Posts by limahong

    Bei dem Szenario sind viele Faktoren unsicher.

    Ich denke, es ist wirklich viel einfacher, schneller und billiger, bei der nächsten Gelegenheit auf den Philippinen ein separates Testament zu machen, um die giftige Verwandtschaft vom Erbe auszuschließen bzw. Erben festzulegen.

    Ich kenne mich damit zwar nicht aus, aber involviert das nicht auch einen "Ahnenforscher" um die Blutsverwandtschaft aus den vielen vielen uralten Dokumenten (welche mit Sicherheit alle sorgfältig geordnet irgendwo archiviert sind! :ironie :473 ) herzuleiten? :denken

    Man wird es kaum glauben, aber auch die staatlichen Behörden verlieren Dokumente. Praktischerweise brannte vor der Teildigitalisierung der Grundbücher auch ab und an mal ein Grundbuchamt ab oder auch das örtliche Rathaus. Den Fall (fehlender Grundbucheintrag und fehlende Geburtsurkunde wegen Feuer/Überschwemmung) hatten wir auch schon mal bei unserer Verwandtschaft. Das kostet dann noch mehr Zeit, Geld und Nerven.


    Vielleicht lohnt es sich für euch mehr, den Rest der Philippinen zu erkunden, einfach mal als Urlaubsziel, ohne nervige Verwandtschaft. Da könnt ihr wenigstens was Schönes erleben, ohne ausgenommen und betrogen zu werden.

    Anscheinend läuft das ganze noch auf den Opa meiner Urgroßmutter.

    [...]

    Um da mal eine kleine unverbindliche Prognose zu geben: deine Mutter darf als deutsche (mit philippinischem Hintergrund) nur ca. 1000m2 besitzen. Und wenn in der Erbengemeinschaft noch einige andere Leute sind, wird es ziemlich eng. Aber die expats können sicherlich aus ihren Erfahrungen berichten.

    Als ehemalige philipp. Staatsangehörige darf sie meines Wissens nur 1000 m² Land erwerben. Das betrifft nicht das Erben. Die Grenze gilt da meines Wissens nicht.


    Da ich selbst geerbt habe, ebenfalls mit mehreren Miteigentümern in einer Eigentümergemeinschaft bin und da auch der ein oder andere Betrüger drunter ist, neige ich eher dazu, dir zu raten, das ggf. sogar abzuschreiben. Zumindest solltet ihr euch mit dem Gedanken mal auseinandersetzen.


    Keinesfalls bezahlen. Das Geld wirst du nie wiedersehen. Wenn der Titel auf Vorfahren eingetragen ist, die mehrere Generationen entfernt sind, müssen ja alle Erbberechtigten bzw. deren Abkömmlinge einbezogen werden. Sie müssen sich entweder außergerichtlich einigen oder bei Streitigkeiten vor Gericht gehen, was ja auch nochmal Geld kostet.


    Am besten findet ihr erst einmal heraus, wer alles Teil der Erben-/Eigentümergemeinschaft wäre. Wenn irgendwer außen vor gelassen wird, weil er oder sie weit weg lebt und man nicht mit der Person teilen will, kann es später übel enden, wenn nachträglich Ansprüche angemeldet werden.


    Man will gerne auch irgendwie Steuern sparen und besticht Leute, mauschelt irgendwas usw. (Haben meine Verwandten bei einem Grundstücksverkauf 2019 gemacht). Das kann funktionieren, kann aber auch später zu Problemen führen, je nachdem, wie streng die Mitarbeiter bei den Behörden die Unterlagen überprüfen (ich habe 2026 immer noch Probleme, das Überschreiben aller Grundstücke abzuschließen, weil es bestimmte Unterlagen nicht (mehr) gibt, nie gegeben hat oder nicht herausgerückt werden).


    Letzten Endes müsste man ermitteln:

    • Wie groß ist das Grundstück? Bebaut/nicht bebaut?
    • Zu welchem Preis werden solche Grundstücke in der Gegend ge-/verkauft?
    • Wie viele Leute sind involviert (Stammbaum erstellen)
    • Sind Grundsteuern (amilyar) bezahlt worden?
    • Was steht konkret im Titel drin? -> unbedingt einen aktuellen beglaubigten Grundbuchauszug besorgen (certified true copy of title)

    So kann man vielleicht schon einschätzen, ob es sich lohnt, den Ärger (Geld, Zeit, Nerven) auf sich zu nehmen. Unter Umständen verliert man nur Geld, ohne was vom Grundstück zu haben.

    Es sind nicht Billionen, sondern Milliarden, ungefähr 270 Mio. Euro.

    Ja, eine "Billion" im englischen Sprachgebrauch ist eine "Milliarde" im deutschen Sprachgebrauch.


    Ich war davon ausgegangen daß das jedem ein Begriff sei... :dontknow

    Dir ja offensichtlich nicht, denn du hast billion ja mit dem deutschen Wort „Billionen“ übersetzt. Daher die Korrektur.

    Und auf welchem von den genannten Airports fällt dir buchstäblich die Decke auf den Kopf indem sie einfach über dir einbricht weil sie nicht richtig verbaut wurde?! :haha

    Hab ich je bestritten, dass NAIA (je nach Maßstab) ein schlechter bis mittelmäßiger Flughafen ist?



    Bei einem Einkommen von PHP 18.67 Billionen pro Jahr (Quelle: https://www.philstar.com/) verwundert es mich doch, dass man da - wie es zumindest den Anschein erweckt - Arbeiter "von der Strasse mit Slippers und ohne Helm" dafür aber mit Flex und Schweissgerät im Gebälk des wichtigsten Airports des Landes herumklettern lässt...? :floet

    Es sind nicht Billionen, sondern Milliarden, ungefähr 270 Mio. Euro. Zum Vergleich: Laut KI hat der Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi ca. 800 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 gemacht, Singapur Changi hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 1,76 Mrd. Euro gemacht.

    Phillemann ,

    der Meinung bin ich auch und für Kinder ist es gar kein Problem dreisprachig aufzuwachsen. Es gibt aber einige Deutsche hier die sagten mir, tagalog ist doch Blödsinn das braucht sie/er nicht im Leben. Das ist absoluter Blödsinn, in der heutigen Welt weiß man nich was kommt in der Zukunft, eventuell möchte ja das Kind später wenn es erwachsen ist, mal einige Jahre auf den Philippinen leben, dann hilft tagalog ungemein. Die meisten deutschen Expats denken ja auch das tagalog nicht nötig ist, mit englisch kommt man ja auch durch. Es bringt aber trotzdem Vorteile wenn man tagalog spricht.

    Meine philippinische Mutter hat mir kein Tagalog beigebracht. Das musste ich mir selbst beibringen. Meine zwei halbdeutschen Cousins können so gut wie gar kein Tagalog und brauchen mich als Dolmetscher, wenn sie auf dem Markt oder mit Bauarbeitern/Handwerkern sprechen. Tagalog bzw. die regionalen Sprachen zu sprechen, ist sehr nützlich. Außerhalb der Philippinen braucht man das nicht, aber es ist ja nicht so, dass dadurch dann irgendein Platzmangel im Gehirn entsteht.

    Also wenn man in der Schweiz im Laden Personal sucht, um was zu fragen, muss man in der Regel lange suchen, weil es kaum noch Personal hat. Auf den Philippinen findet man hingegen noch genügend Personal in den Läden und die sind auch in der Regel sofort hilfsbereit.

    Hilfsbereit ja, hilfreich ... na ja. Gerade in Baumärkten sind die eher dazu da, die Kunden zu beobachten und aufzupassen, dass die nichts klauen. In Supermärkten stehen die zu dritt an der Kasse und sind langsamer als ich allein in Deutschland an der Selbstbedienungskasse. :confused1

    Das erste, was der Anwalt machen wird (kann man theoretisch aber auch selber machen, ist halt nur mit Lauferei verbunden), ist eineaktuelle "certified true copy of title" beim Register of Deeds zu besorgen (genauso wie man es z.B. auch bei einem Grundstückskauf tun sollte).

    Kann man mittlerweile auch online beantragen und bezahlen. Man muss sich aber ein Benutzerkonto erstellen, was nur mit philippinischer IP-Adresse geht: HIER; und es kostet ein paar Peso mehr. Versand per Kurier. Muss man natürlich abwägen, ob das so viel komfortabler ist, denn Kuriere sind auf den Philippinen, wie hier in Deutschland unsere Paketboten, nicht so super zuverlässig.

    Gerade in Deiner Konstellation mit zwei doppelstaatlichen Kindern (ob der philippinische Pass nun abgelaufen ist oder nicht dürfte reichlich egal sein, die meisten Filipinos haben keinen Pass). Und selbst wenn die Staatsbürgerschaft nicht mehr bestünde wäre die Wiedererlangung "Renaturalization" vermutlich kein Problem, sollte sich die Situation relativ einfach lösen lassen. Ggf. mal PN an mich, ich könnte Dir eventuell einen vertrauenswürdigen Anwalt vermitteln (habe kein wirtschaftliches Interesse dabei). :-)

    Vielen Dank für Deine Nachricht, ich dränge unsere Töchter schon lange, dass sie ihre phil. Pässe wieder erneuern lassen, sie haben mir versprochen die Botschaft in Frankfurt zu kontaktieren 🙏 .

    Ich bin selbst Doppelstaatler. Ob die Pässe abgelaufen sind, ist unerheblich. Wenn die Mutter bei der Geburt der Kinder die philippinische Staatsangehörigkeit hatte, sind die Kinder durch Abstammung auch philippinische Staatsbürger. Einen Report of Birth habt ihr ja sicherlich gemacht, da deine Kinder ja sonst nie einen Pass hätten bekommen können. Sofern die Kinder nicht explizit die philippinische Staatsangehörigkeit aufgegeben haben, sind sie weiterhin philippinische Staatsangehörige.


    Wenn deine Frau stirbt, bist du mit deinen Kindern Pflichterbe. Du kannst aber auch zugunsten deiner Kinder auf deinen Erbteil verzichten (hat mein Vater so gemacht, nachdem meine Mutter gestorben war).


    Deine Kinder (und ggf. du) können die Titel/Grundbucheintragungen nach Zahlung von:

    1. Estate tax (Erbschaftssteuer, 6 % der für die Steuerbemessungsgrundlage ermittelten Werte v. Grundstück und Gebäuden, siehe Tax Declarations)

    2. Transfer tax (Überschreibungssteuer, zu zahlen bei der jeweiligen Gemeinde, 0,5–0,75 % der o. g. Werte)

    3. Registration fee (0,25 % der o. g. Werte, zahlbar beim Grundbuchamt)


    überschreiben, sofern alle Grundsteuern (property tax/amilyar) bezahlt sind.


    Achtet darauf, dass die Eintragungen im Grundbuch aktuell sind. Wenn noch andere tote Verwandte drinstehen, wird es nochmal umständlicher und teurer.


    In dem Zusammenhang gibt es noch weitere bürokratische Details, die auch zeitraubend sein können. Dazu ist ein Anwalt empfehlenswert. Bloß keine Verwandten, die irgendwen irgendwo kennen, machen lassen. Dafür musste ich selbst schon viel Lehrgeld bezahlen.

    Purer Kalamansi-Saft ist ähnlich sauer wie Zitronen- oder Limettensaft mit ein wenig mehr Süße. Wenn der Saft also so ähnlich schmeckt, ist er pur. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man das pur trinken könnte. Ich kenne das nur mit Wasser und Zucker versetzt.

    Es gibt auch noch Berlin / München Doha - Manila. Kein Direktflug aber nur 1x umsteigen wie bei Türkisch Airlines über Istanbul.

    Bei allen Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten ist das so: Emirates, Etihad, Oman Air, Gulf Air, Saudia, Kuwait Airways. Sie alle bieten Flüge auf die Philippinen an, bei denen man, aus Europa kommend, nur einmal umsteigen muss. Durch niedrigere Preise und kürzere Flugzeit(en) sind Flüge mit denen eine große Konkurrenz zu denen von Air France. Air France lohnt sich für diejenigen, deren nächstgelegener Flughafen eine Verbindung nach Paris, aber nicht in den Nahen Osten oder die Türkei hat.

    Wenn man eine SIM-Karte verliert, kann man sich eine neue mit der alten Nummer geben lassen, sofern die alte Nummer auch auf den Namen des Antragstellers registriert wurde. Vielleicht kann man es über die Schiene bewerkstelligen. Man braucht dafür einen von einem Notar beglaubigten Affidavit of Loss. Ich habe das schon mal bei Globe gemacht (auch in so einem Store im SM) und es ging relativ schnell.

    Jeepneys abschaffen fänd ich nicht toll. Das ist ein Kulturgut. Allerdings würde ich Lärmbegrenzungen einführen und nen anständigen Kat und Filter.

    Was so manche Jeepneys rausblasen ist alles annere als schön.

    Ich weiß nicht, ob es so klug ist, DIESE Art von Kulturgut zu erhalten. Manche meinen, es würde die Armen am meisten treffen, weil ein günstiges Verkehrsmittel wegfällt. Ich sehe es so: Warum bleibt armen Menschen nicht viel anderes übrig, als in solchen Dingern herumzufahren? Verpesten die Luft, sind laut, ineffizient und gefährlich (im Vergleich zu gut funktionierenden Bussen).


    Wenn man nach Indonesien blickt, das sich ja gerade eine neue Hauptstadt baut, kann man auch sehen, wie Politiker und andere die Gelegenheit wahrnehmen würden, ordentlich was abzugreifen. Da müssten so viele Gelder investiert werden, dass man die Wirtschaft ankurbeln würde, aber eher dadurch, dass sehr reiche Menschen noch mehr ausgeben und man sich fragen muss, wie die so viel Geld auf einmal haben können.


    Man ist gerade dabei, eine komplett erneuerte Eisenbahnstrecke (NSCR und weitere Linien) zu bauen. Die ersten Bahnhöfe stehen bereits, in Metro Manila ist man noch dabei, die Fundamente zu setzen.


    Es ist geplant, eine Monorail in Pasay zu errichten, aber nur 1,9 km lang. Das bringt eben nur den Leuten was, die nahe am MOA leben und arbeiten. Da wäre eine ebenerdig fahrende Straßenbahn deutlich besser, keine Ahnung, warum man das nicht macht.


    Die U-Bahn durch Metro Manila wird gerade gebaut. Erste Tunnelabschnitte sind im Rohbau fertig. Es wäre eine große Entlastung, die U-Bahn nutzen zu können, wird aber nach Plan erst 2029 fertig, also eigentlich Anfang der 30er.


    Am schlimmsten finde ich immer noch die scheußlichen alten Jeepneys. Die absolute Ineffizienz mit lokalem Flair. Die Teile sollte man abschaffen und durch was ersetzen, was größer und sicherer ist.


    Ich selbst bin bei meinem letzten Besuch mehrfach von Caloocan nach Pasay und zurück gefahren. Pro Weg bis zu anderthalb Stunden mit Tricycle, Jeepney, LRT/MRT, nochmal Jeepney, ggf. mal ein Taxi. Selbst an den Haltestellen von MRT und LRT fühlt es sich an wie eine Bergbesteigung.


    Die Bürgersteige haben offiziell mindestens 1 Meter breit zu sein. Dann stehen da aber ganz legal irgendwelche Pfosten, Masten und Wasseranschlüsse mitten drauf. Die ganze Stadtplanung ist fußgängerfeindlich.


    Und dann natürlich noch das größte Infrastrukturprojekt der Philippinen: der New Manila International Airport (NMIA) in Bulacan, der laut manchen Kritikern eine kleine Umweltkatastrophe im Umland erzeugt und innerhalb von ein paar Jahrzehnten komplett abzusaufen droht. HIER mal ein Artikel dazu. Man wird sehen, wie das den Verkehr um NAIA herum reduzieren wird, falls NMIA denn tatsächlich öffnen sollte.

    ... So oder so wird man dich dort aber nach der Herkunft des Geldes fragen.

    Wer, der Geldwechsler beim Aldevinco in Davao?

    Die Geldwechsler interessiert das nicht, aber die Bank(en), bei der/denen man das Geld einzahlt. Es kann bestenfalls zu nervigem Papierkram führen, schlimmstenfalls dazu, dass das Konto eingefroren wird und man wochen- oder monatelang Theater hat. Und das viele Geld in bar aufzubewahren, wäre mir zu riskant.

    Ich vermute, 200-€-Scheine werden schwierig in den Philippinen umtauschbar sein, wenn es bereits in Deutschland Geschäft gibt, die keine 200-€-Scheine annehmen.

    In Deutschland liegt das an Sicherheitsbedenken und der Sorge vor mangelndem Wechselgeld. Auf den Philippinen habe ich 200-€-Scheine problemlos wechseln können (in Metro Manila).


    Natürlich stellt sich die Frage, wie man so eine große Summe auf einmal getauscht bekommt. In Manila (Ermita) gibt es viele Geldwechsler in unmittelbarer Nähe zueinander, wo man sicherlich große Beträge tauschen kann. Kaum einer wird aber mit Summen größer als 10 Tsd. umgehen können, wenn es ein spontaner Tausch ist. Wenn man dann von einem Geldwechsler zum nächsten geht und tauscht, hätte ich Angst, mit all den vielen Peso mit einem Gewicht von mehreren Kilos und entsprechendem Volumen rumzulaufen.


    Man könnte das Geld (in Euro) auf den Philippinen auch direkt zur Bank bringen. So oder so wird man dich dort aber nach der Herkunft des Geldes fragen. Mittlerweile handhabt man das strenger als früher wegen der Korruptionsskandale und den großen Mengen Bargeld, die da eingesetzt wurden. Da kann es vielleicht vorkommen, dass man viele Nachfragen stellt und Nachweise haben will, wo es herkommt, wo es hin soll usw.

    Ich habe in den letzten Jahren in ein paar Condos für kurze Zeit (Tage bis Wochen) gewohnt. Aufzüge, die nicht funktionieren, Kakerlaken, lose Fliesen, verranzte alte Einrichtung ... teilweise wirkten die Gebäude an sich schon absolut heruntergekommen.


    Ein Mal war ich im Victoria Sports Tower in Quezon City untergekommen. Eines Abends stieg ich nichtsahnend in den falschen Fahrstuhl und fand mich statt am anderen Ende des Ganges im Nachbarwohnturm, der zum selbem Wohnkomplex gehört, wieder. Alles sah fast so aus wie in „meinem“ Gebäude, nur hundertmal heruntergekommener. Überall leere Wohnungen, teils ohne Tür und im Rohbauzustand. Ein bisschen wie im Horrorfilm. Zu allem Überfluss war der Fahrstuhl auch noch so defekt, dass er einfach mal manche Geschosse ausließ, da konnte man noch so oft drücken. Den Rest musste man über eine typisch philippinische Treppe bewältigen.


    Ein anderes Mal war ich direkt gegenüber vom SM Megamall in Mandaluyong in bester Lage. Überall Kakerlaken. Aus allen Ecken kamen sie gekrochen. Später las ich die Bewertungen auf der Buchungsplattform. Der Eigentümer hatte offensichtlich ewig nichts in die Wohnung investiert, und Beschwerden perlten an ihm ab wie Wasser an einer neuen Teflonpfanne. In den Gängen des Gebäudes, Sparbeleuchtung. Die Fahrstühle sehen von innen einfach abgenutzt aus, außer dass die Deckenverkleidung doch eigentlich gar nicht abnutzen kann.


    So muss es nicht überall aussehen. Aber man merkt eben, wie wenig da instandgehalten wird. Falls man sich wirklich ein Condo zulegen will, sollte man lieber in der Rubrik „foreclosed“ suchen. Die Preise sind schon etwas realistischer.


    Erinnert mich sehr stark an den alten Berliner Flughafen Tegel. Da gab es auch Fans, die sich über kurze Wege freuten. Architektonisch einzigartig und für damalige Verhältnisse innovativ. Aber fürs 21. Jahrhundert aus der Zeit gefallen. Möge der neue Flughafen in Bulacan tatsächlich mal fertig werden. Dann kann man NAIA in irgendwas anderes transformieren. (Ich weiß, wie spekulativ das alles noch ist, aber man darf ja noch träumen dürfen.)