Posts by Alacrity23

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    Es wird nur bis zu einem bestimmten Faktor X der Gebührenordung bezahlt, falls der behandelnde Arzt in seiner Rechnung Steigerungen einsetzt, bleibst du darauf sitzen!


    Nein, der Arzt bleibt darauf sitzen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Rechnung von einer Frau, die in den Philippinen an einem Marktstand aushilft, eintreiben lässt. Die Ausreise der Zahlungspflichtigen verhindern und in den Schuldturm sperren geht auch nicht und ein etwaiger VE-Geber ist nur für Kosten verantwortlich, die den Behörden entstehen.


    In der Position ist der Arzt ganz schnell mit den Gebührensätzen zufrieden, die die Reisekrankenversicherung auch zahlt oder er weigert sich gleich die Patientin zu versorgen, was bei einer Nierenkolik aber wohl nicht geht.

    Argument für Studium in Deutschland ist klar: Keine Studiengebühren
    Es wird wohl wenig Nachfrage geben nach Englischstudium ohne Voraussetzung von Deutschkenntnissen, da das Ziel des Studiums normalerweise Lehramt an deutschen Schulen oder Fremdsprachensekretär oder Dolmetscher sein wird, warum sollte sich das sonst jemand antun?


    Es gibt aber jede Menge Master- und PhD Programme, bei denen nur Englisch an Sprachkenntnis vorausgesetzt wird.


    Dann hast du sehr mangelhaftes Textverständnis. Da steht überall, was ich schon ausführte:
    EU-Bürger haben Recht auf Freizügigkeit.
    Auch Verwandte in aufsteigender Linie (Eltern, Großeltern) und absteigender Linie der freizügigkeitsberechtigten Person oder ihres Ehegatten bzw. Lebenspartners, denen die freizügigkeitsberechtigte Person oder ihr Ehegatte bzw. ihr Lebenspartner Unterhalt gewährt, geniessen abgeleitete Freizügigkeit.
    Visum für die Einreise ist nicht nötig.
    Alle haben unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt und bekommen auf Antrag eine Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Unionsbürgern, die 5 Jahre gültig ist.
    Freizügigkeit ist in den ersten paar Monaten total voraussetzungslos, danach erfordert sie entweder Arbeit, Ausbildung oder ausreichende Existenzmittel+KV (§ 4 S. 1 FreizügG).

    Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung:


    Art. 2 Nr. 2 d) RL 2004/38/EG für die hier relevante Definition von Familienangehörigen, hat der deutsche Gesetzgeber auch umgesetzt in § 3 II Nr. 2 FreizügG, nur dass in Deutschland Deutsche normalerweise nicht freizügig sind, aber im EU-Ausland sind wir es.

    In wie weit die EU Freizügigkeit anwendbar ist bleibt fraglich.


    Was soll da fraglich sein? Der TS ist Deutscher, wenn er jetzt nach Luxemburg, Belgien, Frankreich, Polen, Dänemark, Österreich, Tschechien oder sonstwohin in der EU umzieht, übt er Freizügigkeit aus und natürlich geniessen dann seine von ihm abhängigen Angehörigen abgeleitete Freizügigkeit. Die Schwiegermutter könnte gleich dableiben ohne noch ein Visum beantragen zu müssen und anfangen zu arbeiten. Der TS müsste halt nur mit seiner Familie aus Deutschland wegziehen.

    Versicherung und Bestreitung des Lebensunterhalts sind bei einer Familienzusammenführung zu Deutschen sowieso irrelevant. Es ist also egal, was sie bei 13. schreibt, solange da nicht drin steht, dass sie ihr Geld selber druckt. Eine Flugbuchung oder Reservierung ist auch nicht nötig.


    Wenn du willst, kannst von deiner Versicherung eine Bestätigung darüber holen, dass sie ab Einreise in die Familienversicherung aufgenommen werden kann, ist aber nicht Erteilungsvoraussetzung.

    Möglich ist es, aber in der Regel wird sie gebeten werden, das (richtige) Visumsverfahren nachzuholen.


    Sie kann einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis stellen. Die Ausländerbehörde kann dann entweder erteilen, wenn sonst alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, oder ablehnen und sie zur Ausreise auffordern.

    Eine Doppelte Staatsbürgerschaft durch Geburt, ist hier möglich. Siehe anderer Thread wo dieses Ausführlich diskutiert wurde.


    Als Erwachsener geht das aber nicht mehr! Es gibt kein Abkommen.


    Doch, das geht durch einen Antrag auf Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit.
    Nach § 12 Abs. 1 StAG ist Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit nicht Voraussetzung für die Einbürgerung, wenn dem Ausländer bei Aufgabe der ausländischen Staatsangehörigkeit erhebliche Nachteile insbesondere wirtschaftlicher oder vermögensrechtlicher Art entstehen würden, die über den Verlust der staatsbürgerlichen Rechte hinausgehen. Das ist z. B. dann der Fall, wenn der Ausländer dadurch in seinem Herkunftsland seinen Grundbesitz verlieren würde oder nicht mehr erben könnte.


    Und nochmal, auch wenn das schwierig zu begreifen ist, Pass ist nicht gleich Staatsangehörigkeit!


    Doch, es wäre ganz einfach: Es bräuchte nach der Abgabe des alten Passes lediglich wieder ein neuer Pass beantragt werden - das war's. Aus philippinischer Sicht, wie bereits ausgeführt, zudem legal.


    Du meinst nicht es könnte strafbar sein, bei einem Büro der DFA einen Pass zu beantragen und dabei vergessen zu erwähnen, dass du letzten Monat den Affidavit of Renunciation unterschrieben hast?


    "That I am executing this affidavit to expressly renounce my Philippine citizenship."

    Auch in Deutschland ist eine mehrfache Staatsangehörigkeit nicht verboten, aber wenn eine Staatsangehörigkeit auf Antrag erlangt wird, muss man normalerweise die alte aufgeben (Ausnahme: Beibehaltungsgenehmigung).


    Die Philippinische Botschaft hat hier Merkblatt und Formular für die Rückgabe der philippinische Staatsngehörifkeit, wenn man die deutsche erwerben will.


    Mit dem Affidavit of Renunciation ist die philippinische Staatsangehörigkeit futsch, aber wenn die Passbehörde auf den Philippinen davon nichts weiss stellt sie den Pass natürlich aus ohne dass dadurch der Inhaber wieder Staatsangehöriger der Philippinen wird.

    Pass ist nicht gleich Staatsangehörigkeit.


    Wenn ein Staatsangehöriger der Philippinen die Einbürgerung in Deutschland beantragt, dann muss er, wenn er keine Genehmigung zur Beibehaltung seiner Staatsangehörigkeit bekommt, mit der Einbürgerungszusicherung seine Entlassung aus der philippinischen Staatsangehörigkeit veranlassen, dabei gibt er auch seinen philippinischen Pass zurück.


    Wenn er dann in Deutschland eingebürgert ist, kann er einen deutschen Pass bekommen.
    Er kann dann versuchen einen philippinischen Pass zu bekommen, aber er ist kein Staatsangehöriger der Philippinen mehr. In den Philippinen bekommt er vielleicht den Pass, weil er verschweigt, dass er entlassen wurde und die Behörde nicht auf die Idee kommt, das zu prüfen, aber er wird damit nicht wieder ein Staatsangehöriger der Philippinen. Er besitzt nur den philippinischen Pass, den er sich erschlichen hat.


    Solange er den erschlichenen Pass in Deutschland nicht verwendet ist die Sache also nur relevant in den Philippinen, wo er dafür bestraft werden könnte, wenn es rauskommt.

    Denn die Deutschen müssen sich dabei nach philipp. Recht richten.


    Das wäre ja noch schöner, natürlich müssen sich deutsche Beamte nach deutschem Recht richten!


    Auch wenn ein anderes Land die Heirat ohne Zustimmung des Vormunds oder Konvertierung verbietet, muss in Deutschland die Heirat trotzdem möglich sein, selbst wenn als Konsequenz u. U. eine hinkende Ehe zu stande kommt, die im Heimatland eines Partners nicht gültig ist. Das hat das BVG längst klargestellt.


    Die Befreiung vom EFZ ist auch ohne Zustimmung der Eltern möglich und damit Trauung in Deutschland und Visum.
    Eine andere Frage ist, ob sie ohne die Zustimmung der Eltern den CFO Sticker zur legalen Ausreise bekommen kann.

    Vom Seminar sind Kinder bis zur Vollendung des 12. LJs ausgenommen, aber Kinder müssen trotzdem registriert werden.


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    For children 12 years old and below are exempted from attending the PDOS. They must, however, be registered, even if by proxy.


    Und der Sticker ist die Quittung für die Registrierung.

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    An emigrant who has properly registered with the commission will have in his passport the CFO sticker which will be inspected by the Bureau of Immigration upon departure.


    http://www.cfo.gov.ph/index.ph…-immigrant-visa&catid=139


    Wenn einem Kind mit Einwanderungsvisum aber ohne Sticker die Ausreise nicht verboten wird, ist das reine Kulanz/Schlamperei der hervorragend geschulten immigration officers.


    Alles klar, hatte MicBes schon aufgeklärt. Damit braucht auch das Kind den Sticker, obwohl es überhaupt kein Visum hat.



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    Als meine Kinder 2013 in D waren, wurde kein Sticker verlangt, aber natürlich war es nicht klar für die Immi, ob sie auf Besuch in D sind oder sich dort niederlassen wollen. Und wie ist es dann mit der Verlängerung des philippinischen Pass bei der Botschaft in Berlin ohne Sticker?


    Dann haben die hervorragend geschulten immigration officers 2013 wohl einen Fehler gemacht.
    Die Passverlängerung wird wohl nicht betroffen sein, warum auch, das würde ja nur die Heimkehr in die Philippinen verhindern. Nur die nächste Ausreise aus den Philippinen könnte schwierig werden.
    Edit: Sind die Kinder als Besucher, also ohne Sticker, ausgereist und dann länger als ein Jahr weggeblieben, sollten sie laut Guideline das nächste Mal, wenn sie als Besucher irgendwohin ausreisen wollen, automatisch einer secondary inspection unterzogen werden:



    Ehrlich gesagt kann ich bei der genannten Norm nicht wirklich die Grundlage für die Prozedur erkennen, sondern nur die Grundlage für die Schaffung einer Behörde, denn in Art. 19 steht:


    Der Thread gehört imo eigentlich eher ins Forum zum Umgang mit Behörden in den Philippinen.