Was braucht es, um eine Bäckerei zu eröffnen?

  • Ich befürchte fast, dass ich schlussendlich die Bäckerei auf dauer subvensionieren muss.


    Und das wäre ok für dich ?


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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • ...auf Dauer sicher nicht. Ich denke es braucht mind. 6 Monate um eine Stammkundschaft aufzubauen. Ansonsten muss ich abbrechen und Schadensbegrenzung machen, wenns gar nicht läuft.

  • Gibt es niemanden im engen Familienkreis der bereits etwas "gut" kann und es "nur" am Geld scheitert daraus kein Business zu machen?
    Ein Business zu straten, von dem niemand eine Ahnung hat, halte ich fuer sehr gewagt und sehr mutig.
    Mein Tip, warte auf die richtige Gelegenheit und Idee, und versuche es nicht mit der Brechstange.
    Hier im Forum sind einige erfahrene Expats mit gut laufenden Business, ist denn einer mit einer gut laufenden Baeckerei dabei?


    Ich moechte Deine Plaene nicht schlecht reden und finde es toll das Du Deiner Freundin mit Familie helfen moechtest.....
    Viel Glueck und Erfolg fuer die Zukunft.


    Martin

    Alles wird gut :D


    Wir alle haben gleich viel Zeit......24 Stunden täglich.......

    Edited once, last by wem67 ().

  • ...auf Dauer sicher nicht. Ich denke es braucht mind. 6 Monate um eine Stammkundschaft aufzubauen. Ansonsten muss ich abbrechen und Schadensbegrenzung machen, wenns gar nicht läuft.

    Sicherlich kann so etwas laufen, auch ohne das man einer Franchise angehört. Ich kenne hier in meiner Gegend eine Familie, die mit Bakeshops zu einem recht guten Wohlstand gekommen ist. Aber auch Bakeshops ohne Kettenanbindung scheinen gut zu gehen. Aber die bieten weniger Brot an, sondern Kuchen und Teilchen und sonst alles im Süßbereich. Daher wäre es sich auch überlegenswert, eine Art Konditorei aufzumachen. Pinoys lieben bunte Torten mit dem, sagen wir mal Eischaumüberzug in alle grellen Farben. Das hat auch den Vorteil, dass man nur auf Vorbestellung arbeiten würde. Also eine Kombination aus normalem Bakeshop mit einem Hauch "Konditorei" könnte sicherliche erfolgversprechend sein. Aber wie im Geschäftleben immer üblich, vorher eine kleine Standortanalyse durchführen.

    Meine fünf Lebensregeln:


    1. Vergib Deinem Feind, aber behalte den Namen des Schweinehunds.
    2. Mit Geld kann man kein Glück kaufen, aber es weint sich in einem Mercedes besser als auf einem Fahrrad.
    3. Hilf jemandem, der Probleme hat. Er wird sich an dich erinnern, wenn er wieder mal Probleme hat.
    4. Manche Menschen sind nur am Leben, weil es ungesetzlich ist, sie zu erschießen.
    5. Alkohol kann keine Probleme lösen, aber das kann Milch auch nicht.

  • ...auf Dauer sicher nicht. Ich denke es braucht mind. 6 Monate um eine Stammkundschaft aufzubauen. Ansonsten muss ich abbrechen und Schadensbegrenzung machen, wenns gar nicht läuft.


    Hat denn neben dem Backen jemand vor Ort Ahnung von BWL? Ich meine zumindest Grundlagen?



    Und als was siehst Du das Unternehmen? Als Beschäftigungstherapy (mit Subventionen von Dir), als Selbstversorgungsgeschäft oder als Gewerbe mit gutem Gewinn?


    Ich habe so ein wenig das Gefühl, dass dir diese Idee vorgeschlagen wurde und du eigentlich so halbherzig dort mitmachst um den Seelenfrieden zu haben.


    Wie siehst Du diese Bäckeri Idee?


    Und wie nahe stehst Du der Freundin? Wie gut kennst Du die.


    Diese Sachen müssen alle in Deine Überlegung mit einfließen.


    Falls Du der Familie monetär helfen willst, dann schicke denen lieber Geld wie über den Umweg "Bäckerei" denen Geld zukommen zu lassen.


    Bitte Deinen Standpunkt dazu klären.


    Denn das ganze klingt so wie du es hier vermittelst eher so, als ob du die Sache nicht wirklich mit Erfolg gekönt siehst.




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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • Hat denn neben dem Backen jemand vor Ort Ahnung von BWL? Ich meine zumindest Grundlagen
    [...] Ich habe so ein wenig das Gefühl, dass dir diese Idee vorgeschlagen wurde und du eigentlich so halbherzig dort mitmachst um den Seelenfrieden zu haben.
    [...] Falls Du der Familie monetär helfen willst, dann schicke denen lieber Geld wie über den Umweg "Bäckerei" denen Geld zukommen zu lassen.

    So wie ich das verstehe will er den Bakeshop gar nicht selbst betreiben, sondern nur aus Freundlichkeit eine finanzielle Starthilfe geben, so wie ich das verstanden habe. Was spricht dagegen, wenn 0815-Pinoys von einem 0815-Business ein 0815-Leben finanzieren, so wie auch zehntausende andere? Ich fürchte, wenn die etwas gut könnten was sich zum Geldverdienen eignet würden sie es schon tun und wären nicht auf die Idee mit dem Bakeshop gekommen.


    Im Übrigen finde ich, Geld schicken erzeugt aber Abhängigkeiten (quasi Postkolonialismus), während eine Geschäftssubvention die Leute in die finanzielle Selbstständigkeit führen kann(quasi Hilfe zur Selbsthilfe).

  • Im Übrigen finde ich, Geld schicken erzeugt aber Abhängigkeiten (quasi Postkolonialismus), während eine Geschäftssubvention die Leute in die finanzielle Selbstständigkeit führen kann(quasi Hilfe zur Selbsthilfe).


    Ich dachte eher an den TS.


    Regelmäßig kleines Geld schicken ist günstiger wie eine Bäckerei aufzumachen und dann noch Subventionen zu bezalen.


    Und bevor jetzt gleich wieder die "rosaroten" um die Ecke kommen.


    Natürlich kann man mit einem Bakeshop Geld verdienen - man kann auch im Lotto gewinnen.


    Jedoch habe ich beim Lesen des Threads, das Gefühl als ob der TS nicht wirklich Bock drauf hat.


    Das versuche ich zu verstehen. Denn wenn es nur darum geht die Familie glücklich zumachen und man es selber nicht gut findet dann sollte man es lassen.


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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • Wie schon gesagt steht und fällt alles mit einer Marktanalyse. Ohne ausreichenden Absatz nützen die tollsten Maschinen nichts. Der Trend scheint ja zur Arbeitsteilung zu gehen. Der eine Betrieb produziert, der andere verkauft. Oder eben Filial- oder Franchisesystem was auch so funktioniert. Deshalb könnte man auch darüber nachdenken zunächst nur zu verkaufen und zuhause im Backofen eigene Kreationen in kleinen Mengen zum Testen zu backen. Das würde den Investitionsbedarf und damit das Risiko drastisch senken. Wenn man wirklich einen Bestseller entwickelt hat kann man immer noch in eigene Backöfen usw. investieren. Auch wurde das Thema Torten erwähnt. Das könnte z.B. noch durch Eiscreme ergänzt werden.

  • Es wurde schon geschrieben ... Lage ist sehr wichtig.... Ich kenn Butuan sehr gut, habe 1,5 Jahre dort gewohnt....
    Du schreibst: die Familie hat ein GS an der Hauptstr. in der Nähe von Butuan???...... das ist aufgrund meiner Ortkenntnisse von Butuan, dann wohl "in der Prärie" .. ? = schlechte Lage für ein Geschäft! Dannn würde sich jede weitere Überlegung erübrigen... :denken

  • wenn man wenig Ahnung vom Backhandwerk oder auch von der Konditorei hat sind so einige hier gebrachte Vorschläge nicht so abwegig, aber halt nur wenn man keine Ahnung hat.


    Ein ganz normaler Haushaltsbackofen hat mit einem gewerblichen Backofen nicht so sehr viel gemein, klar warm werden sie alle..


    Eine Bäckerei hat nicht die Ausstattung, die eine Konditorei benötigt...wäre aber viel zu aufwendig dieses alles im Detail zu erklären.


    Durchaus ein guter Vorschlag ist es erst im kleinsten Stil zu starten und bei aufkeimendem Erfolg nachzubessern, oder halt bei Nicht-Erfolg die Notbremse zu ziehen.


    Sicher ist es nicht verkehrt sich breit aufzustellen, andererseits ist es besser wenige Sachen wirklich gut zu machen, damit meine ich nicht ausschließlich super Qualität, sondern es muss am Ende das Gesamtergebnis passen: Ausgaben - Einnahmen.


    Der TS muss jetzt erst einmal herausfinden wo er das benötigte Equipment auf Philippinen bekommt und was es kostet, natürlich nicht er selbst sondern Leute vor Ort. Dann sollte er sich selbst mit dem Thema Bäckerei direkt beschäftigen, damit er weiß worum es überhaupt geht..Info und Kontakt hat er schon von mir erhalten.



    Nachtrag: Ich will hier nichts schön reden, sondern versuche es so sachlich wie möglich darzustellen. Wäre es einfach auf den Philippinen eine Bäckerei aufzubauen und erfolgreich zu betreiben, dann wäre ich vielleicht schon da und würde es machen, aber erstens möchte ich für das Geld was sich mit dieser harten Arbeit verdienen läßt nicht arbeiten und zweitens wären mir die ganzen Umstände drum herum viel zu kritisch. Auch glaube ich nicht, dass ich es für eine Familie aufbauen wollte, es sein denn ich kenne diese schon viele Jahre persönlich als sehr zuverlässige und ehrliche Leute.
    Mir selbst wurde von Mittelstands-Filipinos zugeredet ich sollte doch in CDO als Konditor selbst was aufbauen, es gäbe genügend Filipinos mit genug Geld, die sich gute Sachen kaufen würden - nur dass es schon gute Betriebe gibt, die so etwas schon machen haben sie nicht gesagt - nie im Leben würde ich so einen Schritt machen

    Grüße aus Haukeliseter, Telemark / Norge - http://www.haukeliseter.no


    Frank Peter


    ....der Feind, den ich kenne ist mir lieber als der Freund, der mir in den Rücken fällt...


    Maturity is not when we start speaking BIG things. It is when we start understanding small things….

    Edited 2 times, last by nalle ().

  • Quote

    Wäre es einfach auf den Philippinen eine Bäckerei aufzubauen und erfolgreich zu betreiben, dann wäre ich vielleicht schon da und würde es machen, aber erstens möchte ich für das Geld was sich mit dieser harten Arbeit verdienen läßt nicht arbeiten und zweitens wären mir die ganzen Umstände drum herum viel zu kritisch.


    Es ist moeglich. Wer sich davon ueberzeugen moechte, der besuche mal den Baecker "Hans" in Angeles (neben Hotel "Devera". Sein Ladengeschaeft brummt, sein Geschaeft boomt. Aber er ist eben gelernter BAecker und weiss was er macht.



    Spider

  • Der TS muss jetzt erst einmal herausfinden wo er das benötigte Equipment auf Philippinen bekommt und was es kostet, natürlich nicht er selbst sondern Leute vor Ort. Dann sollte er sich selbst mit dem Thema Bäckerei direkt beschäftigen, damit er weiß worum es überhaupt geht..Info und Kontakt hat er schon von mir erhalten. [...] Auch glaube ich nicht, dass ich es für eine Familie aufbauen wollte, es sein denn ich kenne diese schon viele Jahre persönlich als sehr zuverlässige und ehrliche Leute.

    Warum gehen alle davon aus, dass ER es aufbaut, betreibt usw.? Ich interpretiere seine Beitraege so, dass die philippinischen Verwandten das tun werden, welche gerade in der Ausbildung sitzen. Wie gesagt, zehntausende Filipinos haben selbst einen Bakeshop aufgebaut und leben davon. Warum also nicht auch hier?

  • Es ist moeglich. Wer sich davon ueberzeugen moechte, der besuche mal den Baecker "Hans" in Angeles (neben Hotel "Devera". Sein Ladengeschaeft brummt, sein Geschaeft boomt. Aber er ist eben gelernter BAecker und weiss was er macht.



    Spider


    100% agree.


    Die Angels Bakery hat mehrere Vorteile:


    1) Gelernter Bäcker
    2) Selber vor Ort / Arbeitet selber mit.
    3) Sehr gute Qualität
    4) Alleinstellungsmerkmal
    5) Gute Geschäftsbeziehungen (Beliefert fast alle Hotels).
    6) Ahnung von: BWL / Menschenführung / Service
    7) Preisleistungsverhältniss stimmt.
    8 ) Perfekte Location - im Touristen Hot Spot.
    9) Pünktlichkeit und Beständigkeit.
    10 ) Ist Ausländer und ist somit nähe an den meißt "weißen" Hotelbesitzern. Kennt besser die Mentalität und das Geschäftsgebahren dieser Zuielgruppe.
    11) Macht den PH Bakeshops keine Konkurrenz da komplett andere Produktpalette und andere Zielgruppe (wage ich mal zu behaupten)
    12)......



    um nur einige zu nennen. Ich denke die Angels Bakery sucht vom Erfolg her seines gleichen.


    Partyevent

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    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

    Edited 2 times, last by partyevent ().

  • ja partyevent , da kommen eben alle wichtigen punkte zusammen und der standort scheint auch bestens . das ist somit eine glueckliche "gewachsene" ausnahme , aber das klappt nicht ueberall .
    vermutlich wurde da auch eine groessere investition getaetigt als wie vom ts beabsichtigt

    „ Man ist nicht zu betrunken , solange man auf dem Boden liegen kann ohne sich festzuhalten.“

    Edited once, last by bernd f ().

  • bernd f


    Die Story wo ich gehört hatte - war die, dass Hans es eigentlich nur im kleinen Stil betreiben wollte mit der Angels Bakery. Mehr so als Beschäftigungstherapie. Jetzt hat er den Salat ;) und der Laden rennt ohne Ende und zeitlich ist er auch voll eingespannt.


    Quelle - "Hören Sagen".


    Partyevent

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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • ich werde mal naechste woche nach dem alljaehrlichen "street vibration run" einen meiner freunde beiseite nehmen und fragen ob ich in seiner "baeckerei" fotos machen darf und die hier einstellen , er betreibt die ca. 2 jahre , vermutlich genau das gegenteil von deiner , aber sehr interessant weil typisch fuer filipinos die sowas als zusatzgeschaeft laufen lassen - eins von 5 , 6 oder 7

    „ Man ist nicht zu betrunken , solange man auf dem Boden liegen kann ohne sich festzuhalten.“

  • Stimmt der Laden Läuft,
    nur ich kauf kein Brot mehr dort,3 mal hintereinander hat er mir das Brot vom Vortag aufs Auge gedrückt X(
    wenn man es halt nicht mehr nötig hat dann kann sowas mal passieren
    Axel

  • Es geht mir wirklich nur darum, dass die Bäckerei genug rentabel wird, um eine philipinische Familie zu ernähren und die Kinder in die Schule gehen können. Ich will kein Business aufmachen, um mich selber zu verwirklichen, mein Leben ist hier in der Schweiz. Die Familie soll das Knowhow aufbauen und die Verantwortung über den Betrieb übernehmen. Ich gebe dafür Starthilfe und befasse mich auch etwas mit backen, damit ich mithelfen kann. Am anfang soll einfaches Brot wie Pandesal hergestellt werden, leider lässt sich damit so gut wie kein Geld verdienen. Darum sollen später auch Süssigkeiten und Kuchen auf Bestellung gemacht werden, aber das wäre dann ein Konditoreibetrieb, welches anderes Equipment braucht(danke an Nalle für den Hinweis). Jedenfalls muss ich mir den Standort nochmals überlegen. Allenfalls in der Provinz herstellen und im Stadtzentrum in einem eigenen Laden verkaufen. Ich muss sowieso zuerst die Konkurenz genauer abchecken.


    Im Internet habe ich bereits diverse Etagenbackofen mit Zubehör gefunden welche alle um die 40-65K PHP kosten z.B. dieses Angebot . Was mir etwas gar günstig vorkommt. Das sind wahrscheinlich alles billig Produkte aus China und können nicht mit deutschen qualität Öfen verglichen werden, welche schnell mal 10k Euro kosten, aber ich werde mir das anschauen gehen. Allenfalls reicht das für den Einstieg.


    Thanx an alle

  • Stimmt der Laden Läuft,
    nur ich kauf kein Brot mehr dort,3 mal hintereinander hat er mir das Brot vom Vortag aufs Auge gedrückt
    wenn man es halt nicht mehr nötig hat dann kann sowas mal passieren
    Axel


    mit so einer Einstellung kann man auch den besten Laden ruinieren........schade eigentlich :(

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.