Posts by Dr. Shiva

    Krankenkassen, bei denen man in Vorkasse gehen muss, sind für mich keine Krankenkassen. Wenn du das Geld nicht hast, bringt einem auch so eine Krankenkasse nichts. MaxiCare hat meines Erachtens eine zu tiefe Deckung mit nur 250k. PhilHealth ist vor allem für Ausländer ein riesiger Witz. 8x teurer und ca. 8x weniger Leistung und die teuren Leistungen sind sogar exkludiert. PacificCross wäre in Bezug auf Deckung hingegen gut unterwegs, wenn bei denen die Prämien mit dem Alter nicht so exorbitant steigen würden.


    Beim Selberzahlen kommt aber das Problem dazu, dass man evtl. massiv abgezockt wird, weil keine Krankenkasse da ist, die auch die Kosten kontrolliert.

    Also da hatte ich bei SQ andere Probleme gehabt mit der Umbuchung, die erst nach dem Hinflug meiner Frau funktionierte und auch noch nach Singapur gegeben werden musste, weil die lokalen Büros in der Schweiz und Frankreich den Flug nicht umbuchen konnten. Einzig die Umbuchung nach einer Flugdatenänderung um +10 Stunden ging flott von der Bühne und Frauchen durfte sogar 2 Stunden früher als geplant aus Singapur nach Cebu fliegen.

    Ein Tipp zu Samal: Wenn man schwimmen gehen möchte, dann benutzt man eher die Ostseite. Auf der Westseite hat es leider zu viel Müll im Wasser.


    Was Bali betrifft, hatte ich dieselbe Erfahrung gemacht. Und preiswert war relativ. Auch wurden dort sogar die Mülleimer über die Mauer in den Bach hinter der Mauer gekippt. Gesehen im Monkeypark in Ubud. Lokaler öffentlicher Verkehr war nur in Form von privaten Motorrädern mit Fahrern verfügbar. Busse gab es nur sehr selten. Und ich war zum Glück in der Nebensaison gereist.


    Ich musste aber einen privaten Fahrer anheuern, um an die verschiedenen Orte zu kommen. Hatte zwar mal vor, dort wieder mal hinzureisen, hatte es dann aber nicht mehr gemacht, weil angeblich die negativen Zustände dort unterdessen schlimmer geworden sind.


    Die meisten Touristen sind sowieso nur im Süden bei Kuta, Legian, Sanur oder Nusa Dua. Denpasar hat seit dem Jahr 2000 seine Fläche mehr als verdoppelt. Das lokale Fernsehen war etwa gleich kacke wie auf den Philippinen mit mehr Werbung als Film. Alle Unterkünfte waren hingegen voll in Ordnung und auch nichts Defektes. Da fand ich die Philippinen angenehmer. Nicht dauernd das Angequatsche, ob man jetzt den Laden anschauen möge oder ob man jetzt ein Motorrad braucht. Und auch kulinarisch hatte Bali effektiv mehr zu bieten. Aber die Philippinen sind da am Aufholen.

    Camiquin, Leyte, Bohol, Guimaras bei Iloilo City. Nach Siquijor kann man ab Cebu auch fliegen.


    In Bezug Spitäler ist es fast obligatorisch, dass man eine Krankenversicherung hat. Die prüfen die Rechnungen und schützen so vor Abzocke. Das ist aber nicht nur auf den Philippinen ein Problem, sondern in vielen Ländern. Wenn als Selbstzahler bis zum Fünffachen oder auch mehr des Versicherten bezahlen musst, wärst froh um eine Krankenkasse.

    Hatte ursprünglich mal geplant, in einer grösseren Stadt zu übersiedeln. Unter anderem hatte ich auch CdO angeschaut und extrem schnell verworfen. Warum? Die Stadt hat EINE Hauptstraße, die von Ost nach West durch den grössten Teil der Stadt führt. Man kann sich da schon mal das Verkehrschaos vorstellen, wenn sich der Grossteil des Verkehrs durch diese Straße zwängt. Auch Davao wurde wegen des Verkehrschaos verworfen, obwohl es ansonsten eine tolle Stadt wäre.


    Dann war auch eine kleine Stadt auf der Liste gestanden: Tanjay City auf NegOr. Hübsches kleines Städtchen. Das Meiste bekam man auch vor Ort. Das Problem: Das nächste brauchbare Spital war in Dumaguete und somit zu weit weg. Dasselbe Problem auch bei Bais City (NegOr). Wäre von der verfügbaren Infrastruktur sogar die bessere Stadt als Tanjay, doch das Spital war dort noch weiter weg. Dann kamen wir auf Ormoc. Fast alles verfügbar, weniger Verkehrschaos, recht zuverlässige Utilities und erst noch brauchbare Spitäler. Und ist wirklich was nicht verfügbar, ist man in 4 h in Cebu oder man kann nach Tacloban/Palo fahren.

    So lange man sich auf eine evtl. zwei Inseln beschränkt, geht es noch mit der Reiserei. Vor allem, wenn man von den intl. Flughäfen auf den Philippinen direkt hinfliegen kann. Aber sobald man nur noch mit Boot oder Schiff hinkommt, wird es zeitfressend. Oder wenn man über eine Zweitinsel umsteigen muss, um die Zielinsel zu erreichen.


    Manchmal schafft man es, das Ziel noch am gleichen Tag zu erreichen, wenn man spätestens um Mittagzeit im intl. Flughafen ankommt. Dann erreicht man normalerweise die diversen Busse, Anschlussflüge oder -Schiffe noch. Aber schon ab 16 Uhr abends kann es sein, dass man zuerst noch übernachten muss, um weiterreisen zu können.


    Was die Infrastruktur betrifft, kommt es sehr auf die Gegend an. Negros Oriental Jahr 2007 war die Hauptstrasse von Dumaguete nach Tayasan eine Katastrophe mit Schlammpisten usw. Jahr 2023 war die Strecke eine Topstrasse.

    Ormoc City hat eins der zuverlässigsten Stromnetze auf den Philippinen dank Geothermikkraftwerken. Mobiles Internet war 2023 wesentlich besser als 2019 gewesen. Hatten nur an wenigen Orten kaum oder keinen Empfang. Bei den Unterkünften hatten wir Glück und anständige Zimmer mit funktionierendem WLAN gehabt. Und gute Unterkünfte werden unter Freunden auch weitervermittelt. In den Provinzen draussen muss man bei den Unterkünften aber leider den Schrott nehmen, weil es häufig nur Bruchbuden gibt. Und wie schnell alles zerfallen kann, hatte ich an einem Resort in Tayasan gesehen. Das wurde von einem Deutschen geführt und war recht gut. Paar Jahre später war der Zustand noch OK gewesen. Der Deutsche war nicht mehr da, weil er aus medizinischen Gründen nach D zurück musste, um sich behandeln zu lassen. Dann kam das Erdbeben in Negros und das Geld fehlte dann, um ein paar der Bungalows zu reparieren. So stiegen wir 2019 woanders ab.


    Es muss auch gesagt werden, dass es Pinoys gibt, wie wissen, man ein Resort richtig führt und auch Kundschaft haben. Doch diese Perlen verschwinden manchmal im Haufen Schrott.

    Die Philippinen haben schon gewisse natürliche Einschränkungen:

    A) auf einem Inselarchipel herumzureisen ist wesentlich mühsamer als auf dem Festland.

    B) Werden die Philippinen durch viele Taifune und auch Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen.

    C) die Preise sind etwas zu hoch.

    D) die Infrastruktur ist je nach Gegend suboptimal. Sie ist aber aktuell mit Ausnahmen qualitativ besser als im Jahr 2007.


    Öffentlicher Verkehr gibt es je nach Gegend von sehr gut bis fast nicht existent. Bin eigentlich immer noch überrascht, wie gut der ÖV auf Negros Oriental ausgebaut ist. Bis Manjuyod hat man im Schnitt alle 15 min einen Bus und es gibt sogar einen beschränkten Night Service.


    Die Tricycles in den mittleren und kleinen Städten mit dem direkt zum Ziel Service ist einfach toll.


    Auf Bali (Indonesien) musste ich hingegen einen privaten Driver anheuern, weil der ÖV dort fast inexistent war.

    Ein weiterer Grund für den Brain Drain findet man in den Ausbildungs- und Schulkosten. Bis auf Uni-Level ausgebildete Leute haben zum Teil so viel Geld ausgegeben oder Schulden angehäuft, dass sie mit einem normalen Philippinenlohn diese Schulden erst mit Alter 60 oder höher abbezahlt sind.

    Noch ein Nachtrag zum Verkehrschaos in Cebu. Meine Frau benutzte ab Mactan Airport einen Flug nach Dumaguete, weil nichts mehr sicher ist, ob man den Bus nach Dumaguete ab Busterminal South überhaupt rechtzeitig erwischt. Zurück nahm sie den Oceanjet zum schon erwähnten Pier 1 in Cebu, weil die Stauhölle nach Cebu teilweise schon in Carcar City beginnt. Geschätzt würde man dort ca. 6 bis 8 Stunden verlieren, wenn der Stau bis Carcar zurückreicht.


    2019 und 2023 waren wir noch in den Hotels bei der Ayala-Mall abgestiegen und waren dann mit Taxis zum Flughafen gefahren. 2019: ca 1 Stunde Fahrzeit. 2023: knapp 2 Stunden Fahrzeit. 2025: geschätzt 4 Stunden Fahrzeit nötig. Nur noch krank sowas. Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wie den CBRT (Cebu Bus Rapid Transport) oder die geplanten beiden LRT Linien kommen einfach nicht vom Fleck, während viel zu viele Autos unterwegs sind. Durchnittsgeschwindigkeit der Autos dürfte in Cebu ebenfalls unter 4 km/h gesunken sein. Es soll übrigens eine weitere Mactan-Brücke gebaut werden.

    Meine Frau hatte dieses Jahr Lehren von vorherigen Jahren gezogen und hatte in Cebu das Hotel gleich beim Flughafen gebucht. Wir hatten zwar den Flug nie verpasst, aber wenn unterdessen die Anreise zum Flughafen wegen des Verkehrschaos unkalkulierbar geworden ist, muss man taktisch planen. Vom Hafen Pier 1 bis zum Flughafen mehr als 3 Stunden (!) verbraucht und das sind gemessen etwa 8 km. Von der Ayala-Mall wären das mehr als 4 Stunden gewesen für eine Strecke, die bei leichtem Verkehr in etwa 30 bis 40 Minuten zu fahren wäre. Ist übrigens krass, wie der Verkehr in Cebu in den letzten 2 Jahren zugenommen hat. Und sowas löscht den Touristen auch ab, wenn sie im Verkehr nicht mehr vorwärts kommen und evtl. ihre Anschlussschiffe oder -Busse trotz grosser Zeitreserve dennoch verpassen.

    Mir mal hatte CP eine Flugänderung 4 Stunden vor dem neuen Abflug getextet. Zum Glück hatte ich das noch mitgekriegt. Statt 8 Uhr morgens ging der Flug um 4 Uhr morgens. Um Mitternacht bekam ich die Textnachricht. Es war schwierig, morgen um 3 Uhr noch ein Taxi zu organisieren.

    Ein grosser Teil der Probleme liegt auch im suboptimalen Schulsystem begraben. Die kleinen Kinder sind erstaunlich weit, und das kehrt dann in den höheren Elementary-Klassen und wird dann in den meisten High-School-Klassen schlecht. Einige der 4. High Schools sind so schlecht, dass das Niveau etwa einer 6. Klasse in der Schweiz entspricht. Andere schaffen es durchaus in die Nähe von europäischen 3. Oberstufen. Aber auch bei Colleges und Unis gibt es je nach Schule Verbesserungsbedarf, während andere ein europäisches oder international geachtetes Niveau erreichen.

    Unsere Verwandtschaft auf den Philippinen war eigentlich recht integer. Diejenigen auf Negros Oriental schafften es, auf eigenen Beinen zu stehen. Auch diejenigen in Ormoc waren eigentlich auch integer, doch seit letztes Jahr machten die einen Mist um den anderen. Als die Grossmutter einen Schlaganfall hatte, brachten die Angehörigen sie nicht ins Spital. Dadurch starb sie letztlich.

    Dann fing einer an, obwohl verheiratet und 3 Kinder, in der Gegend rumzuvögeln und natürlich weitere Kinder auf die Welt zu stellen. Eine weitere Verwandte nutzte unser Haus in Ormoc für ihren Ehemann als Umschlagplatz für Shabu. Also ich hätte die Polizei geholt. Wir schmissen die raus und seither schaut eine Cousine zum Haus. Habe langsam Bedenken, zukünftig dort zu leben, obwohl die Stadt wirklich gut ist.