Posts by Seeräuber

    Ich persönlich fände das Thema "Kinder kriegen" auch recht wichtig für eine längere Zukunft - sollte diese dann letztendlich doch in Betracht kommen. Im Grunde will wohl fast JEDE Filipina eigene Kinder haben. Solltest du bereits jetzt das Gefühl haben, dass du selbst keine eigenen Kinder haben möchtest, sie dir aber bereits jetzt immer wieder ihren Kinderwunsch mitteilt, dann würde ich das ganze beenden, da ihr auf Dauer nicht glücklich werdet und sie sich wahrscheinlich irgendwann jemanden suchen würde, der ihr diesen Wunsch erfüllt.

    Sie auf Dauer abgesichert sehen zu wollen (z.B. unter anderem durch den Kauf eines Hauses oder eines Condos für sie), und dies unabhängig davon, ob ihr zusammen bleibt oder nicht, ehrt dich. Aber dann solltest du das auch wirklich nur machen, wenn du viele viele entbehrliche Teuros auf dem Konto liegen hast. Meiner Meinung nach...


    Ich bin kein Anwalt, aber ich glaube zu wissen, dass bei solch einer Schenkung die Klausel "Ehe gebunden" nicht fehlen sollte. Dann würde bei einer Scheidung auch ein potenzieller Zugewinn des Hauswertes egal sein. Außerdem könnten sich deine Eltern ein lebenslanges Nießbrauch Wohnrecht in den Schenkungsvertrag eintragen lassen - oder sogar eine Klausel, dass das Haus in Falle deines vorzeitigen Todes wieder (ohne Zahlung von Schenkungssteuern) an sie zurückfällt. Dann könnten sie selber noch mal entscheiden, ob sie deine Frau letztendlich als Erbin des Hauses eintragen lassen wollen.

    @Totti: Großen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Das ist auch sehr hilfreich und zeigt, dass die Einbürgerung doch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Unterlagen haben wir selbstverständlich alle beisammen. Und ich hoffe, dass man hier in HH schneller ist.

    Auch interessant zu lesen, wie der Vorgang beim Zuzug eurer Kids vonstatten ging. Ich bin davon überzeugt, dass die beiden Töchter sich auch sprachlich recht schnell integrieren und auf sie eine sehr gute, auf jeden Fall bessere Zukunft wartet,als es voraussichtl. auf den Phils der Fall wäre. Das wichtigste bei allem ist aber, dass meine Frau, also ihr Mutter und Töchter zusammen sind.

    Ich würde das ganze aufgeben, warum wollt ihr die Kinder nach D. holen wenn ihr nicht die Kohle oder Wohnung habt das zu managen? Warum muss deine Frau lauter Mini-Jobs haben und kann nicht Vollzeit arbeiten? Warum suchst Du Dir nicht einen richtigen Job und gibst die Selbstständigkeit auf, wenn dabei nichts zu verdienen ist? Erst mal diese Probleme lösen, dann einen vernünftige Wohnung, dann Familiennachzug.

    Aufgeben? Aus diesen Gründen? Es geht um viel mehr als Jobs, Nebenjobs oder Wohnfläche. Es geht darum, dass die Kinder endlich bei Ihrer Mutter aufwachsen, da sowohl ihre Kinder die Mutter als auch die Mutter ihre Kinder sehr vermissen und zusammen sein wollen. Anderer Punkt ist: ich bin seit 20 Jahren auf den Philippinen unterwegs und kenne die dortige Jobsituation. Selbst hochgebildete sitzen arbeitslos mit 5 anderen Filipinos in einem Raum mit 1 Ventilator und wissen nicht, wie sie das Geld aufgrund der enorm gestiegenen Lebensmittelkosten zusammenkratzen sollen. Wenn die Kids groß sind, könnte auch ihnen dieses Schicksal blühen, obwohl sie intelligent sind. Hier in Deutschland bekommen selbst die ungebildetsten einen Job - ohne ein Wort Deutsch zu können und verdienen so viel, dass sie sich nach einigen Jahren auf den Phils ein kleines Townhouse kaufen können. Hier in Deutschland müssen sie für Bildung nichts bezahlen, während die Private School auf den Phils schon jetzt jährlich mit 2400 Euro zubuche schlägt, und das College oder allg. Ausbildung unbezahlbar ist. Du weißt hoffentlich, dass sich z.B. eine Ausbildung zur Krankenschwester auf den Phils nur die Reichsten gönnen können, während man hierzulande selbst in der Ausbildung 1000 Euro einsackt? Abgesehen von den miesen Zukunftsaussichten als Krankenschwester auf den Phils. Und du sagst mir, ich solle das Vorhaben abblasen?

    Übrigens habe ich 1. nichts von lauter Mini-Jobs geschrieben sowie, dass meine Freiberuflichkeit langsam ins Rollen kommt (aller Anfang ist schwer) und ich dieses Jahr voraussichtlich auf ein monatliches Einkommen von gut 1.000 Euro komme, meine Frau einen unbefristeten 25h Teilzeitjob mit 870 Netto hat (unbefristet ist Voraussetzung bei Einbürgerung bei der Berechnung des Einkommens) und mit einem 450 Nebenjob (den meine Frau bis Ende letzten Jahres sowieso hatte) kämen wir schon jetzt ohne viel Aufwand (denn bei 25/Woche ist ein 450 Job leicht zu bewältigen und alles in allem käme dies einem Vollzeitjob gleich) auf 2.320 Euro Netto plus knapp 400 Euro Kindergeld. Weshalb sollte meine Frau sich einen Vollzeitjob suchen, wenn sie mit dem Teilzeit plus 450 Nebenjob auf mindestens das selbe Gehalt kommt? Und weshalb soll ich jetzt, nachdem ich mir langsam und stetig einen Kundenstamm aufbaue, alles übe den Haufen werfen, wenn abzusehen ist, dass es bei derzeit 1000€ monatl. zukünftig besser und besser läuft? Weshalb?

    Zur Wohnung: Unsere derzeit kleine Wohnung (mit 675 Euro warm bei 44 qm) in Hamburg verfügt über jeweils 16/18 qm große Zimmer. In einem davon würden (übergangsweise) die Kids schlafen. Das, in dem sie derzeit zu Dritt oder Viert schlafen, ist halb so groß. Ich habe auch geschrieben, dass wir voraussichtlich Mitte 2020 in meine kleine Heimatstadt ziehen werden. Dort wartet eine neugebaute Wohnung meines Onkels mit 80 qm, in der wir für 60% der ortsüblichen Miete wohnen können. Wären nicht mehr als jetzt. Sollen wir das nette Angebot aus irgendwelchen Gründen nicht annehmen? Ich kann meinen Job auch von dort aus ausführen, und meine Frau kann dort in der Firma meines Stiefvaters oder bei Firmen von meinen Freunden arbeiten.

    Ich habe es satt mich ständig rechtfertigen zu müssen, dass wir die Kinder meiner Frau nach D holen - insbesondere, da ich hier sämtliche Gegebenheiten aufgeschrieben habe und es für keinen persönlichen Grund finanzieller Art gibt, dieses wichtige Vorhaben wie du schreibst abzublasen. Es ging mir bei der Eröffnung dieses Threads vor allem darum zu erfahren, wie man dabei am besten vorgeht - um Voraussetzungen (im letzten Fall bzgl. einer Einbürgerung, denn dieses würde uns gleichzeitig weitere Zeit oder der Familienzusammenführung verschaffen). Bei meinen Fragen haben mir viele hier sehr geholfen. Dafür sind wir sehr dankbar!!!

    Das Thema bestimmt gerade einen Großteil unseres Zusammenlebens. Vielen Dank, dass ihr mir bzw. uns so helft!

    Nachdem meine Frau sich (hoffentlich so schnell wie möglich) einen zusätzlichen 450 Euro Job gesucht hat, werden wir uns mit dem zuständigen Amt in Verbindung setzen, alles oben genannte vorlegen und hoffentlich eine halbwegs verbindliche Zusage über die Einbürgerung bzw. deren Chancen erhalten. Zuvor werde ich noch einen privaten Altersvorsorgeplan mit einer Einzahlung von monatlich 200 Euro abschließen (ergibt ca. 50k bei Renteneintritt). Hoffe, dass das auch noch als Pluspunkt gewertet wird.

    Das mit dem geplanten Nachzug der Kinder werden wir natürlich auf gar keinen Fall erwähnen. Selbst bei Nachfrage nicht, denn dann würde man sicherlich die enstehenden Zusatzkosten mit einberechnen und wir hätten schlechte Karten. Ich hoffe auch, dass Fakten wie, dass ich niemals in meinem Leben Schulden (Kredit) hatte und in meinem gesamten Leben nur 3 Monate ALG1 erhielt, Pluspunkte ergeben. Vielleicht sollte ich auch noch meinen Uniabschluss oder Arbeitszeugnisse ehemaliger Arbeitgeber vorlegen, um weitere Pluspunkte zu sammeln? Ich weiß es nicht.

    LG

    Danke euch vielmals für die Antworten.
    Da die älteste Tochter erst in 1.5 Jahren ihr 16. Lebensjahr vollendet hat, erhoffe ich mir, dass bis dahin die dt. Staatsbürgerschaft von meiner Frau erlangt und der Antrag bei der DBM eingereicht wurde.

    Meine Frau hat einen unbefristeten Teilzeitvertrag, leider aber nur mit 870 Euro Netto honoriert. Wir hoffen, dass ein bald dazukommender 450 Euro Job auch noch in die perspektivische Einkommensentwicklung mit hineinfließt. Bei meinem langsam in Schwung kommenden Freelancerjob könnte ich wie gesagt auch die ersten 6 Monate dieses Jahres einen Einkommensnachweis von rund 1000 Euro beisteuern.

    Ich hoffe, dass das Amt diese sicheren (Teilzeitvertrag mit 870 Euro Netto) und etwas unsichereren Einkünfte (450 Eurojob & mein Freelancerjob) als perspektivisch ausreichend einstuft und bzgl. Altersvorsorge mein Bankguthaben von rund 100k sowie das auf mich überschriebene Haus (mit Nießbrauchsrecht meiner Mutter) als ebenso ausreichend empfindet.

    Ich hatte hier schon überlegt, ob ich kurzfristig eine gesonderte monatliche Einzahlung von z.B. 300 Euro in einen Rentenfonds oder ähnlichem starten soll, um dem Amt diese zusätzliche Altersvorsorge belegen zu können.

    LG

    Wir würden die beiden Töchter ja gern so schnell wie möglich nach D ziehen lassen. Jetzt, wo der Vater der Kinder endlich "mitspielt" (lange unschöne und verzwickte Vorgeschichte).
    Bestenfalls gelingt es meiner Frau, die dt. Staatsbürgerschaft so schnell wie möglich zu erlangen - was von den oben erwähnten Faktoren abhängt. Die Frage wäre dann natürlich, ob sie sofort nach einer (potenziellen) Einbürgerung das Familienzusammenführungsvisum für die Kinder beantragen kann, oder ob die deutschen Behörden einfordern, dass man z.B. erst mal 2 Jahre dt. StaatsbürgerIn sein muss, um die Kinder mit den o.g. einfacheren Voraussetzungen hierher holen kann. Ungern wende ich mich mit solch einer Frage an die zuständigen Behörden, um nicht schlafende Hunde zu wecken.

    Es ist zwar richtig, dass man bei der Einbürgerung die Schreibweise des Vornamen ändern kann; jedoch kann niemand wissen, ob damit das philipp. DFA dann letztendlich einverstanden ist oder nicht doch eine Änderung der Philipp. Geburtsurkunden verlangt.

    Sobald meine Frau die Schreibweise in ihrem neuen dt. Ausweis ändern lassen würde, würde dieser dann ja auch mit dem Namen in ihrer Geburtsurkunde als auch in der ihrer Kinder wieder übereinstimmen. Insofern dürfte das DFA diesbezüglich ja eigentlich auch keine Probleme mehr bereiten. Denn hier würde ja nicht mehr der alte, nicht mehr gültige Filipino Ausweis vorgelegt werden, sondern der neue dt. Ausweis.

    LG

    Vielen Dank für deine Antwort, hge!

    Vielen Einträgen im Netz entsprechend, entfällt bei einem Kindernachzug zu einem deutschen Staatsangehörigen die Voraussetzung bzgl. Einkommen und Wohnraum (insbesondere der letzte Punkt bei unserer derzeitigen Wohnung mit 44 qm ist da ja wichtig sowie die von dir erwähnten möglichen Probleme mit den philippinischen Behörden wegen des kleinen Namensfehlers, der dann nach Erteilung des dt. Ausweis hinlänglich wäre).

    S. hier (demnach sind bei einem Kindernachzug zu einem deutschen Staatsangehörigen lediglich folgende Punkte ausschlaggebend:

    • Deutsche Staatsangehörigkeit
    • Wohnsitz in Deutschland
    • Sorgerecht für das Kind
    • tatsächliches Eltern-Kind-Verhältnis

    Oder hier

    "Kindernachzug zu Deutschen

    Ein Visum zur Familienzusammenführung unter einfacheren Voraussetzungen erhalten Kinder bis einschließlich 17 Jahre, die mit ihrem deutschen Elternteil in Deutschland zusammenleben möchten."

    Oder ganz besonders hier

    b) Kindernachzug zu deutschen Staatsangehörigen (§ 28 AufenthG)

    Rechtsgrundlage für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des
    Kindernachzugs zu deutschen Staatsangehörigen ist § 28 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. § 27 Abs. 1 und
    Abs. 3 AufenthG. Demnach besteht für das ledige Kind, das im Zeitpunkt der Antragstellung
    das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ein gesetzlicher Anspruch auf Erteilung einer
    Aufenthaltserlaubnis, sofern der Elternteil seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet
    hat.
    Die Voraussetzungen des § 5 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG (gesicherter Lebensunterhalt) müssen
    gem. § 28 Abs. 1 AufenthG nicht erfüllt sein.


    Insofern hatten wir nun überlegt, diesen Weg zu gehen, um insbesondere die oben erwähnten möglichen Einwände gegen den Kindernachzug zu umgehen. Einkommen, möglicherweise zu geringer Wohnraum und Querelen mit den phil. Behörden wegen des falsch zusammen geschriebenen Vornamens meiner Frau.

    Liebe Grüße

    Wir haben uns jetzt dazu entschlossen, dass meine Frau zuerst einmal die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt, bevor sie versucht, ihre Kinder über ein FZV nach D zu holen. Die Zeit dazu müsste ausreichen, da ihre älteste Tochter erst in 1.5 Jahren ihren 16. Geburtstag feiert.

    Bedeutet: zuerst wird sie sich einen zusätzlichen 450 Euro Job zu ihrem unbefristeten Teilzeit-Arbeitsvertrag (870 Netto) suchen. Damit käme sie dann auf ein monatliches Gehalt von 1.300 Euro. Die ersten 6 Monate meiner Selbstständigkeit in 2019 ergeben ein monatliches Einkommen von ca. 1.000 Euro, welches ich mir von meinem Steuerberater bestätigen lasse. Wie oben beschrieben bei Wohnungskosten von 700 Euro warm, blieben uns gut 1.500 Euro zum Leben. Das müsste doch eigentlich schon mal reichen, oder was sagt ihr?

    Die Frage bleibt, ob man Belege für meine Altersvorsorge haben möchte, da ich kein Angestellter bin. Hier könnte ich nur ein Depotguthaben von ca. 100k (Hälfte davon in Aktien) vorweisen sowie die Urkunde über den Hausbesitz (mit Nießrecht meiner Mutter). Das Haus dürfte einen VK-Wert von knapp 300k haben.
    Würde dies eurer Meinung nach als Altersvorsorge ausreichen? Oder falls nicht, was sollte ich machen, bevor wir den Antrag stellen?

    Dann bliebe noch eine wichtige Frage: vorausgesetzt, meine Frau erhält die deutsche Staatsbürgerschaft z.B. in einem Jahr, wäre es dann möglich, sofort danach ein FZV für die Kinder zu beantragen? Oder müsste meine Frau eine längere Zeit über die dt. Staatsbürgerschaft verfügen, um die Kinder mit den Vorzügen eines dt. Staatsbürgers (Einkommen und Wohnraum hinlänglich) nach D holen zu können?

    Wäre toll, wenn ihr nochmals eure Meinungen und Tipps verratet.

    Liebe Grüße

    Vielen Dank euch beiden! Das mit der Einbürgerungsberatung ist auch ein klasse Tipp, den wir mal in Anspruch nehmen werden.
    Bzgl. der Annahme, dass bei deutschen Staatsangehörigen der Kindernachzug ohne C1 Voraussetzung bis zum 18. Lebensjahr stattfinden kann, da hatte ich wohl etwas falsch verstanden.

    Ich selber bin Deutscher, auch hier geboren. Sofort nach Ankunft abgeschlossener Integrationskurs (B1) + Leben in Deutschland vorhanden. Meine Frau wird durch den Jobwechsel voraussichtlich Netto 1.200 bekommen und dann noch einen Nebenjob tätigen, um auf mehr Gehalt zu kommen, das der Behörde bei Antrag auf Einbürgerung vorgewiesen werden kann. Also möglicherweise wie oben beschrieben 1.400 Netto monatlich. Ich selber werde durch meine Anlaufschwierigkeiten bei meiner freiberuflichen Tätigkeit dieses Jahr wohl nur auf ca. 800 bis 1.000 Euro monatlich kommen. Da wären wir dann zusammen bei ca. 2.200 bis 2.400 Euro Netto bei einer 44 qm Wohnung, die warm rund 700 Euro kostet.

    Ich hoffe dazu natürlich auch, dass die Regelung mit den 3 Jahren in D bei mit Deutschen verheirateten Frauen noch gilt.

    Liebe Grüße

    Zwei Fragen bzgl einer bzw der Einbürgerung meiner Frau habe ich noch. Auf verschiedenen Seiten habe ich gelesen, dass der Antragsteller mindestens 8 Jahre in Deutschland leben muss, um eingebürgert werden zu können. Ich weiß jedoch von 2 Personen (1 Filipina und 1 geflüchteter Iraner), die bereits nach 3 Jahren ihre dt. Staatsbürgerschaft erhalten haben. Die Filipina sogar im ersten Lehrjahr ihrer Ausbildung. Der Iraner, nachdem er einen festen Job mit einem Einkommen von 1.400 Euro Netto hatte.


    Wie seht ihr die Chancen auf eine Einbürgerung meiner Frau, die erst 5 Jahre in Deutschland lebt (auch bzl eines baldigen Vollzeitjobs plus Nebenjob und somt Nettoeinkünften von evtl. 1400-1500 Euro)? Sie und ich haben niemals staatliche finanzielle Hilfe in Anspruch genommen und meine Frau war fast ständig im Angestelltenverhältnis.


    Zweite Frage: sollte meine Frau eingebürgert werden, ist es richtig, dass die Kriterien Einkommen und Wohnraum beim Kinderzuzug keine Rolle mehr spielen und die Kinder sogar bis zu ihrem 18. Lebensjahr ohne sprachliche Erfordernisse nach D geholt werden können, so wie ich hier und da gelesen habe?


    Liebe Grüße

    Vielen Dank nochmals für deine tolle Hilfe, hge. Solche Beiträge und die früheren von anderen Usern sind es, die einem in unserer Situation weiterhelfen und für die ich sehr dankbar bin.

    Zu solchen inhaltslosen und Niveau armen Beiträgen wie jenen des Users Zierfisch, der sich anmaßt, über mich, meine Frau und unsere Situation negativ zu urteilen, da stehe ich drüber. Und im Grunde lässt es mich sogar schmunzeln: Wenn ich also für ihn ein Gutmensch bin, der anscheinend dumm genug ist, eine filipinische Frau "zu übernehmen" und deren tolle Kids - dumm, unwissend und nicht im Klaren darüber seiend, was ich hier mache - sehr gern auch "übernimmt", darf man annehmen, dass er ein stolz darauf ist, als kluger, allwissender Schlechtmensch in die Geschichte dieses hervorragenden Forums einzugehen. Gratulation. Nur weiter so. Genau solche intelligenten User, die von Sozialleistungen reden, von denen im gesamten Thread nirgends, aber auch wirklich nirgends die Rede ist, werden hier benötigt.

    Ich danke eich vielmals für eure Tipps und Meinungen!


    Bzgl. der Sprache und den daraus resultierenden Problemen in der Schule: ist schon klar, dass das alles suboptimal ist. Aber irgendwie leider schwer zu händeln. Der Umzug in meine kleine Heimatstadt muss schon aus Platzgründen geschehen. Ein Wohnungswechsel innerhalb Hamburgs in eine große Wohnung ist bei den explodierten Preisen leider nicht möglich. Und in der, wie wir gerade erfahren haben, Mitte 2020 fertiggestellten 80 qm Wohnung in meiner Heimatstadt, die mein Onkel kaufen wird, könnten wir sehr günstig wohnen.

    Wir wollen die beiden Töchter auf jeden Fall nach D holen. Es gibt eine lange nicht so schöne Vorgeschichte dazu, weshalb wir dies bis jetzt nicht vornehmen konnten. Wir hätten sie sehr gern schon früher nach D geholt. Wenn wir das jetzt bis Dez. 2020 (16. Geb. der älteren Tochter) nicht schaffen, bricht wohl eine Welt für meine Frau zusammen.


    Bzgl. des Einwandes von hge: auch hier vielen Dank für den Hinweis. Leider kann meine Frau in diesem Jahr nicht mehr auf die Philippinen fliegen, um ihr eigenes BC ändern zu lassen. Und die Zeit drängt ja. Der Vater der Kinder hat sich nun bereit erklärt, die Ausweise der Kinder zu beantragen. Dazu wird er lt Infos als „Guidance“ der Kids fungieren und bei den Philippinischen Behörden anscheinend nur das Birth Certificate meiner Frau vorlegen müssen. Evtl muss er noch weitere Formulare vom Anwalt etc einholen. Aber dann hätten die Kids schon mal die Ausweise.


    Weiterer Schritt ist nun, dass meine Frau bis Ende des Jahres die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Hierzu wird sie zuvor einen Jobwechsel in Vollzeit vornehmen, um ein besseres Gehalt nachweisen zu können. Ich hoffe, es gelingt wenn sie nach über 5 Jahren in D (fast immer in Beschäftigung) mit z.B. Netto 1.200 plus 200 Euro über einen Nebenjob die dt. Staatsbürgerschaft beantragt. Bzw. ich hoffe, die Behörden geben ihr die dt. Staatsbürgerschaft. Danach wäre dann der Aufenthaltstitel schon mal hinfällig und man könnte hoffentlich bei ihrem neuen dt. Pass ein Leerzeichen beim Vornamen eintragen lassen. Gelingt dies nicht, werden wir es darauf ankommen lassen müssen und die Familienzusammenführung mit dem vorliegenden Ausweis und dem zusammengeschriebenen Vornamen beantragen. Bei der FZA von meiner Frau und mir war es ja auch kein Problem, dass der Vorname im phil. Ausweis zusammen und im in der DBM vorgelegten BC auseinander geschrieben also unterschiedlich war.


    hge: darf ich dich um deine Meinung bitten, wie du die Chancen siehst, dass die FZF bei einer Wohnung mit 44 qm gelingt? In HH gilt ja tatsächlich bei 4 Personen mindestens 48 qm (wobei eine Abweichung von 10% anscheinend okey wäre).

    Und zweite nochmalige Frage: ist bei der FZF der Kinder wichtig, dass man den Antrag abgibt, solange die Kinder noch keine 16 sind oder ist ausschlaggebend, dass die Kinder bereits in Deutschland sind, bis sie 16 sind?


    Vielen Dank

    Seeräuber

    Vielen Dank für die vielen Antworten und Hilfestellungen, euch allen.
    Die 44 qm sollten dann ja eigentlich selbst dann durchgehen, wenn es letztendlich doch 12 qm/Person Mindestanforderung sind, da es ja heißt, dass 10% Abweichung nach unten hin zu tolerieren sind. Nun ja, ich mache mir mehr Gedanken um die Einkünfte, da ich eigentlich gerade dabei bin, mir als Freelancer einen kleinen Kundenstamm aufzubauen, den ich wohl wieder verlieren würde, sollte ich wieder ins Angestelltenverhältnis übergehen.

    Jetzt haben wir zu alledem ein weiteres Problem. Und zwar ist meine Frau gerade auf den Philippinen und besucht 1 Monat ihre Töchter. Ihr Hauptanliegen war, dass ihre Töchter schon mal die notwendigen Reisepässe erhalten. Hierzu hatte sie online einen Termin beim zuständigen Office gemacht und diesen vorweg bezahlt. Im Office hat man den Antrag auf die Reisepässe abgewiesen, da im in Berlin ausgestellten Ausweis (und nebenher auch im unbefr. Aufenthaltstitel) meiner Frau ihr Vorname "Cherryann" zusammen geschrieben ist, während dieser auf ihrer Geburtsurkunde handschriftlich auseinander geschrieben ist, als "Cherry Ann".

    Der ausschlaggebende Fehler ist wohl schon vor Jahren auf den Philippinen gemacht worden, als man in ihrem damaligen Pass den Vornamen zusammengeschrieben hat. Dieser zusammengeschriebene Vorname wurde dann auch in der Heiratsurkunde, dem Report of Marriage und im neuen, in der Botschaft in B ausgestellten Pass eingetragen, die sich anscheinend am vorherigen Pass orientiert haben.

    Um vorweg zu greifen: Meine Frau hat ihren Namen selber von jeher eher zusammengeschrieben und nie darauf geachtet, ob nun in irgendwelchen Dokumenten ein Leerzeichen zwischen Cherry und Ann ist oder nicht. Mich selber regt diese Fahrlässigkeit etwas auf, aber auf den Phils wird über sowas gern hinweg gesehen, es sei denn, es geht um Bürokratie.

    Jetzt haben wir den großen Salat. Zum einen bekommen die Kinder wegen dieses kleinen formalen Fehlers keine Reisepässe und die Zeit drängt. Und zum anderen müssen wir jetzt zusehen, wie wir dies mit der Botschaft in B regeln. Und danach auch mit dem Ausländeramt wegen der Aufenthaltsgenehmigung, weil in dieser der Vorname allein der Einheitlichkeit wegen ja auch geändert werden muss. Ich hoffe, dass sie uns deshalb bzw. wegen des zusamen geschriebenen Vornamens in der Heiratsurkunde nicht auch noch die Heirat streitig machen oder einfordern, dass wir die Heiratsurkunde in Honkong erneuern lassen o.ä.
    Dass diese Änderung dann letztendlich wohl auch sämtliche Vertragsangelegenheiten und Versicherungen (KK etc.) betreffen, ist ja fast schon Nebensache. Hauptsache wird nun erst mal sein, das mit den philipp. Behörden bzw. der Phil. Botschaft in Berlin und dann mit dem Ausländeramt zu regeln. Sollte meine Frau dies ohne große Probleme bewältigen können, müssen wir darauf hoffen, dass meine Frau bei ihrer nächsten Philippinen-Reise in einem Jahr die Ausweise der Kinder erhält, um dann im Schnellverfahren alles weitere in die Wege zu leiten.

    LG
    Seeräuber

    Vielen herzlichen Dank für die Berechnung!

    Letztendlich werden wir selbstverständlich unsere Einkommen rechtzeitig erhöhen (müssen), bevor wir die Anträge bei der Botschaft einreichen.


    Auf jeden Fall sehr gut zu wissen, dass wir mit den 44qm bei 4 Personen erst mal über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen.


    Und die 700 mehr im Monat sollten machbar sein. Im Angestelltenverhältnis meinerseits auf jeden Fall.


    Vielen Dank nochmals

    LG