Posts by trivial

    Mich würde auch mal die Vorgehensweise interessieren bei Hochschulabschlüssen.


    Meine Verlobte hat Psychologie studiert, laut Annabin (H+-) also erstmal nicht ohne weiteres anerkannt. Wie seht ihr generell die Chancen mit der Anerkennung? davon mal abgesehen über nen halbes Jahr auf die Antwort zu warten (+ 200€)

    [...]

    Kennt jemand einen Fall wo man pauschal sagen kann, das aus einem Hochschulstudium zumindest der benötigte Hauptschulabschluss abgeleitet werden kann? Damit es voran geht?

    H+ sagt nur aus, dass eine Anerkennung prinzipiell möglich ist. Deutschland erkennt pauschal gar keine akademischen Titel aus dem Ausland an, sogar die ETH Zürich hat den Status H+ und Absolventen müssen ihren Abschluss bei Anabin einreichen.


    Generell wird von Anabin bei einer H+ Uni immer im Einzelfall geprüft. Ich meine, bei einem Master-Titel einer renommierten Uni (UP Diliman, Ateneo de Manila, etc.) stehen die Chancen auf Anerkennung sehr gut. Bei Bachelor-Titeln, insbesondere von gewöhnlichen Colleges, stehen die Chancen eher schlecht. Ich meine gehört zu haben, dass dann statt den Bachelor-Titel ein Abitur anerkannt wird. Oder dass man eine vollwertige Anerkennung des Bachelor-Titels durch Absolvierung von Zusatzprüfungen erlangen kann. Garantieren kann ich aber nicht, dass es so ist.


    Hintergrund: Das Hauptproblem mit philippinischen Bachelor-Titeln ist, dass bis 2015 nur 10 Schuljahre absolviert worden sind und das folgende Bachelor-Studium zur Hälfte Abitur-Stoff enthalten hat. Seit 2016 gilt K-12 (Kindergarten + 12 Schuljahre), sodass ein High School Abschluss international mit einem Abitur vergleichbar sein sollte und ein philippinischer Bachelor-Titel mit einem internationalen Bachelor-Titel. Die Implementierung der neuen Bachelor-Studien ist aktuell aber eine Katastrophe, die Lehrpläne sind ein gewaltiges Chaos, sodass man nicht garantieren kann, dass ein neuer Bachelor-Titel derzeit international anerkannt wird.

    Meine Frau wollte das ich Weihnachten etwas Grünkohl mit Kassler und Bregenwurst einfliege. Und nun?

    Soweit ich weiß war auch bisher nicht erlaubt, Fleischprodukte auf die Philippinen einzuführen. Da das Gepäck von Touristen üblicherweise nicht durchsucht wird, ist das bisher ignoriert worden. Ich schätze das Risiko bei Mitnahme von Schweinefleisch in Haushaltsmengen auch weiterhin sehr gering ein, selbst bei einer extrem unwahrscheinlichen Kontrolle dann kann man den Beamten mit Freundlichkeit vermutlich überzeugen, dass es sich um ein Produkt aus Rindfleisch oder Pute oder sonst was handelt.


    Garantieren kann man natürlich nichts, wer Schweinefleischprodukte mitführt, bitte auf eigenes Risiko!


    PS: Kürzlich wurden auch strenge Kontrollen wegen eines Ausbruchs von Polio ausgerufen. Kontrolliert wurde letztlich nichts. Es würde mich wundern, wenn das jetzt mit Schweinefleisch anders ist.

    Reisewarnung: Reisende von und auf die Philippinen brauchen Impfung gegen Kinderlähmung!

    Am Flughafen Manila sind die Flughafen-Gebühren (terminal fee) bereits im Ticket enthalten (gilt für inländische und internationale Flüge). Du musst beim Abflug also nichts bezahlen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, das in einem Ticket, welches bei mytrip von Deutschland aus gebucht wird, die Flughafensteuer bereits enthalten ist. Ich hab auf der Quittung auch nichts dergleichen gelesen. Wie wäre die Gebühr derzeit? 500 Peso was ich gelesen habe.


    tbs

    Doch, die Gebühr ist bereits im Preis der Fluglinie enthalten und wird von der Fluglinie abgeführt. Über welche Plattform du den Flug buchst, macht keinen Unterschied mehr. Wie gesagt handelt es sich dabei um keine Steuer sondern um eine Gebühr zur Benutzung des Flughafens. Steuern darf nur der Staat kassieren.

    Meine Frau hat es versucht und war nicht erfolgreich. Die wollten unbedingt eine Karte über permanenten Aufenthalt sehen.

    Ich würde es auf jeden Fall versuchen, aber ein Anrecht hat man offenbar nicht.

    Ok ... das habe ich nun mal erneut probegebucht. Es sind rund 2 Stunden, wo der Rückflug länger als der Hinflug dauert. Hatte ich so nicht erwartet, von 9,5 auf 11,5 Stunden.

    Landeanflug und Start kosten auch Zeit, da sind zwei Stunden Zeitverlust bei 1:30 Stunden Aufenthalt schon realistisch.


    Ob man diese Flugverbindung möchte, hängt sicher von der Urlaubsplanung ab. Wenn ich schnellstens von Cebu nach Hause will, dann ist diese Flugverbindung sicher die beste Lösung. Wenn man gerne Zwischenstopp in Manila macht, dann kann man auf der Rückreise einbauen.

    Wenn ich alle Infos richtig verstehe, geht der Rückflug von Cebu mit Emirates via Clark, ist ein Direktflug, aber kein Nonstopflug ? Wie lange dauert der Aufenthalt dort und wie verläuft er !


    LG Alf

    Der Aufenthalt in Clark dauert etwa ein-einhalb Stunden. Man bleibt im Flieger und darf nicht aussteigen. Im Endeffekt entspricht das einer längeren Flugzeit. Verglichen mit einer Umsteigeverbindung in Manila ist das die schnellere und komfortablere Lösung.

    Was mich auch noch interessieren würde ist wie die Immi vom Tod der Ehefrau erfährt. Was wenn

    man dies gar nicht meldet? Auf meinen damaligen applications für 13a kann ich nichts finden das

    darauf hin weisst dass man es verliert.

    Es gibt viele Situationen, in denen Behörden gewisse Umstände nicht erfahren, wenn man sie nicht meldet. Dann kann man eine Leistung zu Unrecht beziehen. Das Problem dasbei: Wenn die Behörde durch Zufall jemals davon erfährt, dann gibt's Probleme und Strafen. Wenn jemand im privaten Umfeld davon erfährt, dass man eine Leistung zu Unrecht bezieht, wird man erpressbar - und das kann auf den Philippinen äußerst unangenehm werden.

    Aus diesen Gründen würde ich von derartigen Versuchen deutlich abraten und - insbesondere als Ausländer auf den Philippinen - alle Visa-Angelegenheiten nur einwandfrei korrekt erledigen.

    Was du schreibst ist schon okay. Aber! Wie sollen sich die Millionen die gerade so

    überleben das leisten können? Und sage jetzt bitte nicht dann sollen sie arbeiten

    gehen. Viele haben gerade so viel dass sie über die Runden kommen und Geld für

    eine (teure) Krankenversicherung ist da nicht drin. Will dies nur mal aufzeigen.

    Aber zurück zum Phil. Gesundheitssystem: bei dieser wirtschaftlichen Ausgangslage ist ein westliches Sozial- und Krankenfinanzierungs-Modell nach unserem Vorbild noch Lichtjahre entfernt und ohne Unterstützung der Familie ist es bei schweren Erkrankungen für den Betroffenen nicht machbar. Daher muss jeder Einzelne für sich entscheiden, inwieweit er sich moralisch verpflichtet fühlt nach seinen Möglichkeiten zu helfen - aber ein Verweigern dieser Hilfe mit Argumenten wie "Faulheit" oder "mangelnde Vorsorge " für Gesundheit geht m.E. an der Realität vorbei! Hier prallen eben das deutsche Wohlstandsmodell und die entspr. Vollkaskomentalität auf die Realitäten eines armen Schwellenlandes auf. Jeder von uns, der mit einer Pinay verheiratet ist muss sich auch mit diesen sozialen Realitäten ehrlich auseinandersetzen oder sich eben in seinem Egoismus verschanzen!

    Die Millionen Menschen auf den Philippinen können sich das Überleben nur bei einigermaßen Gesundheit leisten. Im Krankheitsfall wird zunächst die Großfamilie zur Kasse gebeten, aber in vielen Fällen sterben die Menschen schließlich doch mangels umfassender medizinischer Behandlung. Das ist Realität. Das ist die Realität, die sich die philippinische Gesellschaft selbst geschaffen hat.


    Die Möglichkeit zu Überleben gäbe es nur in einem modernen Gesundheitssystem, das allerdings nur mit Vollkasko-Mentalität leistbar ist. Und um bei der Realität zu bleiben, ich nehme mir heraus, dass es realitätsfern ist, wenn der angeheiratete Ehepartner eine solche Vollkasko-Mentalität in der Gesundheitsversorgung für die philippinische Familie schaffen möchte.


    Wenn Filipinos eine hochwertiges Vollkasko-Gesundheitsversorgung möchten, dann müssen sie diese selbst als Gesellschaft schaffen und selbst erarbeiten. Dass das aus der aktuellen Situation nicht leicht zu erreichen ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Philippinen sind ein sehr gefestigtes gesellschaftliches System, das in den bekannten Ergebnissen mündet. Der Einzelne ist in diesem System weitgehend machtlos, entweder er macht mit oder geht unter. Die Konzepte für eine andere Situation müssen die Philippinen nicht neu erfinden, die liegen auf dem Tisch. Man kann sich an Europa orientieren, oder auch an Singapur oder Südkorea. Jedenfalls braucht es dazu zunächst ein Eingeständnis, dass man die aktuelle Situation nicht mehr möchte, dann den unbedingten Willen zur Veränderung, und schließlich ein Brechen und neu Aufbauen von gesellschaftlichen Strukturen. Doch das muss aus der Gesellschaft selbst kommen und kann ihnen nicht von außen aufgezwungen werden. Das war in Südkorea auch nicht anders. Veränderung ohne Veränderung gibt es nicht. Und solange das nicht passiert, müssen die einzelnen Personen mit den - positiven wie negativen - Konsequenzen ihrer Gesellschaft leben. Ebenso wie wir Deutsche/Österreicher/Schweizer mit den positiven wie negativen Konsequenzen unserer Gesellschaft leben müssen.

    Mir ist klar, dass das Phil. Medizinsystem nicht mit dem deutschen Vollkaskosystem vergleichbar ist. Mir geht des nur um ein Grundverständnis des Phil Health Systems und ich möchte zumindest erreichen, dass die engere Verwandtschaft den vollen Phil Health Versicherungsschutz hat (oft werden wohl die Beiträge - 2400 PHP p.a.? - hierfür nur lückenhaft geleistet). Gibt es denn über die Basisabsicherung hinaus die Möglichkeit einer privaten Zusatzversicherung?

    Würde mich über eine lebhafte Diskussion freuen, da ich vermute, dass dieses Problem viele Deutsche mit phil. Verwandtschaft betrifft.

    Du hast völlig richtig erkannt, dass Philhealth keine komplette Krankenversicherung, sondern nur eine Zuzahlungsversicherung ist.

    Bei Krankheit sind Personen häufig auf finanzielle Unterstützung der Familie angewiesen. Die öffentlichen Krankenhäuser bieten meist nur eine schwache Versorgung, erfordern die Mithilfe der Familie. Das ist der aktuelle Zustand.

    Es gibt hochwertige private Krankenhäuser, die aber teuer sind. Es gibt private Krankenversicherungen, die hochwertige Krankenbehandlungen zahlen, die sind aber teurer als philippinische Durchschnittslöhne.

    Das ist die Situation auf den Philippinen.


    Meine persönliche Meinung dazu:

    Du bist nicht verpflichtet, bei Krankheit von philippinischen Familienmitgliedern zu zahlen.

    Die philippinische Form der Krankenversicherung ist die Großfamilie. Das ist in Ordnung, jede Gesellschaft soll so leben, wie sie möchte. Aber dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben. Jedes Sozialsystem kann nur durch ein Geben und Nehmen funktionieren, das sich die Waage hält. Jeder Teilnehmer hat nach gewissen Regeln gleichermaßen die Verpflichtung beizutragen und das Recht auf Leistungen .

    Ich als Österreicher zahle eine ganze Menge Geld in unser öffentliches Sozialversicherungssystem ein, und bekomme bei Bedarf eine hochwertige Gesundheitsversorgung. Ich sehe mich in keinster Weise dafür zuständig, das philippinische Umfeld bei Krankheit zu unterstützen und damit zu einem zweiten Sozialsystem beizutragen, aus dem ich niemals etwas erhalten werde. Das sehe ich übrigens auch Filipinos, die dauerhaft im Ausland leben. Sie haben das philippinische Familien-Sozialversicherungssystem für Ansprüche und Verpflichtungen verlassen, und sind jetzt Teil eines anderen Sozialversicherungssystems.


    Nachsatz: Wenn Filipinos die Großfamilie als Krankenversicherung nicht als ausreichend erachten, dann müssen sie sich ein anderes System aufstellen, in dem sie mehr Leistungen erhalten. Doch diese Leistungen müssen in irgendeiner Form auch von den Mitgliedern der Gesellschaft erbracht werden, sonst können sie auch nicht bereitgestellt werden. Allerdings kann ich in der philippinischen Gesellschaft keine Bereitschaft zu einem anderen System erkennen. Niemand will in eine teure landesweite Versicherung einzahlen, die damit hochwertige Behandlungen für die kranke Personen finanziert. Niemand will zusätzlich Steuern zahlen, damit der Staat bessere Krankenhäuser aufstellt. Studium und Ausbildung zum Arzt so teuer, dass sie für die meisten jungen Leute nicht leistbar sind. Aber niemand will eine steuerfinanzierte Ausbildung zum Arzt, die für Studenten kostenlos ist.

    Am Flughafen Manila sind die Flughafen-Gebühren (terminal fee) bereits im Ticket enthalten (gilt für inländische und internationale Flüge). Du musst beim Abflug also nichts bezahlen.


    Nur zur Information: Die Verwirrung kommt oft daher, dass philippinische Staatsbürger und dauerhaft wohnhafte Ausländer auf den Philippinen (mit Ausnahmen) eine Ausreisesteuer (travel tax) bezahlen müssen. Das betrifft Touristen wie dich jedoch nicht. Dabei handelt es sich um eine Steuer, die der Staat kassiert. Im Gegensatz dazu ist die Flughafen-Gebühr (terminal fee) eine Gebühr zur Benutzung des Flughafens, die der Flughafen kassiert.


    Der Shuttle-Bus zwischen den Terminals ist ok, nur manchmal etwas langsam. Wenn du in Eile bist, würde ich ein Taxi empfehlen, bei genügend Zeit den Bus.

    Bisher konnte ich keine Forderungen von deutscher Seite hierzu finden.

    Das ist eine rein philippinische Angelegenheit, dem deutschen Staat ist das völlig egal.


    Ich denke auch, dass die Impfung für die Ausreise nicht relevant ist, was man so hört, und notfalls bekommt man am Flughafen die Schluckimpfung.


    Unabhängig davon würde ich stark empfehlen, das sie sich in Deutschland gegen Polio impfen lässt (mit dem inaktivierten Impfstoff, der gespritzt wird). Das kostet nur ein paar Euro und bringt Sicherheit für die eigene Gesundheit.

    Funktioniert nicht, es wird auch die mac adresse gespeichert u. A man kann sich einmal gebannt mit den Geräten nicht mehr anmelden

    Dass die MAC-Adresse gespeichert wird, kann nicht sein, denn ein Webserver hat gar keine Möglichkeit, an die MAC eines Clients zu kommen.

    https://stackoverflow.com/ques…-by-a-access-on-a-website


    Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, um User auf einer Website zu identifizieren, die alle gut zu umgehen sind: IP, User Agent und Cookies. Die IP lässt sich mit einem geeigneten VPN beliebig verschleiern. Der User Agent lässt sich einfach im Browser einstellen (z. B. in Firefox ganz simpel mit Add On). Cookies lassen sich löschen, und in einem privaten Fenster kann man auch eine Browser Session ohne Cookies beginnen.


    Somit vermute ich, dass DIA doppelte Profile auch mittels gleicher Fotos und Texte erkennt.


    PS: Unter Windows 10 lässt sich mittlerweile die MAC-Adresse auf Knopfdruck ändern. Bringt hier zwar nichts, ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber.

    https://winaero.com/blog/enabl…ows-10-for-wi-fi-adapter/

    https://www.groovypost.com/how…c-address-windows-10-why/

    Erstens, wenn ihr schon einen derartigen Vertrag macht, dann sollte das ein Notar (notary public) aufsetzen und beglaubigen. Andernfalls könnte die Filipina jederzeit behaupten, der Vertrag wäre gefälscht, ungültig, oder hätte nie existiert. Der Vorschlag der Filipina strotzt vor Grammatikfehlern und ist dermaßen schwammig formuliert, dass er kaum rechtsgültig wäre.


    Zweitens ist die Gefahr eines Verlustes trotzdem enorm. Was machst du, wenn Sie die Zahlungen einstellt? Klagen ist sinnlos, da kostet jeder Anwalt mehr als der Verlust.

    Es gibt 2 bestaetigte Faelle von Polio. Das als Ausbruch zu deklarieren, finde ich ein bisschen krass formuliert. Beim Lesen des Threads hier dachte ich das es nun etliche Faelle gibt.

    Gibt es hier nicht reihenweise Menschen die schon Polio hatten? Ich kenne sogar einen Deutschen der mal Polio hatte, weil nicht als Kind geimpft.

    Manchmal macht es Sinn, auch andere Beiträge im Thread zu lesen, anstatt Fehlinformationen zu verbreiten. Daher noch einmal:

    Weitere Informationen zum aktuellen Polio-Asbruch auf den Philippinen:

    https://www.who.int/csr/don/24…break-the-philippines/en/

    Kurz gesagt heißt das, es gab im September 2 Polio-Fälle auf Luzon und Mindanao. Da es sich um einem mutierten Virus handelt, geht man davon aus, dass dieser Virus generell philippinenweit zirkuliert, was nur bei zu geringer Durchimpfungsrate passieren kann. Daher wird jetzt soviel geimpft wie nur möglich, um diese Zirkulation des Virus zu stoppen.

    Ist das wirklich so? Hab gemeint die "Zucker" Impfung gibts nicht mehr. Alles etwas verwirrend.... Ich reise Ende Monat ein. Gut bis dahin wird man mehr wissen..

    Es gibt zwei Impfstoffe gegen Polio:


    OPV, ein Lebendimpfstoff, der auf ein Stück Würfelzucker getropft und gelutscht wird. Dieser Impfstoff wirkt sehr gut, er hat allerdings zwei Nachteile: Erstens kann es in extrem seltenen Fällen zu einer Polio-Erkrankung durch die Impfung kommen, und zweitens werden Polio-Viren mit dem Stuhl ausgeschieden. Der OPV hat mitgeholfen, Polio-Erkrankungen weltweit extrem zu reduzieren, allerdings kann mit ihm keine vollständige Ausrottung von Polio erreicht werden, weil immer wieder Viren in die Umwelt gelangen.


    IPV ist ein inaktiver Totimpfstoff, der intramuskulär gespritzt wird. Dabei kann es zu keiner Polio-Erkrankung durch den Impfstoff kommen, und es gelangen keine Polio-Viren in die Umwelt.


    Daher wird in den meisten Ländern dieser Welt mittlerweile ausschließlich IPV verwendet, da eine vollständige, weltweite Ausrottung von Polio angetrebt wird. Dass die Philippinen jetzt OPV verabreichen mag mehrere Gründe haben: Erstens ist OPV ist deutlich billiger als IPV und viel einfacher zu verabreichen. Außerdem schreibt die WHO: "Da IPV nur die Infektion, nicht jedoch die Übertragung des Virus verhindert, können OPV bis zur endgültigen Ausrottung des Virus noch zur Eindämmung von Polio-Ausbrüchen eingesetzt werden, auch in Ländern, die in der Regelimpfung ausschließlich IPV nutzen."

    Weitere Informationen zu OPV und IPV:

    http://www.euro.who.int/de/hea…tions-and-answers#fueropv


    Weitere Informationen zum aktuellen Polio-Asbruch auf den Philippinen:

    https://www.who.int/csr/don/24…break-the-philippines/en/

    Kurz gesagt heißt das, es gab im September 2 Polio-Fälle auf Luzon und Mindanao. Da es sich um einem mutierten Virus handelt, geht man davon aus, dass dieser Virus generell philippinenweit zirkuliert, was nur bei zu geringer Durchimpfungsrate passieren kann. Daher wird jetzt soviel geimpft wie nur möglich, um diese Zirkulation des Virus zu stoppen.

    Wichtig ist wahrscheinlich, dass man so ein Advisory hat und damit wieder einen weiteren Grund Leute an der Ein- und Ausreise "Kopfschmerzen" bereiten kann.

    Prinzipiell ist das nicht verkehrt. Das Auftreten von Polio-Fällen auf den Philippinen ist keine Kleinigkeit, und eine Polio-Epidemie will niemand. Für eine solche Situation gibt es eine Empfehlung der WHO (siehe Link oben), die man hier anwenden möchte. Das Problem ist, dass die Umsetzung des Plans deutlich mangelhaft ist.


    Wer muss das überhaupt kontrollieren? Die Airline beim Check-In? Die Immigration? Health Officers die irgendwo herumsitzen, wo man vorbei muss?


    Die WHO schreibt, dass Bürger, die das Land verlassen, gemäß dem nationalen Impfschema geimpft sein sollen. Das einzige nationale Impfschema der Philippinen findet sich mit einigem detektivischem Spürsinn von der Philippine Foundation for Vaccination (*). Jetzt wird es kurios, das Schema für Polio sieht 3 Dosen im Kleinkindalter und eine 4. Dosis Kindesalter vor, für Erwachsene gar nichts. Das hat man vermutlich auch bemerkt und fordert für Auslandsreisende statt der Einhaltung des nationalen Impfschemas eine "appropriate polio vaccination". Was auch immer appropriate ist, darf man sich selbst denken. :mauer


    (*) http://www.philvaccine.org/vaccination-schedules

    Ob es sich dabei um verbindliche Vorgaben oder unverbindliche Empfehlungen handelt, ist nicht herauszufinden. Geld hat die Philippine Foundation for Vaccination anscheinend gar keines, die Seite wird auf Google Sites gehostet, die PDFs liegen auf einem Dropbox-Account. Das letzte Impfschema für Erwachsene stammt aus 2017 und enthält noch die mittlerweile verbotenen Dengue-Impfung. :476:Seufz...