Posts by HelgeK

    Hallo Philippinen Freunde,
    ich werde im März 2019 meine Freundin in Hongkong heiraten. Ich habe irgendwo gelesen, dass es schwer werden könnte mit ihr von PH nach HKG zu reisen und dass am flughafen fragen gestellt würden etc.. Kann mir jemand der das schon hinter sih hat hier etwas dazu sagen? ?(


    Grundsätzlich gibt es das Problem, dass der philippinische Staat verhindern möchte, dass seine Bürger sich auf eigene Faust Arbeit im Ausland suchen, statt sich diese über eine kostenpflichtige Agentur vermitteln zu lassen. In der Vergangenheit führte dies häufig dazu, dass die Immigration im Flughafen Reisende am Antritt des gebuchten Fluges gehindert hat. Dies betrifft bzw. betraf aber in erster Linie Reisende mit einem Langfristvisum. Ich habe noch nie gehört, dass eine beabsichtigte Hochzeit in HGK daran gecsheitert ist. Momentan scheint die Praxis auch nicht mehr so häufig angewendet zu werden.


    Hong Kong ist bei wohlhabenden Pinoys ein beliebtes Kurzurlaubsziel. Es gibt Visa unbürokratisch bei der Ankunft, und die Flüge sind billig. Wir haben seinerzeit ein Pauschalpaket Disneyland inkl. gebucht und auch noch 3 Familienmitglieder mitgenommen, um jegliche Zweifel am touristischen Zweck der Reise zu zerstreuen. Nötig gewesen wäre das aber wohl nicht. Die Pauschalpakete waren übrigens trotz eingeschlossener Leistungen wie Hotelübernachtungen und Disneyland-Eintritt sogar etwas billiger als Flugtickets pur!

    Für ein FZV sollte kein Anwalt benötigt werden, da bei Vorliegen der Vorraussetzungen ein Rechtsanspruch auf Erteilung besteht.


    Die Motivation zur Eheschließung ist juristisch nicht relevant, so lange beidseits die freiwillige Absicht besteht, tatsächlich eine Ehe zu führen. Ich halte Deine Vermutung, dass Ehen mit großem Altersunterschied weiblicherseits fast immer einseitig aufs Matrielle ausgerichtet sind, für eindeutig falsch - tut hier aber nichts zur Sache.

    Quelle: Danmarks Radio


    In Dänemark wird kontrovers diskutiert, die bis dato sehr liberale Praxis bei Eheschließungen zu ändern. Künftig werden aber wohl die für eine Heirat erforderlichen Dokumente durch die dänischen Standesämter überprüft werden, und Ausländer einen Ledigkeitsnachweis erbringen müssen. Weiterhin wird beim Anfangsverdacht einer Scheinehe darauf geachtet, dass die Paare in einer gemeinsamen Sprache unterhalten können, und es wird Kontakt zu den Behörden am Wohnort des Paares aufgenommen werden.


    Der Bürgermeister der Inselgemeinde Ärö, auf der besonders viele Ehen geschlossen werden, sieht die Entwicklung kritisch und befürchtet eine Bürokratisierung und dadurch Nachteile für den Tourismus.

    Wundert mich ehrlich gesagt nicht. Ich teile nicht die hier weit verbreitete Einschätzung, dass ein festes Einkommen für sich genommen ein hinreichendes Kriterium ist. Das Einkommen müsste dafür schon, gemessen an ortsüblichen Maßstäben, sehr hoch sein. Dass meine heutige Frau mit einer vergleichbaren Begründung eine Ablehnung bekommen hat, liegt zwar schon ein paar Jahre zurück. Aber grundsätzlich scheint sich nicht viel geändert zu haben. Umgekehrt klappt es hin und wieder auch bei geringem Einkommen oder wenn gar keins da ist. Letzlich könnt Ihr nach einer gescheiterten Remonstration nur klagen, es einfach noch einmal probieren oder heiraten. Wir haben uns damals fürs Heiraten entschieden.

    Huh, so viele Antworten!


    Erstmal beruhigend, dass die größte Hürde die Wartezeit bei der Einreise und nicht das ESTA-Verfahren an sich zu sein scheint. Wir werden ja mit dem Schiff ankommen und nicht an einem Flughafen - also mit 2500-3000 anderen Einreisenden gleichzeitig :Augenbraue


    Als erstes habe ich die Ablaufdaten unser Pässe geprüft. Meinen eigenen muss ich neu beantragen (6 Monate Gültigkeit ab EInreisedatum erforderlich) - damit geht es los.

    Hallo zusammen,


    wir (= meine Frau, unser kleiner Sohn + meinereiner) möchten nächstes Jahr eine Reise per Schiff von Hamburg nach New York machen. 2 Tage Aufenthalt in NY, dann Rückreise per Flugzeug.


    Ich bin zuletzt 1982 als Schüler in den USA gewesen, meine Frau (gebürtige Filipina, jetzt Deutsche) und mein Sohn (zum Reisezeitpunkt 1 1/2 Jahre alt) noch nie.


    Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem ESTA Verfahren gemacht? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung? In welchen Fällen gibt es eher keine Genehmigung? Irgendwas, was man beachten sollte?


    VG, Helge

    Uns wurde seinerzeit nach Ablehung des Visumsantrages meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau sinngemäß beschieden, das landestypische Einkommen samt der daraus resultierenden Kontobewegungen nicht geeignet sind, um aus sich heraus eine Rückkehrbereitschaft "nachzuweisen". Will heißen, es braucht schon ein Vielfaches des üblichen Einkommens, damit die wirtschaftliche Lage als so gut eingeschätzt wird, dass sicher mit einem Visum zu rechnen ist.


    Trotzdem einfach versuchen. Alle Angaben wahrheitsgemäß machen. Sooo schlecht, wie hier oft dargestellt, sind die Chancen m. Erfahrung nach nun auch wieder nicht. Als echten Pluspunkt würde ich in Deinem Fall werten, dass Deine Freundin mit 42 bereits relativ "alt" ist.

    Sehe ich es richtig, dass die DBM sozusagen nur einen "Analysereport" an das Standesamt abgibt mit den Auffälligkeiten? Dann würde es doch vielleicht Sinn machen, mal bei meinem Standesamt nachzufragen, ob der Fehler zu Problemen führt? Oder könnte ich hier irgendwie "schlafende Hunde" wecken?


    Du verlierst bei Deinen Gedanken aus den Augen, was der Zweck der Urkundenprüfung ist (s. Hinweis von hge weiter oben).


    Solange die Fehler nicht dazu führen, dass Zweifel an der Identität Deiner Freundin aufkommen, ist alles in Ordnung - und dafür sehe ich hier keinerlei Anlass. Als Prüfer würden mich sehr viel eher offensichtlich neu erstellte, "perfekte" Dokumente misstrauisch machen als authentische alte mit den landestypischen Schreibfehlern.

    Wir haben jetzt alle Dokumente, die wir bisher für das Heiratsvisa zusammengetragen haben in der Remonstration...

    Ich glaube, dass Euer Vorgehen der Entscheidungslogik der DBM diametral widerspricht.


    Ihr sammelt sozusagen Argumente dafür, dass Deine Freundin eben NICHT auf den Philippinen verwurzelt ist, deshalb zur Heiratsmigrantin werden möchte, und, um sich diesen Weg nicht zu verbauen, an alle Vorgaben halten und rechtzeitig nach dem "Testbesuch" in D auf die Philippinen zurückkehren wird.


    Die Argumentation finde ich schlüssig und nachvollziehbar. Nur zeigt leider die Erfahrung, dass diese - ehrliche(!) Strategie nicht zum Erfolg führt, und stattdessen lieber konstruierte "Nachweise" einer vermeintlichen Verwurzelung auf den Philippinen gesehen werden.

    Naja, hätte er bei der DBM Arbeissuche angegeben, wäre er sicher abgelehnt worden, oder?


    Mag sein. Das wäre dann aber keine Vorgehensweise im Sinne des gesetzlichen Auftrages. Zu prüfen ist die Rückkehrwilligkeit, nicht die Zeitplanung für den Aufenthalt. Klar ist, dass er hier nicht arbeiten darf (wird eingehalten), und dass er fristgerecht zurückkehren muss (wird auch eingehalten).


    Der Besuch ist in erster Linie ein Familienbesuch, nebenbei lernt er Deutsch. Das Thema Jobsuche war dank entsprechender Vorbereitung nach wenigen Interviews (erfolgreich) erledigt.

    Er muss eh zurückkehren, da er das falsche Visa hat.


    - das habe ich von Anfang an ausdrücklich genauso gesehen!


    In dem Vorgehen, ein Schengenvisum zur Arbeitsplatzsuche zu nutzen, kann ich keine Regelwidrigkeit entdecken, so lange die fristgerechte Rückkehr nicht in Frage gestellt wird. Und das wird sie hier definitiv nicht. Es gibt schließlich kein "Arbeitssuchvisum".


    Besten Dank soweit erstmal für Eure Antworten, die mir wirklich weiterhelfen.

    Also mit einer "einfachen" Arbeit, wird das Unterfangen sicherlich schwierig.. selbst wenn Euer Arbeitgeber sich ins Zeug legen würde.


    Sachbearbeitung bei einer Bank mit Philippinenbezug. Eigentlich nicht besonders hoch qualifiziert, aber Tagalog-Sprachkenntnisse erforderlich. Hochschulabschluss ist vorhanden.

    Im Einzelfall mal Eure örtliche Arbeitsagentur fragen, ob ein Antrag auf AE Sinn macht


    Letzlich ist also die Einschätzung der örtlichen Arbeitsagentur entscheidend, und es gibt einen Ermessensspielraum?


    Nehmen wir einmal an, die geben Grünes Licht. Wären dann noch besondere formale Hürden zu nehmen, z. B. B1 vor Einreise?

    Mein Schwager ist zur Zeit per Schengenvisum für 3 Monate zum Familienbesuch bei uns in Deutschland. Er würde gerne dauerhaft in Deutschland arbeiten und hat sich deshalb potentiellen Arbeitgebern vorgestellt und Zusagen bekommen. Er besucht halbtags eine Sprachschule und bereitet sich auf das A1 vor.


    Mir sind die Vorraussetzungen für ein Arbeitsvisum unklar. Welche Anforderungen muss er erfüllen, welche der potentielle zukünftige Job? Dass er nicht einfach hierbleiben und zu arbeiten beginnen kann, ist klar - er geht auf jeden Fall erstmal fristgerecht auf die Philippinen zurück.

    Neben den formalrechtlichen Aspekten würde ich unbedingt berücksichtigen, dass die Fahrpraxis in beiden Ländern sehr verschieden ist.


    Regelbezogenes Fahren in D ("das Fahrrad rechts aus der winzigen Seitenstraße hat Vorfahrt, wenn nicht durch Zeichen anders geregelt") gegenüber dem situativ-intuitiv-statusbezogenen Fahrstil auf den Philppinen. Um die Regeln zu verinnerlichen, braucht es eine gute Anleitung. Ob nun durch Fahrstunden oder Privatunterricht durch den Partner - irgendwo muss das Wissen herkommen, sonst geht es schief.

    Ich würde gerne mal mit dem Botschafter bei einem Glas Bier beschnacken, was eigentlich die Motivation der DBM zur offenbar ja nach wie vor häufigen Ablehnung derartiger Fälle ist. Es kommt nur äußerst selten vor, dass tatsächlich keine Rückkehr erfolgt - warum auch? Heiratsmigrantinnen in spe haben i. d. R. keinerlei Interesse daran, mit dem deutschen Staat in Konflikt zu geraten. Ich kann verstehen, dass man genauer hinschaut, um Missbrauch (z.B. Schleusung von gewerbsmässigen Mädels) zu verhindern. Wenn ein Paar aber glaubhaft belegen kann, eine echte Beziehung zu führen, sollte irgendwann auch gut sein.


    Die - verglichen mit vielen anderen Herkunftsländern - insgesamt seltenen Fälle von Visumsmissbrauch durch Philippinas/Pinoys erfolgen meiner Beobachtung nach so gut wie nie bei deutschen Schenegenvisa, sondern i. d. R. nach Trennung vom deutschen Partner vor Erwerb einer eigenständigen Aufenhaltserlaubnis nach § 28 Abs. 2 Satz 1 AufenthG.
    Oder, es gibt gar keinen deutschen Partner, und die Einreise ist mit einem "gekauften" osteuropäischen Schengenvisum erfolgt, um in D illegal zu arbeiten.

    So kind you are... I hope one day we can really go there after this things. But for now my mind is still on the processing everything. I'm still catching up because of what happened. It's still fresh and sad. Thank you for thinking like that.


    Dear Bridge,
    I understand very well that it takes time to come to terms with the new situation. It certainly does not matter for a few days. But it would still be very helpful if you could make a decision in the near future, how things should go on in general. If you want to go to Germany with your son, this might be possible with the help of this forum. There is no guarantee that it will work. Both of you would have a long-term future perspective this way. The necessary will and energy to try to organize it is available now.

    Geht das Thema pragmatisch an.


    Meine damalige Freundin und heutige beste Ehefrau hat 2009 auch kein Schengenvisum bekommen (trotz recht guten Jobs, der Urlaubslänge entsprechender beantragter Aufenhaltsdauer + vorhandenem Grundeigentums). Wir haben für uns den Schluß gezogen, auf einen Kennenlernurlaub in Deutschland zu verzichten und stattdessen unbürokratisch in Hong Kong zu heiraten. Wenig später war sie hier. Im Nachhinein war das in unserem Fall aus vielerlei Gründen - die nicht hierher gehören - die richtige Entscheidung.


    Die Alternative wäre, ein Heiratsvisum als "Kennenlernvisum" zu nutzen. Niemand zwingt Euch, tatsächlich zu heiraten, wenn sich zeigen sollte, dass sie sich in Deutschland nicht wohlfühlt.


    Auf eine juristische Auseinandersetzung mit der DBM würde ich verzichten. Dauert, kostet, und der Ausgang ist ungewiss - bringt Euch in Eurer Beziehung nicht weiter.


    Nachtrag: M. M. nach besteht bei der Konstellation "Schengenvisum für Freundin/Freund" ein grundsätzliches Problem darin, die Rückkehrwilligkeit von jemanden "beweisen" zu müssen, der sich faktisch bereits zur Auswanderung entschlossen hat, und lediglich die Entscheidung noch einmal absichern möchte. Das führt fast zwangsläufig zu einer wenig glaubhaften Argumentation. Davon mal abgesehen, dass Rückkehrwilligkeit eine Frage der inneren Einstellung ist, die per se nicht beweisbar ist.