Posts by HelgeK

    Grundsätzlich würde ich darauf achten, dass die gesamte Reise von nur einer Airline abgewickelt wird und nur ein Zwischenstopp stattfindet (minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anschlussflug verpasst wird und es zu langen Wartezeiten kommt). Sofern Du in der Nähe von Frankfurt oder München wohnst, sollte es ausreichend Angebote geben. Für den großen Rest bliebe dann praktisch nur Emirates übrig.
    Edit: Kurze Zwischenstopps sind m. M. n. etwas zweischneidig - super, wenn es klappt, aber erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Anschluss verpasst wird. Abflüge aus MNL haben oft Verspätung!


    Erfahrung: 1x mit Emirates MNL - DXB - HAM: Top, nichts zu meckern. Durchgängige Betreuung von Übergabe in MNL bis Übernahme in HAM.

    Vielen Dank für Eure Antworten!


    Der Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft von Mutter und Kind ist uns wichtig, wir möchten in dieser Hinsicht kein Risiko eingehen.


    Wäre die Registrierung der Geburt über die philippinische Botschaft in Berlin bei der NSO bereits mit dem Erwerb der philippinischen Staatsangehörigkeit gleichzusetzen? Oder evtl. ein Weg, unter alleinigen Beibehalt der deutschen Staatsangehörigkeit die Entscheidung aufzuschieben, bis unser Sohn volljährig ist und über sein Leben selbst bestimmen kann?

    Meine Frau und ich würden für unserem Sohn gerne die doppelte Staatsbürgerschaft (deutsch/philippinisch) erreichen, um ihm langfristig alle Optionen offen zu halten.


    Meine Frau ist gebürtige Philippina. Geheiratet haben wir 2009 in Hong Kong, kurz danach ist sie per FZV nach D gekommen und 3 Jahre später deutsche Staatsbürgerin geworden.


    Wie stellt sich das Vorhaben rechtlich aus deutscher und philippinischer Perspektive dar?

    Tagalog oder Hiligaynon, usw. können die Kinder später nachholen, sobald sie fertig mit der Uni sind oder vielmehr Zeit haben. Die deutsche Sprache müssen sie vorerst mal sehr gut beherrschen können, dann Englisch und danach die Fremdsprache ihres Wahles in der Schule; Französisch oder Latein.


    Liebe G.J.,


    Zustimmung, was die Relevanz von Deutsch und Englisch angeht. Entschieden andere Meinung, was die Möglichkeit angeht, als Erwachsener eine philippinische Sprache zu erlernen. Möglich ist mit entsprechender Motivation natürlich alles - tatsächlich gelingen tut es aber kaum jemanden, und wenn doch, dann nur mit erheblichen Mühen und Aufwand. Wer hat denn schon - wie von Dir erwähnt - nach der Uni, also in der Rush-Hour des Lebens mit Einstieg in Job und Familie die Zeit und Kraft, nebenbei eine schwierige Sprache wie Tagalog zu lernen?
    Englisch ist dagegen durch den durchgehenden Untericht oft schon ab Kindergarten oder Grundschule, spätestens aber ab Beginn weiterführender Schule relativ einfach auf einem "fast Native-Speaker-Level" zu erwerben, spätestens wenn ein paar Monate Schüleraustausch in UK oder USA dazukommen.


    Ich bin ganz gut in der philippinischen Gemeinde in Hamburg verwurzelt. Die Kinder von gemischten Paaren, die nicht von vornherein eine philippinische Sprache erlernt haben, bedauern das fast alle. Später geschafft hat es kaum einer.


    Erstaunlicherweise scheinen es oft gerade gebildete philippinische Elternteile zu sein, die dem Erlernen einer philippinischen Sprache durche ihre Töchter/Söhne gleichgültig gegenüber stehen und damit für ihre Kinder die Brücke zur Kultur der Heimat kappen.

    An alle diejenigen welche wissen, dass ihre Kinder niemals nie auf den Philippinen leben werden würde ich bitten mir die Kontaktdaten zum Kauf der Kristallkugel per PN zu schicken.
    ...
    Eine Sprache geschenkt zu bekommen ist ein 6er im Lotto. Deiesen 6. im Lotto seinen Kindern vorzuenthalten - neben der positiven Entwicklung des Gehirns bei einer zusätzlichen Sprache - erschließt sich mir nicht


    Besser kann man es m. M. nach nicht ausdrücken.


    Deutsch/Philippinische Paare haben die einzigartige Chance, ihren Kindern 2 schwer erlernbare Sprachen mit auf den Weg zu geben. Wenn dem praktische Gründe entgegenstehen, ok, aber die Haltung mancher hier, die philippinische Sprache von vornherein als irrelevant abzutun ("braucht keiner"), macht mich fassungslos. Was für eine Arroganz! Wer kann wissen, wo und wie sein Kind in 30 Jahren leben möchte?!?


    Englisch lernen geht auch später immer, Englisch wird in D mittlerweile selbst in vielen KITAs und Grundschulen gesprochen und der Erfolg zeigt sich längst - heutige Schulabsolventen mögen Defizite haben, aber das Niveau am Ende der Schulzeit betreffend Englisch ist mit dem von vor 40 Jahren nicht vergleichbar und im Mittel um Längen besser geworden.


    Von Anfang an haben wir uns entschlossen unsere Sohn zweisprachig zu erziehen

    Ist auch unsere Idee - wollen wir aus denselben Gründen mit der Kombination aus Deutsch + Tagalog genauso machen.


    Wir sind gespannt, ob sich das in einer weitgehend deutschsprachigen Umgebung bei zeitlich limitierten Kontakt zur Mutter (berufstätig in Vollzeit, außer gesetzl. Mutterschutz keine Babypause) erfolgreich durchziehen lässt.

    Ausgangslage: Schwiegermutter (60j, Hausfrau, bislang 1 Besuch in D), Schwager (35j, Callcenter-Agent, 0 Besuche in D).


    Um für denselben Tag + dieselbe Uhrzeit Interviewtermine bei der DBM für beide zu bekommen, haben wir die Anmeldeformulare für den selben Slot parallel auf 2 Laptops ausgefüllt und genau zeitgleich abgeschickt. Wäre wahrscheinlich auch anders gegangen - hat so aber seinen Zweck erfüllt.


    Als potentielle Hürde haben wir nur das Visum für den Schwager angesehen. Argumente für Verwurzelung auf dem Philippinen - beim besten Willen keine zu entdecken. Er lebt 35jährig als Single in Manila und arbeitet trotz Hochschuldiplom für mäßige Bezahlung als Call-Center Agent. Die Strategie bestand in seinem Fall darin, die nicht vorhandene Bindung an die Philippinen schlicht zuzugeben. Wir gingen davon aus, dass dies im Zweifelsfall besser ankommt, als irgendwelche leicht durchschaubaren Scheinargumente.


    Beide sind dann in der Tat zeitgleich zu ihren Interviews aufgerufen worden, und haben dann gleich zu Beginn des Gespräches ihren jeweiligen Interviewer darauf hingewiesen, dass die Reise zu 2t stattfinden soll und dass der Reisepartner gerade am Nachbarschalter interviewt wird. Die Interviewer haben sich daraufhin für eine Absprache kurz nach hinten zurückgezogen. Bei meinem Schwager fiel das Interview sehr kurz aus. Nachdem die Dokumente auf Vollständigkeit überprüft worden waren, wurde er nur gefragt, weshalb er nach Deutschland möchte. Er führte aus, dass er seine Schwester und ihre Familie besuchen möchte, und weiterhin die Zeit nutzen möchte, um das A1 in Deutschland zu machen als Einstieg in die Sprache, um längerfristig seine Jobchancen zu verbessern - das war's.


    Meine Schwiegermutter wurde hingegen volle 30 MInuten interviewt. Obwohl sie vor ein paar Jahren bereits einmal in Deutschland war und die rechtzeitige Rückkehr anhand Visum + Passstempel nachweisen konnte, wurde ihre komplette Lebens- und Familiensituation gründlich durchleuchtet. Sie wurde auch direkt danach gefragt, ob sie die Gefahr sähe, dass ihr Sohn in Deutschland bleiben wolle, und ob es dagegen Argumente für eine besondere Verwurzelung auf den Philippinen gäbe. Beides hat sie verneint. Einziges Argument pro Rückkehr: Große Familie, von der auch andere Mitglieder mal nach Deutschland wollen, und entsprechend kein Interesse daran, durch Vergehen gegen Aufenthaltsbestimmungen aufzufallen.


    Wenige Tage später waren die Pässe mitsamt beider Visa in der Post.


    Ich glaube, wir haben, was das Visum für den Schwager angeht, in erster Linie Glück gehabt, und in 2. Linie offenbar nichts Entscheidenes falsch gemacht.

    Die Heirat über einen Anwalt ist teuer und nach meiner Meinung überflüssig

    - schlimmer noch, eine Heirat mit "Civil Celebrant" (ich vermute, das ist gemeint) ist in dem Sinne schädlich, dass die Heiratsurkunde nicht direkt im Anschluss an die Hochzeit an Euch, sondern erst um Tage später an den Civil Celebrant und dann von diesem an Euch übergeben wird. Deshalb diese Option auf gar keinen Fall wählen!

    Probleme könnten auftreten, da Sie mit einem Deutschen Verheiratet ist, da könnte man annehmen, dass Sie ein FZF umgehen will

    - korrekt, es gebe damit in diesem Fall einen nachvollziehbaren Ablehnungsgrund.


    Vielleicht ließe sich ja ein eingeleitetes Scheidungsverfahren als Beleg der Rückkehrwilligkeit vorweisen.

    Heirat in HKG ist zur Zeit noch etwas bevorzugt, weil dann die Behörden (meist) von einer UP absehen.

    - ich würde es eher so formulieren, dass der Vorteil entweder erheblich ist (für nicht-Spätregistrierte i.d.R. keine UP, für alle kein EFZ erforderl.), oder gering bis nicht vorhanden (für Spätregistrierte).

    Bei der Anmeldung bzw Mailkorrespondenz mit HK (ich habe die gesehen) werden deine Fragen freundlich und schnell beantwortet.

    Dem kann ich nur zustimmen.


    Wir können hier bezügl. der Details zwar berichten, wie etwas in der Vergangenheit gehandhabt wurde. Aber maßgeblich ist letzlich nur das, was das Standesamt Dir / Euch aufgibt.


    Wenn Du alles zusammen hast, würde ich zusätzlich die Dokumente scannen, nach HKG mailen und bestätigen lassen, dass alles OK ist.


    Es wäre toll, wenn Du hier über Deine Erfahrungen berichten könntest.

    Selbstständig machen als Tourguide, :Rolf kann ich nur lachen...

    Es ist ja nicht so, dass es keine erfolgreichen, auf deutsch- und englischsprachige Touristen spezialisierten Tourguides geben würde. Hier im Forum würden mir schon 2 einfallen, die damit anscheinend gut über die Runden kommen.


    Also, kann ganz so etwas offensichtlich funktionieren.


    Menschenkenntnisse, eine Portion Charisma und Kontaktfreudigkeit sollten dabei bestimmt nicht schaden.


    Ich kenne mehr als 20 Fälle aus meinem Umfeld in den letzten 5 Jahren, bei denen Kinder für die Rückkehrwilligkeit ausreichten. Erfahrungen sind halt nicht immer identisch, und ein abgelehnter Fall ist dann eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt.........

    Na ja, die DBM gibt bei einer Genehmigung ja in der Regel nicht an, weshalb eine Genehmigung erteilt wurde. Wir haben hier in den letzten Jahren aber klar eine ganze Reihe von Fallschilderungen gehabt, bei denen das Vorhandensein von Kindern nicht als ausreichender Beleg angesehen wurde. Mit allen anderen vermeintlich überzeugenden Argumenten (stabiler Job z.B. oder Grundbesitz im landesüblichen Rahmen) verhält es sich ähnlich.


    Ohnehin hilft die Spekulation dem TS doch nicht weiter. An den Lebensumständen der Dame lässt sich so oder so nichts ändern. Ich würde diese wahrheitsgemäß schildern, und dabei ungeachtet gegenteiliger Erfahrungen auch die Kinder sowie alle anderen positiv deutbaren Fakten als "Verwurzelungstatbestände" aufführen und fertig. Dabei aber unbedingt den Hinweis von "hge" beachten, keine inneren Widersprüche aufzubauen.


    Sollte es zu einer Ablehnung kommen, nicht aufgeben sondern 1) remonstrieren, und falls dies nicht zum Erfolg führt, es 2) einfach nochmal probieren.


    Erstaunlicherweise werden Zweitanträge - auch bei Ablehnung des Erstantrages - ja (fast) immer genehmigt!