• Hallo alle zusammen,


    Wie gross schätzt ihr die Gefahr ein an Japanischer Enzephalities zu erkranken während eines Urlaubs auf den Philippinen? Ist es ratsam sich dagegen zu impfen? Vielen Dank für eure Einschätzungen.

  • Hi,


    geh' am besten früh genug vor Deinem Philippinen-Urlaub zu einer reisemedizinischen Beratung, da wirst Du professionell aufgeklärt. Kostet auch nicht die Welt.


    Bei mir hat der Arzt es folgendermaßen beschrieben: Die japanische Enzephalitis ist vergleichbar mit der in Deutschland vorkommenden FSME, welche hier durch Zecken übertragen wird. Allerdings wird die jap. Enzephalitis durch Mückenstiche übertragen.


    Man kann sich dagegen impfen lassen, und der Arzt hat es auch empfohlen. Man kann sich aber auch vor einer Ansteckung schützen, indem man Insektenstichen vorbeugt.


    Es gibt ja auch noch weitere, durch Mücken übertragene Tropenkrankheiten. Gegen Dengue-Fieber zum Beispiel (und auch Malaria) kann man sich gar nicht impfen lassen, und sollte schon alleine deshalb Insektenstichen so gut es geht vorbeugen. Also viel Mückenspray (DEET etc.) mitnehmen und immer konsequent einsprühen. Eventuell auch ein Moskitonetz über das Bett hängen, je nach dem wo man nächtigt.


    Viele Grüße

  • The disease occurs in Southeast Asia and the Western Pacific.[2] About 3 billion people live in areas where the disease occurs.[2] About 68,000 symptomatic cases occur a year with about 17,000 deaths.[2] Often cases occur in outbreaks.[2] The disease was first described in 1871.[2]



    Dengue has become a global problem since the Second World War and is common in more than 110 countries, mainly in Asia and South America.[13][14] Each year between 50 and 528 million people are infected and approximately 10,000 to 20,000 die.[5][6][15][16]


    Also ansteckungstechnisch habe ich mehr Angst vor Dengue, vor allem weil mein Haus neben einem Kanal ist und ich taeglich mehrfach gestochen werde. Wobei die Sterblichkeit bei der japanischen Enzephalitis deutlich hoeher ist. (ca. 25%)


    Ich kannte die gar noch nicht, daher habe ich mal ganz kurz gegoogelt und war erstaunt.


    Musst Dir selber ein Bild davon machen ob Du es als Gefahr ansiehst.

  • FSME / die jap. Enzephallitis zu impfen halte ich bei jährlich etwa 500 dokumentierten Fällen bei Erwachsenen für Philtrips für "übertrieben", denn auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, Impfungen haben bisweilen Nebenwirkungen die man nicht missachten sollte.


    Viel wichtiger als FSME/Enzephallitis für die Philippinen halte ich Hepatitis A/B (nicht jeder ist hier Geimpft) und TOLLWUT.


    Auch eine Malaripropylaxe (Resochin oder ähnliches) ist anzuraten wenn man sehr ängstlich und viel am Lande (ausserhalb Manila) unterwegs ist.


    Dengue ist auf Grund der aktuellen Fallzahlen tatsächlich ein (kleines) Risiko, aber es gibt leider noch keinen wirksamen Impfschutz. Die Sanofi-Substanz Dengvaxia ist vor kurzem bei einem Feldversuch in den Schulen Phils gescheitert.


    nachzulesen hier:

    Empfehlungen des Tropeninstituts


    Milanium


    P.S. Die durchnittliche Wahrscheinlichkeit sich in den Philippinen mit jap. Enzephallitis anzustecken liegt bei einem 2 -wöchigem Aufenthalt bei 1: 10.000.000

    immer bescheiden bleiben ! ...
    laging manahimik ! ...

  • Die W'keit an japanischer Enzephallitis zu erkranken (bei einem 2-wöchigem Aufenthalt) ist also etwa so hoch wie im Lotto einen 6er aus 49 zu haben (ohne Superzahl) - also verschwindend gering.


    Wozu hierfür also das Impfrisiko auf sich nehmen, mit all ihren Erscheinungsformen.


    M.

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  • Ich würde meinen Impfstatus von einem Arzt kontrollieren lassen. Tetanus noch up to date? Diphterie? Masern schon gehabt bzw geimpft?

    Lächeln ist ansteckend

  • Wozu hierfür also das Impfrisiko auf sich nehmen, mit all ihren Erscheinungsformen.

    Wenn du schon mit Risiken arbeitest wie hoch ist denn das Impfrisiko im vergleich zu einen Risiko der Erkrankung mit 25% Mortalität.

    Wie hoch ist die Mortalität und bleibende Schäden bei Impfung?

  • Wenn du schon mit Risiken arbeitest wie hoch ist denn das Impfrisiko im vergleich zu einen Risiko der Erkrankung mit 25% Mortalität.

    Wie hoch ist die Mortalität und bleibende Schäden bei Impfung?

    Die Antwort ist ein klares JA - es gibt Impfrisiken die auch Mortalität und bleibende Schädigungen beinhalten. Wenn ich also das bei jap. Enzephalitis nahezu verschwindend geringe Risiko (1: 1E7) daran ohne Impfung zu erkranken dagegenhalte, dann würde ICH mich klar gegen die Impfung entscheiden.


    Wie die Impfentscheidung bei jemandem anderen aussieht hängt ganz von dessen eigener "Angstkulisse und dessen Sicherheitsbedürfnis" ab.

    Aber rein rational halte ich diese Impfung bei einem kurzen Aufenthalt für Quatsch !


    Milanium

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  • Hier ein aktueller Bericht der "real cases" des departement of health PHP:

    cases Japanese Encephalitis


    Mit diesen aktuellen Zahlen und der Tatsache das mit 97% der Neuerkrankung (leider) im Wesentlichen Kinder und Jugendliche und eben nicht Erwachsene betrifft muss ich meine Wahrscheinlichkeitsrechnung zu einem noch drastischeren unkritischen Wert für einen erwachsenen Reisenden korrigieren:

    -> bei einem angenommenen 2-wöchigen Aufenthalt eines ungeimpften Erwachsenen in den Philippinen an japanischer Enzephalitis zu erkranken -


    Das Risiko wäre hier statistisch 1: 424.000.000 ungeimpft mit der Krankheit nach Hause zu kommen, also 3 Mal so selten wie einen 6er mit Superzahl (= Jackpot) zu ergattern.

    Die tatsächliche Mortalität nach Infizierung wäre dann nochmals um Faktor 0,04 geringer da laut Bericht im Jahre 2018 etwa 4% der infizierten verstorben sind. (1:10,6E9)


    Ich bin mir aber im klaren darüber das ein Angstneurotiker dennoch zur Impfung greifen wird, weil er sich damit sicherer fühlt...

    Es ist und bleibt aber nur ein subjektives Gefühl...


    Milanium

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