Posts by Cinque

    Ich wurde oft gefragt: Warum wanderst Du aus? Warum verläßt Du Deutschland? Meine Antwort: Deutschland schränkt den Einzelnen nach meinem Dafürhalten zu sehr ein. Persönlich gefühlte Freiheit kann man anderswo besser erfahren. Ich habe großes Glück gehabt. Denn ich habe mein Lieblingsland gefunden, ohne enttäuscht worden zu sein. Das ist keineswegs selbstverständlich. Denn viele Auswanderer werden vor Ort ettäuscht.

    Da ich nun in einem Inselstaat wohne, hätte ich gerne ein Boot, um damit von Zeit zu Zeit Trips unternehmen zu können. Leider bin ich auf diesem Gebiet noch völlig unerfahren. Ich habe folgende Fragen:


    1. Ich hätte gerne ein kleines motorbetriebenes Boot, das vier Personen transportieren kann. Hier bietet sich eine kleine Banka an oder gibt es geeignetere Bootstypen? Bei einem Neukauf: was kostet so ein Boot mit Motor?


    2. Benötigt man auf den Phils. für solch ein Boot einen Bootsführerschein oder ähnliches?


    3. Kann man so ein Boot überall am Strand oder an der Küste parken oder benötigt man einen eigenen Stellplatz.


    Ich hoffe, die Fragen sind nicht allzu unbedarft. Über fundierte Antworten würde ich mich freuen. Vielen Dank.

    Mein Tip: Manila ist anstrengend, die Hotels recht teuer. Sechs Wochen sind eine lange Zeit. Deshalb: Fahrt für einige Zeit nach Puerto Galera: mit dem Bus von Manila nach Batangas und dann mit der Fähre von Batangas nach Puerto Galera. Kostet pro Strecke insgesamt ca. 500 Peso (ca. 10 Euro) und dauert einen halben Tag. In Puerto Galera bekommst Du im Juli/August (=Nebensaison) eine Unterkunft am Strand oder in Strandnähe bereits für 500 Peso. Puerto Galera / Mindoro ist schön und vielseitig, man kann viel unternehmen. Noch Fragen? Fragen!

    Ein Taifun nähert sich den Philippinen. Dies ist hier nicht Ungewöhnliches. Es geschieht mehrmals pro Jahr und ist in der Regel (mehr oder weniger) heftig. Mehrtägige tobende Stürme und gigantische Niederschläge sind regelmäßig die Folge. Es kommt oftmals zu Toten und verheerenden Sachschäden. Das öffentliche Leben stagniert. Das Haus zu verlassen, ist nicht mehr möglich. Der Fähr- und Flugverkehr wird eingestellt. Die Straßen sind überschwemmt oder von Schlamm und Geröll blockiert. Strom und Telefon fallen aus.
    Man kann - solange noch Elektrizität da ist - die Entwicklung und die Prognosen zum Taifun im Internet verfolgen. Im Moment ist hier noch alles ruhig. Die Prognose ab den nächsten 72 Stunden verheißt nichts Gutes. Es scheint diesmal besonders heftig zu werden. Ich denke, der Pessimismus der Experten ist berechtigt. Die Menschen hier nehmen es fatalistisch gelassen. Was sollen sie auch sonst tun? Am Schluss der Prognosen der philippinischen Unwetterbehörde heißt es immer: Do not use these data to make life or death decision.

    Ich würde gern auf den Philippinen Deutsch unterrichten und mich auf entsprechende Stellenangebote bewerben. Derzeit habe ich ein 59-Tagesvisum, das ich stets verlängere. Wie sieht das mit der Arbeitserlaubnis aus? Bekomme ich diese auch mit einem Touristenvisum? Muss ich die Arbeitserlaubnis vor der Bewerbung besorgen? Gelesen habe ich, dass sowohl das DOLE als auch das BI zustimmen müssen. Einzelheiten zum Ablauf waren widersprüchlich.


    Kennt sich da jemand fundiert aus bzw. hat das schon einmal jemand gemacht? Vielen Dank.

    Manchmal wecken mich die Schreie der Hähne morgens um halb fünf aus dem Schlaf. Nicht immer, aber eben manchmal. Dann stehe ich auf, wenn mir das Weiterschlafen nicht gelingt. Die Morgenluft ist schmeichelhaft: tropisch, angenehm warm, einfach nur zum Wohlfühlen. Ich setzte mich dann auf meine Terrasse, trinke einen Tee und schaue mich um. Der Morgen dämmert, die Palmen ragen prächtig und majestätisch in den zunehmend heller werdenden Himmel, und es ist noch still. Flughunde (und das ist für Europäer etwas Besonderes) fliegen an den Palmen vorbei und zeichnen sich am Horizont ab. Eine tolle Stimmung. Keiner und nichts stört. Gegen sechs Uhr ändert sich dies, und es wird laut: Tricycles (Motorräder mit Beiwagen) mit zum Teil ohrenbetäubendem Motorenlärm holen Schulkinder ab (adrett sind sie gekleidet: alle tragen hübsche Schuluniformen, wie aus dem Ei gepellt, und sie lachen und scherzen) und bringen diese zur Schule. Das wirklich Schöne und das wirklich Störende liegen hier – wie oft im Leben – sehr nahe beieinander. Der Tag beginnt, und die Sonne geht auf. Ich werde mich auf mein Motorrad setzen und weiter auf Entdeckungstour gehen. Gestern kam ich von einer einwöchigen Thailandreise zurück. Und immer wieder stelle ich fest: nicht das Verharren, sondern das Verändern macht mein Leben reich.

    Ich war 1984 zum ersten Mal am White Beach in Puerto Galera. Damals (heute nicht mehr) verkauften sie dort T-Shirts an die Touristen mit der Aufschrift "They call it paradise". Und das traf sogar zu, es war irgendwie paradiesisch dort. In den letzten Jahren hat sich vieles zum Nachteil verändert. Der schöne Strand wurde ein Stück weit zu betoniert. Die Cottages wurden abgerissen. Jetzt stehen dort Betonbauten als Unterkünfte und jede Menge Bars, Restaurants, Tattoo- und Souvenirläden. Die Naturschönheit ist ein großes Stück weit der Kommerzialisierung zum Opfer gefallen. Ähnlich wie in Boracay. Trotzdem: es ist nach wie vor wunderschön dort, und ich bin nach wie vor sehr, sehr gerne dort.

    Ich wollte den Beitrag editieren und das Foto einfügen. Bislang habe ich noch nicht heraus bekommen, wie das geht. Sorry. Kann mir jemand eine step-by-step-Anleitung geben. Wäre super. Thx.

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    Täglich mache ich einen Strandspaziergang. Ich setze mich mittags auf meine Honda Enduro und fahre in fünf Minuten die Küstenstraße entlang über einen Berg zum benachbarten „White Beach“. Unter der Woche ist da nichts los. Man hat den Strand fast für sich alleine. Am Wochenende kommen viele Filipinos aus Manila. Dann herrscht reger, aber durchaus erträglicher Betrieb. Es bereitet mir immer wieder einen echten Genuss, diesen 2 km langen Strand bis zum Ende entlang zu laufen, um dann wieder zum Ausgangspunkt – dort wo mein Motorbike steht – zurück zu kehren. Die Aussicht auf das Wasser ist grandios. Das Meer ist blau und grün, der Himmel strahlt kräftig und in der Ferne zeichnen sich gut sichtbar die Konturen der Nachbarinseln aus. Wenn ich stehen bleibe und mir die Szenerie anschaue, kommt mir oft unwillkürlich der Gedanke: „Du hast alles richtig gemacht.“ (gemeint ist meine Auswanderung von Deutschland auf die Philippinen) Und ja, es stellt sich regelmäßig ein echtes Glücksgefühl ein. Nur kurz, aber echt und intensiv. Stunden später, wenn es dunkel wird, fahre ich zumeist ein zweites Mal an den White Beach. Dann bietet sich ein anderes Bild. Der Sonnenuntergang ist dort häufig (nicht immer) phantastisch. Ich setzte mich dann in eine Strandbar, trinke ein Bier, schaue auf das kommende nachtschwarze Meer und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Das klappt dort ganz hervorragend. Und ich frage mich (und weiß für mich die Antwort): Was will ich mehr?

    Kennt jemand eine verläßliche Quelle oder kann selbst eine fundierte Antwort auf die Frage geben, ob es sich günstiger in Thailand oder auf den Philippinen (Hausmiete, Lebensmittel, Transport) lebt? Vielen Dank.

    Ich hatte meine zwei Boxen Anfang/Mitte Juli persönlich bei FS abgegeben. E-Mailanfragen blieben in aller Regel unbeantwortet, was mich sehr verärgerte. Gestern -oh Wunder - kamen die beiden Boxen hier in Mindoro an.

    liebe nicole,


    der strand von boracay ist in der tat nur schwer mit alona beach vergleichbar. trotzdem: als ich vor zwei jahren in alona war, dachte ich: das ist vom ambiente her ein wenig, wie boracay zuvor. letztlich kann man diese beiden plätze nicht miteinander vergleichen. das sind zwei verschiedene ligen (bundesligamäßig vergleicht). nur wenige meter weg vom tourismus kann man das finden, wonach man gesucht hat: traumhaften strand und ungestörte einsamkeit.