Posts by Moeller

    Mein Erfahrungsbericht: Ankunft 16. Dezember 2023 in NAIA, Abflug dort 14. Januar 2024 jeweils in T3.


    Sicherheitskontrolle und Passkontrolle professionell und schnell - jeweils wenige Minuten Wartezeit.


    Zum Vergleich hat es in Düsseldorf sogar etwas länger gedauert, aber auch vollkommen akzeptabel (wir hatten in den letzten Jahren auch Zeiten, da kam in Düsseldorf richtiges 3.Welt-Feeling auf, die Wartezeit in der Sicherheitskontrolle wurde in Stunden gemessen und die Leute standen vor dem Termin in Freien in einer Schlange).

    Leider kann sich DUS keine kostenlosen Kofferkulis und kein WLAN leisten, hier ist NAIA sogar besser. NAIA ist natürlich nicht mit Singapore, Taipeh, Dubai etc. zu vergleichen, aber NAIA ist auch kein Umsteigeknoten.


    Absolut schlecht ist die Nahverkehrsanbindung an NAIA. Es muss ja nicht gleich eine S-Bahn sein (obwohl die PNR fast am Flughafen hält - Station FTI - aber keine Verbindung zu NAIA), eine stabile Busverbindung zu den wichtigsten Terminals in Manila (PTIX, Buendia etc.) würde ja genügen. Vielleicht fehlt es nur an der Information, es scheinen ja Busse zu fahren. Ein Traum wären natürlich Busverbindungen in die Provinz.

    Die Frage lautete, ob Käufer und Verkäufer für die Abwicklung des Grundstückgeschäftes philippinischen Boden betreten müssen. Prinzipiell nein. Die Parteien können auch Dritte Personen mit dem Immobiliengeschäft beauftragen. Dafür braucht es zwei Vollmachten. Am billigsten ist eine reine Unterschriftenbeglaubigung ohne Entwurf und Prüfung des Inhaltes. Das kostet ca. 50 EUR pro Vorgang.

    Muss der Notar die Vollmacht für den Immobilienverkauf selbst aufsetzen, gehen die Kosten je nach Wert schnell in die Hunderte. Dazu kommen noch die Kosten für die Übersendung der Dokumente auf die Philippinen per Kurier. Ggf. muss das ganze noch konsularisch überbeglaubigt werden.


    Da sind die Kosten für einen Flug schnell zusammen. Mein Vorschlag: den "Deed of Absolute Sale" selbst vor Ort unterschreiben, für den restlichen zeitaufwendigen Verwaltungskram (BIR, CAR etc.) eine Person bevollmächtigen. Bereits vorher sollte man als Käufer die "Certified True Copy of Title" in den Händen halten (oder einen Scan, wenn die Quelle absolut vertrauenswürdig ist) und das Objekt besichtigen (am besten mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten).


    Irgendwo gab es hier schon einmal ein Thema, wo die Vertragsparteien in Norwegen saßen.


    Zum Thema "Grundsätzlicher Ablauf eines Grundstück-/Immobiliengeschäfts" empfehle ich folgende Zusammenfassung:

    Kauf von Grundstück in Philippinen Käufer und Verkäufer leben in Deutschland.

    Meine Frage kann man den Verkauf hier in Deutschland abwickeln ohne nach Philippinen zu fliegen.

    Prinzipiell kann man alles hier machen. Dann fallen natürlich die deutschen Notarskosten an, plus Kosten für beglaubigte Übersetzungen etc.

    Es gelten die in diesem Forum bereits mehrfach genannten Hinweise: Ist der Titel sauber? Wie sieht es mit der Zufahrt aus? (nur "Right of Way" oder Barangaystrasse?) etc.


    Wenn das Grundstück etwas größer und teurer als eine Hundehütte ist, sollte man sich das vor Ort anschauen. Papier ist geduldig, und vor Ort bekommt man alles mit, was nicht im Vertrag steht, zum Beispiel die Fliegen von der Hühnerfarm in der Nachbarschaft, den Lärm der Karaokeboxen, die verschlammte Zufahrsstrasse und, und . . .

    Die drei wichtigsten Auswahlkriterien für eine Immobilie, egal wo auf der Welt: 1. Lage 2. Lage 3. Lage


    Ein Teil der Reisespesen bekommt man schon wieder über die günstigeren Notarskosten und einsparte Kosten für Übersetzungen, Kurier etc. heraus.

    Aus meiner praktischen Erfahrung mit den Philippinen: ich bin erst einmal, vor gefühlt vor 20 Jahren am Zoll kontrolliert worden.


    Es interessiert niemand gross, was man an Lebensmitteln einführt. Lediglich bei frischem Schweinefleisch wäre ich vorsichtig, aber wer bringt schon eine Schweinehälfte aus Deutschland mit, und frisches Schweinefleisch wird an der Strasse verkauft.


    Deutsche Haferflocken aus Lübeck gab/gibt es zum Beispiel bei DALI.


    Gesunde Kindernahrung gibt es auch auf den Philippinen. Ich kann Euch aber verstehen, wenn Ihr mit Eurem mitgebrachten Vorrat die ganze Reise über auskommt, gibt es natürlich keine Risiken wegen Nahrungsumstellung, Allergien etc.


    Grundsätzlich gibt es genügend frische Lebensmittel auf den Philippinen, preislich oft über dem deutschen Niveau. Aber Ihr seid ja nicht auf den Philippinen, um Geld zu sparen. :)

    Dazu gehören auch Nüsse, oft aus den gleichen Quelle wie die in Deutschland verkauften. Natürlich hat der Sari-Sari am Strand ein kleineres Sortiment als der Supermarkt in der Großstadt, der mit einem deutschen EDEKA mithalten kann.


    Eine andere Frage ist natürlich die Hygiene. Der Palengke in Lipa bräuchte zum Beispiel dringend einmal eine Grundreinigung. Da hilft nur gesunder Menschenverstand und ein wenig Vorsicht (alles, was sich schälen lässt, ist unkritisch).


    Es gibt einige deutsche Sachen, die man auf den Philippinen nicht findet: zum Beispiel Rübenkraut (nur im Glas mitnehmen, nicht im Pappbecher !) und der Heringsstip in der Sahnesoße von Aldi. :D

    Normalerweise wird das Gepäck bei Flügen über Dubai bis zum Endflughafen durchgecheckt. Da kann Deine Filipina im Transitbereich im Flughafen bleiben und braucht kein Visum. Ein paar Stunden bekommt man locker um.


    Anders sieht es aus, wenn in Dubai ein größerer Aufenthalt vorgesehen ist. Ab etwa 6 Stunden lohnt es sich, die Stadt anzuschauen (wenn man es möchte und nicht gerade im Sommer, wenn es 45 Grad tagsüber sind). Die U-Bahn fährt direkt ab dem Terminal an alle interessanten Plätze. Am einfachsten Tageskarte kaufen, und wenn es zu heiss ist, mit der U-Bahn bis zur Endhaltestelle fahren und zum Fenster herausschauen. Dann muss man nicht den klimatisierten Bereich verlassen. :)

    Immigration nach Dubai hat bei mir vor kurzem (15. Jan 2024) morgens in der Spitzenzeit ca. 20 Minuten gedauert, bei der Ausreise wesentlich schneller. Die Fummelkontrolle ist in Dubai eine Sache von wenigen Minuten. Nochmal einchecken muss sie ja nicht, sie hat ja schon die Bordkarte für den Weiterflug am Startflughafen auf den Philippinen bekommen.


    Wenn Deine Filipina Dubai anschauen möchte (und vielleicht philippinische Freunde und Freundinnen treffen möchte), muss sie durch die Immigration mit ihrem Handgepäck. Das grosse Gepäck bleibt auf dem Flughafen. Da muss sie sich in Qatar bzw. UAE auf deren Botschaftsseiten schlau machen, was die Visa-Anforderungen sind. Der Fluggesellschaft ist das egal - die weiss ja nicht, dass der Transitbereich verlassen wird. Ein großes Risiko ist es nicht - im schlimmsten Fall kann man nicht einreisen und bleibt eben auf dem Flughafen.

    Gestern war eine interessante Diskussion im Radio wegen der Cum-Ex-Affäre und der Schuld der Berater der Banken. Es ging um die Frage des Selbstverständnis und der Stellung von Steuerberatern und Juristen.

    Sie sind unabhängige Organe der Rechtspflege und nicht einseitige Vertreter des Kunden. Wer dem Mandanten hilft, das Geld am Fiskus vorbeizuschleussen, leistet Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Was mein Steuerberater nicht von mir erfährt, kann natürlich nicht gegen ihn verwandt werden.

    In vielen Bereichen ermöglichen die Gesetze aber "Gestaltungsspielraum". Den kann der Steuerberater zu Gunsten seines Mandanten nutzen. :heilig


    Darum sollte es in diesem Thema gehen, persönliche Erfahrungen mit dem "Gestaltungsspielraum", zum Beispiel bei Bewertung von Immobilien und Grundstücken. Die können bestes Bauland sein, oder unfruchtbare Geröllwüsten, auf denen nicht einmal Reis wächst, je nach Sichtweise. :ironie

    Das ist Teil des Problemes. Viele Filipinos kennen nur Berlin und München als deutsche Städte, vielleicht noch Heidelberg, wenn sie in AP im Thema "José Rizal" aufgepasst haben.


    Ausländische Pflegekräfte werden auch in der Provinz und im Ruhrgebiet gesucht, da bleibt nach Abzug der Miete noch genügend Geld zum Leben. Und es gibt in Duisburg genügend schöne Ecken, wo Du im Grünen wohnst. Klar, Hochfeld und einige Ecken von Meiderich muss man sich nicht antun. Es reicht, da durchzufahren, am sichersten ist man in der Strassenbahn. :)


    Ein Bekannter von mir zahlt in Ungelsheim noch nicht einmal 7 Euro pro Quadratmeter, in einer ruhigen und friedlichen Ecke von Duisburg. In München würde es dafür nicht einmal für Neuperlach reichen.

    Und zur Qualität der Wohung - die Wohnungsbaugenossenschaft hat jetzt einige behindertengerechte Umbauten gemacht und alles frisch saniert. Und das letzte Vorurteil, die schlechte Luft, ist auch nicht mehr gültig. Vor 40 Jahren konnte man an bestimmten Tagen seine Wäsche nicht aufhängen, da hat die Kupferhütte abgeblasen. Aber das ist schon lange Geschichte, Kohle gibt es nicht mehr und selbst neben dem Stahlwerk ist die Luft besser als in jeder philippinischen Kleinstadt.

    Ich kann den Zorn verstehen, aber was willst Du mit den neun Leuten machen, denen ihre Boxen scheinbar egal sind? Selbst wer das Philippinen-Forum nicht kennt, kann Tantel Google bemühen. Eine Google-Suche mit den Sichwörtern "Balmer Balikbayan Insolvenz" bringt als ersten Treffer folgende Seite: https://klajoo.com/2023/11/06/…tuationsbericht-update-2/.

    Dort ist eine Telefonnummer, unter der man anrufen kann. :)


    Balmer darf gar nicht antworten, er ist im Insolvenzverfahren und hat sich aus dem Geschäftsbetrieb herauszuhalten. Der Insolvenzverwalter darf nicht die Kundenkontakte an Dritte herausrücken, damit würde er gegen deutsche Datenschutzgesetze verstoßen.

    Und die Firma Mac Ocean Waves hat keine vertraglichen Beziehungen mit den Versendern von den betroffenen Balikbayanboxen. So einfach ist es auch nicht. Ich fände es auch nicht gut, wenn Dritte sich in meine Probleme einmischen würden, selbst wenn sie es gut meinen.

    Man kann auch mit aller Gewalt den Standort Deutschland schlecht reden. Irgendetwas davon bleibt bei unseren philippinischen Freunden hängen.


    Ich war selbst in der "Traumstadt" Vancouver zu Besuch bei philippinischen Freunden, die dort etwa die Hälfte des Jahres in ihrer Eigentumswohnung verbrachten.


    Der Glanz war schnell ab, gegen die Plattenbauwüsten in Vancouver sind Honeckers Arbeiter- und Bauernschliessfächer in Berlin und Halle-Neustadt geradezu idyllisch. Lebensmittel, vor allem frisches Gemüse und Obst, kosten ein Drittel mehr in Deutschland.

    Ein Appartment, das in der Größe über ein "Wohnklo" hinausgeht, ist nicht unter 1000 Dollar Miete pro Monat zu bekommen, ganz zu schweigen von Eigentumswohnungen und Häusern, die ab einer Million Dollar anfangen. "Sicher" ist relativ, solange man sich nicht in den no-Go-Areas von Vancouver bewegt.

    Der Strassenverkehr hat mich schon an Manila erinnert.


    Deutschland hat viele Probleme, aber ich bin froh, dass die Busse hier nach Fahrplan fahren, und nicht erst, wenn sie voll sind, oder der Fahrer seine Meriyenda beendet hat. Das Gesundheitssystem funktioniert, nicht immer perfekt, aber besser als in vielen anderen Ländern, was wir in der Corona-Pandemie deutlich bemerkt haben.


    "No-Go-Areas" gibt es auch in Duisburg, aber da kann ich schon ab 6 EUR/Quadratmeter wohnen, und ALDI und Lidl sind auch nicht weit.


    Sicher ist die Sprache in Kanada für Filipinos einfacher, aber dafür sind die klimatischen Verhältnisse in vielen Teilen Kanadas auch extremer.

    Es schadet nichts, sich selbst schlau zu machen und dann dem Rechtsanwalt oder Steuerberater gezielte Fragen zu stellen. Meine Erfahrung ist, dass diese Berater in Standardfragen gut sind, aber da braucht man sie vielleicht gar nicht.


    Das Thema Schenkungssteuer ist nicht kompliziert. Die Trickserei fängt dann mit der Bewertung an. O.k., bei Bankguthaben ist da 0% Spielraum, bei Immobilien ist der umso größer.


    Ich finde es gut, von den Erfahrungen anderer zu lernen. Natürlich ist mir bewusst, dass es jeweils Einzelfälle sind, die sich nicht immer verallgemeinern lassen und dass es von der persönlichen Situation abhängt.


    Unter diesen Aspekten ist auch das Berliner Testament kritisch zu hinterfragen, gut, wenn man sein Vermögen vor der gierigen Familie retten will, schlecht, wenn die Nachkommen anständig sind und man mit dem Berliner Testament die Freibeträge nach dem Erstverstorbenen verschenkt.

    Ich kenne auch keinen Pinoy, der aufs Finanzamt gerannt ist, und erzählt hat, dass er von der Verwandtschaft eine größere Menge Bargeld erhalten hat.


    Die philippinische Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer wird aber konsequent dort nachgehalten, wo der Staat Zugriff hat. Das ist bei der Umschreibung von Grundstückstiteln der Fall sowie bei Auflösung von Bankkonten nach dem Tod des Kontoinhabers.


    Als Begünstigter muss man zunächst eine Steuernummer beantragen (Form Nr. 1904) und dann die entsprechende Steuererklärung machen. Es fällt einheitlich eine "Flatrate" von 6% an, bei Schenkungen gibt es einen jährlichen Freibetrag von 250 kP.


    Bei Bankkonten hält die Bank vom Guthaben direkt die 6% Steuer ab. Im übrigen ist die Auflösung von philippinischen Bankkonten ein ziemlich bürokratischer Akt, man muss Geburtsurkunden, beglaubigte Abschriften aus Familienbüchern etc. aus Deutschland beibringen.

    Daher kann ich nur raten, hier vorzubeugen, und alle Konten auf den Philippinen als "Oder-Konten" zu führen, so dass der Überlebende das Konto noch rechtzeitig leeräumen kann. Wer kein Vertrauen in ein Oder-Konto hat und nicht allzu hohe Geldbeträge auf der Kante hat, kann auch eine zweite Bankkarte besorgen, mit der man über den Geldautomaten diskret das Konto leer räumen kann. Das kann auch eine Vertrauensperson aus Deutschland machen, die regelmässig auf den Philippinen zu Besuch ist.


    Die Philippinen haben vor etwa 10 Jahren das Steuersystem radikal vereinfacht ("Train"), seit dem gibt es bei der Schenkungs- (donation tax) und Erbschaftssteuer (estate tax) eine pauschale Besteuerung von 6%, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad. Das macht Sinn in einem Land, wo jeder "Tiya/Tito" oder "pinsan" ist. :)


    Im Übrigen hat das auch den Formularen genützt, wo die deutschen Finanzämter zehn Seiten brauchen, kommen die Philippinen mit einer Seite aus.

    Die Entscheidung gegen Lufthansa ist nach deutschem Recht nur logisch: Du bist vertragsbrüchig, wenn Du nicht alle Teilflüge antrittst. Allerdings muss die Fluggesellschaft dem Passagier nach deutschem Recht einen konkreten Schaden nachweisen.

    Worin soll der Schaden denn bestehen, wenn der Passagier den Flug nicht antritt? In den Entsorgungskosten für das nicht benötigte Essen? Oder ein Reputationsverlust für die Fluggesellschaft, wenn Plätze frei bleiben?


    Wer ganz sicher gehen will, meldet sich nach Erreichen des (heimlichen) Ziels bei der Fluggesellschaft ab, und sagt am Schalter, dass man wegen eines plötzlichen Durchfalls den Weiterflug leider nicht antreten kann.


    Bei der Bahn ist das fast schon Alltag: ein Kollege hat mit dem TGV ein Billigticket München-Paris gebucht und ist bereits in Stuttgart ausgestiegen. Das Ticket nach Paris war billiger als der reguläre Preis für den Regionalexpress nach Stuttgart.


    Wenn ich von Neuss nach Köln wollte, habe ich meine Fahrkarte bereits von Osterrath gebucht, und bin halt erst in Neuss eingestiegen. Von Neuss nach Köln gibt es keinen Bahncard-50-Rabatt, dann muss man eben eine weitere Strecke buchen und später zusteigen. Auch ein Intercity-Fahrschein nach Essen ist für mich billiger als ein S-Bahn-Fahrschein für die gleiche Strecke. :)


    Hatte ich auch schon beim Bäcker gehabt: take 3 - pay 4 und noch Geld gespart :)

    Lest doch einfach mal direkt an der Quelle (http://www.bsohg.de/) nach. Dort schreibt Herr Balmer:


    Quote

    Wir haben Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.


    Ein Insolvenzverfahren wird nicht eben einmal auf Zuruf eröffnet, wie man sich eine Pizza nach Hause bestellt. So könnte jeder beim Gericht anrufen, ich möchte für Firma XYZ Insolvenz eröffnen. Die Zivilprozessordnung (ZPO) sieht eine gründliche Prüfung der Insolvenzgründe vor, z. B. die Zahlungsunfähigkeit. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Insolvenzmasse die Verfahrenskosten deckt (§ 26 InsO). Wenn das nicht gegeben ist, wird der Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen.


    Wie ich bereits geschrieben hatte, ist das den gestrandeten Boxen reichlich egal. Da sie nicht Teil der Insolvenzmasse sind, können sie jederzeit freigegeben werden. Man muss natürlich nachweisen können, Eigentümer der aufgegebenen Box zu sein.


    Das Herr Balmer nicht selbst Stellung nimmt, ist nachzuvollziehen und dürfte auch von seinem Anwalt so empfohlen worden sein. Alle eigenmächtigen Aktivitäten könnten ihm später selbst schaden.


    Für die in Wülfrath stehenden Boxen gilt: einfach abwarten. Irgendwelche hektischen Aktionen wie Anzeigen bei der Polizei, das Einschalten von Anwälten etc. nützt gar nichts. Für die bereits bezahlten Versandkosten kann man Forderungen geltend machen. Mehr als das Briefporto würde ich dafür nicht investieren. Wenn der Insolvenzantrag mangels Masse abgelehnt wird, ist eigentlich schon das Briefporto verschwendetes Geld.


    Für die in den Philippinen stehenden Boxen: Kontakt mit dem lokalen Forwarder aufnehmen und das Problem auf "philippinische Art und Weise" lösen. Jeder muss selbst entscheiden, was ihm seine Box Wert ist.


    Zu dem Balikbayan-Boxen-Versand hat derbayerx eigentlich alles geschrieben.

    Die ganz vorsichtigen sollten nur mit DHL, UPS und wie die internationalen Firmen alle heissen, verschicken. Das heisst, das zehnfache bezahlen und alles brav über den Zoll abwickeln (Ausfuhranmeldung, Zahlung der philippinischen Importzölle etc.). Und selbst DHL "verliert" Pakete. ;(


    Ansonsten machen die Balikbayan-Boxen-Versender selbst keinen Hehl daraus, dass diese Versandmethode ein "Low-Cost"-Geschäft mit einigen Risiken ist. Wer teure Schmuggelware in der Balikbayan-Box schickt, darf sich beim Versender nicht hinterher beklagen, wenn die Box nicht angekommen ist und er auf seinen Schaden sitzen bleibt.

    (da fällt mir nur die Geschichte mit der "herrenlosen" Balikbayan-Box aus Dubai ein, die voll mit Rolex-Uhren war und vom philippinischen Zoll abgefangen wurde) :D


    Genauso ist es auf den Philippinen, wenn ich "an der Strasse esse". In gefühlt 99% der Fälle geht es gut, in 1% bekommt man Durchfall. Da laufe ich auch nicht zum Gesundheitsamt und beschwere mich (der Durchfall geht davon auch nicht weg).


    Im Übrigen kann es auch "Große" treffen. Ich erinnere mich nur an AirBerlin, Praktiker, Wirecard, Schlecker, Neue Heimat, Philipp Holzmann etc. Diese Pleiten haben auch einige mittelständige Zulieferer mit in den Abgrund gerissen.

    Ich weiss das von einem Bekannten, es haben sich mittlerweile 15 Betroffene in einer WhatsApp Gruppe zusammengetan. Bei Interesse an dieser Gruppe bitte PN an mich habe die WhatsApp Nummer der Gruppe hier.

    Ich bin selbst ja nicht betroffen, will nur helfen, aber passt ja schon wieder Einigen nicht und die blubbern wieder rum. Hier muss man immer aufpassen das es Einigen Member auch genehm ist was man schreibt, furchbar sowas.

    Ich moechte nochmals ausdruecklich betonen, ich kenne die WhatsApp Gruppe nicht und habe nichts mit Denen zu tun. Ich gebe aber gerne die Nummer weiter, eventuell hilft es ja dem Einen oder Anderen. Das sind auch keine Spekulationen ( die hier im Forum oefters vorkommen) , ich will nur behilflich sein.

    Noch einmal als Ergänzung, zu dem, was ich geschrieben habe: die Schulden von Herrn Balmer gehen uns nichts an. Herr Balmer wird sie in absehbarer Zeit nicht bedienen können, sonst hätte er nicht Insolvenz angemeldet. Ich persönlich halte die von Berni2 genannten Zahlen für durchaus realistisch. Das hilft aber nicht den bereits aufgegebenen Balikbayan-Boxen.


    Zu den noch in Wülfrath befindlichen Boxen: die stehen im Eigentum des Absenders mit Ausnahme des Kartons. Da benutzte und ausgebeulte Balikbayan-Boxen-Kartons keinen Handelswert haben, dürfte diese Frage eher rechtstheoretischer Natur sein.


    Jeder Insolvenzverwalter und/oder Gerichtsvollzieher dürfte froh sein, das Zeug, das keinen Beitrag zur Insolvenzmasse beiträgt, wieder los zu werden. Wenn die Beteiligten halbwegs vernünftig sind, wäre die einfachste Lösung, eine andere Balikbayan-Boxen-Firma mit der Abholung und dem Versand der in Wülfrath stehenden Pakete zu beauftragen. Natürlich müssen die Versandkosten erneut bezahlt werden. Da hilft auch kein Anwalt.

    Da alle Boxen an der gleichen Abholstelle stehen, sollte aber ein ordentlicher Rabatt drin sein.


    Die an die Fa. Balikbayan Europe gezahlten Versandkosten kann man natürlich geltend machen, mehr als das Briefporto würde ich dafür mangels Erfolgsaussichten aber nicht investieren.

    . . .

    ich werde nun einen Anwalt einschalten, denn so ein Durcheinander geht einfach nicht. Die Kunden haben ein Recht zu wissen, was mit deren Eigentum ist.

    Die Informationspolitik ist gelinde gesagt unzumutbar.

    Es gibt so viele Fragezeichen hinter der ganzen Sache, es wird Zeit dass Licht ins Dunkel kommt. Ich bin stinksauer

    Ich würde verlorenem Geld nicht noch weiteres hinterherwerfen.


    Was soll denn der Anwalt tun? Er kann sich nur an den Insolvenzverwalter wenden, und darauf hinweisen, dass Deine Box nicht im Eigentum von Herrn Balmer steht. Da kommt der Insolvenzverwalter aber auch ohne Hilfe eines Anwaltes darauf.


    Die bereits gezahlten Versandkosten kannst Du als Forderung gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen, ob sie irgendwann einmal bedient werden, steht auf einem anderen Blatt. Erst sind die Sozialversicherungen und der Fiskus dran. Häufig reicht die Masse noch nicht einmal zur Deckung der Kosten des Insolvenzverfahrens und das Verfahren wird gar nicht eröffnet.


    Welche Vermögenswerte soll denn so ein Balikbayan-Versender haben? Vielleicht eine bereits abgeschriebene Büroausstattung und zwei Transportfahrzeuge. Die Halle dürfte nur gemietet sein.


    Wenn die Boxen bereits auf den Philippinen sind, dann musst Du Dich an den Forwarder wenden und einen Preis für die Zollabfertigung und die Weiterleitung vereinbaren. Der Insolvenzverwalter hat damit nichts zu tun.

    Das neuste von Balmer, scheinbar sind noch 150 Boxen in Wuelfrath ( bei Zwangsraeumung wurden sie dem Gerichsvollzieher uebergeben. Ein Insoventsverfahren ist beim Amtsgericht nicht zu finden, die angegebene Insovenznummer stellte sich als falsch heraus. 350 weitere Boxen sind im Hafen von Manila, da hat aber anscheinend der Zoll die Hand drauf wegen noch offener Forderungen. Es gibt auch noch 20000,- offene Loehne nebst Sozialabgaben und Krankenversicherung. Das habe ich aus zuverlaessiger Quelle erfahren, ich kann natuerlich nicht sagen ob es auch so stimmt.

    So ganz abwegig klingt das nicht. Ein Insolvenzverfahren beantragt man nicht eben mal aus Spass, weil zehn Euro in der Portokasse fehlen.

    Ich habe in der Mittagspause einmal ein paar Recherchen gemacht, leider mit wenig Erfolg.


    Im Insolvenzregister konnte ich keinen Eintrag zu Balikbayan-Service EUROPE oHG finden (zuständiges Gericht wäre Wuppertal).


    Ebenso im WhoIs keinen Eintrag über den Besitzer/die Besitzerin der Domain pinoybox.de


    Ob die Email von Herrn Balmer stammt, oder von philippinischen Trittbrettfahrern, kann ich nicht sagen. Ich halte die Geschichte aber für nachvollziehbar. Alle Einzahlungen auf das Firmenkonto des Unternehmens wäre erst einmal in der Insolvenzmasse. Ich vermute, dass Herr Balmer den Container bezahlt hatte, aber nicht den Auslieferer auf den Philippinen bezahlen kann.


    Spannend ist natürlich die Frage, ob im Lager in Wülfrath noch Boxen stehen. Die sind natürlich nicht Teil der Insolvenzmasse, aber der Absender müsste sich selbst darum kümmern, das die aus dem Lager wegkommen. Die angezahlten Transportgebühren sind natürlich verloren. Ein halbwegs kleverer Insolvensverwalter wird natürlich versuchen, das Lager möglichst schnell zu räumen, um es an den Vermieter zu übergeben oder andersweitig verwerten zu können.


    Es spricht nichts dagegen, direkt an den Auslieferer in den Philippinen zu zahlen. Ob der Weg über das Konto der Ehefrau (?) sicher ist, stelle ich anheim. Am besten, man regelt das über Leute vor Ort in den Philippinen.


    Zumindest taucht der Auslieferer als offiziell genehmigter Spediteur von Balikbayanboxen auf den Listen des philippinischen DTIs auf.


    Ich habe folgende Kontaktinformationen gefunden:


    Die Nummer passt nicht zu denen in der Email von Herrn Balmer. Das hat aber aber auf den Philippinen nichts zu sagen, gerade kleine Unternehmen haben keine einheitlichen Telefonnummer und pflegen keine besonderen Webseiten.


    Wenn diese Firma MAC OCEAN WAVES CARGO SYSTEM CO. Pakete der Fa. Balikbayan-Service EUROPE oHG in ihrer Obhut haben sollte, dürfte sie auch an einem Auftrag zur Weiterleitung interessiert sein und eine entsprechende Rechnung ausstellen.


    Es bleibt spannend.

    Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Balikbayan Service Europe OHG hat einen Insolvenzantrag gestellt.


    Offiziell nachzulesen auf der Homepage von Best Balikbayan (http://www.bsohg.de)


    Es wohl schon über ein Jahrzehnt her, aber ich hatte damals mit Herrn Hartung telefoniert, warum er seine Firma Transwing Balikbayan an LBC verkauft hatte. Sinngemäss hat er mir erzählt, dass er verkauft hat, als er noch Geld für das Unternehmen bekommen konnte, und dass im Balikbayan-Geschäft einfach zu viele unterwegs sind und sich nicht alle Firmen an die Regeln halten.


    Ich hatte Transwing und Herrn Hartung sehr geschätzt, das war ein solider Betrieb in Darmstadt, und sie hatten sogar selbst Aussenhandelskaufleute ausgebildet. :blumen


    Fairerweise muss man sagen, dass es im Großen und Ganzen mit Balikbayan Service Europe OHG geklappt hat, auch wenn die Kommunikation schon immer herausfordernd war. :floet


    Seit Jahren sind die notwendigen Preiserhöhungen im Markt nicht durchzusetzen, und selbst mit dem Billig-Versender Hermes kostet eine Box im Inland etwa 30 Euro. Da das Sendungsgewicht auf 31 Kilogramm beschränkt ist, müsste man mit Hermes eine Balikbayan-Box schon auf zwei Pakete aufteilen.

    Bei diesen Sachen sehe ich wirklich kein Problem, wenn Du überhaupt gefragt wirst.


    Werkzeug besser in den Koffer, um Diskussionen mit der Fummelkontrolle über mögliche "Handwaffen" zu vermeiden.


    Was die Philippinen in der Einfuhr nicht so gerne sehen, sind frische Fleischwaren, vor allem Schweinefleisch und natürlich Drogen.