Utang na loob oder die innerliche Verpflichtung 1.Teil

  • Arthur


    Ich meine nicht das Brautgeld, zumindest wurde es mir vom Priester anders erklärt.


    Der Priester (ein Philippino) hat mir das Aras oder Arras, wie Du es schreibst, so erklárt.


    Mit der 3-teiligen Zeremonie wird eben mit Punkt 3 kein "Brautgeld" bezahlt sondern die finzanzielle Verantwortung für die Familie in die Hände der Frau gelegt.


    Das ist jetzt keine "wissenschaftliche" Abhandlung sondern die Erkläerung eines Phlippinos von philippinischen Traditionen.


    Quote

    Deine Fragestellung finde ich nur peinlich. Frägt mal nach, aber nicht bei der Partnerin?. Warum kann die Partnerin darüber keine Auskunft geben?
    Hast du das Gefühl die Partnerin ist zu blöd dazu oder alle zocken ihre Partner ab?


    Uebrigens dein Beitrag hat mit "Utang na loob", nach meiner Meinung, sehr wenig zu tun.

    Warum nicht die eigene Partnerin? Weil ich befürchte, dass sie es vielleicht etwas anders interpretiert als ein Aussenstehender, in meinem Fall eben der Priester


    Und nochmals, Du dürftes ein wenig Probleme mit Deinen eigenen Beiträgen haben. Du selbst hat die Verpflichtung des Ehemannes unter Utang na loob eingeordnet. Also hat das sehr wohl mit dem Thema zu tun.

  • Wo habe ich die Verpflichtung des Ehemanns unter "Utang na loob" eingeordnet ? Ich habe über die Probleme berichtet die auf einen Ausländer in diesem Zusammenhang zukommen können.
    Ich habe versucht das "Brautgeld" oder eben die "Münzen" wie dies hier in den Philippinen gehandhabt wird zu erklären. Aber dies überliest du anscheinend.


    Weil ich etwas geschrieben habe, hat dies noch lange nichts mit deinem Beitrag zu tun :denken
    Erzähle uns mal,was deine Ansichten sind. Hier ist immer Stillschweigen von deiner Seite.
    Viele warten darauf, durch deine Beiträge, mal aufgeklärt zu werden wie es wirklich ist.


    PS
    Der Priester steht über der Partnerin; Hallelujah. Oder habe ich hier etwas falsch interpretiert? Dies doch deine Aussage.
    PPS
    Ich gehe mit dir einig, dass ein Zweizeiler keine wissenschaftliche Abhandlung ist. :clapping

    Edited once, last by Arthur ().

  • Der viel zitierte Satz: „Man heiratet die Familie mit“; muss man sich immer vor Augen halten. Der Zusammenhalt und der Gruppendruck in der Familie sind sehr gross.
    Man wird Teil der Familie und hat somit sein „Utang na loob“ beizusteuern.
    Die Frage ist jetzt wie hoch ist dieses Utang na loob und wer ist hier alles eingebunden.

    Regelt man dies nicht am Beginn einer Beziehung, führt dies früher oder später in den meisten Beziehungen zu grossen Spannungsfeldern.


    Ich bin kein Sprachwissenschaftler aber wie anders soll man Deine Textstelle interpretieren als dass der Unl. ein Muss ist?


    Und diese Teststelle enstammt dem 12 Teil Deiner Abhandlung.


    Warum bist Du nur so verbitter. Wieso kommst Du zu dieser Aussage ??? ?(


    Quote

    Der Priester steht über der Partnerin; Hallelujah. Oder habe ich hier etwas falsch interpretiert? Dies doch deine Aussage.

    Das bedeutet doch nur, dass im Zuge der Ehevorbereitungs-gespräche dieses Thema sehr wohl angeschnitten wurde. Auch weil dem Priester die Probleme binationaler Beziehungen sehr wohl bekannt sind, er ist r.k. Priester philippinischer Abstammung und wirkt im deutschsprachigen Raum, also gab es da keine Verständigungsprobleme zwischen uns 3 Betroffenen.


    Aber, hier schreibst Du etwas sehr wichtiges und richtiges


    Quote

    Hiermit wird symbolisch noch einmal auf die Bedeutung einer Eheschliessung hingewiesen und die Verplichtungen die beide Ehepartner einander gegenüber haben und den Kinder die sie gemeinsam haben werden. Im weiteren bekräftigt der zukünftige Ehegatte als "breadwinner" sich für seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder zu sorgen.
    Dies sind die Traditionen wie sie Heute immer noch gepflegt werden. Wie weit sie auf das heutige alltägliche Leben zutreffen ist eine andere Frage.

    Daraus lässt sich ohne Wenn und Aber ableiten, dass die eigene Familie gegenüber dem Utang na loob im Vordergrund steht.


    Eine Unterstützung der alten Familie darf nicht dazu führen, dass die Ehe zerbricht, sei es aus welchen Gründen immer.

    Edited 2 times, last by aware1949 ().

  • Schreib es noch ein bisschen grösser. Dann hat es noch ein bisschen mehr Gehalt.


    Ich bin höchstens verbittert, dass ich mich mit solchen Leuten hier rumschlagen muss, die gewisse Sätze aus dem Zusammenhang rausreissen und keine Ahnung oder auch kein Wille haben meine Beitrage zu lesen.
    Ich kann schreiben was ich will und gewisse Member versuchen mich hier anzumachen. Sie gehen nicht auf meine Argumentationen ein, sind an einer Diskussion nicht interessiert.
    Arthur Bashing ist angesagt.
    Versuchen krampfhaft mir etwas zu beweisen, was so nie meine Intension war.
    Ich wollte einen Beitrag zum Kulturverständnis liefern, mit Kapitel 12 bin ich näher auf diese Problematik eingegangen. Dies nur weil viele Ausländer davon direkt betroffen sind.
    Ich sehe es jetzt, dies war ein grosser Fehler von mir. Kapitel 12 und die Einleitung hätte ich weglassen müssen.
    Jeder Betroffene sieht dies anders und reagiert entsprechend. Aber ich erwarte von den Schreiber auch, dass man auch im Klartext schreibt, was stört und was falsch ist.

    Ich möchte mich hier noch einmal bei allen Mitgliedern entschuldigen die sich durch meine Texte angegriffen fühlten.

    Edited once, last by Arthur ().

  • Nein Arthur


    Kapitel 12 war kein Fehler und es ist gut, dass Du es geschrieben hast.


    Das ist genau die Sichtweise, die von vielen Philippinas vertreten wird und der sich viele männlichen Ehepartner auch unterordnen, sei es auch nur um des lieben Friedens willen.


    Ich will nur festgehalten haben, dass es gerade in diesem Punkt auch andere -widersprechende- Traditionen gibt.


    Was dann jeder für sich selbst daraus macht, darauf haben weder Du oder ich Einfluss.

  • Ich bin höchstens verbittert, dass ich mich mit solchen Leuten hier rumschlagen muss, die gewisse Sätze aus dem Zusammenhang rausreissen und keine Ahnung oder auch kein Wille haben meine Beitrage zu lesen.
    Ich kann schreiben was ich will und gewisse Member versuchen mich hier anzumachen. Sie gehen nicht auf meine Argumentationen ein, sind an einer Diskussion nicht interessiert.


    Na du bist für dich ja eh der einzige der den Überblick hat und vielleicht noch deine nickenden Jünger. Bevor du hier einige mit einer anderen Meinung als dumm hinstellen möchtest (keine Ahnung habend) solltest du einmal das Zitat von aware1949 und dein eigenes vergleichen. Die passen nämlich absolut nicht zusammen da sie konträr sind.


    Quote

    Der viel zitierte Satz: „Man heiratet die Familie mit“; muss man sich immer vor Augen halten. Der Zusammenhalt und der Gruppendruck in der Familie sind sehr gross.
    Man wird Teil der Familie und hat somit sein „Utang na loob“ beizusteuern.
    Die Frage ist jetzt wie hoch ist dieses Utang na loob und wer ist hier alles eingebunden.


    Quote

    Hiermit wird symbolisch noch einmal auf die Bedeutung einer Eheschliessung hingewiesen und die Verplichtungen die beide Ehepartner einander gegenüber haben und den Kinder die sie gemeinsam haben werden. Im weiteren bekräftigt der zukünftige Ehegatte als "breadwinner" sich für seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder zu sorgen.


    Sowohl der weiße Ehemann als auch die Pinay haben nach der Hochzeit nur für eins Sorge zu tragen, nämlich dass es ihrer eigenen Familie gut geht. Es besteht keinerlei Verpflichtung gegenüber Eltern, Geschwistern, Tanten der Pinay. Das gilt für Pinoys genauso wie für Weiße. Leider sind viele Weiße zu dumm um mit der Manipulation und dem Druck der Pinay und deren Familie klarzukommen weil es das in unserem Kulturkreis nicht in diesem Maße gibt und natürlich werden sie es in den meisten Fällen nicht zugeben sondern eher verdrängen weil man sich ja sonst seinen eigenen Dämonen stellen müsste.




    Und jetzt wie vom TS gewünscht meine Kommentare zum Artikel.


    algemeine Kritik: Quellenangaben sind im Text vorzunehmen um zu erkennen was nun Worte des Autors sind und was nur abgeschrieben ist. Dies wurde leider versäumt, die Gründen möchte ich jetzt nicht mutmaßen.


    zum 1.Vorwort:
    Eine Hilfe sollte nur jemand geben, der den Sachverhalt objektiv überblickt. Diese Objektivität scheint dir ganz zu fehlen oder wie sonst ist es zu erklären dass du andere Meinung nicht akzeptieren möchtest, sie verdrehst und die Schreiber auch noch als dumm hinstellst.


    zu 2.Abgrenzung:
    Du schreibst zwar dass du das Thema in Gesamtzusammenhang betrachten möchtest, jedoch fehlt dann der westliche Part der in das Utang mit Einfluss nehmen sollte oder wie sonst sollte der "Westler" lernen damit umzugehen?


    zu 3.Begriffserklärung
    Eine lebenslange Verpflichtung/Schuld besteht nach meinen eigenen Erfahrungen nicht sondern nur solange bis eine eigene Familie vorhanden ist. Danach besteht die Schuld nur gegenüber der eigenen Familie, also dem Partner und den eigenen Kindern. Jedwede weitere Zuwendung an die "Erzeugerfamile" ist demnach freiwillig und dort liegt aus meiner Sicht genau der Knackpunkt der Probleme in binationalen Beziehungen. Dazu werde ich später noch ausführlicher Stellung nehmen.

    Quote

    Die Anzahl der "Overseas Filipino Workers" (OFW) in schlecht bezahlten Berufen wie Maid spricht hier eine klare Sprache. Jahrelanger Aufenthalt im Ausland, um seinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.


    Woher kommt dieser Gedankengang? IMHO sehen OFW das in vielen Fällen anders und ein Job im Ausland ist anstrebenswert, da diese Jobs aus Sicht der Pinoys gut bezahlt sind.

    Quote

    Frauen die in Bars arbeiten, haben in der Mehrheit schon Kinder. Die meist gehörte Antwort ist, ich finde mit meiner Ausbildung (etwa die Hälfte haben nur
    Elementary School) keine Arbeit und mache es um für mein Kind(er) oder jüngeren Geschwister sorgen zu können. Vielfach hat der Vater der Kinder sich aus dem Staub gemacht oder hat auch keine Arbeit.


    Wieviel hast du befragt? Wieviel % der Kinder haben einen "Staubvater" und wieviel einen arbeitslosen? Wieviel % der Kinder sind von Foreignern? Ich finde dazu keine Quellenangaben.

    Quote

    Dies geschieht natürlich auch mit dem Hintergedanken, im Sinne von „Utang na loob“, dass sich die Kinder später Mal um dich kümmern werden.


    Diese Aussage ist eine Frechheit denn sie unterstellt zum einen manipulatives Verhalten und zum anderen egoistische Absichten. Woher nimmst du diese "Erkenntnisse"?


    zu 3.1
    Utang na loob hat mit Karma wenig zu tun denn die Auswirkungen von Karma liegen in einer fernen Zukunft und soweit denken die meisten Filipinos nicht. Außerdem haben die Spanier den Pinoys beigebracht dass der Herr sowieso alles und jedem vergibt. Als bestes Beispiel dazu kann man anbringen dass Schulden in vielen Fällen schon mit dem Vorsatz gemacht werden sie nie zurückzuzahlen.


    zu 3.2
    da stimme ich mal voll und ganz zu


    zu 3.3

    Quote

    ...aber dies bedeutet nicht, dass sie ihre höher bewertenden moralische Grundsätze aufgeben im Interesse der Familie, Freundschaften oder Gemeinde.


    Genau dort fehlt der Bezug zur westlichen Welt denn dieses Verständnis des sozialen Konzepts ohne blind zu sein sollte idR dem westlichen Verständnis gleich kommen.


    zu 4.1
    Hiya gegenüber einem Ausländer gibt es idR nicht. Ausführungen dazu fehlen komplett, sind aber ein wichtiger Punkt in der Erklärung warum sich so viele Ausländer abzocken lassen. Egal ob man es nun als Scham oder Anstand betrachten möchte, beides vermisst man sehr oft. Beispiele dafür sind überzogene Forderungen zu Geschenken, einfodern des Utang na loob obwohl die Tochter/der Sohn jetzt eine eigene Familie hat, Anfragen nach Geld usw.


    zu 4.2
    Auch schön abgeschrieben aber auch hier fehlt der Bezug zum Westler denn ihm gegenüber kann ein Pinoy offensichtlich nicht das Gesicht verlieren. Desweiteren verliert der Gesichtsverlust immer mehr an Bedeutung auf den Philippinen oder wie sonst ist es zu erklären dass Driver mitlerweile schon von Einheimischen versuchen mehr Geld abzuzocken? Gier (Materialismus) ersetzt langsam aber sicher den Gesichtsverlust.


    zu 4.3
    Wie bereits oben angesprochen hat das imho kaum noch Bedeutung in der philippinischen "Kultur" denn die Kirche hat dafür einen Ausweg gefunden und der Filipino findet in den meisten Fällen die Ausrede für sich selbst: "der Herr wird mir vergeben".


    zu 4.5
    Ein sehr wichtiger Punkt und der Schlussfolgerung in Bezug auf den Westler kann ich zustimmen, jedoch sehe ich den Zwiespalt des phil. Partners nicht wirklich denn der sollte eigentlich nicht vorhanden sein da auch der phil. Partner nur seiner eigenen neuen Familie verpflichtet sein sollte. So sollte es eigentlich sein aber, und das vermisse ich an dieser Stelle, da der Foreigner in vielen Fällen nicht zum Hindi Ibang Tao (also einer der ihren) wird kann man ja weiter Forderungen stellen und hier ist auch die Ursache der Probleme zu suchen. Viele Foreigner denken dass sie wirklich dazu gehören aber irren ist menschlich.


    zu 4.6 + 4.7
    agree


    4.8 und 4.9
    ich sehe da keinen Bezug zum Thema


    zu 6.
    Beschränkt sich der westliche Kulturkreis nur auf die Schweiz oder warum wurde dieser Abschnitt so einseitig behandelt? Auch würde ich gerne mehr dazu erfahren wie der TS darauf kommt dass utang na loob aus der Schuldkultur der westlichen Länder stammt (evtl Quelle).


    zu 7.

    Quote

    Kam doch der Begriff mit der Schuld erst durch die Christianisierung in die Philippinen.


    Nachweise dazu?
    Wie erklärst du dann bitte ein gleiches/ähnliches System zB in Thailand, was ja mit dem Christentum nicht viel am Hut hat. Auch in anderen, vorwiegend asiatischen Ländern, gibt es das und die wenigsten haben etwas mit dem Christentum zu tun. In moslemischen Ländern gibt es das ebenfalls und geht dabei sogar soweit dass die Kinder bei der Wahl ihrer Partner oftmals nicht mitreden können. Wobei allerdings die Verbrechen des Ampatuanclans nichts mit Utang na loob sondern eher mit Egoismus, zu kleinen Schwänzen und zu kleinem Hirn zu tun haben (ein kleiner Spaß sei mir erlaubt).


    zu 8.
    Die Frage bleibt ungeklärt und die Ausführungen sind weit am Thema vorbei. das wäre eigentliche der Kernpunkt gewesen.
    Kleine Anmerkung: OSWs gibt es nicht, sie heissen OFW (Oversea Filipino Worker).


    zu 9.
    Was haben Konsum oder Triebhaftigkeit mit dem Thema zu tun?

    Quote

    Wie jeder philippinische Student der Soziologie weiss, ist „Utang na loob“ ein zweischneidiges Schwert.


    Pauschalisierung oder hast du alle befragt?


    10 + 11
    zwar kurz aber doch treffend abgehandelt


    12. na endlich das wichtige

    Quote

    Je nach Umstand ist es ein ganzer Familienclan der hier Erwartungen hat. Ob berechtigt oder nicht sei mal dahingestellt.


    Mir erschliesst sich nicht wieso man die Berechtigung nicht ausführlich erörtert, ist es doch gerade eines der wichtigsten Punkte überhaupt und würde die Argumente sowohl zum Verständnis als auch zur weiteren objektiven Diskussion liefern.

    Quote

    Die Frage ist jetzt wie hoch ist dieses Utang na loob und wer ist hier alles eingebunden.
    Regelt man dies nicht am Beginn einer Beziehung, führt dies früher oder später in den meisten Beziehungen zu grossen Spannungsfeldern.
    In dieses Gespräch muss die Familie zwingend einbezogen werden.


    Einspruch euer Ehren! Die Frage zur Höhe stellt sich überhaupt nicht für den denkenden Westler und ich meine hier ausnahmsweise mal die Benutzung des Gehirns und nicht das etwas tiefer sitzende "Denkorgan" des Mannes. Auf keinen Fall ist die Familie mit einzubeziehen denn alleine gegen mehrere ist nie eine gut Wahl für eine faire Diskussion und über mein Geld kann ich immer noch selbst entscheiden und benötige dafür keine Absolution von anderen. Wer hat denn schon mal seine Pinay gefragt wieviel ihre Familie denn zum Jahresurlaub seiner Eltern beisteuert?


    Aus der eigenen Familie meiner Partnerin ist mir das bekannt und auch durch Gespräche mit anderen Pinoys.


    Situation der Familie meiner Partnerin:
    Eltern
    4 ältere Geschwister (2 Brüder, 2 Schwestern), verheiratet mit phil. Partnern
    1 jüngerer Bruder unverheiratet
    Utang na loob gibt es dort nicht da jeder seine eigene Familie hat. Wenn ein Elternteil krank wird dann wird freiwillig gegeben, jeder soviel er kann und möchte. Der jüngste Bruder wohnt noch zuhause und unterstützt die Eltern wo er kann.


    das beste Gegenbeispiel dazu: Familie des Bruders vom Vater
    4 Töchter, alle vier mit Ausländern verheiratet
    1 Sohn unverheiratet
    Dort wird Utang na loob aber mal so richtig gelebt denn die 4 Foreigenr sind so "richtig lieb". Haus, 3 Grundstücke, 2 Autos, 8 Mottorräder!, Einrichtung fürs Haus, 2 Sari Saristores, die immer wieder brav aufgefüllt werden, LCD-TV, mtl. über 1000 € werden da ohne Diskussion bezahlt. Die letzte Hochzeit war im September diesen Jahres, der Ösi 29 und sie 25 (eigentlich eine gute Voraussetzung). Was er natürlich nicht weiss ist dass sie jahrelang in der Bar "gearbeitet" hat. Aber als er sie nach ihrem Geburtstaggeschenk gefragt hat (sie hatte kurz bevor sie nach Österreich ging) und sie sich prompt ein Bike wünschte hat er es auch bezahlt. Der Bruder hat sich natürlich über das neue Bike gefreut. Für die Hochzeit mussten ihre Zähne ja geweisst und poliert werden, natürlich in Makati, woanders geht das ja nicht, für 50000 PHP. und und und ..... Ob die Foreigenr wirklich nur lieb sind oder in meinen Worten als Vollpfosten zu bezeichnen sind überlasse ich jedem selbst.


    Quote

    Können sie z.B. aus Altersgründen nicht mehr arbeiten, ist es an uns die Eltern der Partnerin zu unterstützen. Viele vergessen hier, dass es keine Sozialsysteme gibt, wie wir sie bei uns kennen


    Es ist nicht die Aufgabe des Foreigners Verantwortung für andere zu übernehmen. Er ist nicht verantwortlich dafür dass es auf den Phils keine Sozialsysteme gibt und wenn es ihn nicht gäbe dann würde es auch gehen.


    13 Schlussbemerkung

    Quote

    Ich möchte hier all denen meinen Dank aussprechen die ... mich manchmal wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt haben


    Manchmal reicht eben nicht aus! SCNR



    Mein Fazit zum utang na loob
    "Jeder ist seines eigenen glückes Schmied." sagt der Volksmund aber das wird offensichtlich sehr oft vergessen. Ein christliches Sprichwort sagt "Geben ist seliger den nehmen." aber offensichtlich nicht auf den Philippinen oder gibt es dort keine guten Christen? (Memo an mich selbst: Gut und Christ, gibt es das überhaupt?).
    Wir leben in einer manipulativen Gesellschaft, lügen und heucheln gehören zum "guten Ton", Dinge werden nicht beim Namen genannt (zB Negativgewinn) aber die meisten können damit nicht umgehen und sind somit leichte Opfer. Sei es für Politiker, Autoverkäufer, Filipinas oder oder oder. Filipinas haben einen großen Vorteil: sie wachsen mit Manipulation auf und wissen wie man sie anwendet, der Westler bemerkt das idR gar nicht oder erst sehr spät denn der ganze Prozess ist schleichend, fängt mit Tampo an, steigert sich über das einreden der Schuldgefühle und geht teilweise soweit dass das Leben bedroht wird, irgendwo dazwischen kommen dann Forderungen. Als Mann hat man es sehr schwer damit klarzukommen denn man müsste sich als allererstes eingestehen dass man gegen so ein kleines zierliches Wesen machtlos ist, dann müsste man sich eingestehen dass man Hilfe braucht und dann müsste man auch noch nach Hilfe fragen und das alles nachdem sicher schon etliche Freunde und Verwandte einen darauf hingewisen hatten und man es immer als Lapalie abgetan hat. Dann beginnt die Verdrängung .... ein Weg ohne Ziel.
    Ich möchte den Filipinas in vielen Fällen keine Absicht unterstellen sondern viele werden dies sicher am Anfang unbewusst machen weil sie es eben so gewohnt sind aber wenn man dann einmal bemerkt wie einfach es ist den westlichen Partner zu manipulieren und er sich nicht wehrt, was zum Respektverlust führt, dann bettelt er doch förmlich danach. Eine suggerierte Schuld kann nur dann Erfolg haben wenn es einen Manipulator gibt und auch einen, der sich manipulieren lässt.



    Just my 2 Cents. Negative Bewertung sind ausdrücklich erwünscht, zeigen sie doch auf in welch kleiner Welt mancher lebt.


    PS: Meine ist anders oder bin ich es der anders ist? :D

    Niveau wird, von unten betrachtet, oft mit Arroganz verwechselt.

  • Wenn du es noch nicht bemerkt hast, stammen beide Zitate von mir. 8-)
    Er hat gesagt man soll mal Nachfragen was Arras ist. Er selber hat es nicht erklärt. Ich habe dazu dann versucht eine Erklärung einzustellen.
    Konträr sind sie meiner Ansicht nicht. Mit "Utang na loob" haben sie aber nur am Rande zu tun, wenn man dies auf die Grossfamilie bezieht.
    Dieser symbolische Akt, mit dem überreichen dieser Münzen, soll noch einmal die Verpflichtungen der Ehegatten untereinander und gegenüber der zukünftigen Kinder erinnern.
    Dass damit eine Unterstützung ausserhalb der neuen gegründeten Familie wegfällt, wird mit diesem Akt meiner Ansicht nach nicht begründet.
    Klar steht ab jetzt die eigene Familie im Vordergrund.
    Nocheinmal: Dass man die eigenen Eltern unterstützt, wenn es notwendig ist, ist für mich eine moralische Verpflichtung. Dazu gehören auch jüngere Geschwister in der Ausbildung.
    Aber sicher wird nicht der ganze Clan unterstützt, hier ist auch von meiner Seite ein "now go".
    Dies muss aber vorher klar gestellt werden.

  • Auf keinen Fall ist die Familie mit einzubeziehen denn alleine gegen mehrere ist nie eine gut Wahl für eine faire Diskussion und über mein Geld kann ich immer noch selbst entscheiden und benötige dafür keine Absolution von anderen.

    Ja es wird nur mit dem zukünftigen Partner diskutiert. :weia Sie wird dir zustimmen, da du ja den Power resp.Geld hast.
    Die Auseinandersetzungen überlässt du dann der Partnerin mit ihrer Familie. Du bist wirklich ein "Gentlemen" der alten Schule. :blumen


    Dann passiert dann das was du in deinem Fazit über "Utang na loob" angeführt hast.



    12. na endlich das wichtige

    Dies zeigt mir auf, dass dich das Thema Kulturverständnis vermutlich überhaupt nicht interessiert. Dir geht es anscheinend nur um dein liebes Geld.
    Und dies hat mit diesem Thema überhaupt nichts zu tun, wenn es nur darum geht, wo bekomme ich Rezepte, dass ich nicht abgezockt werde.

    Edited 3 times, last by Arthur ().

  • Dass damit eine Unterstützung ausserhalb der neuen gegründeten Familie wegfällt, wird mit diesem Akt meiner Ansicht nach nicht begründet.

    Dass die Unterstützung wegfällt ist nicht zwangsläufig, aber sie hat sich der neuen Familie unterzuordnen.


    Ich habe in Foren immer wieder gelesen, dass die von der Ehefrau geforderten Unterstützungszahlungen an die Eltern, Geschwister oder andere Verwandte die eigene Familie vor Probleme stellt. Genau das soll mit dieser Zeremonie verhindert werden.


    Man muss sich vor Augen halten, dass diese Traditionen ja nicht eigens für Ehen mit "Langnasen" erfunden wurden. Wenn sich die Verpflichtung des Utang na loob nicht neuen Bedingungen anpassen würden, so wäre eine Neugründung einer Familie hier auf den Philippinen praktisch unmöglich.


    Man stelle sich einmal folgendes Szenario vor: Eine junge Frau heiratet einen einheimischen Handwerker und sie bekommen Kinder. Das Einkommen des Mannes langt kaum fürs eigene Überleben und jetzt kommt der Utang na loob ins Spiel. Der Utang na loob trifft ja nicht nur die Frau, auch der Mann hat diese Verpflichtung. Wie soll diese junge Familie jetzt die Ansprüche der Eltern/Schwiegereltern erfüllen? Das geht ganz einfach nicht. Da greift dann die Regulierung die mit dem Aras manifestiert wurde. Unterstützung nur dann, wenn es möglich ist.


    Bei Ehen unter Einheimischen wird auch kaum die Frage nach finanziellen Zuwendungen gestellt werden. Nur wenn ein "reicher" Ausländer ins Spiel kommt, da werde solche Forderungen dann erhoben und in manchen Fällen sogar mit erheblichem Druck auf die Frau. Wie ich auch aus einigen Beiträgen hier im Forum herauslesen konnte ist es dann für die Frau einfacher, ihrerseits wieder durch Druck (Tampo) auf den Ehemann die Forderungen ihrer Familie zu erfüllen. Vielleicht spielt dabei auch eine Rolle, dass man gegenüber der Familie auf den Philippinen ganz einfach nicht zugeben will, dass man im Ausland selbst Probleme hat.



    In den Augen vieler Philippinos ist ja selbst ein Hartz IV Empfänger ja noch ein reicher Mann. Wenn man die Situation im Ausland überhaupt nicht kennt und nur ganz einfach die Euro in Pesos umrechnet, so mag das ja sogar zutreffen. Welcher hier lebende Philippino hat schon eine Ahnung über die Lebenshaltungskosten in Europa?


    Dieses Verdrängen der eigenen Probleme um hier "sein Gesicht nicht zu verlieren" führt letztendlich in eine Sackgasse.


    Es wird immer wieder gefordert, die finanziellen Angelegenheit vor der Eheschliessung zu regeln (ob in Gegenwart der Brauteltern, das lasse ich einmal dahingestellt). Das wird wohl nur in wenigen Fällen möglich sein. Ist der Bräutigam ein Beamter, so wird es wohl (theoretisch) machbar sein. Der kann seine finanzielle Lage ja auf Jahre hinaus einschätzen.


    Ganz anders jedoch bei der in der Privatwirtschaft beschäftigten. Ich kenne da einen Fall eines guten Bekannten. Der war als Computerspezialist bei Siemens beschäftigt und hatte ein wirklich sehr gutes Einkommen. Für eine Weinverkostung an einem Wochenende 200 Euro ausgegeben - kein Problem, man konnte es sich ja leisten. Frau will Grundstück für eine Farm hier kaufen, Schwiegereltern brauchen Geld, alles kein Problem. 500 Euro wurden aus der "Portokassa" bezahlt.


    Inzwischen ist dieser Mann über 50 Jahre alt und hat durch Umstrukturierung/Werksschliessungen bei Siemes seinen Job verloren, niemand beschäftigt heute einen über 50jährigen Computerspezialist mit seinen Gehaltsvorstellungen und so lebt er heute in Österreich von der Notstandshilfe (in D eben Hartz IV). Seine (phil.) Frau muss als Küchenhilfe in einem Restaurant ein par Euro dazu verdienen damit sie überleben können. Wie soll man in einem solchen Fall die Verpflichtungen an die Familie hier auf den Philippinen weiter aufrecht erhalten?


    Nicht alles kann man im Voraus planen, man muss dann eben entsprechend reagieren auch wenn es die Angehörigen hier auf den Philippinen trifft und sie sich auf einmal selbst um eine Arbeit umschauen müssen.

  • Ich habe in Foren immer wieder gelesen, dass die von der Ehefrau geforderten Unterstützungszahlungen an die Eltern, Geschwister oder andere Verwandte die eigene Familie vor Probleme stellt. Genau das soll mit dieser Zeremonie verhindert werden.

    Diese Zeremonie verhindert dies leider nicht. Hier geht es allein um die Verpflichtungen in der neugegründeten Falmilie.
    Deinem Artikel kann ich sonst zustimmen. Du erwähnst die Kernpunkte sehr treffend.
    Dass man vor dem eingehen einer Partnerschaft nicht alles regeln kann, trifft mit Sicherheit zu.
    Es geht ja aber nicht um das "wie viel Geld". Sondern wo man bereit ist Unterstützung zu bieten und wo nicht.


    Dies ist je nach nach persönlichen Verhältnissen sehr unterschiedlich und kann sich im Laufe der Zeit nach unten oder oben anpassen.
    Wichtig ist dass dies am Anfang klar komuniziert wird. Dies nicht nur gegenüber dem Partner, sondern auch gegenüber der Familie.
    Wir wollen ja unseren Partner/in nicht im kalten Regen stehen lassen und es ihr überlassen wie sie dies jetzt ihrer Familie rüberbringt.

    Dass die Unterstützung wegfällt ist nicht zwangsläufig, aber sie hat sich der neuen Familie unterzuordnen.

    Dies ist auch meine Ansicht.

  • Wenn du es noch nicht bemerkt hast, stammen beide Zitate von mir


    Doch das habe ich bemerkt aber aware1949 hat es nun einmal als letztes im direkten Konsens zitiert :P


    Dass damit eine Unterstützung ausserhalb der neuen gegründeten Familie wegfällt, wird mit diesem Akt meiner Ansicht nach nicht begründet.


    Der Meinung der Famile meiner Partnerin nach aber schon. Wem soll ich in dem Fall wohl mehr glauben, einem Schweizer, der 7 jahre auf den Phils lebt oder Pinoys, die bereits über 60 Jahre dort leben in der x-ten Generation. Ich glaube die Entscheidung fällt mir leicht.


    Ja es wird nur mit dem zukünftigen Partner diskutiert. :weia Sie wird dir zustimmen, da du ja den Power resp.Geld hast.
    Die Auseinandersetzungen überlässt du dann der Partnerin mit ihrer Familie. Du bist wirklich ein "Gentlemen" der alten Schule.


    Wieder einmal eine Fehlinterpretation deinerseits. Ich kehre zuerst in meinem Garten bevor ich einen anderen betrete oder mit anderen Worten: erst wird das zu zweit geklärt und dann wird der Familie unsere Entscheidung mitgeteilt. Eine Diskussion gibt es in dem Falle gar nicht erst mit der Familie der Partnerin denn beide Partner sind alt genug selbst über ihr Geld zu verfügen. Sowas nennt man dann auch Grenzsetzung und meine Grenzen setze ich immer noch selbst, bzw. in dem Falle setzen wir unsere gemeinsame Grenze, was allerdings überflüssig ist weil die Eltern eben ja kein Anrecht auf Utang na loob haben wenn die Tochter/de Sohn eine eigene Familie hat.


    Quote

    Dies zeigt mir auf, dass dich das Thema Kulturverständnis vermutlich überhaupt nicht interessiert. Dir geht es anscheinend nur um dein liebes Geld.
    Und dies hat mit diesem Thema überhaupt nichts zu tun, wenn es nur darum geht, wo bekomme ich Rezepte, dass ich nicht abgezockt werde.


    Wie kommst du zu dieser Schlussfolgerung? Du machst einen reisserischen Artikel über Utang na loob auf und erörtest dabei nicht einmal ob es berechtigt ist oder nicht. Genau damit zeigst du doch dass du dich leider nicht ausführlich dem Thema gestellt hast denn wenn es keine Grundlage, weder eine rechtliche noch eine kulturelle gibt, dann müsstest du ja eine Ausrede finden wieso so viele (vermutlich auch du selbst) überhaupt zahlen und dieses Eigeständnis eines Fehlers würde dann schon mehr Größe erfordern. Desweiteren möchte ich darauf hinweisen dass Verständnis von BEIDEN Seiten erwartet werden kann und nicht immer nur vom Foreigner.


    Ich möchte hier zum Verständinis noch einmal zitieren was ich bemängelt habe:

    Quote from Arthur

    12. Die Auswirkungen von Utang na loob in einer Beziehung Ausländer – PinoyJe nach Umstand ist es ein ganzer Familienclan der hier Erwartungen hat. Ob berechtigt oder nicht
    sei mal dahingestellt.


    Wer hier nicht begreift dass genau das der wichtigste Punkt überhaupt ist der soll weiterhin Zahlemann spielen, der bettelt ja förmlich danach ausgenommen zu werden.

    Quote from arapina

    12. na endlich das wichtigeMir erschliesst sich nicht wieso man die Berechtigung nicht ausführlich erörtert, ist es doch gerade eines der wichtigsten Punkte überhaupt und würde die Argumente sowohl zum Verständnis als auch zur weiteren objektiven Diskussion liefern.


    Quote from Arthur

    Dies zeigt mir auf, dass dich das Thema Kulturverständnis vermutlich überhaupt nicht interessiert. Dir geht es anscheinend nur um dein liebes Geld.
    Und dies hat mit diesem Thema überhaupt nichts zu tun, wenn es nur darum geht, wo bekomme ich Rezepte, dass ich nicht abgezockt werde.


    Dieser letzte Satz ließ mich dann doch herzlich auflachen, bedeutet er doch im Umkehrschluss dass es dir lieber ist abgezockt zu werden. :mauer Das macht es für mich auch endlich verständlich wieso du das Thema genau so und nicht anders abgehandelt hast. Abgesehen davon ist deine Aussage im letzten Zitat voll am Thema vorbei. Auch vermisse ich dass du dich den Fragen stellst, die ich dir gestellt habe (rhetorische Fragen können dabei gerne unberücksichtigt bleiben) oder anderen Meinungen Argumente entegegen stellst. Leider werden Themen, die du nicht erörtern möchtest, von dir auch aussen vorgelassen obwohl sie sehr wichtig in diesem Thema sind, wie zB die Berechtigung des Utang na loob. Aber wie bereits gesagt, jeder ist seines Glückes (oder auch Unglückes) eigener Schmied.

    Niveau wird, von unten betrachtet, oft mit Arroganz verwechselt.

  • Wenn ich die Posts zuvor lese fällt mir eine aktuelle Begebenheit aus meiner Familie ein, die vermutlich beide diskutierten Begriffe berührt und die in der Pinay Story auch noch zur Sprache kommt. Ich umreiße sie aber mal ganz kurz hier, weil ich glaube sie passt.


    Meine Frau hat ja bekannter Maßen einen Bruder, der sich mit unserer Hilfe, als Seemann auf einem Tanker einer amerikanischen Reederei verdingen konnte. Damals war er mit einer Filippina liiert, von der er sich inzwischen aber getrennt hat, und nicht verheiratet. Demnach hatte er als Single keinen eigenen Haushalt zu betreuen und somit überwies die Reederei einen gewissen festgelegten Teil auf das Konto der Mutter, was auf den RP wohl so festgelegt ist. In den vergangenen 10 Jahren habe ich Schwiegermutter in Belangen wie diesen immer vom Stamme "Nimm" kennen gelernt, und so wundert es mich gar nicht, dass nach längeren Gesprächen Mutter und Sohn sich darauf geeinigt hätten, dass er Ihr 80% seiner Heuer abzutreten hätte. Hehe, die restlichen 20% hat ihm dann die Familie bei seinen Landurlauben zu Hause aus dem Kreuz geleiert, aber das ist ein anderes Thema. :D Nun lernte er bei einem dieser Urlauber eine andere Filippina kennen. Die war Lehrerin, und fand wohl ob des Verdienstes auch den Segen der Familie. Es war immer mal angedacht zu heiraten, aber lt. Schwiegermutter wäre das ja keine Sache die Eile bedürfe. Nun ja, nach 2 Jahren nun ist es passiert, die Freundin des Seemannes ist schwanger. Mir wurde erklärt, nun müsse man heiraten weil sie ansonsten ihre Anstellung als Lehrerin verlieren würde. Bei seinem Urlaub jetzt im November wurde es dann hektisch, weil er ja schon die nächste Tankertour vor der Brust hatte. Rubbeldidupp wurde binnen 2 Wochen Hochzeit abgehalten und der Seemann konnte mit dem beruhigten Wissen, dass seiner Frau keine Kündigung mehr droht als frischgebackener Ehemann auf große Fahrt gehen.


    Im Hintergrund muß da aber wohl mehr gelaufen sein, wie erzürnte Anrufe der Mutter bei den in Deutschland lebenden Töchtern belegen. Da hat doch tatsächlich die neue Schwiegertochter in die Wege leiten können, dass die Reederei die Heuer ihre Ehemannes jetzt auf ihr Konto überweist und nicht mehr auf Das der Mutter. Das war ihr insofern unverständlich, da die Schwiegertochter als Lehrerin ja gut verdient und so per se reich ist, während sie selbst ja alt ist und nichts hat und von daher ihr Sohn ja wohl ihr verpflichtet wäre. X(


    Gerade mit Druck solcher Art war und ist sie bei Ihren Töchtern immer erfolgreich und heischte nach Unterstützung. Nach einigen einberufenen Telefonkonferenzen mit dem Bruder per Satelittentelefon, wo er bekräftigte dass er und seine Frau auch weiterhin die Eltern unterstützen werden, die Verwaltung dessen aber nun seiner Frau obliegt, schlugen sich die Schwestern auf seine Seite. Aber die Sache hat ein Geschmäckle.


    Mal aus Sicht der Schwiegermutter:


    Wohl ist die Schwiegermutter ein Verlierer diesmal
    die Schwestern im Ausland aber auch (wird doch jetzt erwartet, dass der weggebrochene fixe Einkommenanteil von Muttern irgendwer jetzt kompensieren muß)
    der Seemann ja auch, hat er sich doch offen vor seine Frau und gegen die eigene Mutter gestellt
    und die neue Schwiegertochter sowieso, zettelte die doch das ganze Dilemma an und ist somit zum Feindbild von Muttern mutiert


    Damit will ich mal ausdrücken wohin das führen kann, wenn man Traditionen über Gebühr zu seinen persönlichen Gunsten auslegt.

  • Damit will ich mal ausdrücken wohin das führen kann, wenn man Traditionen über Gebühr zu seinen persönlichen Gunsten auslegt.


    Habgier als Tradition zu bezeichnen finde ich nicht so prickelnd. Ich habe die Pinaystory mal gelesen und kann mich erinnern dass da die Girls immer nur versuchten irgendwo etwas abzuzweigen. Ich wünsche dir dass deine Holde anders ist, aber das sind die eigenen ja zum Glück immer ;)


    Habgierig ist sie nicht, aber ein großer Fan vom Abzweigen und ein Pfennigfuchser wenn es um die eigenen Groschen geht. Als ihr Angetrauter muß man stets auf der Hut und beweglich sein, so dass man nicht auf der Strecke bleibt. Das sollte jeder lernen der sich auf meinen Weg beziehungstechnisch einlassen will. :D Da OT der Comment als edit, lg railman

    Niveau wird, von unten betrachtet, oft mit Arroganz verwechselt.

  • Sowohl der weiße Ehemann als auch die Pinay haben nach der Hochzeit nur für eins Sorge zu tragen, nämlich dass es ihrer eigenen Familie gut geht. Es besteht keinerlei Verpflichtung gegenüber Eltern, Geschwistern, Tanten der Pinay. Das gilt für Pinoys genauso wie für Weiße.

    Arapina, wenn ich Dich richtig verstehe behauptest Du, dass es "Utang na Loob" nicht gibt, wenn die Tochter/der Sohn eine eigene Familie hat! Das "Utang na Loob" sei dann quasi erfunden oder umfunktioniert, um Foreigner abzuzocken.


    Letztendlich handelt es sich beim "Utang na Loob" um nichts anderes als um familiaere Armutshilfen! Es ist keine besondere philippinenspezifische Kultur, sondern man findet die Familienunterstuetzung als moralische Instanz in allen armen Laendern ohne Sozialsysteme rund um den Globus, ganz gleich welche Glaubensrichtung die Menschen vertreten. Auch in Europa gab es dies in vergangenen Jahrhunderten, auch wenn man dies damals noch nicht "Utang na loob" nannte! :D

    Bei diesem Beispiel handelt es sich nicht um "Utang na Loob" oder um Armutshilfe, sondern schlichtweg um ein Business! Es gibt genug Ehen zwischen Foreignern und jungen Frauen aus Drittweltlaendern, die nur zu dem Zweck geschlossen wurden und nur so lange funktionieren, weil erhebliche finanzielle Gegenleistungen fliessen. Die Frauen opfern sich fuer einsame und verzweifelte Maenner aus Erstweltlaendern, die bereit sind alles dafuer zu geben um nicht einsam bleiben zu muessen! Dies wird in jenen Faellen zwar kaum so offen ausgesprochen aber auch die Maenner sind sich dessen meist durchaus bewusst! Dass sich nun in Deinem Beispiel ein 29jaehriger in die 25jaehrige verguckt hat ist wohlmoeglich eher als "Pech" fuer die Filipina zu bezeichnen. Da deren gesamte Familie auf dem "Foreigner-Trip" ist und man sich fleissig schicken laesst hat sie vermutlich eher z.B. einen 60jaehrigen einsamen Witwer gesucht! Man kann fuer sie nur hoffen, dass dieser 29jaehrige irgendwelche Handicaps hat, die zu Schwierigkeiten fuehren andere Frauen zu finden, damit auch er fuer seinen lebenslangen "Escortservice" bereitwillig bezahlt! Oder dass es ihr gelingt moeglichst schnell ein dauerhaftes Abhaengigkeitsverhaeltnis zu schaffen, damit er "aus der Nummer" nicht so einfach wieder herauskommt!
    Wenn die Geltransfers derart ausufern hat dies aber nichts mehr mit "Utang na Loob" zu tun!!!!!!!


    Utang na Loob hat erst einmal nichts mit Abzocke zu tun, sondern mit fuer das Zusammenleben sinnvollen innerfamiliaeren Unterstuetzungen, die im Krankheitsfall, bei Ausbildung, Arbeitslosigkeit oder fuer Beduerfnisse des taeglichen Lebens von den staerkeren and die schwaecheren Familienmitglieder gezahlt werden. So aehnlich wie in Deutschland die Sozialsysteme funktionieren, so funktioniert es mikrooekonomisch innerhalb der Familien (und nicht nur dort! Auch z.B. in der Nachbarschaft, in sozialen Gemeinschaften) auf den Philippinen.
    Und genauso wie es in Deutschland unterschiedliche politische Auffassungen darueber gibt, wieviel Geld an Sozialleistungsempfaenger gezahlt und welche Bedingungen daran geknuepft werden sollen, so laesst sich auch die innerphilippinische Armutshilfe von den potentiell Staerkeren einer Familie unterschiedlich interpretieren!
    Railman hat ein gutes Beispiel gebracht, wie es nach einer Hochzeit zu Konflikten zwischen der Stammfamilie und der neuen Familie kommen kann. In seinem geschilderten Fall war die neue Ehefrau staerker als die Mutter des Ehemannes. Es haette aber auch anders herum laufen koennen!


    Dass es Utang na Loob nicht nur vor, sondern auch nach Eheschliessungen gibt ist auch der Grund dafuer, weshalb von wenigen Ausnahmen abgesehen innerhalb der Schichten geheiratet wird! Der Sohn des Hauses einer Mittelstandsfamilie wird kaum auf die Idee kommen, die Maid des Hauses zu heiraten. Mag diese noch so schoen aussehen! Dessen Schwester wuerde genau so wenig auf die Idee kommen, den Housekeeper zu ehelichen! Sollte es doch einmal vorkommen laeuft das Kind Gefahr, von der Familie verstossen zu werden (ich kenne derartige Faelle), weil ansonsten der eigene Bankrott drohen koennte, wenn der Ehepartner armer Herkunft die Verfuegungsgewalt ueber das Familien-Geld in seine Haende bekommen wuerde!
    Dass in vielen Philippinischen Familien nach einer Heirat keine oder kaum Unterstuetzungen geleistet werden liegt also in erster Linie daran, dass diese dann selber kaum Geld fuer sich zur Verfuegung haben bzw. die Eltern nicht hilfsbeduerftig sind! Arm heiratet auf den Philippinen in weit groesserem Masse arm und reich reich als dies in Mitteleuropa der Fall ist! Die ueblicherweise vorhandenen Wohlstandgefaelle zwischen den meisten geschlossenen Foreigner-Filipina-Ehe, ueber die wir hier diskutieren gibt es in rein Philippinischen Ehen fast nie! Somit hinkt auch jeder Vergleich beim Thema "Utang na loob"!
    Die Zustimmung der Eltern fuer eine Eheschliessung spielt zudem auf den Philippinen eine weit groessere Rolle als in Mitteleuropa! Und Eltern in Armutslaendern denken in aller Regel zuallererst an die wirtschaftlichen Perspektiven, die ein zukuenftiges Schwiegerkind bieten wuerde! Das ist im Kongo, in Kuba oder in Indonesien nicht anders als auf den Philippinen!


    LG Carabao

    Edited once, last by Carabao ().

  • Seit Kindheit war ich eigentlich schon sehr skeptisch gegenüber den Utang na Loob Mentalität meines Volkes. Ich war ja auch nicht allein mit diesen Eindruck...denn es gab viele von uns Filipinas die so denken. Deshalb tat ich alles um irgendeinen Utang na Loob von irgendjemand zu vermeiden. Ich habe deswegen mein ganzes Collegeabschluss selbst bezahlt, obwohl ich ein "reicher" Foreigner Onkel gehabt hab. Meiner Meinung nach tut eine typische Filipina alles um niemand einen Gefallen zu schulden. Utang na Loob zu verzichten ist leider nicht möglich für die jenige die es nicht leisten können.... und die sind auch leider die die Foreigners am meistens heiraten! :(

    Mabuhay ang Pilipinas at Alemanya kung saan si Jesus ay Diyos at Panginoon! :yupi
    Long live Philippines and Germany where Jesus is Lord and God!

  • Seit Kindheit war ich eigentlich schon sehr skeptisch gegenüber den Utang na Loob Mentalität meines Volkes. Ich war ja auch nicht allein mit diesen Eindruck...denn es gab viele von uns Filipinas die so denken. Deshalb tat ich alles um irgendeinen Utang na Loob von irgendjemand zu vermeiden. Ich habe deswegen mein ganzes Collegeabschluss selbst bezahlt, obwohl ich ein "reicher" Foreigner Onkel gehabt hab. Meiner Meinung nach tut eine typische Filipina alles um niemand einen Gefallen zu schulden. Utang na Loob zu verzichten ist leider nicht möglich für die jenige die es nicht leisten können.... und die sind auch leider die die Foreigners am meistens heiraten! :(

    Hallo German-Joy


    Vielen Dank fuer Deine aufklaerenden Zeilen. Du bestaetigst damit mit wenigen Zeileinn die Ausfuehrungen des Threadstarters Arthur.
    Wie Du sagst: Es gibt das Utang na Loob! Richtigerweise bemerkst Du, dass es sehr individuell gehandhabt wird.
    Somit koennte man ja wieder aus dem Schlagabtausch in die Realitaet zurueckkehren! Du bist eine Philippina, Du kennst Deine Landsleute, Du kennst die Verhaltensweisen. :clapping
    Nochmals, vielen Dank! :blumen


    Gruss aus Panglao


    Hampi

    .....you can get it, if you really want! :mauer

  • Seit Kindheit war ich eigentlich schon sehr skeptisch gegenüber den Utang na Loob Mentalität meines Volkes. Ich war ja auch nicht allein mit diesen Eindruck...denn es gab viele von uns Filipinas die so denken. Deshalb tat ich alles um irgendeinen Utang na Loob von irgendjemand zu vermeiden.

    Ein ausgesprochen lobenswerter Zug von Dir.


    Nur eine Frage am Rand. Untang na loob hat man doch von Geburt her den Eltern gegenüber und andererseits, meine Verwandten begannen das College mit 16 Jahren. Arbeiten darf man aber erst ab 18. Wie hast Du das Problem gelöst?


    Vielleicht hast Du Anregungen (evtl.eigener Thread??), wie man das lösen könnte denn in meiner Verwandtschaft hats noch etliche junge Damen die in absehbarer Zeit mit einem Studium beginnen wollen.

  • Ein ausgesprochen lobenswerter Zug von Dir.


    Nur eine Frage am Rand. Untang na loob hat man doch von Geburt her den Eltern gegenüber und andererseits, meine Verwandten begannen das College mit 16 Jahren. Arbeiten darf man aber erst ab 18. Wie hast Du das Problem gelöst?


    Vielleicht hast Du Anregungen (evtl.eigener Thread??), wie man das lösen könnte denn in meiner Verwandtschaft hats noch etliche junge Damen die in absehbarer Zeit mit einem Studium beginnen wollen.

    Sorry, diese Frage ist nicht korrekt (im Sinne der political Correctness) und sehr unhöflich gegenüber einer Filipina die sich die Mühe macht, hier im deutschen Teil mitzumachen.
    Soche Fragen sind für mich hinterhältig. So wie ich das aufasse möchtest du ihr beweisen, dass ihre Aussagen so ja gar nicht stimmen können.
    Im Klartext sagst du es nicht. Ein schlechter Beigeschmack bleibt aber bei mir.
    Andere sind sicher anderer Meinung und hacken bei jeder Gelegenheit auf ihr rum.
    Es stört das Bild, dass sie sich gewisse Herren über die Frauen in den Philippinen aufgebaut haben. :mauer

    Edited once, last by Arthur ().

  • Arthur


    Meine Frage soll als Anlass für German Joy genommen werden, einmal zu erklären, wie sie das College aus eigener Kraft finanziert hat.


    Ich hab 3 Kinder aufs College und 1 aufs Lyzeum geschickt, die hatten wirklich keine Zeit, nebenbei Geld zu verdienen um sich ihr Studium selbst zu bezahlen.


    Ob jetzt meine Frage höflich oder unhöflich ist, interessiert mich nicht die Bohne. In meinen Augen ist das, was sie geschrieben hat, ganz einfach unmöglich und daher soll sie ihre Behauptung auch erklären. Aber, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren und würde mir vielleicht in Zukunft Geld ersparen wenn ich weis, wie sie es gemacht hat.


    Insoferne hast Du mit Deiner negativen Bewertung sogar recht :clapping :floet


    Mancher versteht doch eine gewisse Ironie :D

  • @ Carabao

    Quote

    Das "Utang na Loob" sei dann quasi erfunden oder umfunktioniert, um Foreigner abzuzocken.


    Genau das wollte ich damit sagen. Natürlich "nur" in den meisten Fällen (um eine Pauschalisierung zu vermeiden) :D
    Du betitelst es dann Business, wobei ich deinen Ausführungen zustimme, jedoch geschieht dies immer unter dem Deckmantel "Utang na loob". Jede noch so kleine oder große Forderung wird daran festgemacht.
    Das "echte" Utang na loob kommt doch nur in Notsituationen zu tragen und das wollen viele offensichtlich nicht begreifen, was du wohl auch so gemeint hast wenn ich dich recht verstehe. Dieses möchte ich auch nicht schlecht machen.


    @ hampi
    Dir größte List des Teufels war es den Menschen glauben zu machen er würde nicht existieren. Wenn sich also eine Filipina positiv darstellt (was stimmen könnte aber nicht stimmen muss) dann gilt dies für alle? Haleluja!


    @ Arthur
    Wer keine Argumente hat oder keine Antworten hat der gibt negative Bewertungen. Allerdings hast du vergessen Rechtschreibfehler aufzuzeigen, das machen solche Leute wie du auch immer gerne :D
    Damit hast du doch selbst gezeigt wie verzweifelt du bist. Zu wenig Anerkennung von mir? Sei nicht traurig, zu Weihnachten bekommst du einen Keks. Ist schön blöd wenn denkende Menschen nicht vor einem stramm stehen, gelle? (Nein ich erwarte keine Antwort, das war rhetorisch.)

    Niveau wird, von unten betrachtet, oft mit Arroganz verwechselt.