Posts by Dr. Shiva

    Ich lebe noch in der Schweiz und wir machen uns bereits Gedanken, ob wir in 6 Jahren auf die Philippinen auswandern wollen. Ich gehöre auch zu der Kategorie Stadtmensch. Doch ich habe lieber eine eher kompakte Stadt in der Grössenordnung 100k bis 500k. Gross genug, dass man das Meiste kriegt und dennoch übersichtlich genug. Wir haben uns dieses Jahr ein Haus und Lot in Ormoc City gekauft. Zur Auswahl waren noch Tagaytay, Dumaguete, Bayawan, Lipa, Naga oder Tagum City. Ausschlaggebend war, dass wir beide Ormoc recht gut kennen und auch die medizinische Versorgung auf einem recht hohen Niveau ist. Auch werden in Ormoc zur Zeit etliche weitere Projekte zur Aufwertung der Stadt realisiert. Unser Grundstück ist ausserhalb des Stadtkernes 5 min zu Fuss von der Hauptstrasse entfernt. Von dort 3 km bis ins Robinson Shopping Center.

    Bei Geldüberweisungen mittels Kreditkarte langen in der Schweiz die Kreditkartenfirmen gehörig zu. Da werden schnell mal bis 5% des versendeten Geldes als Gebühr verlangt! Darum versende ich kaum noch Geld mit Worldremit und Co.


    Postfinance tönt gut. Nur wie verschicke ich damit Geld an ein Nicht-IBAN Konto?


    Und was ist besser? Mit dem Geld ein Haus kaufen auf den Philippinen oder warten, bis der Staat das Geld einsackt? Weg ist es sowieso.

    Aber auch die armen Stadtgemeinden sind zum Teil schon am Aufrüsten. Vieles, wo man vor 6 Jahren nur in den Städten kriegte, kriegt man jetzt auch da. ZB hat Tayasan (NegOr) Electric Tricycles eingeführt. Einen Teil des Lokalverkehrs werden mit diesen abgewickelt. Oder den Gaisano in Mambajo auf Camiguin. Oder wenn ich sehe, was in der mittelgrossen Stadt Ormoc so abgeht. In den letzten 2 Jahren wurden 2 Malls eröffnet und dieses Jahr werden weitere Malls eröffnet. Auch Bayawan wird dieses und nächstes Jahr je eine Mall erhalten.

    In der Provinz geht es dann eher raus aus dem Zentrum.

    Nicht unbedingt. In Mambajao (Camiguin) hat Gaisano einen 4 Stockwerke Einkaufstempel mitten in der Stadt aufgestellt. Für grob geschätzte 3600m2 Verkaufsfläche haben sie gerade mal 8 Parkplätze vor dem Gebäude erstellt. Das Verkehrschaos im Zentrum von Mambajao ist seither himmelschreiend.
    Die lokale Regierung hat dann farbcodierte Parkplätze angelegt und etwa 20 POSOs zur Überwachung rekrutiert. (POSOs = Public Order & Security Officer).


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    Die wollen halt, dass die Leute mit den öffentlichen Verkehrsmittel anreisen. :D:Rolf


    Eine kleinere Mall für ca. 40k Leute in der Stadt. Nicht schlecht. Kaufen die Leute überhaupt was?

    100 Dollar = ca 5000 PHP / ca. 25 Arbeitstage = 200 PHP pro Tag.

    Ist schon sehr dürftig, aber ist der Mindestlohn nicht schon je nach Region bei PHP 250 bis 350? Wobei das ksum eingehalten wird. Es gibt Farmer, die kriegen gerade mal PHP 100.- pro Tag oder weniger.

    Auf den Philippinen ist das Gefälle zwischen 3. Welt und Industriestaat-Niveau sehr gut zu sehen. Slums, arme Stadtgemeinden und sehr viele arme Leute. Gleichzeitig scheint die Mittelschicht zu wachsen. Die können sich auch das Zeug in den Malls leisten. Infrastrukturausbauten in den Philippinen kommen dem Wachstum nicht nach (Strassen, Utilities, besonders schlimm: Entsorgung usw.).


    In der Schweiz, die ja ein reiches Land ist, haben ca. 1/6 der Bevölkerung Mühe, die Standard-Lebenskosten zu stemmen. Und diese Zahl steigt allmählich jedes Jahr leicht an. Renten und Zusatzrenten, die seit 15 Jahren kaum mehr angepasst wurden. Krankenkassen kosten doppelt so viel, der ÖV hat sich preislich auch fast verdoppelt, die Neumieten auch um ca 50 bis 100% höher. Und generell war die Teuerung, wenn man die Luxusgüter wie Unterhaltungselektronik, Autos usw. rausrechnet, ebenfalls um ca 20% gestiegen.

    Die Malls sogar in den 200k Einwohnerstädten (zB Dumaguete oder Ormoc) auf den Philippinen sind voll. Letzthin war ich in der Region Luzern (Schweiz) in einer der grössten Malls der Schweiz (Mall of Switzerland) und war über die dortige gähnende Leere überrascht gewesen. Dabei ist diese Mall betreffend Einkaufstourismus genügend weit weg von der Grenze.