Posts by trivial

    ... dann hoffe ich mal, dass die Philippinen (zb POEA) bei der Ausreise keine Steine in den Weg legen. Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

    Das ist ein extrem wichtiger Hinweis. Auf den Philippinen ist es nicht erlaubt, sich alleine im Ausland eine Arbeit zu suchen. So eine Arbeitsaufnahme muss über die POEA laufen, die dabei natürlich kräftig mitverdient.

    Das heißt, wenn er die Philippinen mit Aufenthaltstitel und Arbeitsvertrag verlassen will, wird man ihn nicht ausreisen lassen.
    Also, entweder holt er sich vorab bei der POEA eine Bewilligung, um in Deutschland arbeiten zu dürfen (keine Ahnung, wie lange das dauert und was das kostet). Oder er lässt seine Ausreise wie einen Urlaub aussehen.


    Falls er direkt von Thailand nach Deutschland reist, gibt es natürlich kein Problem.

    Das ist doch schon lange keine Diskussion mehr, sondern mittlerweile viele Beleidigungen gegen den Threadstarter. Darum mache ich jetzt zu. :closedtopic


    Kritik ist gut und wichtig, aber auch diese kann man respektvoll vortragen. Aber persönliche Angriffe und sich über andere lustig machen ist generell keine Art, mit anderen umzugehen.

    Nevertheless bleibe ich bei meinem Standpunkt: Ich reiche das AOS ein. Und missachte später die Auflagen darin. Was will der PH Staat jetzt gegen mich unternehmen?

    Solange du im Ausland bist kann der philippinische Staat de facto nichts tun, das ist ja kein Kapitalverbrechen, das für einen internationalen Haftbefehl ausreicht. Der philippinische Staat könnte dich aber auf die Blacklist setzen, damit darfst du nicht mehr auf den Philippinen einreisen, bis du eine massive Geldstrafe gezahlt hast. Und wenn du dich auf den Philippinen aufhältst, könnte er dir Strafzahlungen vorschreiben, ein Gerichtsverfahren gegen dich beginnen, oder dein Visum stornieren und dich deportieren lassen.


    Ob das in diesem Ausmaß wegen einer missachteten AOS gemacht wird oder jemals gemacht wurde, weiß ich nicht. Aber ein paar Möglichkeiten hat der philippinische Staat schon, um gegen Ausländer vorzugehen.

    Warum wird ein Dokument verlangt dessen enforcement nicht in ihren Möglichkeiten liegt?

    Das ist alles ziemlicher nonsense und ziemlich einzigartig.

    Wie gesagt, das ist ein gewachsenes System auf Basis von verschiedenen Einzelinteressen, die nicht zu Ende gedacht wurden. Viele bürokratische Maßnahmen auf den Philippinen sind nonsense, das ist Fakt. Sinnlose bürokratische Maßnahmen gibt es auf der ganzen Welt, auch in Deutschland, wenngleich nicht so häufig wie auf den Philippinen. Die Frage nach dem "Warum" ist eher phisosophisch und gehört nicht ins Behördenforum, sondern eher nach "Philippinen Allgemein" oder "Small Talk".


    Generell würde ich das ganze Offloading-System nicht als nonsense bezeichnen. Es macht dem Durchschnittsbürger das Leben schwer und hindert vermutlich viele Leute nachhaltig daran, das Land zu verlassen. Aus Sicht des philippinischen Staates kann das durchaus ein erreichter Nutzen sein. Dabei kann und soll man hinterfragen, ob das in Ordnung ist. Aber dass es massive Auswirkungen hat, ist für mich offensichtlich.

    Für mich ist das alles Willkür…. Dieser blöde Zettel soll 30 Euro kosten, dann nochmal 30 per Express in die Phils….

    [...]

    In der Immi meinte man, da ich ein Ausländer bin darf Sie nicht ausreisen…. Wenn ich ein Landsmann wäre, hätte Sie reisen dürfen. Für mich schon eine Art von Rassismus…


    Leider gibt es sowas wie Menschenrechte und Bewegungsfreiheit nur bedingt in den Philippinen… Die Philippinen sind wirklich sehr schön…. Jedoch nur für Ausländer…

    Ich teile deine Sichtweise. Das Problem ist, wir können es nicht ändern. Wir können nur versuchen, mit den Rahmenbedingungen bestmöglich umzugehen. Meiner Meinung nach ist die ganze Offloading-Geschichte starkes Unrecht, sodass ich (fast) jedes Mittel befürworte, Offloading zu umgehen.


    Eine kurze Erklärung,was es damit auf sich hat: Soweit ich weiß, hat das irgendwann zwischen 2000 und 2010 begonnen. Philippinische Staatsbürger dürfen ja visumfrei in ASEAN-Staaten einreisen. Doch diese Staaten (vermutlich allen voran Hong Kong und Singapur) wollten nicht, dass Leute visumfrei kommen können, die im Land illegal arbeiten, kriminell werden oder mittellos stranden. Und so haben die Philippinen mit den Secondary Inspections begonnen. Leute mit Schengen-Visum hat man jahrelang in Ruhe gelassen, weil sie ja ohnehin von einem EU-Land geprüft und akzeptiert worden sind.

    Und dann sind zwei Sachen passiert: Erstens haben sich die Behörden verselbstständigt (von Immigration bis zu CFO), weil sie wichtiger sein wollten, als sie in einem freien Staat sein sollten. Und zweitens gibt es auf den Philippinen einen gewaltigen Rassismus zwischen reich und arm. Die reiche Elite findet, der philippinische Durchschnittsbürger ist zum arbeiten gerade gut genug und sollte das Land höchstens als OFW verlassen, um Geld Devisen ins Land zu bringen. Und wenn die Elite dem Durchschnittsbürger doch einen Aufenthalt im Ausland gestattet, dann soll es zumindest nicht einfach sein, und dabei will die Elite auch mitverdienen.

    Und so sehen wir jetzt ein System, das über gut 15 Jahre gewachsen ist.


    ich bin immernoch der Meinung wenn VE dann AOS i.d.R. nicht nötig wenn Treffen in D.

    Die VE ist für den deutschen Staat, das AOS ist für den philippinischen Staat. Beide Staaten haben unterschiedliche Regelungen, die auf unterschiedlichen Interessen beruhen.

    Wie gesagt als meine Freundin/Verlobte an der Immi war wurden mehrere mit gefälschten AOS (über eine "Agentur" bekommen) auch geoffloaded die wollten nach Dubai, wer weiss was denen da in Dubai passiert wäre oder wo die hinwollten, so ganz unbegründet finde ich das alles ja nicht.

    Mit dieser Begründung, man müsse den Menschen vor Dummheiten schützen, lässt sich jede Diktatur, jede Überwachung, jedes Verbot, jede Form der Unterdrückung rechtfertigen. Es ist eine grundlegende Frage, wie viel Freiheit man dem Menschen zugestehen will. Ein gewisses gesetzliches Regelwerk ist sicherlich notwendig, um ein vernünftiges gesellschaftliches Zusammenleben zu garantieren. Aber die Offloading-Praxis finde ich weit, weit überzogen und Unrecht. Niemand muss Recht auf ein Visum haben. Aber ich finde, wenn ein Filipino ein Visum eines anderen Staates bekommt, dann ist er dort willkommen. Wenn der Filipino dann aus freien Stücken dorthin reist, geht es den philippinischen Staat einen Dreck an, was er dort macht oder was ihm dort passieren könnte. Soweit sollte die Freiheit der Menschen reichen.

    Wie schon gesagt, die Ehe gilt erst, wenn sie zur Trauung geht und dort JA sagt. Nur weil die beiden bisher ein paar Dokumente zur Eheschließung gesammelt haben, kann sie keiner dazu zwingen, diese Ehe auch zu schließen.

    Oh man vielen dank dir da fällt mir echt ein Stein vom Herzen :) ich dachte es mir schon fast aber wer weiß andere Länder andere.. ihr wisst schon will niemanden zu nah treten ^.^

    Damit ist deine Frage beantwortet und ich schließe das Thema. Solltest du die Situation noch weiterdiskutieren wollen, sag Bescheid, dann kann ich wieder öffnen.

    Jeder ist halt anders. Es ist schon fragwürdig solch ein Thema in einem philippinenforum.net anzuschneiden.


    Der sinnvollste Weg sind Psychologe/Arzt und ggf zusätzliche Infos/Tipps von entsprechenden Webseiten die von Fachleuten erstellt wurden.


    Wer diese Hilfe hier nicht findet (ich habe starke Zweifel an der Fachkompetenz und Verfügbarkeit von lokalen Psychologen) der muss halt nach DE/EU/USA etc gehen.

    Aber meine persönliche Meinung ist,daß das nicht in ein öffentliches Forum gehört.

    Nur zur Klarstellung: Es stand und steht hier definitiv NICHT zur Debatte, medizinische Beratung zu geben. Die Frage war, was ihn ggf. erwartet, wenn er in dieser Situation auf die Philippinen geht. Das ist eine völlig andere Diskussion und kann auch nicht von "Fachleuten" beantwortet werden, weil diese die Philippinen überhaupt nicht kennen. Das hat jetzt aber nicht, und zwar gar nichts, mit medizinischer Beratung zu tun und ist daher auch nicht fragwürdig.


    Viel mehr ist so ein öffentliches Forum die einzige Möglichkeit, um überhaupt zu derartigen Einschätzungen zu den Philippinen in dieser Hinsicht zu kommen. Es muss klar sein, dass diese subjektive Erfahrungswerte sind, aber auch das ist nicht schlecht oder fragwürdig. Vielmehr ist es extrem einschränkend, wenn man seine Situation nicht (anonym) in einem öffentlichen Forum diskutieren dürfte, wir leben ja in keiner Diktatur.


    In diesem Sinne sollte die Diskussion also auch wieder zum Philippinenbezug zurückkehren. Denn eine Diskussion über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten haben keinen Philippinenbezug und sind daher Off Topic und wären tatsächlich zu löschen.

    Ich halte die Regenwürmer für Burgerfleisch auch für eine Urban Legend. Die Filipinos würden so etwas nicht akzeptieren, und wenn das im großen Stil gemacht würde, dann könnte man es auch nicht verheimlichen.


    Soweit ich weiß werden auf den Philippinen nicht einmal Hühner oder Schweine kontrolliert gezüchtet, in den großen Farmen muss es ekelhaft zugehen. Da wage ich zu bezweifeln, dass es bei Regenwürmern mehr Kontrolle geben sollte.

    Banküberweisungen, wie wir sie aus Europa kennen, sind auch im Jahr 2021 auf den Philippinen nicht möglich. Banküberweisungen ins Ausland direkt vom Konto kannst du ohnehin vergessen. Das hängt nicht von der Bank ab, sondern ist ein Fakt, da das philippinische Banksystem so etwas derzeit nicht hergibt.


    Teils sind im Onlinebanking bei Banken zumindest Überweisungen zu Konten bei der gleichen Bank möglich. Teils behelfen sich Leute für Geldzahlungen auch Dienstleistern wie GCash oder Payment-Diensten zum Zahlen von Rechnungen. Damit habe ich aber kaum Erfahrung, dazu können andere Mitglieder sicher noch mehr berichten.


    Deine restlichen Kriterien erfüllen meines Wissens alle großen Banken auf den Philippinen (eigenes Konto, Onlinebanking, Prepaid-Kreditkarte, etc.). Da würde ich BPI oder BDO empfehlen, weil die flächendeckend die beste Versorgung mit Filialen und ATMs haben. Meine persönliche Präferenz dazu ist BPI, da sie meiner Erfahrung nach professioneller und kundenfreundlicher agieren.

    Nein, es gibt in Österreich keine Aufenthaltstitel für unverheiratete Lebenspartner. Wenn diese Filipinas in Österreich wohnen, dann unter irgendeinem anderen Aufenthaltstitel.


    Mir sind in den letzten Jahren vereinzelt Filipinas in Österreich untergekommen, die unverheiratet hier waren und nicht sagen wollten, welchen Aufenthaltstitel sie haben. Ich gehe davon aus, dass es sich um getrickste Aufenthalte handelt wie erschummelte Studenten- oder Au-Pair-Visa handelt. Vielleicht hatten auch manche ein Visum, das mittlerweile abgelaufen ist, und sind jetzt illegal hier, was aber auf Dauer ein massives Problem ist. Man kann nicht legal arbeiten, ist nicht krankenversichert, kann keine Wohnung mieten, und man kann auch den Schengen-Raum nicht verlassen, ohne dass das abgelaufene Visum auffällt. Die meisten haben auch schwarz ein bisschen Geld verdient, beispielsweise als Putzfrau oder Kindermädchen.

    Prinzipiell hast du schon Recht, dass man als Weißer auf den Philippinen eine gewisse Anziehungskraft auf Leute ausübt. Nicht nur auf junge Mädels, sondern man wird permanent von irgendwelchen Leuten angequatscht. Daraus können sich durchaus Bekanntschaften entwickeln, die in der Regel aber nur sehr oberflächlich sind. Denn tatsächlich verbringen die Filipinos einen Großteil ihrer Freizeit mit ihrer Großfamilie, insbesondere mit zunehmendem Alter. Aktive Freundeskreise wie in Deutschland, die gemeinsame Hobbies haben, sich regelmäßig treffen und gemeinsame Aktivitäten nachgehen, gibt es kaum.


    Ich bin aus Österreich und habe auch einige Zeit in Manila und Cebu City gelebt. Ich hatte dort tatsächlich einen größeren Freundeskreis. Das waren Leute im Alter Anfang 20 bis Ende 30, kinderlos, etwa zur Hälfte Ausländer und zur Hälfte westlich geprägte Filipinos aus besseren Verhältnissen. Wir haben und über Couchsurfing und Facebook-Gruppen gefunden und verabredet und durchaus viel unternommen. In Österreich ist so etwas völlig normal, da gibt zahlreiche solche Freundeskreise. Auf den Philippinen war unsere Community aber die absolute Ausnahme, ein paar Einzelfälle in einer Millionenstadt. Andere Leute haben das überhaupt nicht verstanden, wie man so ein Leben führen kann statt eine Familie zu gründen.


    Natürlich kann es gelingen, dass man eine Depression überwindet, wenn man sich in einem anderen Land in völlig neue Lebensumstände begibt. Aber genausogut kann es auch misslingen. Dabei solltest du zumindest berücksichtigen, wenn es dir in Deutschland schlecht geht hast du Krankenversicherung und allerhand staatliche Unterstützungsangebote. Wenn es dir auf den Philippinen schlecht geht, bist du völlig auf dich alleine gestellt, sofern du keine Familie dort hast. Wenn du nicht über eine Filipina Anschluss an eine Großfamilie findest, kann es passieren, dass du sehr viel alleine bist und alleine unternehmen musst. Ich denke, in Deutschland müsste es viel mehr Möglichkeiten geben, sozialen Anschluss zu finden, über Hobbies oder Vereine, oder über irgendwelche Facebook-Gruppen zu allen möglichen Themen. Ich habe es so erlebt, dass es auf den Philippinen viel aufwändiger ist, ohne Familie ein aktives Sozialleben zu führen als in Österreich.

    Unglaublich Dubai Boarding hat sie geschafft aber warum stellt man in Dubai solche Fragen ...

    Das ist auch was Neues! Auch noch nie gehört außer vielleicht bei USA Reisen wo man etwas ausgequetscht wird aber das ist normal.

    Das wundert mich auch, ich habe so etwas noch nie gesehen. Es macht auch keinen Sinn, denn Dubai will ja nur, dass die Transit-Passagiere auch wieder abfliegen. Vielleicht war den Flugbegleitern coronabedingt langweilig und jetzt kommen sie auf dumme Ideen? Diskussionen habe ich bisher nur erlebt, wenn Leute zu großes Handgepäck hatten, weil sie kräftig im Duty eingekauft hatten.

    Ich kann Treffpunkt Deutsch empfehlen.

    https://www.treffpunktdeutschcebu.com/

    Meine Frau hat hier ihren Deutschkurs A1 absolviert. Die Kursleiterin, Elizabeth Seidenschwarz, macht das sehr gut. Ich habe von meiner Frau und den anderen Kursteilnehmern nur positives über den Unterricht gehört, und die meisten Teilnehmer haben problemlos die Prüfung bestanden.


    Eine andere Sprachschule ist GKS. Ich kenne Kursteilnehmern, die einen Kurs dort wegen Unzufriedenheit abgebrochen haben, aber auch welche, die durchaus zufrieden waren und die Prüfung ebenfalls gut bestanden haben.

    https://www.gks-cebu.com/de/gks-infos/wir-ueber-uns.html


    Ist also sehr individuell.

    Falls möglich würde ich empfehlen, dass deine Freundin vor der Anmeldung persönlich bei der Sprachschule vorbeikommt um sich über den Kurs zu informieren, und dann entscheidet, was ihr sympathisch ist.

    Österreich erkennt die Apostille für die Philippinen nicht an und erfordert weiterhin Beglaubigung vom DFA und Überbeglaubigung von der Österreichen Botschaft Manila. Diese DFA-Beglaubigung nennt sich jetzt auch Apostille, ist aber das gleiche wie zuvor.


    Ich habe diese Information jetzt nur auf der Webseite der Stadt Wien gefunden, das Außenministerium wird das auf Nachfrage aber sicherlich bestätigen.

    https://www.wien.gv.at/verwalt…nfo/beglaubigungen.html#p

    Sehr viele Fragen, ich versuche das strukturiert zu beantworten.


    1) Heirat in Österreich: Prinzipiell machbar, beim Standesamt kann man einen Termin zur Eheschließung unproblematisch anmelden. Üblicherweise werden dazu ein paar persönliche Dokumente und das Ehefähigkeitszeugnis benötigt. Die persönlichen Dokumente sind unproblematisch, aber das Ehefähigkeitszeugnis muss sehr aufwändig über die österreichische Botschaft Manila beantragt werden.

    Ich habe das hier beschrieben: http://philwiki.travelflo.net/…Marriage_(%C3%96sterreich)

    Als Österreicher hast du übrigens freie Wahl, bei welchem Standesamt du heiraten möchtest. Es lohnt sich, freundlich bei mehreren Standesämtern nachzufragen, insbesondere im ländlichen Bereich, ob sich irgendwer auch mit einer einfachen Ledigkeitsbescheinigung statt einem Ehefähigkeitszeugnis zufrieden gibt. Für eine Filipina wäre das ein CENOMAR, das bekommt sie ganz einfach. Das kann die Sache deutlich vereinfachen. Ein Freund von mir hat so vor 3 Jahren seine ausländische Freundin mit einer übersetzten Ledigkeitsbescheinigung geheiratet (ich glaube, irgendwo im Bundesland Salzburg).


    2) Visum zur Heirat in Österreich: Ein spezielles Visum zur Eheschließung gibt es in Österreich nicht. Ich habe zu diesem Thema 2015 mit der österreichischen Botschaft Manila gesprochen. Sie haben mir versichert, bei einer angemeldeten Eheschließung unproblematisch ein C-Visum (also ein normales Schengen-Visum) für max. 3 Monate auszustellen.


    3) Aufenthalt in Österreich: Zum längerfristigen Aufenthalt in Österreich benötigt deine künftige Ehefrau einen "Aufenthaltstitel Familienangehöriger".

    3.1) Beantragung "Aufenthaltstitel Familienangehöriger": Prinzipiell ist vorgesehen, diesen Aufenthaltstitel im Ausland zu beantragen, aber bei Eheschließung in Österreich ist auch eine Beantragung in Österreich möglich. Das muss die Behörde an deinem Wohnort sein - in Wien die MA35, in Statuarstädten das Magistrat, in Bezirken die Bezirkshauptmannschaft. Dazu sind eine Reihe aktueller und beglaubigter Dokumente notwendig (insbesondere ein Strafregisterauszug "NBI Clearance", max. 3 Monate alt). Das ist prinzipiell gut machbar.

    Achtung, sie benötigt zur Beglaubigung der Dokumente beim DFA und der österreichischen Botschaft Manila ein paar Tage in Manila. Normalerweise unproblematisch, ich weiß aber nicht, wie die Situation aktuell mit Covid19 in Manila ist.

    3.2) Zeit bis zur Bewilligung des Aufenthaltstitels: Hier hast du ein massives Problem. Das Schengenvisum ist nämlich nicht verlängerbar. Die Bearbeitung des Aufenthaltstitels benötigt üblicherweise ein paar Wochen, die Ausstellung der Karte benötigt noch einmal ein paar Wochen. Darüber hinaus verlangen manche Behörden, insbesondere die MA35 in Wien, zur Abholung des Aufenthaltstitels erneut einen Strafregisterauszug, max. 3 Monate alt (und denn muss sie bereits ein paar Wochen vor ihrer Abreise arrangieren).

    Das heißt, normalerweise scheiterst du an der Gültigkeitsdauer des Schengenvisums.


    Normale Vorgehensweise: Sie fliegt vor Ablauf des Schengenvisums wieder auf die Philippinen zurück und wartet die Bewilligung des Aufenthaltstitels ab. Dann beantragt ein D-Visum (ein sogenanntes Nationales Visum) bei der österreichischen Botschaft Manila und holt sich eine neue NBI Clearance mit Beglaubigungen ab. Mit dem D-Visum und beglaubigter NBI Clearance kommt sie nach Österreich und kann endlich ihren Aufenthaltstitel abholen.


    Bewilligung innerhalb des Schengenvisums: In Wien würde ich so etwas keinesfalls planen, mit der MA35 ist das nicht machbar. Wenn du im ländlichen Raum wohnst, könntest du vorab mit der Bezirkshauptmannschaft reden, dass sie deinen Antrag schnell bewilligen und keine neuerliche NBI Clearance zur Abholung verlangen, dann könnte es klappen. Dazu musst du einen extrem straffen Zeitplan aufstellen, dass ihr am besten am Tag nach der Ankunft heiratet und Tags darauf gleich des Aufenthaltstitel beantragt.


    Alternative: Rede mit der Botschaft Manila, ob sie zur Eheschließung ein nationales D-Visum mit 6-monatiger Gültigkeit ausstellen. Dann ist ausreichend Zeit, um auf den Aufenthaltstitel zu warten und musst bei Bedarf nur noch eine Lösung für die NBI Clearance finden.

    Sollte die Botschaft nicht wollen, könntest du auch versuchen, über das Außenministerium zu intervenieren. Wenn du Glück hast, kommst du dort an eine vernünftige Person, die der Botschaft aufträgt, ein D-Visum statt einem C-Visum auszustellen.

    Merke, immer sehr freundlich bleiben, du möchtest eine freiwillige Leistung der Behörde, und dann geht nur mit Freundlichkeit!


    Die Anforderungen zum "Aufenthaltstitel Familienangehöriger" habe ich hier zusammengefasst. Du musst aber unbedingt mit deiner Behörde reden, welche Dokumente derzeit benötigt werden, da das bezirksweise variieren kann (die österreichischen Gesetze dazu sind derart missverständlich, dass sie von jeder Behörde anders aufgelegt werden).

    http://philwiki.travelflo.net/…%B6riger_(%C3%96sterreich)


    Ich hatte einige Probleme beim Aufenthaltstitel meiner Frau, dazu habe ich einen offenen Brief geschrieben und es gibt einige Korrespondenz mit Behörden. Ich empfehle, dass du das alles sehr genau liest. Mit diesen Informationen solltest du alle Probleme im Vorfeld verhindern können.

    http://philwiki.travelflo.net/…milienangeh%C3%B6riger%22

    Haha, der normale Größenwahn philippinischer Politiker und Geschäftsleute. Was wir hier sehen ist ein Best-Of, an dem Singapore, Shanghai, New York und Venedig vor Neid erblassen. :thumb Andererseits, ein paar billige Computer-Renderings, ein paar zusammengeklaute Bilder und Videos, und fertig ist der "Projektplan". :Augenbraue


    Ein Großteil solcher Projekte wird gar nie begonnen. Und der kleine Teil, der begonnen wird, wird meist nur in sehr reduzierter Form umgesetzt. Zu viel weltfremde Träumerei, zu wenig Geld, zu wenig Know-How, zu wenig langfristige Planung, zu viel verschiedenene und wechselnde Interessen, zu viel Korruption.

    Ich habe hier diesen Blogeintrag gefunden, der die Sache kurz und bündig erklärt.

    https://divorceinthephilippine…-the-philippines/#more-25


    Das heißt, gemäß dem Zivilrecht von 1950 ist Scheidung auf den Philippinen verboten. Es gibt aber einen präsidentiellen Erlass aus 1977 zu muslimischem Recht auf den Philippinen.

    https://www.lawphil.net/statut…/pd1977/pd_1083_1977.html

    Soweit ich den Blog verstehe, heißt das (den Erlass habe ich nicht gelesen): Wenn muslimische Filipinos gemäß diesem muslimischen Recht heiraten, können sie sich gemäß diesem Recht auch wieder scheiden lassen.