Ausflug in die Kalaja Karst Region bei General Santos City

  • Von Kaithoma bekam ich den Tip von General Santos einen Tagesausflug in die Kalaja Karst Region ca. 25 KM nördlich vom Stadtzentrum zu machen.


    Die Gegend wird bestimmet durch steile Hügel und Kalkfelsen, teilweise recht steil und hoch, mittlerweile zieht es wohl immer öfter Kletterer hier her. Es gibt verschiedene Wasserfälle, die sich durch eine schmale Schlucht ziehen. Man findet auch einige Höhlen, die wohl im zweiten Weltkrieg japanischen Soldaten als Unterschlupf dienten. In der Gegend lebt eine der Minoritäten Mindanaos, die B'laan.


    Von Gen San aus fuhr ich mit dem Habal Habal in den Barangay Conel (ca. 12 KM), der letzte Barangay nördlich von Gen San. Hier ist es erstmal erforderlich beim Barangay Captain vorstellig zu werden und Namen und Adresse zu hinterlassen. Die Weiterreise von Conel in die Karst Region ist nicht einfach. Man hat geschätzt noch weitere 13 Kilometer vor sich, bis auf eine kurze Strecke alles Rough Road, lange Abschnitte gehen auch durch ein Flußbett.



    Zwar meinte der Barangay Captain zu mir, die Strecke sei mit dem Motorrad zu bewältigen, aber kein Fahrer war von der Idee mich hin zu bringen begeistert, worüber ich aber im Nachhinein sehr froh war. Der Captain machte mir das Angebot mich von seinem Fahrer mit dem Barangay Truck hin fahren zu lassen. Er fragte mich ob für Fahrer, Diesel etc. 500 Peso OK seien, ich willigte ein. Zusätzlich kamen noch ein Guide mit (den man unbedingt benötigt) und ein "Body Guard" (den man definitv nicht benötigt, aber vermutlich hat der Fahrer sonst Langeweile).


    Die Wanderung selbst entlang des Flusses bis zum letzten Wasserfall dauert nur ca. 50 Minuten für eine Strecke. Es sollen sieben Wasserfälle insgesamt sein. Die Wasserfälle selbst sind nicht sonderlich groß, hier gilt "der Weg ist das Ziel". Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich, stellenweise klettert man an den Felswänden entlang, für die Locals in ihren Kletter Flip Flops natürlich kein Problem.








    Die Rückfahrt fand schnell ein Ende, da ein Stein ein Loch in den Kühler schlug. Weder die provisorische Reparatur mit "Native glue" noch die übliche philippinische Hammermethode führten zu Erfolg.



    Also blieb nur eins, die verbliebenen 11 KM zu Fuß zurück zu legen. Der Barangy Captain nahm den Schaden gelassen und wünschte mir noch eine schöne Heimreise.


    Fazit: Wenn man in General Santos ist lohnt sich ein Ausflug in das Gebiet auf jeden Fall, besonders da hier der philippinische Betonierwahn noch nicht zugeschlagen hat. Der Barangay Captain sagte mir man habe dies auch nicht vor, schon viele Besucher hätten ihm geraten vom wilden Herumbetonieren Abstand zu nehmen. So gibt es etwas Hoffnung, dass ein schöner Ort so erhalten bleibt wie er ist.

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Interessanter Bericht. Ist das im Bereich des Mt. Matutum? Dieser Vulkan hat mich schon immer gelockt, man sieht ihn von der Straße aus.


    Die Berge im Osten von Gen. Santos City schauen auch verlockend. Gibt es von dort Erfahrungen? Mt. Latian oder Daingan? Oder doch lieber den Strand am Pazific ...


    Gruss
    Hans Sachs

    Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an! (Tucholsky)

  • Hallo,


    grobe Richtung ja, lt. Google Earth ca. 13 KM Luftlinie südöstlich vom Berg. Hier ist es genauer:


    Brgy Conel (Brgy Captain's Haus): N6 12.091 E125 11.481


    "Camp Site", na ja, nicht wirklich ein Camp Site, bis hier wird gefahren, dann geht es zu Fuß weiter : N6 15.774 E125 09.961


    Wasserfall Nummer 7: N6 16.183 E125 09.657

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

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