzler/in und dem Aussenminster.

    Persönlich halte ich die Einführung eines 2000 Peso-Scheines für sinnvoll. Höhere Nennwerte braucht man eigentlich nicht. Mir würde in Deutschland der 50-Euro-Schein auch genügen.


    Die Polymer-Geldscheine finde ich toll, vor allem, weil sie in der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt werden. Die erste Serie der 1000-Peso-Scheine wurde in Australien gedruckt.


    Eine andere Frage: wann schafft man denn die Sentimo-Münzen ab? Die Herstellung kostet schon seit langem mehr als ihr Wert. Ich hatte vor einem Jahr sogar einmal ein 1-Sentimo-Stück in meiner Geldbörse.


    Und wenn wir schon off-topic sind: sind die 10-Sentimo-Stücke mit dem Kupfer-Überzug noch gültig? In der neuen Serie gibt es kein 10-Sentimo-Stück.

    Ich kann über Turkish Airlines auch nur Gutes berichten. Der Service in der Economy ist wie bei "Kameltreiber"-Airlines aus dem Golf.


    Der große Vorteil von Turkish Airlines ist, dass sie ein sehr dichtes Netz an Zubringerflügen von Deutschland nach Istanbul haben. Es werden auch viele kleine Flughäfen bedient, die großen sogar mehrmals täglich.


    Falls es doch - vielleicht aus Kostengründen - einen längeren Aufenthalt in Istanbul gibt, lässt es sich im Flughafen gut aushalten. Man kann aber auch mit der U-Bahn in die Stadt fahren. Istanbul ist eine tolle Stadt und es lohnt sich auf jeden Fall. Die Einreise in die Türkei ist unkompliziert, für Deutsche genügt sogar der Personalausweis.

    Ich würde einmal bei Deiner Bank in Deutschland nachfragen, ob eine Überweisung auf ein Konto einer philippinischen Bank möglich ist. Bei der Sparkasse war das immer möglich.

    Für die Überweisung von "normalen" Beträgen (wie monatliche Renten) sind Wise und Western Union in der Regel günstiger und unkomplizierter. An den europäischen Vorschriften für die Geldwäsche kommen die bei großen Beträgen aber auch nicht herum.


    Du hast mit dem Bargeldtransport eine Reihe von logistischen Herausforderungen: es ist in Deutschland gar nicht mehr so einfach, größere Mengen Bargeld abzuheben. Unter Umständen ist eine längere Anfahrt zu einer auszahlenden Bank notwendig. Und Fragen nach der Herkunft des Geldes musst Du ohnehin beantworten.


    Mit 100.000 EUR in der Tasche fühle ich mich persönlich nicht sicher - weder in Deutschland noch auf den Philippinen. Und 500 200-Euro-Scheine passen auch nicht einfach in das Portemonnaie. Und Du kannst es nicht verhindern, dass es Menschen geben wird, die wissen, dass Du diese Summe transportierst.


    Wenn Du Bargeld im Gegenwert von über 10.000 USD einführst, brauchst Du eine Genehmigung derBSP (Bangko Sentral ng Pilipinas). Die BSP erteilt die laut ihrer Webseite nur für "educational purposes". Gut, wenn Du Verwandte hast, die Du unterstützen möchtest, und die das Geld dann für die Erziehung ihrer Kinder ausgeben.


    Bei Überweisungen, sei es durch die Hausbank oder Geldtransferdienste wie Remitly oder Western Union hat noch niemand gefragt, was mit dem Geld geschehen soll, weder in Deutschland noch auf den Philippinen.


    Dann musst Du noch einen Geldwechsler auf den Philippinen finden, der mit dieser Geldsumme zurecht kommt. Kläre rechtzeitig ab, welche Scheine der annimmt. Viele wollen keine 200-Euro-Scheine.


    Und auch die Philippinen haben den maximalen Betrag für Bargeldabhebungen reduziert - siehe das entsprechende Thema.

    Am besten, Du besorgst Dir einen passenden Karton. Wenn die Wortuhr alzu provisorisch eingepackt ist, kann es sein, dass Du "limited warranty" unterschreiben musst, und die Fluggesellschaft nicht für Schäden am Gepäck aufkommt.

    Den Karton musst Du nicht in Folie einpacken. Es reicht, den Karton ordentlich zuzukleben.


    Es können noch weitere Fallstricke da sein, bitte einen Blick auf das Ticket werfen:


    - Manche Fluggesellschaften erlauben nur ein Gepäckstück, jedes weitere Stück kostet Aufpreis, auch wenn die Freigrenze für das Gewicht noch nicht erreicht ist

    - Es gibt für Gepäck Maximalgrößen und Maximalabmessungen (Länge + Breite + Höhe)


    Und natürlich kann es sein, dass der Zoll sich für Deinen Karton interessiert. Du bist aber auf den Philippinen nicht der einzige Reisende, der mit einer Balikbayanbox fliegt. Diesen Punkt würde ich recht cool sehen, solange Deine Wortuhr wirklich ein Geschenk ist und nicht aus purem Gold besteht :)

    Von der TUI habe ich schon vor Jahren gehört, dass sie sich von den Philippinen mehr oder weniger zurück gezogen haben, weil die Hotels vertragsbrüchig werden bzw. nicht zuverlässig waren. Oft wurden fest reservierte Zimmer - auch in den TOP Hotels - mehrfach vermietet.

    Das ist das Hauptproblem auf den Philippinen und ein no-go für einen Reiseveranstalter, der sich dann im Heimatland mit Regressansprüchen des Kunden herumschlagen kann (Stichwort: vertane Urlaubsfreude). Und gerade Pauschalurlauber sind dafür bekannt, dass sie Reisemängel schnell in bare Münze ausrechnen. Da werden dann schon einmal die Ameisen im Zimmer gezählt oder die abgefahrenen Reifen des Busses per Handyfoto dokumentiert.


    Dazu kommen irrsinnige Abläufe. Ich wollte mit meiner Freundin zwei Tage in der Nähe von Lipa in einem Ressort ausspannen. Wir hatten um 9:00 Uhr telefonisch gebucht, und das Ressort hat tatsächlich verlangt, dass der Übernachtungspreis in Form eines Deposit bis 10:00 Uhr hinterlegt wird. Auf meinen Kommentar hin, dass wir leider keine Bank in unserem Barangay haben, wurde die Frist gnädigerweise um eine Stunde verlängert.


    Als wir ankamen, haben wir schnell gemerkt, dass die Anlage nur zu einem Drittel ausgebucht war. Eine Spaßbuchung hätte keinen Schaden verursacht, aber beinahe einen zahlungskräftigen Kunden abgeschreckt.

    Weiterhin will der Veranstalter seinen Gästen nicht die oft sehr unzuverlässige medizinische Versorgung zumuten. Oft ist die ärztliche Versorgung - besonders auf den Inseln - bzw. die Krankenhaustransporte - für die Gäste völlig unzureichend. Die Wege in ein gutes Krankenhaus sind besonders in Cebu/Manila wegen des chaotischen Verkehrs viel zu lange. Nicht selten versterben die Patienten im Krankenwagen, die im übrigen nicht professionell ausgestattet sind.

    Mit diesen Argument fallen auch viele beliebte deutsche Urlaubsgebiete aus. In der Lüneburger Heide, im Allgäu oder im Schwarzwald ist das nächste Krankenhaus oft eine Autostunde entfernt [1]. Wer ernsthaft damit rechnen muss, zu einem medizinischen Notfall zu werden, sollte am besten ganz auf Flugreisen verzichten. Bis das Flugzeug ausserplanmässig unten und der Patient im Krankenhaus ist, können Stunden vergehen.


    Im übrigen ist die medizinische Versorgung in den Philippinen ganz passabel. Ärzte für kleinere Notfälle gibt es fast überall.


    [1] Der Deutschlandatlas - Unsere Gesundheitsversorgung - Erreichbarkeit einer zentralen Notaufnahme oder Notfallambulanz

    Mit ungefähr 10 - 12.000 Verkehrstoten pro Jahr liegen die Philippinen in der unrühmlichen Weltrangliste auf Position 11. Deutschland ist mit über 3000 Verkehrstoten auch kein Ruhmesblatt, aber die Statistik lässt die Verkehrsdichte außer acht. Wenn man die Anzahl der Toten auf die Fahrzeugdichte rechnet oder auf die Anzahl der gefahrenen Kilometer, schneiden die Philippinen hier noch schlechter ab. Auf Tausend philippinische Fahrzeuge kommt ein Toter, zwanzigmal soviel wie in Deutschland. Nur in den afrikanischen Entwicklungsländern ist der Straßenverkehr noch gefährlicher.


    Das trifft sich auch mit meinen Erfahrungen. Im Bekannten- und Familienkreis kann ich einige Verkehrsopfer aufzählen. Mir ist aber niemand bekannt, der durch ein Gewaltverbrechen ums Leben gekommen ist.


    Die meisten Touristen haben vor Terroristen Angst. Dann kommen Tropenkrankheiten und Naturkatastrophen. Den Straßenverkehr haben viele gar nicht auf dem Radar. Leider liefern die Statistiken eine umgekehrte Reihenfolge.


    Die Philippinen haben ein funktionierendes Gesundheitssystem, und vor Katastrophen wie Taifunen wird gewarnt. Leider kann sich niemand dem Straßenverkehr entziehen. Um wieder auf das Thema zurückzukommen, das schreckt die wenigsten Touristen ab.


    Liste der Länder nach Verkehrstoten – Wikipedia

    Großbritannien (UK) hat die gleiche Terrorwarnung für Deutschland wie für die Philippinen herausgegeben:


    Terrorists are very likely to try to carry out attacks in Germany.


    Und die Warnung vor Kleinkriminalität gilt auf der ganzen Welt. Das Auswärtige Amt hat hier für die Niederlanden die gleiche Warnungen wie für die Philippinen.


    Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen: Im letzten Jahr sind mir alleine vier Fälle bekannt, wo auf dem Trödelmarkt "Aachener Platz" in Düsseldorf größere Geldbeträge von Trickdieben erbeutet wurden. In zwei Fällen hat es erfahrene Trödelhändler getroffen. Private und öffentliche Streifen können dem wenig aussetzen.


    Wie ich schon geschrieben habe, gehören die "No-Go"-Areas auf den Philippinen nicht gerade zum Standardprogramm von Touristen.

    Der Sulu-Archipel, die Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM) und Marawi werden kaum auf der Agenda von Touristen stehen. Wer meint, er soll eine Tour durch die Slums von Manila auf eigene Faust machen, soll das tun, sich aber nicht wundern, wenn ihm da etwas zustößt.


    Und Deutschland ist auch nicht das Paradies. Ich warne auch ausländische Besucher vor nicht notwendigen Aufenthalten in bestimmten Duisburger Stadtteilen.


    Das Problem für den Tourismus ist in erster Linie das Preis-/Leistungsverhältnis. Pauschalreiseveranstalter kämpfen hier um jeden Cent. Kein Wunder, dass sie sich für Malaysia und Thailand entscheiden, zumal die Qualität und Zuverlässigkeit hier besser sind. Da denken Süd-koreanische Tourismusfirmen nicht anders als deutsche.


    Die Philippinen sind ein politisch stabiles Land, im Gegensatz zu Thailand, das sogar Grenzkonflikte mit seinen Nachbarn nicht scheut. Aber der normale Pauschaltourist bekommt davon nichts mit.

    Was ich an den Philippinen schätze, ist die Stabilität der Währung, die dem Euro gleich kommt. Ich kann ohne Risiko das nicht ausgegebene Geld ein Jahr später wieder mitbringen. Auch Investoren haben kein besonderes Währungsrisiko.


    Bleibt die Ineffizienz. Hier ein anderes Beispiel: zwei Kunden mit durchschnittlich gefülltem Einkaufswagen an der Kasse im South Supermarket in Lipa. Abfertigungszeit: 12 Minuten (ich war der dritte Kunde dahinter). Bei Aldi Neuss unter einer Minute. Aufs Ganze gerechnet, sind die Lohnkosten pro Umsatz in Deutschland niedriger als auf den Philippinen. Durch diese Ineffizienz werden Lebensmittel auf den Philippinen teurer als in Deutschland9.


    Anderes Beispiel: die Anbindung des internationalen Flughafens NAIA an den öffentlichen Nahverkehr. Ich will kein Lobgesang auf den deutschen Nahverkehr anstimmen, angesichts der vielen Personal- und Fahrzeugausfällen und kaputter Infrastruktrur, aber prinzipiell kann man von jedem deutschen Flughafen mit der Bahn in die Stadt fahren. In Manila geht das nur mit dem Taxi. Damit ist der Transfer vom Flughafen zum Hotel in den Philippinen teurer als in Deutschland.


    Und zu guter Letzt haben die Philippinen ein Problem, für das sie nichts können: sie liegen recht abseits in der Weltgeschichte. Nicht jeder europäische Tourist kommt mit sieben Stunden Zeitunterschied und einem zwölfstündigen Flug zurecht. Da können natürlich Reiseziele wie Ägypten punkten, bei gleicher chaotischer Infrastruktur wie auf den Philippinen.

    Das Thema Gewaltkriminalität sehe ich auf den Philippinen nicht, von wenigen Plätzen abgesehen, die ohnehin für den Tourismus keine Rolle spielen. Das größte Risiko für Touristen ist der philippinische Straßenverkehr.


    Auch "Restrictive visa policies" kann ich nicht nachvollziehen, im Gegensatz, die Philippinen sind mit ihrem "Visa on arrival" für 30 Tage sehr unkompliziert. Wenn es danach ginge, gäbe es keine asiatischen Touristen mehr in Europa.


    " airport congestion" ist auch immer ein schönes Schlagwort. NAIA gewinnt garantiert keinen Schönheitspreis, aber der Flughafen erfüllt seinen Zweck. Ich bin dort immer pünktlich angekommen, und war schnell heraus.


    Das Hauptproblem sehe ich im Preis-/Leistungsverhältnis, die Hotelpreise können im internationalen Standard gut mithalten, der Service und die Qualität lassen dagegen oft zu wünschen über. Das gleiche gilt für viele Restaurants.


    Dazu kommt die notorisch unzuverlässige Infrastruktur. Versuche doch einmal von Manila eine Reise mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Baguio zu planen. An eine Reise mit Fähre etc. möchte ich gar nicht denken. Da sind Länder wie Thailand und Malaysia zehnmal besser organisiert. Und Selbstfahren ist für viele abschreckend.

    Vielleicht hat die Berufsgenossenschaft den Brief nicht angenommen, weil keine Abteilung bzw. Ansprechsperson auf dem Umschlag angegeben war.


    Oder irgend jemand auf der Post in Deutschland hat geschlafen. Ich habe auch schon korrekt adressierte Briefe zurückbekommen - weiss der Teufel warum. Vielleicht hat der Briefträger die Runde nicht geschafft, oder eine Aushilfe den Briefkasten nicht gefunden.


    Die Philippinische Post hat alles richtig gemacht, warum 2 Frankaturvermerke in Puerto Princesa angebracht wurden (am 04.06 und am 09.06) weiss ich auch nicht. :)

    Wer seinen (melderechtlichen) Wohnsitz noch in Deutschland hat, muss die Verpflichtungserklärung in Deutschland bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragen. Im letzten Jahr war die Botschaft hier noch großzügiger. Ob das mit dem Regierungswechsel in Bonn zusammenhängt? :denken


    In Neuss ging das Online mit Anmeldung über Elster, alle erforderlichen Dokumente konnte ich online hochladen. Nach Papierkopien hat niemand gefragt. Die Gebühr von 29 EUR wird vom Bankkonto abgebucht oder kann mit PayPal bezahlt werden. Die VE war nach zwei Tagen abholbereit. Soweit, so gut.


    Allerdings musste ich die Verpflichtungserklärung persönlich in Neuss beim Ausländeramt im Rathaus abholen, keine Ahnung, ob das auch mit einer Vollmacht gegangen wäre oder im Ausnahmefall sogar mit der Post. Hier würde ich bei der Behörde in Deutschland einfach einmal nachfragen.

    Die praktischen Aspekte des Arbeitens von den Philippinen aus kommen in diesem Thema zu kurz. Viele Menschen träumen, am Südseestrand zu sitzen und gleichzeitig am Computer zu arbeiten.


    Wie ich schon geschrieben habe, arbeitest Du in einer anderen Zeitzone. Du lernst Deine Kollegen nie persönlich kennen. Die Bedeutung des "Flurfunkes" ist nicht zu unterschätzen, und ich kenne genügend Kollegen, die über 100km ins Büro fahren, nicht, weil sie müssen, und der Betrieb sie einbestellt hat, sondern weil ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt.

    Je nach Projekt fallen diese Argumente mehr oder weniger ins Gewicht.

    Du möchtest nach einem Arbeitstag Deinen Kopf auslüften und eine Runde joggen? Das kann auf den Philippinen bei 38 Grad Hitze und in einer Betonwüste zu einer Herausforderung werden.


    Dein Arbeitgeber muss die deutschen Arbeitsgesetze einhalten und das auch kontrollieren. Eure Kunden sind vielleicht nicht begeistert, wenn ihre Daten zwischen der halben Welt hin- und her vagabundieren.


    Dann kommen die praktischen Unzulänglichkeiten. Die Stromversorgung ist auf den Philippinen stabil, aber Du musst mit angekündigten Netzabschaltungen von der Dauer von einem Arbeitstag klarkommen. Das heisst offiziell "Maintenance" und irgendwo werden Strommasten und Trafos ausgetauscht. Dazu kommen die unangekündigten Abschaltungen nach Taifunen oder durch technische Unzulänglichkeiten. Pech, wenn das Projekt fertig werden muss.

    Mit schnellem Internet sind wir in Deutschland auch nicht gerade verwöhnt, vor allem wenn man auf dem Land wohnt. Aber in Deutschland kannst Du zur Not eben ins Büro fahren, wenn wieder einmal zu Hause nichts geht, weil ein Bagger die Leitung gekappt hat und Dein Kaff ansonsten nur mit 3G über die Luftschnittstelle versorgt ist.


    Du möchtest noch arbeiten, und nebenan startet die Karaokeparty. It's more fun in the Philippines.


    Rechtlich wurde ja schon vieles gesagt. Von der deutschen Seite aus sehe ich keine Probleme. Es gibt keine Möglichkeit, in Deutschland eine Zweitwohnung anzumelden, wenn man im Ausland seinen Hauptwohnsitz hat. Die Begründung eines Wohnsitzes in Deutschland ist kein Problem, Du musst nur Beziehungen zu Deinem Wohnort nachweisen. Vielleicht bist Du noch in ein oder zwei Vereinen Mitglied.


    Wenn Deine Ausweise abgelaufen sind, musst Du die natürlich in Deiner deutschen Heimatgemeinde erneuern lassen. Die deutsche Botschaft ist dafür nicht zuständig. Wahlunterlagen gehen auch an Deine deutsche Heimatanschrift. In der Praxis wirst Du nicht mehr wählen können, weil die Fristen zu kurz sind und nicht die Postlaufzeiten berücksichtigen.


    In der Praxis stört es niemanden, wenn Du Dich in Deutschland nicht mehr blicken lässt. Warum auch? Du zahlst brav in die deutsche Krankenversicherung ein, obwohl Du deren Leistungen auf den Philippinen nicht in Anspruch nehmen kannst. Das Thema Krankenversicherung ist auf dem Philippinenforum zur Genüge durchgekaut worden, Gesundheit oder Krankheit ist auf den Philippinen in erster Linie eine Frage des Geldes.


    Das Thema "Lebenshaltungskosten" wurde auch schon mehrfach diskutiert. Fazit hier: wenn Du halbwegs wie ein Europäer (oder ein Filipino aus dem Mittelstand) leben möchtest, gibst Du mindestens genauso viel wie in Deutschland aus.


    Mein Vorschlag: einfach einmal zwei Monate ausprobieren. Vielleicht willst Du dann wieder nach Deutschland zurück, und bist froh, die Wohnung noch nicht gekündigt und leergeräumt zu haben.

    Vielleicht habe ich den TS MichaelJ falsch verstanden:


    Ich verstehe es so, dass Dich Dein Arbeitgeber fest mit Arbeitsvertrag angestellt hat und 100% Home Office vereinbart wurde. Dann halte ich es für am einfachsten, in Deutschland angemeldet zu bleiben. Du machst dann brav die Steuererklärung über Elster und freust Dich über die diversen Zückerchen für in Deutschland ansässige Steuerzahler (voller Grundfreibetrag, Ehegattensplitting). Deiner Gemeinde ist das auch egal, ob Du tatsächlich dort lebst, die freut sich über jeden Steuerzahler, der nie die Leistungen der Kommune in Anspruch nimmt.


    Wenn die Arbeit gemacht wird, und die Zeitverschiebung von +6/7 Stunden organisatorisch keine Probleme bereitet, sollte das gehen. Natürlich legt der Betrieb die Regeln fest, und kann verlangen, dass Du nur von Deutschland aus Home Office machen kannst. Der Betrieb kann auch die Home Office Regelung einkassieren, dafür braucht es aber eine Änderungskündigung. Du musst Dich natürlich an die deutschen Arbeitsgesetze halten (Zeiterfassung, 11 Stunden Pause, keine Sonntagsarbeit). Aber in der IT-Branche ist Papier geduldig. :D


    Du musst Dir auch im Klaren sein, dass Du auf den Philippinen nur geduldet bist und keinen Anspruch auf ewige Visaverlängerung hast.

    Wie hast Du denn auf den Philippinen bezahlt?


    Vielleicht ist eine Anfrage bei der Bank oder dem Kreditkarteninstitut zielführender? Viele Reisende heben am ersten Tag mit ihrer Kredit- oder Bankkarte Peso am Geldautomaten ab.


    Die Ein- und Ausreisedaten aus Deutschland werden 5 Jahre beim Bundeskriminalamt (BKA) gespeichert, es sei denn, Du bist auffällig. Dann dürfen die Daten länger gespeichert werden. :hi

    Grundsätzlich: die Umsteigezeit in Frankfurt ist nicht gerade üppig, aber das ist zu schaffen. Ich war dank der deutschen Bahn einmal erst eine Stunde und 40 Minuten vor Abflug am Bahnhof angekommen und selbst das hat gereicht, mit Kofferaufgabe und Einchecken. Nun gut, das Nervenkitzel braucht man nicht.

    Wenn in Frankfurt Chaostage sind, was ein bis zwei Tage im Jahr vorkommt, trifft das alle Flüge und dann geht der Flug nach Singapur auch nicht pünktlich heraus.


    Zu dem vorher gesagten noch meine Tipps:


    - Handgepäck auf das allernötigste beschränken, Pasalubong etc. in den Koffer zum Aufgeben, in das Handgepäck nur einmal Unterwäsche zum Wechseln, für den Fall des Falles. Filipinas schaffen es sehr gut, mit irgendwelchen zusätzlichen Einkaufstaschen etc. zu "tricksen", aber das im beim Umsteigen sehr hinderlich, wenn man wie ein Christbaum behängt durch das Terminal rennen muss.

    - Bei dem Flug von Bremen nach Frankfurt möglichst nahe an der Kabinentür sitzen, bringt ein paar Minuten beim Umsteigen.

    - Beim Einchecken am Flughafen in Bremen früh da sein, und nach "asiatischen" Passagieren Ausschau halten. Vielleicht hat ein Pax das gleiche Ziel Singapur und kann zusammen mit Deiner Frau in Frankfurt umsteigen.


    Wenn Euer Reisebüro die Reise "komplett", d.h. Bremen - Manila gebucht hat, ist das Reisebüro für einen eventuellen Anschlussverlust verantwortlich, natürlich nicht, wenn Deine Frau das Gate nicht gefunden hat.

    Wer seine Rente aufbessern möchte, kann Mückenzüchter werden. Pro Mücke, egal ob tot, oder lebendig gibt es 20 Centavos. :D


    Das ist die Strategie des Barangay Addition Hills in Mandaluyong. Für 5 Mücken gibt es einen Peso. Damit möchte man dem Überträger des Dengue-Fieber den Garaus machen. Die Viecher müssen noch nicht einmal geschlüpft und flugfähig sein.


    Ich erinnere mich an ähnliche Aktionen aus Indien, da wurden für einen Mäuseschwanz ein paar Rupien bezahlt, bis sich Mäusezüchter etabliert hatten. ;)


    https://www.bbc.com/news/articles/cvgdr4r2l31o


    https://rp-online.de/panorama/…r-5-muecken_aid-124345021


    Auf jeden Fall ist es eine gute Idee, um auf das grassierende Dengue-Fieber hinzuweisen. Welche philippinische Gemeinde schafft es schon in deutsche Tageszeitungen?