Posts by trivial

    Ein Hakenkreuz hätte vielleicht schon genügt.:D


    Im Ernst, ich wusste nicht, dass es auch Fans unter den Pinoys gibt. Bisher kannte ich das eher aus dem arabischen Raum.

    In Cebu City ist jahrelang im Bereich der Kreuzung Salinas Drive und Cuenco Ave ein schwarzes Motorrad mit großen Hakenkreuzen auf den Kotflügeln vor einem Sari Sari Store gestanden. Vielleicht immer noch, war schon länger nicht mehr dort. Habe aber darauf verzichtet, den Besitzer dort aufzusuchen und aufzuklären.


    Ich bin auch schon mehrmals auf Hitler angesprochen worden, aber noch nie so extrem. Wenn ich Zeit habe, dann sage ich meistens, dass Hitler den zweiten Weltkrieg begonnen hat und sich genauso aufgeführt hat wie seine japanischen Freunde. Die Gräuel der Japaner im 2. Weltkrieg sind doch vielen Filipinos ein Begriff. Und wir sind froh sind, dass es keine Nazis mehr in Deutschland und Österreich gibt. Das mag eine vereinfachte Darstellung sein, sorgt bei Filipinos teilweise für Verwunderung, ist aber ein Vergleich, der prinzipiell verstanden wird.

    Quote from why-not-now

    Also der Umsatz im Dezember war zwar passabel aber ich schätze mal gut 20.000 unter dem was wir erreichen hätten können wenn der Taifun nicht dazwischen gekommen wäre.

    Wäre-hätte hilft ja nichts. Auf den Philippinen kommt immer etwas dazwischen. Einmal ein Typhoon, ein andermal ein Hochwasser, dann eine Fiesta, dann Wahlen, dann etwas ganz anderes. Letzten Endes muss ein Geschäft auf den Philippinen so stabil laufen, dass es trotz dieser ganzen Anormalitäten noch genügend erwirtschaftet.


    Ich wünsche euch viel Glück, dass ihr eine Lösung dazu findet. Und wenn sich nichts abzeichnet, würde ich den Laden eher früher als später dicht machen und etwas neues versuchen. Viele erfolgreiche Unternehmer brauchen mehrere Anläufe und scheitern auch dann immer wieder mit Projekten und Firmen. Das ist ganz normal und nichts schlechtes. Nur wenn man oft genug versucht, bleiben am Ende Erfolge übrig.

    Die Überbeglaubigung der Dokumente bei der österreichischen Botschaft Manila ist unproblematisch. Man gibt die Dokumente am Schalter ab und wenn sie fertig sind (max. 5 Wochen) bekommt man eine E-Mail und holt die Dokumente wieder am Schalter ab. Da fragt keiner nach, was und warum du das machst.


    Erkundige dich nur vorab bei der Botschaft (per E-Mail) bezüglich Übersetzung, Kosten und abzugebenden Kopien, vielleicht hast sich seit 2015 etwas geändert.

    Könnte sein, dass sich dein Standesamt mit einer Bescheinigung der Ledigkeit zufrieden gibt und auf ein aufwändiges Ehefähigkeitszeugnis verzichtet. Das ist auf den Philippinen ein CENOMAR, günstig und problemlos vom PSA zu bekommen.

    Das Ehefähigkeitszeugnis wird sonst mit Dokumenten der österreichischen Botschaft Manila ausgestellt, was die Sache extrem aufwändig macht. Ich würde da nicht zu viel nachfragen, sonst kommt dein Standesamt noch auf blöde Gedanken.


    Ausserdem ist deine Standesbeamtin nicht am neuen Stand, das "National Cendus and Statistics Office (NSO)" wurde mittlerweile in "Philippine Statistics Authority (PSA)" umbenannt, das solltest du ihr mitteilen (das ist die selbe Behörde, nur der Name ist neu).


    Zum Nachweis des Wohnsitz kann deine Freundin eine Bescheinigung der Barangay bekommen ("Barangay Clearance"), ist einfach und unproblematisch.

    Soweit ich weiß funktioniert das so nicht. Das Standesamt benötigt ein Ehefähigkeitszeugnis, wenn du eine ausländische Person heiratest. Und das ist ziemlich aufwändig zu beschaffen und dauert mehrere Monate. Ausnahme ist, wenn du bei einem kleinen Standesamt im ländlichen Raum bist, das nicht auf die gesamte Prozedur besteht und das Ehefähigkeitszeugnis unbürokratisch ausstellt (ich kenne einen Fall, wo das funktioniert hat).

    Die Fragen die sich mir stellen: Gerichtlich beeideter Dolmetscher in den Philippinen oder müssen die Dokumente hin und her geschickt werden? Oder überbeglauigt die Botschaft die Dokumente in Englisch und kann man sie dann hier übersetzten lassen? Der Nachweis des Wohnsitzes ist mir auch nicht klar, in den Philippinen gibt es ja kein Meldeamt.

    Die österreichische Botschaft hat keine gerichtlich beeideten Übersetzer auf den Philippinen, akzeptiert laut eigener Aussage aber seriöse philippinische Übersetzer.

    Ich meine, wenn man sich an die Liste der Übersetzer der deutschen Botschaft hält, kann man nicht viel falsch machen.

    https://manila.diplo.de/blob/1…translators-2019-data.pdf

    Wir haben Orange Translations in Anspruch genommen, bei denen geht alles am Postweg, sie arbeiten sehr schnell, zusätzlich kann man die Übersetzungen per PDF bekommen.


    Die korrekte Vorgangsweise zur Beglaubigung ist: Originales Dokument besorgen, dann vom DFA beglaubigen lassen, dann übersetzen lassen, dann von der österreichischen Botschaft Manila überbeglaubigen lassen (die Überbeglaubigung der österreichischen Botschaft Manila ist deutsch).

    Details dazu in meinem Wiki: Philwiki - Beglaubigungen


    Der weitere Ablauf müsste dann wohl so aussehen. Zuerst die Aufhebung übersetzten und überbeglaubigen lassen und dann durch ein österreichisches Gericht beglaubigen lassen (da das wahrscheinlich auch wieder einige Zeit dauert), dann alle anderen Dokumente überbeglauigen, übersetzten und herschicken. Dann damit einen Termin beim Standesamt damit festlegen und dann bei der Botschaft ein Heiratsvisum beantragen. Ist der Ablauf richtig so?

    Ich freu mich und hoffe das alles jetzt halbwegs schnell geht. Falls jemand Tipps hat und mir weiterhelfen kann wär das super.

    In Österreich gibt es kein Heiratsvisum. Das verursacht leider Probleme.

    Laut Aussage der österreichischen Botschaft Manila (im Jahr 2014) soll man für Heirat in Österreich ein normales Schengenvisum (max. 3 Monate) beantragen.

    Wenn die Filipina in Österreich bleiben will, kann sie nach der Heirat einen Aufenthaltstitel beantragen. Das Problem ist, dass die Ausstellung eines

    Aufenthaltstitels in der Regel mehrere Wchen dauert, sodass das C-Visum meist vorher abläuft. Und dann muss die Filipina das Land verlassen, sonst wäre sie

    illegal hier und bekommt statt dem Aufenthaltstitel ein Aufenthaltsverbot.

    Das ist alles eine riesen Sauerei, interessiert in Österreich aber weder Politik und Behörden - aber man muss damit leben.


    Ein Freund von mir hat bei seiner Heirat (allerdings keine Filipina) durch Intervention im Außenministerium erreicht, dass die zuständige österreichische Botschaft seiner Freundin

    ein 6-monatiges D-Visum ausstellt, damit genügend Zeit für Heirat und Aufenthaltstitel bleibt. Die österreichische Botschaft hätte das von selbst aber nicht gemacht.


    Bitte lies dir in meinem Wiki folgende zwei Artikel sehr genau durch (ein offener Brief an das Außenministerium und eine Anleitung zum Aufenthaltstitel Familienangehöriger), damit

    erhältst du einen guten Einblick in die Vorgänge.

    Philwiki - Offener Brief zur Antragstellung Aufenthaltstitel "Familienangehöriger"

    Philwiki - Aufenthaltstitel Familienangehöriger (Österreich)

    Qatar Airways hat offenbar eine Kooperation mit Philippine Airlines, sodass man relativ günstig direkt zu einem innerphilippinischen Ziel buchen kann.

    Größter Vorteil ist, man hat den gesamten Flug auf einem Ticket, bei Verspätung in Manila oder Clark haftet Qatar bei versäumem Anschlussflug. Außerdem ist das Angebot von Qatar oft günstiger als ein Langstreckenflug plus Inlandsflug.

    Siehe hier ein Bericht von mir: Mit Qatar Airways nach Davao

    Meine Verlobte behauptet der Phil Reis ist der Beste und Sie kann ohne diesen Reis nicht überleben.


    Vielleicht hat man, wie der Vorredner schon sagte, eine gewisse Verbundenheit zum örtlichen angebauten Reis. Aber ich zweifle daran, dass sie den Unterschied merkt, wenn es die gleiche Reissorte ist. Und falls Sie aus keiner reisregion kommt: auch die Philippinen importieren einiges an Reis...

    Das liegt auch daran, dass viele Leute auf den Philippinen gar nicht wissen, dass es auch in anderen südostasiatischen Ländern sehr hochwertigen Reis gibt. Die kennen nur den guten philippinischen und eher minderwertigen, billigen importierten Reis.


    Wenn sie dann einmal guten Reis aus anderen Ländern kennengelernt haben, ist das normalerweise auch völlig in Ordnung.

    In Asia Shops in Europa gibt es ausgezeichneten asiatischen Reis.

    Unser Favorit ist Vientiane Reis (mit dem Aufdruck "Product of Thailand", anscheinend wird unter dieser Marke auch Reis aus Laos verkauft, den kenne ich nicht):

    https://www.africshopping.com/product/jasmine-rice-3/

    Unsere zweite Wahl ist Royal Tiger: https://www.amazon.de/Royal-Ti…Jasmin-Pack/dp/B00AK8JLE8


    PS: Die Links dienen nur exemplarisch zur Darstellung des Produkts, beide Reissorten gibt es auch in vielen Asia-Shops zu kaufen.

    Mich würde auch mal die Vorgehensweise interessieren bei Hochschulabschlüssen.


    Meine Verlobte hat Psychologie studiert, laut Annabin (H+-) also erstmal nicht ohne weiteres anerkannt. Wie seht ihr generell die Chancen mit der Anerkennung? davon mal abgesehen über nen halbes Jahr auf die Antwort zu warten (+ 200€)

    [...]

    Kennt jemand einen Fall wo man pauschal sagen kann, das aus einem Hochschulstudium zumindest der benötigte Hauptschulabschluss abgeleitet werden kann? Damit es voran geht?

    H+ sagt nur aus, dass eine Anerkennung prinzipiell möglich ist. Deutschland erkennt pauschal gar keine akademischen Titel aus dem Ausland an, sogar die ETH Zürich hat den Status H+ und Absolventen müssen ihren Abschluss bei Anabin einreichen.


    Generell wird von Anabin bei einer H+ Uni immer im Einzelfall geprüft. Ich meine, bei einem Master-Titel einer renommierten Uni (UP Diliman, Ateneo de Manila, etc.) stehen die Chancen auf Anerkennung sehr gut. Bei Bachelor-Titeln, insbesondere von gewöhnlichen Colleges, stehen die Chancen eher schlecht. Ich meine gehört zu haben, dass dann statt den Bachelor-Titel ein Abitur anerkannt wird. Oder dass man eine vollwertige Anerkennung des Bachelor-Titels durch Absolvierung von Zusatzprüfungen erlangen kann. Garantieren kann ich aber nicht, dass es so ist.


    Hintergrund: Das Hauptproblem mit philippinischen Bachelor-Titeln ist, dass bis 2015 nur 10 Schuljahre absolviert worden sind und das folgende Bachelor-Studium zur Hälfte Abitur-Stoff enthalten hat. Seit 2016 gilt K-12 (Kindergarten + 12 Schuljahre), sodass ein High School Abschluss international mit einem Abitur vergleichbar sein sollte und ein philippinischer Bachelor-Titel mit einem internationalen Bachelor-Titel. Die Implementierung der neuen Bachelor-Studien ist aktuell aber eine Katastrophe, die Lehrpläne sind ein gewaltiges Chaos, sodass man nicht garantieren kann, dass ein neuer Bachelor-Titel derzeit international anerkannt wird.

    Meine Frau wollte das ich Weihnachten etwas Grünkohl mit Kassler und Bregenwurst einfliege. Und nun?

    Soweit ich weiß war auch bisher nicht erlaubt, Fleischprodukte auf die Philippinen einzuführen. Da das Gepäck von Touristen üblicherweise nicht durchsucht wird, ist das bisher ignoriert worden. Ich schätze das Risiko bei Mitnahme von Schweinefleisch in Haushaltsmengen auch weiterhin sehr gering ein, selbst bei einer extrem unwahrscheinlichen Kontrolle dann kann man den Beamten mit Freundlichkeit vermutlich überzeugen, dass es sich um ein Produkt aus Rindfleisch oder Pute oder sonst was handelt.


    Garantieren kann man natürlich nichts, wer Schweinefleischprodukte mitführt, bitte auf eigenes Risiko!


    PS: Kürzlich wurden auch strenge Kontrollen wegen eines Ausbruchs von Polio ausgerufen. Kontrolliert wurde letztlich nichts. Es würde mich wundern, wenn das jetzt mit Schweinefleisch anders ist.

    Reisewarnung: Reisende von und auf die Philippinen brauchen Impfung gegen Kinderlähmung!

    Am Flughafen Manila sind die Flughafen-Gebühren (terminal fee) bereits im Ticket enthalten (gilt für inländische und internationale Flüge). Du musst beim Abflug also nichts bezahlen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, das in einem Ticket, welches bei mytrip von Deutschland aus gebucht wird, die Flughafensteuer bereits enthalten ist. Ich hab auf der Quittung auch nichts dergleichen gelesen. Wie wäre die Gebühr derzeit? 500 Peso was ich gelesen habe.


    tbs

    Doch, die Gebühr ist bereits im Preis der Fluglinie enthalten und wird von der Fluglinie abgeführt. Über welche Plattform du den Flug buchst, macht keinen Unterschied mehr. Wie gesagt handelt es sich dabei um keine Steuer sondern um eine Gebühr zur Benutzung des Flughafens. Steuern darf nur der Staat kassieren.

    Meine Frau hat es versucht und war nicht erfolgreich. Die wollten unbedingt eine Karte über permanenten Aufenthalt sehen.

    Ich würde es auf jeden Fall versuchen, aber ein Anrecht hat man offenbar nicht.

    Ok ... das habe ich nun mal erneut probegebucht. Es sind rund 2 Stunden, wo der Rückflug länger als der Hinflug dauert. Hatte ich so nicht erwartet, von 9,5 auf 11,5 Stunden.

    Landeanflug und Start kosten auch Zeit, da sind zwei Stunden Zeitverlust bei 1:30 Stunden Aufenthalt schon realistisch.


    Ob man diese Flugverbindung möchte, hängt sicher von der Urlaubsplanung ab. Wenn ich schnellstens von Cebu nach Hause will, dann ist diese Flugverbindung sicher die beste Lösung. Wenn man gerne Zwischenstopp in Manila macht, dann kann man auf der Rückreise einbauen.

    Wenn ich alle Infos richtig verstehe, geht der Rückflug von Cebu mit Emirates via Clark, ist ein Direktflug, aber kein Nonstopflug ? Wie lange dauert der Aufenthalt dort und wie verläuft er !


    LG Alf

    Der Aufenthalt in Clark dauert etwa ein-einhalb Stunden. Man bleibt im Flieger und darf nicht aussteigen. Im Endeffekt entspricht das einer längeren Flugzeit. Verglichen mit einer Umsteigeverbindung in Manila ist das die schnellere und komfortablere Lösung.

    Was mich auch noch interessieren würde ist wie die Immi vom Tod der Ehefrau erfährt. Was wenn

    man dies gar nicht meldet? Auf meinen damaligen applications für 13a kann ich nichts finden das

    darauf hin weisst dass man es verliert.

    Es gibt viele Situationen, in denen Behörden gewisse Umstände nicht erfahren, wenn man sie nicht meldet. Dann kann man eine Leistung zu Unrecht beziehen. Das Problem dasbei: Wenn die Behörde durch Zufall jemals davon erfährt, dann gibt's Probleme und Strafen. Wenn jemand im privaten Umfeld davon erfährt, dass man eine Leistung zu Unrecht bezieht, wird man erpressbar - und das kann auf den Philippinen äußerst unangenehm werden.

    Aus diesen Gründen würde ich von derartigen Versuchen deutlich abraten und - insbesondere als Ausländer auf den Philippinen - alle Visa-Angelegenheiten nur einwandfrei korrekt erledigen.

    Was du schreibst ist schon okay. Aber! Wie sollen sich die Millionen die gerade so

    überleben das leisten können? Und sage jetzt bitte nicht dann sollen sie arbeiten

    gehen. Viele haben gerade so viel dass sie über die Runden kommen und Geld für

    eine (teure) Krankenversicherung ist da nicht drin. Will dies nur mal aufzeigen.

    Aber zurück zum Phil. Gesundheitssystem: bei dieser wirtschaftlichen Ausgangslage ist ein westliches Sozial- und Krankenfinanzierungs-Modell nach unserem Vorbild noch Lichtjahre entfernt und ohne Unterstützung der Familie ist es bei schweren Erkrankungen für den Betroffenen nicht machbar. Daher muss jeder Einzelne für sich entscheiden, inwieweit er sich moralisch verpflichtet fühlt nach seinen Möglichkeiten zu helfen - aber ein Verweigern dieser Hilfe mit Argumenten wie "Faulheit" oder "mangelnde Vorsorge " für Gesundheit geht m.E. an der Realität vorbei! Hier prallen eben das deutsche Wohlstandsmodell und die entspr. Vollkaskomentalität auf die Realitäten eines armen Schwellenlandes auf. Jeder von uns, der mit einer Pinay verheiratet ist muss sich auch mit diesen sozialen Realitäten ehrlich auseinandersetzen oder sich eben in seinem Egoismus verschanzen!

    Die Millionen Menschen auf den Philippinen können sich das Überleben nur bei einigermaßen Gesundheit leisten. Im Krankheitsfall wird zunächst die Großfamilie zur Kasse gebeten, aber in vielen Fällen sterben die Menschen schließlich doch mangels umfassender medizinischer Behandlung. Das ist Realität. Das ist die Realität, die sich die philippinische Gesellschaft selbst geschaffen hat.


    Die Möglichkeit zu Überleben gäbe es nur in einem modernen Gesundheitssystem, das allerdings nur mit Vollkasko-Mentalität leistbar ist. Und um bei der Realität zu bleiben, ich nehme mir heraus, dass es realitätsfern ist, wenn der angeheiratete Ehepartner eine solche Vollkasko-Mentalität in der Gesundheitsversorgung für die philippinische Familie schaffen möchte.


    Wenn Filipinos eine hochwertiges Vollkasko-Gesundheitsversorgung möchten, dann müssen sie diese selbst als Gesellschaft schaffen und selbst erarbeiten. Dass das aus der aktuellen Situation nicht leicht zu erreichen ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Philippinen sind ein sehr gefestigtes gesellschaftliches System, das in den bekannten Ergebnissen mündet. Der Einzelne ist in diesem System weitgehend machtlos, entweder er macht mit oder geht unter. Die Konzepte für eine andere Situation müssen die Philippinen nicht neu erfinden, die liegen auf dem Tisch. Man kann sich an Europa orientieren, oder auch an Singapur oder Südkorea. Jedenfalls braucht es dazu zunächst ein Eingeständnis, dass man die aktuelle Situation nicht mehr möchte, dann den unbedingten Willen zur Veränderung, und schließlich ein Brechen und neu Aufbauen von gesellschaftlichen Strukturen. Doch das muss aus der Gesellschaft selbst kommen und kann ihnen nicht von außen aufgezwungen werden. Das war in Südkorea auch nicht anders. Veränderung ohne Veränderung gibt es nicht. Und solange das nicht passiert, müssen die einzelnen Personen mit den - positiven wie negativen - Konsequenzen ihrer Gesellschaft leben. Ebenso wie wir Deutsche/Österreicher/Schweizer mit den positiven wie negativen Konsequenzen unserer Gesellschaft leben müssen.

    Mir ist klar, dass das Phil. Medizinsystem nicht mit dem deutschen Vollkaskosystem vergleichbar ist. Mir geht des nur um ein Grundverständnis des Phil Health Systems und ich möchte zumindest erreichen, dass die engere Verwandtschaft den vollen Phil Health Versicherungsschutz hat (oft werden wohl die Beiträge - 2400 PHP p.a.? - hierfür nur lückenhaft geleistet). Gibt es denn über die Basisabsicherung hinaus die Möglichkeit einer privaten Zusatzversicherung?

    Würde mich über eine lebhafte Diskussion freuen, da ich vermute, dass dieses Problem viele Deutsche mit phil. Verwandtschaft betrifft.

    Du hast völlig richtig erkannt, dass Philhealth keine komplette Krankenversicherung, sondern nur eine Zuzahlungsversicherung ist.

    Bei Krankheit sind Personen häufig auf finanzielle Unterstützung der Familie angewiesen. Die öffentlichen Krankenhäuser bieten meist nur eine schwache Versorgung, erfordern die Mithilfe der Familie. Das ist der aktuelle Zustand.

    Es gibt hochwertige private Krankenhäuser, die aber teuer sind. Es gibt private Krankenversicherungen, die hochwertige Krankenbehandlungen zahlen, die sind aber teurer als philippinische Durchschnittslöhne.

    Das ist die Situation auf den Philippinen.


    Meine persönliche Meinung dazu:

    Du bist nicht verpflichtet, bei Krankheit von philippinischen Familienmitgliedern zu zahlen.

    Die philippinische Form der Krankenversicherung ist die Großfamilie. Das ist in Ordnung, jede Gesellschaft soll so leben, wie sie möchte. Aber dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben. Jedes Sozialsystem kann nur durch ein Geben und Nehmen funktionieren, das sich die Waage hält. Jeder Teilnehmer hat nach gewissen Regeln gleichermaßen die Verpflichtung beizutragen und das Recht auf Leistungen .

    Ich als Österreicher zahle eine ganze Menge Geld in unser öffentliches Sozialversicherungssystem ein, und bekomme bei Bedarf eine hochwertige Gesundheitsversorgung. Ich sehe mich in keinster Weise dafür zuständig, das philippinische Umfeld bei Krankheit zu unterstützen und damit zu einem zweiten Sozialsystem beizutragen, aus dem ich niemals etwas erhalten werde. Das sehe ich übrigens auch Filipinos, die dauerhaft im Ausland leben. Sie haben das philippinische Familien-Sozialversicherungssystem für Ansprüche und Verpflichtungen verlassen, und sind jetzt Teil eines anderen Sozialversicherungssystems.


    Nachsatz: Wenn Filipinos die Großfamilie als Krankenversicherung nicht als ausreichend erachten, dann müssen sie sich ein anderes System aufstellen, in dem sie mehr Leistungen erhalten. Doch diese Leistungen müssen in irgendeiner Form auch von den Mitgliedern der Gesellschaft erbracht werden, sonst können sie auch nicht bereitgestellt werden. Allerdings kann ich in der philippinischen Gesellschaft keine Bereitschaft zu einem anderen System erkennen. Niemand will in eine teure landesweite Versicherung einzahlen, die damit hochwertige Behandlungen für die kranke Personen finanziert. Niemand will zusätzlich Steuern zahlen, damit der Staat bessere Krankenhäuser aufstellt. Studium und Ausbildung zum Arzt so teuer, dass sie für die meisten jungen Leute nicht leistbar sind. Aber niemand will eine steuerfinanzierte Ausbildung zum Arzt, die für Studenten kostenlos ist.

    Am Flughafen Manila sind die Flughafen-Gebühren (terminal fee) bereits im Ticket enthalten (gilt für inländische und internationale Flüge). Du musst beim Abflug also nichts bezahlen.


    Nur zur Information: Die Verwirrung kommt oft daher, dass philippinische Staatsbürger und dauerhaft wohnhafte Ausländer auf den Philippinen (mit Ausnahmen) eine Ausreisesteuer (travel tax) bezahlen müssen. Das betrifft Touristen wie dich jedoch nicht. Dabei handelt es sich um eine Steuer, die der Staat kassiert. Im Gegensatz dazu ist die Flughafen-Gebühr (terminal fee) eine Gebühr zur Benutzung des Flughafens, die der Flughafen kassiert.


    Der Shuttle-Bus zwischen den Terminals ist ok, nur manchmal etwas langsam. Wenn du in Eile bist, würde ich ein Taxi empfehlen, bei genügend Zeit den Bus.