Posts by Moeller

    Quote

    Zitat von samar



    Ich habe schon beim Mango Juice (bin nicht mehr ganz sicher, ob es der war!) von Del Monte gelesen, dass der nicht in Europa, den USA und noch einigen anderen Orten verkauft werden darf.

    Das kann ganz einfach markenrechtliche Gründe habe, wenn z.B. ein Teil eines Konzerns in einem bestimmten Land verkauft wird. Dann kann die abgespaltene Einheit das Recht von der ex-Mutter bekommen, den Namen lokal für eine bestimmte Zeit weiterzuverwenden. Das schliesst Exporte aus.


    Oder eine ganz profane kaufmännische Entscheidung: Mango-Saft wird in den Philippinen von Del Monte günstiger und mit einer geringeren Handelsspanne angeboten als in den kaufkräftigeren USA oder in Europa.

    Da will man natürlich nicht, dass ein findiger chinesischer Export-/Importhändler containerweise das Zeug auf den Philippinen kauft, von Hilfskräften ein Zusatzetikett für Deutschland aufkleben lässt, und billiger als der Konzern selbst anbietet.


    Manchmal sind es auch Zusatzstoffe, die auf den Philippinen zugelassen sind, aber in Europa verboten sind oder umgekehrt.

    Versand von Flüssigkeiten: das Problem ist nicht die Annahme am Paketschalter, sondern die Verweigerung des Luftfrachtführers, die Fracht mitzunehmen. Und Luftfracht wird geröngt, da kannst Du keine Flüssigkeiten verstecken, wenn es nicht erlaubt ist. Dann geht das Paket vom Flughafen wieder an Dich zurück, im besten Fall bekommst Du die Paketgebühr erstattet.


    Du wirst es wohl nicht so eilig haben, und Zuckerwasser überlebt mehrere Monate in der geschlossenen Flasche. Da ist Seefracht die Alternative. Hier gibt es auch weniger Beschränkungen.


    Ich würde mich auch an einen Lebensmittel-Importeur in DACH wenden. Alternativ würde ich die einschlägigen Balikbayanpaket-Anbieter durchtelefonieren. Viele machen auch Frachtsendungen von den Philippinen nach Europa. Was ich nicht empfehlen kann, da es nicht erlaubt ist: einfach ein paar Flaschen Limo zusammen mit anderem Umzugsgut von einem Bekannten in einen Container stellen und nicht besonders deklarieren.


    Und bei einem Preis von 1000 P per Kilo finde ich die Idee reizvoll, einfach Gepäck hinzuzubuchen. Wenn Du sowieso vor hast, von den Philippinen nach Deutschland zu fliegen, gönne Dir doch Economy Plus. Da hast Du ein paar Kilos mehr und andere Zückerchen, wie mehr Platz im Flugzeug und einen besseren Service.

    Auf jeden Fall solltest Du einen ordentlichen Resibo haben, dass der Zoll über den Inhalt in den Flaschen sicher sein kann. Ich sehe nicht, dass die Einfuhr von Limonade in Europa für den persönlichen Gebrauch verboten ist. Und die Freigrenze dürfte auch nicht überschritten sein.

    Ein Anruf in der indonesischen Botschaft kann nichts schaden. Die Aufenthalts- und ggf. Arbeitserlaubnis aus Indonesien muss doch irgendwie gespeichert sein. Letztlich entscheidet Indonesien über die Einreise.


    Hat Deine Schwägerin den Reisepass vorher kopiert bzw. fotografiert? Das kann diese blöde Situation vereinfachen.


    P.s. Das mache ich persönlich immer. Nach der Einreise die Seite mit dem Einreisestempel. Kostet nichts und kann nichts schaden. Wenn das Handy natürlich auch geklaut wird, hilft nur noch das Speichern in der Cloud.


    P.s. p.s. vielleicht taucht der Pass auch wieder auf. Soviel kann die Unterwelt nicht mit einem philippinischen Pass in Europa anfangen.

    Was spricht dagegen? Unsere Hauptstadt hat seit Jahrzehnten mehrere Flughäfen, und der Zustand wird sich so schnell wohl nicht ändern. :D


    Vom Süden, d.h. CALABARZON fällt die längere Anfahrt nicht so sehr ins Gewicht.


    Wenn hier günstigere Start- und Landegebühren verlangt werden, werden die LCC sich das schon überlegen. Für Transit-Reisende, die an NAIA ankommen, ist das natürlich ein Graus.

    Falls jemand eine günstigere, aber zuverlässige und zeitige Sendemethode von Cebu aus kennt (Gogobo scheint das nämlich direkt bei der Hauptpost Manila zu machen), bitte genau angeben.

    . . .

    Gruß

    Nik

    Wenn Du nicht in der hintersten Provinz wohnt, lohnt sich eine Anfrage hier im Forum, ob jemand nach Deutschland fliegt und einen einfachen Brief mitnehmen kann. Auch einige andere Länder sind akzeptabel und transportieren Post schnell nach Deutschland (ich habe gute Erfahrungen mit Sendungen aus der Schweiz, Niederlande, USA, Kanada, Taiwan, Singapur und Emirate). Die Lebensbescheinigung ist ja keine Fristsache, wo es genau auf einen Tag ankommt, und Du gehörst ja zu den ersten, die das leere Formular in den Händen haben.

    Die Verlustquoten bei Einschreiben sind in Deutschland wesentlich höher als bei unauffälligen Normalbriefen. Leider ist bei der Deustchen Post auch nicht mehr alles so wie früher, und Sub-subunternehmen mit Briefkastenleerungen etc. beauftragt. Normalbriefe sind mir in Deutschland bislang nicht verloren gegangen.


    Auf jeden Fall ist DHL Express sehr zuverlässig und schnell.

    Um den Fall und um Cebu Pacific einschätzen zu können: wie lange hast Du im Voraus gebucht?


    P.s. das passiert nicht nur bei Cebu Pacific. Ich hatte den gleichen Spass bei Air Berlin mit einem Flug Düsseldorf-Vancouver, hier war die Verschiebung sogar drei Tage. Nun, Air Berlin ist jetzt pleite.

    Ganz profane Frage an Eddie91: hat Deine Freudin schon irgendwelche Erfahrungen im Hotel-/Gastronomie-Bereich gemacht oder kommt sie frisch von der Schule?


    Wäre nicht unwichtig, um zu zeigen, ob man für diesen Beruf geeignet ist (ist in Deutschland ein Knochenjob, und der 8-Stunden-Tag steht oft nur auf dem Papier) und ein wenig Erfahrung und Interesse freut jeden Arbeitnehmer, und macht den Einstieg einfacher.

    Wenn es sich anbietet: BestBalikbayan in Wülfrath bietet auch Luftfracht zu fairen Kosten an. Da können zusammen mit der Lebensbescheingung aus Deutschland auch andere Sachen mitgeschickt werden. Ist nicht ganz so schnell wie DHL Express, aber dauert in der Regel nicht länger als 2 Wochen und ist unkompliziert (man erhält einen DHL Aufkleber aus Wülfrath und gibt seine Sendung einfach an der nächsten Post oder DHL-Annahme ab).

    Wichtig ist, auf alle Sendungen in die Philippinen eine Handy-Nummer zu schreiben. Dann kann der Zusteller eine SMS schicken, wenn er das Haus nicht findet, bzw. die Post benachrichtigt den Empfänger, dass eine Sendung zur Abholung bereit liegt.
    Der Name des Empfängers soll auch so geschrieben sein, wie im Ausweispapier, sonst kann es Probleme bei der Abholung geben.


    P.s. 10 Wochen für einen normalen Brief sind normal. Ist halt nicht die Deutsche Bundespost mit Zustellung am nächsten Tag (obwohl, das gab es in Manila vor 30 Jahren auch).

    Das Risiko sehe ich bei dem Amerikaner und nicht bei Deiner Frau. Natürlich solltet Ihr den gesunden Menschenverstand walten lassen, aber ich gehe davon aus, dass der Amerikaner nicht gerade illegale Drogen auf dem Grundstück herstellen will. Wahrscheinlich hat Euer amerikanischer Freund einfach nur Geld über, und anstelle eines teuren Geländewagens in den Staaten, den auch ein unversicherter mexikanischer Lastwagen zu Schrott fahren kann, gibt er halt das Geld für ein Grundstück auf den Philippinen aus.


    Wenn der Amerikaner stirbt, hat er bzw. die Erben ein Problem, denn das Grundstück läuft nicht auf seinen Namen. Das gleiche Problem hat er, wenn Deine Frau stirbt, denn die Erben wissen nichts von irgendwelchen mündlichen Vereinbarungen.


    Wichtig ist, dass der Titel "sauber" ist, d.h. das die Vorbesitzer auch eingetragen sind und keine Belastungen auf dem Titel sind. Und dann solltet Ihr überprüfen, ob die Lage und die Fläche des Grundstückes mit dem Grundbuch übereinstimmen. Wie sieht es mit der Erreichbarkeit aus? Ist das Grundstück von einer öffentlichen Strasse aus zugänglich? Oder gibt es ein Wegerecht über andere private Grundstücke? Kann klappen, muss aber nicht. Die offizielle Barangay-Strasse ist der sichere Weg.


    Deine Frau haftet für die Steuern und Grundbesitzabgaben. Dafür gehört ihr ja das Grundstück.


    Was unter Umständen geht, ist ein "Long Lease" contract, d.h. ein langfristiger Pachtvertrag auf 50 Jahre, mit der Option um eine Verlängerung um weitere 25 Jahre. Dieser Vertrag ist wie ein Titel, und kann weitergegeben werden.


    Ausländer dürfen von wenigen Ausnahmen abgesehen, kein Landbesitz auf den Philippinen haben. Häuser dürfen Ausländer besitzen, aber nicht den Grund, auf denen sie stehen. Ausländer dürfen aber Eigentumswohnungen (condominium) und Anteile von Wohnsiedlungen (town houses) haben, wenn der gesamte Anteil im Besitz von Ausländern 40% nicht übersteigt. (RA 4726).


    Fazit: wenn viel Geld im Spiel ist, sucht Euch einen guten Anwalt und macht einen wasserdichten Vertrag und Titel. Wenn das Grundstück unter die Rubrik "billig" fällt, dann seht es als "Spielgeld" Eures amerikanischen Freundes und lasst den gesunden Menschenverstand walten, ob beide Seiten vertrauenswürdig sind.


    https://kittelsoncarpo.com/property-ownership/

    Ich gehe ja davon aus, dass in der Zwischenzeit Mutter und Kind in D sind.. ansonsten macht der Aufwand, dem Kind einen deutschen Pass zu verschaffen ja wenig Sinn.

    Aus bitterer eigener Erfahrung: wenn Ihr für Euren Nachwuchs die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft habt, nutzt sie doch. Ich sehe keine Nachteile, und wenn doch, kann noch immer später eine Staatsbürgerschaft abgegeben werden.

    Eine Beurkundung und Beantragung eines deutschen Passes kurz nach der Geburt hat den Vorteil, dass eventuelle Urkunden noch beschafft bzw. geändert werden können, wenn irgendwelche Schreibfehler in den philippinischen Urkunden vorhanden sind, oder das deutsche Namensrecht sich mit dem den philippinischen beisst. Mit ein bisschen Glück kommt man um die Urkundenüberprüfung herum. Wartet man dagegen Jahre, geht es nicht ohne Urkundenüberprüfung, Personen oder Behörden sind nicht mehr aufzutreiben etc.

    Auch wenn das Kind auf den Philippinen aufwächst, schadet doch nicht der deutsche Pass. Vielleicht soll es später einmal im Studium nach Europa gehen. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Momentan haben wir ausländischen Langnasen in den Philippinen sehr großzügige Aufenthalts- und Visabestimmungen. Wie Thailand zeigt, kann sich das aber auch jederzeit ändern.

    Fazit: wer nicht mit dem allerletzten Euro rechnen muss, sollte für seinen Nachwuchs die Dokumente möglichst bald nach der Geburt beantragen.


    P.s. Ich kann mich an meine Schulzeiten und an einen Schulkumpel aus Jugoslawien erinnern. Der war fest in Deutschland verwurzelt, und hatte mit Jugoslawien nicht viel am Hut. Nur bei den Fahrten in die DDR zückte er seinen jugoslawischen Pass und war vom Mindestumtausch befreit. :D

    Etihad bietet nun zusätzlich außerhalb der Mahlzeiten bestimmte Süßigkeiten und Snacks gegen Bezahlung an, die es vorher gar nicht gab. Kann man kaufen, muss man aber nicht.


    Das reguläre Essen ist ein wenig abgespeckt, weniger Beilagen. Das warme Hauptgericht fand ich sehr gut. Getränke waren frei wie immer. Auf dem Flug von Abu Dhabi nach Düsseldorf wurde morgens vor der Landung nicht einmal Kaffee serviert, das fand ich schon sehr schofel. An den Kosten kann es doch nicht liegen, der Wareneinsatzwert für eine Tasse Kaffee sind etwa 20 Cent und die Besatzung ist ohnehin an Bord.


    Es liegt aber wohl immer ein wenig am Passagier und an der Besatzung, meine Bekannte bekam mit der gleichen Gesellschaft gleich zwei Dosen Bier.

    Meine Erfahrungen (Turkish Airlines, Etihad, Emirates, China Airlines etc.):


    Manchmal wurde das Handgepäck gewogen. Schmerzgrenze ist die Gesamtsumme der Kilos auf dem Flugschein. Beim Umsteigen in Abu Dhabi wird das Handgepäck einer weiteren (Sicht-)Kontrolle unterzogen, zu sperriges Gepäck wird eingecheckt. Filipinos legen den Begriff "Handgepäck" bisweilen recht großzügig aus.


    Ich hatte den Laptop immer in einer extra Tasche und die wurde nicht mit dem Handgepäck gewogen. Die ALDI-Plastiktüte mit einigen Einkäufen auch nicht. :)


    Das Problem sind zu große Handkoffer (Trolleys), die nicht vernünftig in die Ablage passen bzw. nur längst. Das Format ist das Problem, nicht ein oder zwei Kilo mehr.

    Es sind eben zwei Paar Stiefel: die Ausstellung eines Reisepasses und die Vaterschaftsanerkennung nach BGB. Für die Ausstellung eines Reisepasses hat die Behörde einen gewissen Spielraum und in Manila ist man eben mit der Unterschrift des Vaters auf der Geburtsurkunde zufrieden. Ob noch eine Urkundenprüfung veranlasst wird, ist ebenfalls Ermessenssache, wer zu lange mit der Registrierung seiner Kinder wartet ("Spätregistrierung"), hat auf jeden Fall eine Urkundenüberprüfung "gewonnen".

    Nach deutschem Recht muss der/die Sorgeberechtigte der Ausstellung eines Reisespasses für Minderjährige zustimmen. In Deutschland wird so eine Zustimmungserklärung vom Einwohnermeldeamt ausgestellt und kostet 2 EUR. Im Ausland geht das nur in einer deutschen Botschaft oder in einem deutschen Konsulat. Diese Zustimmungserklärung gilt aber nur für die Ausstellung des Reisepasses für den Nachwuchs.


    Denkt man aber weiter, wir haben alle nicht das ewige Leben. Jede dritte Familie ist eine Patchworkfamilie und hat Kinder aus mehreren Beziehung. Und spätestens beim Erben und wenn viel Geld im Spiel ist, zerbrechen die besten familiären Banden. Da versucht der eine Erbe den anderen auszustechen. Und ein Nachlassgericht setzt dann andere Maßstäbe an die Urkunden an als eine deutsche Botschaft. Da geht eine philippinische Geburtsurkunde vielleicht nicht mehr durch.


    Wie Once geschrieben hat, sollte der Nachwuchs in Deutschland ordentlich nachbeurkundet werden. Voraussetzung ist, dass die philippinische Mutter ihre Zustimmung nach § 1595 BGB vor einem deutschen Konsulatsbeamten abgibt und beurkunden lässt. Etwas Eigenverantwortung kann man dem deutschen Bürger schon überlassen, die Botschaft muss sich nicht um alle Eventualitäten kümmern.

    Ich gehe einfach davon aus, dass die deutsche Behörde, hier die deutsche Botschaft einen Formfehler begannen hat, in dem die Zustimmung der Mutter nach § 1595 BGB nicht eingeholt wurde.

    Aber wer soll sich darüber beschweren? Schliesslich gibt es den gewünschten begehrten deutschen Pass und die Geburtsurkunde, und die philippinische Mutter spart sich die Beurkundungsgebühr und die Reise nach Manila.


    Leider kannst Du Dich nicht auf Formfehler von Behörden berufen, und ein Nachlassgericht wird zur Auffassung kommen, dass die Vaterschaftserklärung nach deutschem Recht nicht erfolgt ist, wenn nur die philippinische Geburtsurkunde vorlegt wird.


    P.s. Formfehler passieren z.B. bei Finanzämtern täglich. Dort arbeiten auch nur Menschen, die manchmal den Überblick über die Gesetze verlieren. Daher hat jeder Bürger das Recht des Einspruches und in einigen Fällen hilft der BGH nach.

    Ich würde für alle Schulgelder etc. Belege fordern, um irgendwelchen "Eventualiäten" vorzubeugen. Sage einfach Deiner Familie, dass das deutsche BIR leider sehr pingelig ist und Belege sehen will (leider kannst Du in Wirklichkeit nichts absetzen, da es "nur" dein Neffe ist). Als Finanzier willst Du auch immer die Class Card sehen.

    Ansonsten würde ich eine Schule in der Nähe des Standortes Deiner Familie wählen, wenn die Schule halbwegs akzeptabel ist. Es macht wirklich keinen Spass und geht auch ins Geld, jeden Tag durch halb Manila zu pendeln.

    Ich würde mal vermuten, dass die explizite Vaterschaftsanerkennung auf der Geb-Urkunde beim Philipp. Standesamt dem deutschen § 1594 BGB entspricht. Die DBM würde es doch nicht schreiben, wenn sie diese VA nicht anerkennen würde.

    Wo ist die Zustimmung der Mutter nach § 1595 BGB?


    Mich wundert der Vorgang, da die Vaterschaftsanerkennung für die Ausstellung eines deutschen Reisepasses entscheidend ist. Sonst schreit man immer nach Urkundenüberprüfung, weil den philippinischen Urkunden angeblich nicht zu trauen ist, aber in diesem Fall wäre es für die deutsche Botschaft einfach und für den Antragsteller zumutbar, vom in Deutschland lebenden Vater eine entsprechende beurkundete Vaterschaftsanerkennung zu verlangen.


    Im übrigen kann ich mich nur wiederholen, im Interesse von Vater und Tochter die Vaterschaftsanerkennung "ordentlich" vor deutschen Behörden zu machen. Die deutsche Botschaft mag ihren grosszügigen Tag gehabt haben (wenn sie sich an die Email überhaupt gebunden fühlen), aber weitere Kinder und ein deutsches Amtgericht, dass irgendwann einmal über die Ausstellung eines entsprechenden Erbscheines entscheiden muss, sind überhaupt nicht von der philippinischen Geburtsurkunde begeistert und finden irgend einen Formfehler. Auf jeden Fall geht Zeit verloren, Anfrage des Amtsgerichtes an das philippinische Geburtenregister etc. Also macht es gleich wasserdicht.

    Noch ein paar Anregungen:


    Ich würde davon abraten, ein Auto zu mieten. Der chaotische Strassenverkehr ist das ein Problem, eine größere Herausforderung ist die fehlende Beschilderung. Lediglich die Autobahnen entsprechen hier dem europäischen Standard, ansonsten muss man den Weg einfach kennen. Wir haben in Lipa ein Netz von Einbahnstrassen, entsprechende Schilder Fehlanzeige. Die Einheimischen wissen es schon, in welche Richtung man fahren darf. Thailand ist dagegen Luxus und gut organisiert.

    Du kannst ein Auto mit Fahrer mieten. Ist aber Glückssache.


    Ohne Philippinenerfahrung sind die Busse noch am einfachsten zu benutzen. Du musst natürlich am richtigen Terminal sein, aber die sind in jedem Reiseführer aufgelistet. Ideal sind die Ziele, die sich an den Busstrecken befinden, z.B. es ist problemlos von Manila nach Batangas mit dem Bus zu fahren (ca. 2 Stunden), und von dort aus mit dem Schiff nach Mindoro.

    Busfahren ist unkompliziert, einfach in den richtigen Bus einsteigen (steht daran und verschiedene Mitarbeiten brüllen auch noch die Fahrtziele) und Du bekommst den Fahrschein nach einiger Zeit vom Schaffner gebracht. Für Europäer sind die Fahrpreise niedrig (z.B. ca. 140 P Manila-Batangas).

    Jeepneys sind Geschmackssache, das Problem ist die fehlende Orientierung. Der Vorteil ist, dass der Fahrer Geld verdienen will, und nicht wie in Deutschland das gleiche Geld bekommt, wenn er den Bus fast leer ohne Fahrgäste durch die Gegend kutschiert. Wenn Du einsteigewillig bist, wird man Dich mitnehmen. Es sind immer genügend Fahrgäste da, die Dir den Fahrpreis nennen können. Den musst Du zum Fahrer durchreichen, irgendwelche Fahrscheine gibt es nicht. Ist Vertrauenssache, funkioniert aber immer. Tricycles und Taxis sind Glücksache, die meisten Fahrer anständig, einige wenige ziehen Dich übers Ohr, dafür umso heftiger. Auch hier im Vorfeld erkundigen, was die Fahrt kostet, einen kleinen Langnasenzuschlag kann man ja akzeptieren (das ist Entwicklungshilfe, die direkt beim Menschen ankommt).


    Manila hat ein an sich gutes Schnellbahnsystem, aber Achtung, insbesondere LRT3 über die EDSA und die PNR von Tondo nach Alabang sind rollende Sardinenbüchsen. Linienbusse gehen auch in Manila, Achtung, es gibt keinen Verkehrsverbund, keine Tageskarten, die Linien und Abfahrten sind nicht aufeinander abgestimmt, beim Umsteigen braucht man immer einen neuen Fahrschein, den man im Bus bekommt. Der Vorteil, es ist für uns preiswert, und man muss nicht mit irgendwelchen Fahrkartenautomaten und Preiszonen kämpfen.


    Auf Luzon lohnen sich immer die Reisterassen, die aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so einfach zu erreichen sind. Ein paar Tage solltest Du schon einplanen, Pinatubo lässt sich damit kombinieren. Auf eigene Faust ist aber Pinatubo kompliziert, daher nur über eine organisierte Tour buchen. Mitglied StephanX ist hier der Experte, einfach eine PN an ihn schicken. In San Fernando gibt es auch einige akzeptable Strände, Du kannst auch an eine Reisterrassentour noch ein paar Strandtage anhängen.


    Andere Inseln sind auch toll (Palawan, Bohol), Du musst aber immer einen Reisetag rechnen, und etwas Zeitreserve für alle Eventualiäten. Die Abflüge, gerade die billigen, liegen auch nicht immer zeitlich günstig. Mein Vorschlag: bleibe in Luzon.


    Regenwaldfeeling kommt am ehsten noch in Hidden Springs, Pagsanjan Wasserfälle und am Makiling in Los Banos auf. Vom UP Campus kannst Du direkt auf den Makiling wandern.


    Kultur ist in Manila kein Problem, Rauchen schon eher. Deutschland ist ein liberales Raucherland. Rauchverbote auf den Philippinen (betrifft manchmal ganze Städte) solltest Du einhalten.


    Essen gehen: wenn Du Fast Food magst, bist Du auf den Philippinen richtig. Gute Restaurantkultur eher weniger und dann teuer.

    Aus meiner Erfahrung: 50k per Semester sehe ich als untere Schranke. Neben der eigentlichen Studiengebühr fallen noch Nebenkosten für Bücher, IT- und Bibliotheksumlage, Projekte etc. an. Die philippinischen Hochschulen sind da sehr phantasiereich, was Umlagen anbelangt. Wenigstens geht es korrekt zu, d.h. die Beträge sind z.B. per Aushang festgesetzt, und Du musst als Langnase auch keine "Überstunden" o.ä. zahlen.


    Das Schulgeld kannst Du auch direkt an die Schule zahlen, Du musst aber die Modalitäten klären. Meistens bei der Einschreibung und bei meinen Nichten und Neffen gilt hier: nur Bares ist Wahres!

    Wenn Du bei der Einschreibung persönlich dabei bist (würde ich empfehlen, dann weisst Du auch, dass alles mit rechten Dingen zugeht), sollte der Geldtransfer kein Problem sein. Zuerst die Einschreibung (wirklich an alle verlangten Papiere denken und Zeit mitbringen !!), und dann gibt es eine Rechnung, die Du an einem separaten Schalter zahlst. Manche Schulen bieten bei früher Einschreibung einen "Early-bird"-Rabatt an. Den sollte man mitnehmen, wenn es nicht an anderen Dingen scheitert (z.B. dass die Class Card von der alten Schule nicht rechtzeitig da ist).

    Während des Semesters fallen noch weitere Kosten an, z.B. für Schulprojekte und -ausflüge. Die Schuluniform ist nicht der größte Posten, aber auch hier bist Du mit ein paar k dabei.


    Schliesst Deine Studienfinanzierung auch die übrigen Unterhaltskosten ein? Philippinische Schulkantinen sind staatlich nicht subventioniert, und nutzen zum Teil ihre Monopolstellung auf dem Campusgelände gnadenlos aus. Wenn Dein junger Mann bei Verwandten unterkommt, die ihm das Essen machen, spart das auf Dauer schon einiges. Wie sieht es überhaupt mit der Unterkunft aus? Frage direkt nach, ob es in der Nähe Studentenwohnheime (dormitory) gibt (ab 2k pro Monat aufwärts). Das sind Schlafsäle, kein Luxus, aber für Filipinos vollkommen ausreichend, und spart viel Fahrtkosten und Zeit, wenn Dein Junge zu Fuss zur Uni gehen kann.


    Wie schon erwähnt, bieten die meisten höheren Schulen Stipendien an, geknüpft an Kriterien (Notenspiegel, Einkommen etc.), die von Schule zu Schule unterschiedlich sind. Wichtig ist immer der Notenspiegel. Wenn Deine Familie da Deinen jungen Mann unterstützen kann, dass er diesen Notenspiegel erreichen kann, ist das gut investierte Zeit.

    P.s. meine Freundin hat für beide Kinder Stipendien und unterstützt ihre Kinder, wo sie nur kann. Zuerst war ich nicht begeistert, dass sie ihnen den Hintern hinterherträgt ("Können die ihre Wäsche nicht selbst machen?"). Die Ausbildungskosten für die beiden sind im Millionenbereich, die sie sich niemals leisten könnte.