Ein neues Leben

  • Hallo zusammen!
    Dies ist zwar mein erster Post/Thread, jedoch habe ich schon längere Zeit die interessanten Beiträge einiger Auswanderer mitgelesen und mit verfolgt.
    Da ich nun selber meinen Traum vom Auswandern realisieren möchte, würde ich gerne von euch eure Meinungen oder Ratschläge hören. Eure Erfahrungen würden mir sicherlich bei der Umsetzung meines Vorhabens helfen. Vielleicht habe ich einige Dinge übersehen, auf die ich auch achten sollte.


    Nun ein paar Angaben zu meiner Wenigkeit:
    Ich bin geborener Filipino, 27 Jahre alt und bin 1989 mit meiner Mutter in die Schweiz gezogen. Ich wohne also schon fast mein ganzes Leben, mit Ausnahme von 2,5 Jahren, die ich in Deutschland verbracht habe, in der Schweiz.
    Ein Großteil meiner Familie, welche ich immer wieder besuche, lebt noch auf den Philippinen. Leider kann ich kein Tagalog mehr sprechen, jedoch funktioniert es auch wunderbar mit Englisch ;-)
    Ich habe eine kaufmännische Grundausbildung abgeschlossen und auch das Abitur erlangt.
    Zur Zeit arbeite ich im Kundendienst bzw. als Sachbearbeiter im Backoffice eines international tätigen Unternehmens und wohne in einer schönen, zentral gelegenen Wohnung in Zürich.
    Im Grunde führe ich ein gutes Leben.


    Seit Jahren jedoch fühle ich in mir eine innere Leere. Die Arbeit und vor allem das Leben hier in der Schweiz können diese Lücke nicht füllen. Diese Unzufriedenheit und die melancholische Stimmung zerren an meinen Nerven und Kräften.


    Angefangen hat dieser Zustand im Jahre 2002 als ich das erste Mal alleine in die Philippinen geflogen bin.
    Ich habe dort eine Welt und Leute vorgefunden, die mich so aufgenommen haben wie ich bin und die mir ein Gefühl der Geborgenheit gegeben haben. Schon damals hatte ich das Gedanken, dass ich eines Tages zurückkehren möchte. Die Zeit und vor allem ich selber war noch nicht reif genug dafür.


    Da der Abschied jedes Mal ein enormer Kraftakt war und mich wochenlang beschäftigt hat, habe ich irgendwann eine Auszeit von den Philippinen genommen und bin erst 2013 nach vielen Jahren wieder in die Philippinen geflogen.
    Mittlerweile war ich erwachsen und hatte schon einiges durchlebt. Innerlich habe ich mich allerdings noch immer einsam und leer gefühlt. Doch auch bei diesem Urlaub habe ich eine innere und tiefe Zufriedenheit gespürt, die all diese negativen Gefühle und Gedanken verschwinden liess.
    Meine Familie und meine Freunde haben mir so viel Liebe gegeben, wie ich es hier so nicht kenne. Ich habe jedoch versucht, dies nicht zu nah an mir ranzulassen, damit der Abschied nicht wieder so schmerzt. Dies ist mir letztes Jahr mehr oder weniger erfolgreich gelungen.


    Vor ein paar Wochen war ich nochmals in meiner Heimat und was ich in diesen Wochen erlebt habe, kann ich nur schlecht in Worte fassen. Die Gefühle waren viel intensiver und jede noch so einfache Aktivität mit meinen Freunden, jeder noch so kleine Ausflug mit meiner Familie, jede Begegnung war etwas Spezielles und eine Bereicherung. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass der Abschied dieses Mal brutal war.


    Nun bin ich auch schon wieder eine Weile zurück in Zürich und doch bin ich nie richtig angekommen. Meine Gedanken und mein Herz sind noch immer bei meinen Liebsten.
    Auf den Philippinen war ich ein anderer Mensch als hier in der Schweiz. Dies ist vielen Leuten alleine schon beim Anblick meiner Urlaubsfotos aufgefallen. Ich funktioniere hier nur noch und lebe vor mich hin.


    Dieser Zustand ist für mich mittlerweile unerträglich geworden und auch die nicht vorhandenen Perspektiven hier verschlimmern die ganze Situation noch zusätzlich.


    Ich habe daher angefangen, mich mit dem Thema Auswandern wieder intensiver zu beschäftigen. Anders als vor 10 Jahren sieht die Situation nicht mal so schlecht aus.
    Mittlerweile habe ich für mein Alter eine "Menge" Geld (knapp 6-stellig) gespart, mein Haus bzw. das Haus meiner Mutter in den Philippinen ist mittlerweile abbezahlt und beruflich sowie auch privat bin ich um einige Erfahrungen reicher.
    Auch ein Großteil meiner Familie und meiner Freunde würden mich bei diesem Unterfangen unterstützen.


    Mein Ziel ist es nun, dass ich im Frühjahr 2016 in die Philippinen zurückkehre und versuchen werde, mich an der Universität De La Salle Dasmariñas einzuschreiben.
    Als Studiengang würde ich dann "Hotel and Restaurant Management" wählen, da mich dieser Sektor schon immer interessiert hat. Sollte die Aufnahme nicht klappen, wäre ich durchaus bereit, jeglichen Job, den ich machen könnte, anzunehmen. Am ehesten kann ich mir einen Job in einem Call Center vorstellen, da ich zur Zeit was ähnliches ausübe und meine Sprachkenntnisse in Deutsch, Französisch und Englisch bestimmt ein Vorteil wären.


    Vielleicht fragt ihr euch weshalb ich noch 2 Jahre auf die Übersiedlung warte. Ich habe dafür mehrere Gründe.
    Einige Leute in meiner Bekanntschaft und sogar in meiner Familie hier, würden mir vorwerfen, dass ich aus reiner Urlaubs-Euphorie diesen Blödsinn mache, würde ich demnächst auswandern.
    Bis 2016 geht es jedoch noch eine Weile und bis dahin zählt dieses Argument nicht mehr.
    Des Weiteren muss ich meinen alten philippinischen Pass, der noch immer auf den Familiennamen meines philippinischen Vaters läuft, auf meinen Schweizer Familiennamen umschreiben lassen, was eine langwierige und kostspielige Prozedur sein wird.
    Mit der Aufnahme an der De La Salle Universität bin ich auch noch nicht sicher, ob dies so klappen wird wie ich es mir vorgestellt habe. Dies ist auch ein Grund, weshalb ich mich an euch wende, da einige von euch bestimmt schon Erfahrungen mit ähnlichen Situationen gemacht haben.


    Ich bin mir durchaus bewusst, dass ein Urlaub nie dasselbe ist wie wenn man dort wohnen würde. Den ganzen Luxus, den ich hier habe, werde ich dort nie haben, mit dem Lohn werde ich sehr wahrscheinlich am Existenzminimum leben und der Alltag dort birgt natürlich seine Schattenseiten, die ich auch schon miterlebt habe.
    Es wird auch einige Leute geben, die sich wahrscheinlich von mir abwenden werden, da ich ja nicht mehr der "reiche Junge" aus der Schweiz sein werde. Der Großteil meiner Freunde, insbesondere meine Familie wird jedoch weiterhin zu mir halten.


    Wenn ich nun die zwei Möglichkeiten, die mir bleiben, vergleiche, einerseits ein Leben mit einem hohen Standard in einem sicheren Land, jedoch seit Jahren todunglücklich und keine Aussicht auf Besserung, und andererseits ein Leben in sehr einfachen Verhältnissen, jedoch glücklich mit den Leuten, die ich mag und liebe, dann fällt mir die Entscheidung relativ leicht.
    Ich möchte deshalb diesen doch schwierigen Schritt wagen, um mir nicht eines Tages den Vorwurf zu machen, dass ich es nie versucht habe.


    Ich möchte gerne klarstellen, dass ich den Leuten hier in der Schweiz keine Vorwürfe für meine Situation mache und dieses Land nicht verteufle. Auch behaupte ich nicht, dass die Philippinen das Paradies auf Erden wären und die Schweiz ein gefühlsarmes Land.
    Das Leben in Europa kann sicherlich sehr schön sein und ich bin sehr dankbar, dass ich hier eine sehr gute Ausbildung genießen und vom stabilen System profitieren konnte. Ich hatte hier auch wunderschöne Momente, die ich niemals vergessen werde, und wunderbare Personen getroffen, die mir einiges gezeigt und gelehrt haben.
    Es ist jedoch nicht das Leben, was ich suche und es gibt mir nicht die Geborgenheit, die ich brauche. All die Jahre habe ich versucht, mich hier einzuleben und anzupassen.
    Mittlerweile muss ich mir selber eingestehen, dass es wohl nicht funktioniert und ich gescheitert bin. Es gibt eigentlich kaum noch einen Grund, der mich aufhält, hier zu bleiben.


    Statt nun ewig gegen die gleiche Wand zu rennen, denke ich, dass es das Beste ist, wenn ich in meinem Leben auch mal etwas wage, wo ich zwar das Ende überhaupt nicht einschätzen kann, aber was ich mir von Herzen wünsche.
    Ich habe schon zu oft den Weg mit dem geringsten Risiko eingeschlagen und nicht das gelebt, wonach ich mich sehne.
    Alleine schon der Gedanke, dass ich in zwei Jahren vielleicht auswandern und die weiteren Jahre mit den Personen, die ich schätze und liebe, verbringen werde, erleichtert mir den Alltag hier enorm und gibt mir Kraft für neue Projekte und Aufgaben.


    Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinungen, Vorschläge, aber auch eure Kritiken und Bedenken mitteilt.
    Für eure Aufmerksamkeit und eure Posts bedanke ich mich schon vorab.


    Liebe Grüße,
    X-Static

  • Dein Beitrag bzw. Dein Vorhaben ist sehr dezidiert und hat Hand und Fuß. Ich freue mich für Dich, dass Du Deinen Weg gefunden hast und auch den Mut hast, ihn zu gehen. Sehr achön. Ich bin sicher, dass sich alles in Deinem Sinne entwickeln wird. Weiter so und viel Erfolg!

  • ...das mit der inneren Leere kann ich gut verstehen, allerdings etwas anders,


    mach es so wie beschrieben, ist ein sehr guter Plan und besonders in Deinem Alter kann man noch viel ausprobieren - sonst hast Du für Dein ganzes Leben lang unbeantwortete Fragen, die Dich nicht zur Ruhe kommen lassen.


    Viel Glück und alles Gute


    Frank

    Grüße aus Haukeliseter, Telemark / Norge - http://www.haukeliseter.no


    Frank Peter


    ....der Feind, den ich kenne ist mir lieber als der Freund, der mir in den Rücken fällt...


    Maturity is not when we start speaking BIG things. It is when we start understanding small things….

  • Hallo X-Static,
    Du gehst das schon richtig an und siehst das auch genau richtig, Du hast auch viele Vorteile hier als Filipino. Ich würde an deiner Stelle auch aus,-zurückwandern, denn Deine Heimat sind ja die Phil., ich wünsche Dir viel Glück und bin mir sicher das Du es schaffen wirst. Wenn es mit der De La Salle Uni nix wird kannst Du hier im Callcenter arbeiten, mit Deinen Sprachkenntnissen verdienst Du dort locker 60000 Peso.

  • Ich wünsche Dir auch viel erfolg!
    Danke für diesen tollen Beitrag, der passt wirklich toll in diesen Thread.
    Was bedeutet Geld, Luxus, Reichtum usw. wenn man nicht wirklich glücklich ist mit dem was man hat.
    Ich bin mal gespannt ob die Miesmacher bei Deinen Beitrag, da weitermachen wo sie aufgehört haben, wenn ja, mach Dir nichts draus und gehe Deinen Weg weiter.
    Du bist noch recht jung und fals Du irgendwann mal meinst das deine Entscheidung doch nicht die richtige war, gehst Du einfach wieder in die Schweiz zurück oder sonst wo.
    Einen großen Teil Deines Gelds, solltest, Du gut anlegen und nur im Notfall nutzen, zB für Krankenhaus aber auch das wirst Du sicherlich selbst wissen.
    Viele Grüße
    Martin

    Alles wird gut :D


    Wir alle haben gleich viel Zeit......24 Stunden täglich.......

  • Nun X-Static, dein Beitrag zeigt, dass du kein Träumer bist und die Sache realistisch angehen wirst.Man darf aber nicht vergessen,dass du aus gesicherten Verhältnissen kommend, deinen Urlaub dort verbracht hast und dir alles leisten konntest.Das vereinfacht das Leben auf den Phils. doch ungemein.Meine Frau z.B., die in sehr ärmlichen Verhältnissen unter harten Bedingungen auf den Phils. aufgewachsen ist, möchte keinesfalls mehr permanent in ihrem Heimatland leben.Im 50:50 Wechsel ja-aber nicht mehr permanent.Und die 10 Millionen Auslandsarbeiter der Philippinen sprechen doch auch eine deutliche Sprache-sie würden auch gerne in ihrer Heimat bleiben-sehen dort aber keine Möglichkeit auf ein menschenwürdiges Leben.Ich habe auch Bedenken, dass wenn man in einer beispielhaften demokratischen Gesellschaft, wie der Schweiz aufgewachsen ist, mit der doch sehr strikten, teils ausbeuterischen Arbeitswelt der Phils. zurechtkommt.Deshalb mein Rat- probier es aus-wenn du deinen Traum erfüllen kannst, dann mach es bevor du dein ganze Leben unglücklich bist.Aber brech nicht alle Brücken hinter dir ab-lass dir eine Rückkehrmöglichkeit offen, wenn dich die Alltagsrealität auf den Phils. überfordert.Viel Glück.
    Digger

    Die Dummen sind konsequenter als die Klugen !!!

  • ... lese Deinen Beitrag, und mir verfliegen sämtliche Bedenken.


    Deine dargestellten Überlegungen und Argumente sind so differenziert und nachvollziehbar, dem ist kaum etwas hinzuzufügen !


    1. Du bist dann ca. 30 Jahre jung, selbst mit einer Total-Bauchlandung dort, kommst Du einfach nach CH oder wohin auch immer zurück, fängst neu an und alles ist gut. Ich gehe davon aus, dass Dir das gelingt - das ist mein Eindruck von Dir.
    2. Wenn es dort dauerhaft klappt - prima ! Und kluge Köpfchen werden dort auch gebraucht ! Zu viele wandern ab, wo es mehr Geld zu verdienen gibt.


    Daher nur das: Beste Wünsche und ich drücke die Daumen ! =)

  • ...mit deinem alter ist es noch nicht zu spät den versuch zu wagen lebensalternativen auszukosten...um eventuell dann bei realistischen durchblick wieder umkehren zu können ; die erfahrungen die du dadurch sammeln kannst werden sicherlich dein gesichtsfeld erweitern., ob du diese - außer einer persönlichkeitsbildung - dann praxisnah verwerten kannst , lasse ich mal dahingestellt...
    ...egal welche uni du auch besuchen wirst , die anerkennung off-road wird eine geringe sein...vielleicht hiezu mal.die erfahrungen von auslandssemestrigen lesen !
    ...abseits vom thema lese ich von deinem beitrag ganz etwas anderes heraus , nämlich das dir in der ch was fehlt - und das dürfte liebe und geborgenheit sein ! Vielleicht wäre es günstiger dortmal therapeutisch anzusetzen ?
    ...ob diese deine erwartungen dann vorort aufgehen , werden wird sich dann zeigen , wenn das liebe geld mal zu ende geht...obs dann noch immer so romantisch ist aufs plumpsklo zu gehen oder überhaupt eines zu finden wird sich weisen ( als parabel angedacht ) -
    ...wünsche dir für deine pläne alles gute , probiers einfach als lebensabschnitterfahrung aus und berichte dann wenn die urlaubseuphorie den alltag nicht überholen konnte...alles gute ...

  • Lieber X-Static,


    man sieht Du bist gebildet, schreibst in fehlerfreiem gut strukturiertem Deutsch, Du machst Dir grosse Gedanken, denkst an fuer und wider und siehst es nicht blauaeugig, dennoch moechte ich Dich hier eindringlich warnen diesen Schritt zu tun. Im Gegensatz zu den anderen Postern sehe ich das ganze extrem negativ. Ich selbst habe gut 7 Jahre auf den Philippinen gelebt, lebe zur Zeit sein knapp 3 Jahren in Thailand und werde ab naechstem Jahr in einem ganz anderen Land leben. Ich werde weiterhin ausserhalb Europas wohnen allerdings als Expat mit geregeltem Einkommen und dementsprechendem Expat Package.


    Du bist kein Filipino mehr, auch wenn Du so aussiehst, Du bist Schweizer! Du fuehlst und denkst wie ein Schweizer, Du bist in der Schweiz aufgewachsen, zur Schule gegangen, Du siehst nur anderster aus und das ist der Grund warum Du Dich nicht wohlfuehlst. Du must versuchen mit Deinem Leben zufrieden zu sein, Dich wohlzufuehlen und Dir immer und immer wieder sagen, wie gluecklich Du Dich schaetzen kannst nicht auf den Philippinen aufgewachsen zu sein. Ich wuerde auf gar keinen Fall das gesicherte Leben in der Schweiz mit dem Leben auf den Philippinen eintauschen. Du bist noch sehr jung, denkst noch nicht an die Rente, aber - und ganz deutlich ABER das solltest Du. Auf den Philippinen wirst Du keine Rente bekommen, nix, null komma nix. In der Schweiz dagegen gibt es eine sehr sehr gute Rente. Mit der dreisaeuligen Rente wirst Du spaeter z.B. wie ein Koenig auf den Philippinen leben koennen. Deutsche z.B. haben heute keine vernuenftige Rente mehr zu erwarten, damit kannst Du kaum mehr vernuenftig leben. Als Schweizer jedoch sieht das ganz anderster aus, gib das nicht auf!!!


    Such Dir eine vernuenftige Frau, vielleicht von den Philippinen und versuche ein gutes Leben zu fuehren in der Schweiz, spare was das Zeug haelt und wenn Du mal eine 7 stellige Summe angepart hast, dann kannst Du noch mal als Auswandern denken, mit 100.000 bist Du nach wenigen Jahren oder sogar schon schneller pleite.


    Ok und jetzt mal zum Studium, ich wuerde Dir auch dringendst davon abraten auf den Philippinen zu studieren, selbst die Abschluesse der besten Unis sind nicht mit denen aus der Schweiz oder aus Europa vergleichbar und werden oft nicht anerkannt. Strudiere irgendwo in Europa! Nach dem Studium empfehle ich Dir so viel wie moeglich Erfahrung zu sammeln, Und dann kannst Du Dich um eine Taetigkeit im Ausland bemuehen, vielleicht auf den Philippinen, vielleicht auch woanderster, aber als Expat mit dementsprechenden Package und nicht als Auswanderer ohne Aussichten.


    Es hat wenig Sinn die Schweiz zu verlassen und auf den Philippinen zu leben. Selbst Filipinos, die lange Zeit im Ausland waren sehen die Probleme auf den Philippinen sehr sehr deutlich und aergern sich ueber diese Dinge sehr. Viele von diesen Pinoys wollen lieber wieder ins Ausland als auf den Philippinen zu leben. Du siehst wirklich die Philippinen mit den Augen eines Urlaubers und hast leider gar keine Ahnung wie das Leben dort aussieht. Erst nach einiger Zeit wirst Du mehr und mehr verstehen, dass ein Leben dort zum einen ganz und gar kein Honigschlecken ist, und zum Anderen viele Dinge nicht so funktionieren wie in der Schweiz. Viele - sehr viele Auswanderer kehren nach einigen Jahren nach Europa zurueck, weil sie einfach auf den Philippinen keinen Bock mehr haben sich ueber Dummheit, Abzockermentalitaet und viele der anderen schelchten Angewohnheiten vieler Pinoys zu aergern. Die Pinoys die es koennen verlasssen sowieso ihr Land. Zurueck bleiben leider nicht nur die besten Leute.


    Vor allem, da Du so jung bist denkst Du nicht an Deine Zukunft, was ist denn wenn Kinder da sind, sollen die vielleicht auf eine der vielen Bamboo Schulen gehen wo sie nichts aber auch gar nichts lernen? Das ist mit ein wichtiger Grund warum so viele Expats wieder heimkehren. Um dem Nachwuchs eine vernuenftige Schulausbildung zu ermoeglichen.


    Bitte denke sehr sehr gut darueber nach und vertraue nicht auf die ganzen Poster die nur sagen mach doch. So wird das leider nichts werden. Versuche noch ein wenig zu warten, studiere und arbeite in Europa und sammle Erfahrungen, dann suchst Du nach einer Expat Taetigkeit auf den Philippinen oder woanderster. So und nur so lohnt es sich die Philippinen als Auswandererland ins Auge zu fassen. Du bist noch sehr jung, lass Dir noch Zeit, es gibt noch viele anderen Laender wo das Leben lebenswert ist.

  • ...sehr gut kommentiert , yannik , alle achtung , nur denke ich daß mit 27 irgendwer an die rente denkt? obwohl eine diesbezügliche vorsorge immer überlegengswert ist !
    ...wenn ich mir im unklaren bin , wäre es von vorteil mich nach einer auslandsvertretung einer schweizer firma vorort umzuschauen - zb. Pharmabereich
    Obwohl die meisten in sin oder hkg die vertretung haben ....
    ...somit wäre dies eine ideale absprungbasis oder wenn rosarot dem alltagsgrau weichen muss.keine vergeudete zeit...
    ..ja, bei den pinays hätte er die selektivsten chancen sich sein traumbild nach hause zu holen , jung , gut ausgebildet , im ausland gesichert lebend , für eine pinay beinahe ein lotogewinn....


    ...aber wir autoren hier haben die gnade des alters und der erfahrung , wollten wir diese als junge unbedingt wissen ?
    .

  • Hallo X-Static, Dein Unterfangen kann ich nur voll und ganz gutheißen. Du bist jung, hast schon einen beruflichen Hintergrund, einiges an finanziellen Mitteln, sowie eine Familie sowohl auf den Philippinen, als auch (im Falle eines Falles) in der Schweiz.


    Ob sich alles so realisieren läßt, ist nicht vorhersehbar. In wie weit unterstützt Du noch Deine Familie auf den Philippinen? Hast Du mit denen auch über Deine Absichten gesprochen? Vielleicht besteht auch noch die Möglichkeit von den Philippinen aus einer Tätigkeit in Deinem Beruf auszuüben.


    Alles Gute und bis zum Start hoffe ich noch auf viele Inspirationen.

    lapu-lapu

  • Dem hervorragenden Beitrag von "yannik" muss ich eigentlich nichts hinzufuegen.


    Nur eine kleine eigene Erfahrung: Als meine Frau ihren ersten Winter in der CH erlebte, fragte ich sie einmal, ob sie nicht Probleme mit der Kaelte im Vergleich zu ihrer Heimat hat.


    Sie sagte mir: "Darling, gegen die aeussere Kaelte kann ich mich ja anziehen, nur die innere Kaelte macht mir zu schaffen...". Ich verstehe sehr gut, wie Du Dich fuehlst, aber ...


    Eine solche Entscheidung von "X-static" in diesem Alter ist ein Trapezakt ohne Netz.


    Die ideale Siuation: Suche Dir einen Job bei einer CH-Firma auf den Phils und sichere Deine AHV! Ich habe das alles in Deinem Alter auch sehr locker gesehen, heute schaetze ich mich gluecklich.


    Gerade existenzielle Lebensplanung sollte man nicht emotionell entscheiden, wenn man schon die Moeglichkeit hat.


    Wie auch immer, ich wuensche Dir auf jeden Fall nur das beste und dass Du gluecklich bist, egal wo.

  • X - Static,


    soweit wurde alles gesagt.



    Da ich selber als Deutscher3.5 Jahre in einem Callcenter auf den PH gearbeitet habe lass mich Dir folgendes raten.



    Suche Dir einen Job in einem Callcenter, das hat mehrere Vorteile:


    - Du lernst die Art und Weise wie Filipinos arbeiten kennen.
    - Du vedienst relativ gutes Geld (40.000 k netto bis ......)
    - Du hast eine Krankenversicherung - diese ist aber in keinster Wiese mit unseren KV's in Europa zu vergleichen. Solltest Dich da vorher selber kundig machen - im Forum gibt es genug dazu an Infos.
    - Wenn Du nach einem Jahr das Handtuch werfen solltest kannst Du das Jahr als Südostasien Erfahrung in die Vitae einpflegen - das macht sich sehr gut.
    - Suche Dir eine Wohnung zur Miete so bist Du näher am Geschehen dran.


    ......


    Da ich an Deinem Post erkennen, daß du gut aufgestellt und strukturiert bist habe ich da keine größere Bedenken.


    Setze Dir selbe einen absoulten Zeitwert an dem Du die Entscheidung treffen wirst ob Europa oder PH. Sei sehr vorsichtig was "suuuuper Geschäfte und Investitionen anbelangt, wo man "garantiert" über Nacht Millionen daran verdienen kann", dennauch unter den Ausländern auf den PH gibt es viele gestrandete und halte Dir auf jeden Fall alle Türen offen zurück nach Europa.


    Viel Glück - ein bischen neidisch bin ich schon :-) Wäre auch gerne noch mal so euphorisch auf die PH, leider bin ich ein gebranntes Kind.


    Und jetzt - viel Spaß.


    Partyevent

    herschen-kriechen-gross-01-large.jpg

  • Sie sagte mir: "Darling, gegen die aeussere Kaelte kann ich mich ja anziehen, nur die innere Kaelte macht mir zu schaffen...".


    Nun ja - ich will dir ja nicht zu nahe treten. Aber wenn Deine Frau eine "Innere Kälte" vespürt mag es auch an Dir liegen.


    Deine Aufgabe als Gatte sollte es sein ihr Wärme und Geborgenheit zu geben.


    Partyevent

    herschen-kriechen-gross-01-large.jpg

  • Guten Abend zusammen!


    Vielen herzlichen Dank für die positiven Bewertungen meines Beitrags und für die sehr ermutigenden Posts. Es freut mich sehr, zu lesen, dass ich mit meiner Idee nicht nur Kopfschütteln ausgelöst habe ;-)
    Auch den Leuten, die mir dringend von diesem Unterfangen abraten, möchte ich für die konstruktiven Antworten danken.


    Gerne nehme ich zu einzelnen Aussagen Stellung. Leider werde ich nicht alle zitieren (sorry dafür!).



    ...Was bedeutet Geld, Luxus, Reichtum usw. wenn man nicht wirklich glücklich ist mit dem was man hat...


    Diese Aussage trifft (leider) voll auf mich zu. Es gab eine Zeit, in der ich relativ bescheiden gelebt habe und mit wenig zufrieden war. In den letzten Jahren habe ich mir, größtenteils auch aufgrund meines Berufs und der inneren Unzufriedenheit, ein sehr oberflächliches Leben aufgebaut und mir Dinge gekauft, die mich zwar kurze Zeit erfreut haben, aber nicht glücklich gemacht haben.


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    ...abseits vom thema lese ich von deinem beitrag ganz etwas anderes heraus , nämlich das dir in der ch was fehlt - und das dürfte liebe und geborgenheit sein ! Vielleicht wäre es günstiger dortmal therapeutisch anzusetzen ?


    Lieber helmishali,
    das hast du absolut richtig erkannt.


    Solche Therapien habe ich schon ausprobiert, jedoch relativ erfolglos. Man kann Menschen auf diesem Weg natürlich aufbauen, damit sie leichter durchs Leben gehen und mit der Einsamkeit besser umgehen können. Irgendwie schaffe ich es persönlich jedoch nicht oder nur mit allergrößter Mühe, mich mit den Leuten hier anzufreunden. Für viele bin ich und bleibe ich hier ein Fremder, auch wenn ich mich noch so integriere und anpasse. In den Philippinen gelingt mir das Kennenlernen von neuen und wahren Freunden jedoch ganz einfach und ohne dass ich mich allzu sehr verbiege.
    Wie schon in meinem ersten Post geschrieben, mache ich die Leute in der Schweiz für meine Situation nicht hauptverantwortlich. Das Problem liegt da größtenteils bei mir selbst.


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    ...Meine Frau z.B., die in sehr ärmlichen Verhältnissen unter harten Bedingungen auf den Phils. aufgewachsen ist, möchte keinesfalls mehr permanent in ihrem Heimatland leben.Im 50:50 Wechsel ja-aber nicht mehr permanent.Und die 10 Millionen Auslandsarbeiter der Philippinen sprechen doch auch eine deutliche Sprache-sie würden auch gerne in ihrer Heimat bleiben-sehen dort aber keine Möglichkeit auf ein menschenwürdiges Leben...


    Ich kann deine Frau durchaus verstehen, dass sie nicht mehr ihr altes Leben haben möchte. Im Gegensatz zu ihr oder zu meiner Mutter, die wahrscheinlich in ähnlich ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist wie deine Frau, habe ich diese harten Bedingungen nie richtig durchlebt bzw. war zu jung, um diese wahrzunehmen.
    Das Argument mit den 10 Millionen Auslandsarbeitenden ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Jedoch sind viele von denen Leute, die eine Familie durchfüttern müssen, was bei mir ja nicht der Fall ist.


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    ...Du bist kein Filipino mehr, auch wenn Du so aussiehst, Du bist Schweizer! Du fuehlst und denkst wie ein Schweizer, Du bist in der Schweiz aufgewachsen, zur Schule gegangen, Du siehst nur anderster aus und das ist der Grund warum Du Dich nicht wohlfuehlst. Du must versuchen mit Deinem Leben zufrieden zu sein, Dich wohlzufuehlen und Dir immer und immer wieder sagen, wie gluecklich Du Dich schaetzen kannst nicht auf den Philippinen aufgewachsen zu sein. Ich wuerde auf gar keinen Fall das gesicherte Leben in der Schweiz mit dem Leben auf den Philippinen eintauschen. Du bist noch sehr jung, denkst noch nicht an die Rente, aber - und ganz deutlich ABER das solltest Du. Auf den Philippinen wirst Du keine Rente bekommen, nix, null komma nix. In der Schweiz dagegen gibt es eine sehr sehr gute Rente. Mit der dreisaeuligen Rente wirst Du spaeter z.B. wie ein Koenig auf den Philippinen leben koennen. Deutsche z.B. haben heute keine vernuenftige Rente mehr zu erwarten, damit kannst Du kaum mehr vernuenftig leben. Als Schweizer jedoch sieht das ganz anderster aus, gib das nicht auf!!!...


    Hallo yannic,
    gerne möchte ich mich bei dir für deinen sehr ausführlichen und konstruktiven Beitrag bedanken!


    Ja, du hast Recht. Ich bin kein richtiger Filipino, ein richtiger Schweizer bin ich allerdings auch nicht. Ich habe zwar viele Angewohnheiten der Schweizer übernommen, doch gibt es viele Dinge, die mich von ihnen unterscheiden.
    Wie ich schon erwähnt habe, bin ich sehr dankbar, dass ich in einer sicheren Welt aufwachsen konnte. Wäre ich in den Philippinen aufgewachsen, wäre ich nun wahrscheinlich Jeepney Driver und hätte 1-2 Kinder. Andererseits müsste ich mich nicht mit Problemen rumschlagen, die mich hier mürbe machen. Es wäre ein Leben mit vielen Nachteilen, aber auch einigen Vorteilen. Wie auch immer, das sind alles nur Hypothesen.


    Die Aussage, dass ich noch nicht an die Rente denke, stimmt absolut. Viele Leute meiner Generation glauben nicht mehr an eine sichere Rente. Wie wir alle wissen, leidet Europa am demografischen Wandel sprich Überalterung der Bevölkerung, was in Zukunft ein gravierendes Problem in unseren Sozialsystemen auslösen wird. Auch die reiche und sichere Schweiz wird davor nicht verschont. Ich kann allerdings nicht an meine Rente, bei der ich nicht mal sicher bin ob ich sie denn überhaupt erhalten werde, denken, wenn ich nicht mal weiß wie ich die nächsten, kommenden Jahre in diesem Zustand bewältigen sollte.
    Das ist natürlich sehr kurzfristig gedacht, muss ich selber zugeben.


    ...Such Dir eine vernuenftige Frau, vielleicht von den Philippinen und versuche ein gutes Leben zu fuehren in der Schweiz, spare was das Zeug haelt und wenn Du mal eine 7 stellige Summe angepart hast, dann kannst Du noch mal als Auswandern denken, mit 100.000 bist Du nach wenigen Jahren oder sogar schon schneller pleite.


    Eine vernünftige Partnerin, vor allem eine Pinay zu finden ist leider nicht so einfach ;-)


    ...Ok und jetzt mal zum Studium, ich wuerde Dir auch dringendst davon abraten auf den Philippinen zu studieren, selbst die Abschluesse der besten Unis sind nicht mit denen aus der Schweiz oder aus Europa vergleichbar und werden oft nicht anerkannt. Strudiere irgendwo in Europa! Nach dem Studium empfehle ich Dir so viel wie moeglich Erfahrung zu sammeln, Und dann kannst Du Dich um eine Taetigkeit im Ausland bemuehen, vielleicht auf den Philippinen, vielleicht auch woanderster, aber als Expat mit dementsprechenden Package und nicht als Auswanderer ohne Aussichten.


    Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich mit einem philippinischen Uni-Abschluss in Europa nicht weit käme. Das Studium in den Philippinen würde ich nur für meine berufliche Zukunft in den Philippinen in Angriff nehmen. Falls ich damit keinen Erfolg habe und zurückkehren müsste, würde ich hier wieder einen normalen Sachbearbeiter Job ausüben.
    Ein (Teilzeit-)Studium in der Schweiz werde ich übrigens demnächst in Angriff nehmen, da ich mir ja noch immer die Option offen halte, hier zu bleiben. Sollte sich meine Situation bis Ende 2015 jedoch nicht merklich ändern, werde ich sehr wahrscheinlich die Koffer packen.


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    ...Ob sich alles so realisieren läßt, ist nicht vorhersehbar. In wie weit unterstützt Du noch Deine Familie auf den Philippinen? Hast Du mit denen auch über Deine Absichten gesprochen?


    Hallo lapu-lapu!


    Auch hier in Europa weiß man nie was Morgen sein wird. Das macht das Leben doch spannend ;-)
    Ich unterstütze meine Familie indirekt, indem ich mit meiner Mutter für die Kosten unseres Hauses, wo ein Großteil meiner Familie wohnt, aufkomme. Bei finanziellen Engpässen helfe ich auch manchmal aus. Für den Unterhalt sorgt mittlerweile meine Tante, die seit ein paar Jahren in der Schweiz lebt.
    Meine Familie in den Philippinen weiß über meine Absichten Bescheid und würde mich, anders als in der Vergangenheit, in jeglicher Hinsicht unterstützen, da sie gemerkt haben wie unglücklich ich hier bin. Als möglichen Beruf wurde mehrheitlich das Call Center genannt.


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    ...Die ideale Siuation: Suche Dir einen Job bei einer CH-Firma auf den Phils und sichere Deine AHV...


    Hallo rebstock,
    das mit der Schweizer Firma auf den Philippinen wäre natürlich die absolut perfekte Situation. Nur ist dies noch unwahrscheinlicher als eine erfolgreiche Umsetzung meines Vorhabens.


    ...Eine solche Entscheidung von "X-static" in diesem Alter ist ein Trapezakt ohne Netz.


    Darf ich fragen, wieso du diese Entscheidung als "Trapezakt ohne Netz" siehst? Sollten wirklich alle Stricke reißen, kann ich notfalls noch immer zurückkehren. Natürlich hätte mein schon jetzt sehr bunter Lebenslauf ein paar Farbkleckse mehr (;-)), jedoch würde ich auch damit noch einen einfachen Job finden. Ich würde mich damit abfinden bzw. habe mich schon damit abgefunden, dass eine Kaderstelle nicht mehr in Reichweite liegt.
    Ich danke dir jedoch herzlich für deine Wünsche!


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    ...Da ich selber als Deutscher3.5 Jahre in einem Callcenter auf den PH gearbeitet habe lass mich Dir folgendes raten...


    Hallo partyevent!


    Danke für die Tipps! Ich werde mir diese gerne merken und, sofern ich darf, mich bei weiteren Fragen an dich wenden :-)



    Setze Dir selbe einen absoulten Zeitwert an dem Du die Entscheidung treffen wirst ob Europa oder PH. Sei sehr vorsichtig was "suuuuper Geschäfte und Investitionen anbelangt, wo man "garantiert" über Nacht Millionen daran verdienen kann", dennauch unter den Ausländern auf den PH gibt es viele gestrandete und halte Dir auf jeden Fall alle Türen offen zurück nach Europa.


    Sehr wahrscheinlich werde ich mich im Herbst 2015 entscheiden welchen Weg ich einschlagen werde.
    Von diesen "suuuuuuper" Geschäften habe ich schon gehört, denn mein Cousin ist darauf reingefallen. Ich werde mich davor hüten, solch dumme Investitionen zu tätigen :D


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    Wir ihr aus meinen Beiträgen lesen könnt, tendiere ich zur Zeit eher zur Auswanderungs-Idee, da ich dies als Befreiungsschlag sehe. Dass ich zudem nichts mehr zu verlieren habe, außer mein Erspartes, ermutigt mich noch weiter, diesen Schritt in Angriff zu nehmen. Zudem wäre dieser Ausflug kein One-Way Ticket.


    Ich hoffe, dass ich nun nicht den Eindruck eines Träumers hinterlassen habe, denn ich werde mir diesen Schritt trotz der genannten Argumente sehr gründlich überlegen.
    Eure Vorschläge, insbesondere die Bedenken, werde ich mir zu Herzen nehmen und bei meiner Entscheidungsfindung berücksichtigen.
    Es kann sich ja in nächster Zeit noch einiges ändern. Bis 2016 fließt bekanntlich noch viel Wasser den Rhein runter!


    Für weitere Anregungen bin ich jederzeit offen und möchte mich an dieser Stelle nochmals bei euch allen für eure Bemühungen bedanken.


    Ich wünsche euch allen noch einen angenehmen Abend.


    Liebe Grüße,
    X-Static

  • mach es so wie beschrieben, ist ein sehr guter Plan und besonders in Deinem Alter kann man noch viel ausprobieren - sonst hast Du für Dein ganzes Leben lang unbeantwortete Fragen, die Dich nicht zur Ruhe kommen lassen.

    Danke für diesen tollen Beitrag, der passt wirklich toll in diesen Thread.
    Was bedeutet Geld, Luxus, Reichtum usw. wenn man nicht wirklich glücklich ist mit dem was man hat.
    Ich bin mal gespannt ob die Miesmacher bei Deinen Beitrag, da weitermachen wo sie aufgehört haben, wenn ja, mach Dir nichts draus und gehe Deinen Weg weiter.
    Du bist noch recht jung und fals Du irgendwann mal meinst das deine Entscheidung doch nicht die richtige war, gehst Du einfach wieder in die Schweiz zurück oder sonst wo.
    Einen großen Teil Deines Gelds, solltest, Du gut anlegen und nur im Notfall nutzen, zB für Krankenhaus aber auch das wirst Du sicherlich selbst wissen.
    Viele Grüße

    ....diesen klugen und wohlmeinenden Ratschlägen kann ich mich nur anschließen.


    Alles Gute,


    hotte

  • X-Static ,



    Es gibt durchaus auch auf den Phils Möglichkeiten etwas für die Rente zu tun, z.b SSS oder sunlife of Canada. Ist zwar nicht viel, aber besser wie nichts.



    Eine Pinay ist meiner Meinung nach die beste Freundin/Lebenspartnerin/Ehefrau die man(n) sich wünschen kann und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn Du nicht eine tolle Pinay finden kannst. Klar darf man(n) sich nicht nur von der Schönheit blenden lassen, es gibt auch genügend die dazu auch noch intelligent sind, mit gutem Charakter.



    Einer meiner Vorredner meinte Du bist Schweizer, weil Du dort aufgewachsen bist, ich denke Du bist auch zum großen Teil Filipino, weil Deine Nanay Dich erzogen hat und diese Erziehung ist sicherlich anders als die einer Schweizer Mutter.
    Von daher denke ich das Du kulturell auch viel weniger Probleme haben wirst, im Gegensatz zu einigen Membern hier, die mit ihren Charakter auf den Phils einfach nicht klar kommen und dann versuchen alles schlecht zu machen.



    Viele Grüße
    Martin

    Alles wird gut :D


    Wir alle haben gleich viel Zeit......24 Stunden täglich.......

  • Hallo mein lieber X-Static,


    ich finde es gut , das du deine Pläne und deine Gefühle hier mit uns teilst . Da ich vieles nachvollziehen kann , möchte ich mich kurz zu ein paar Sachen äußern .


    Diese Unzufriedenheit und die melancholische Stimmung zerren an meinen Nerven und Kräften.


    Das ging mir genauso !


    Ich funktioniere hier nur noch und lebe vor mich hin.


    Ich habe damals im deutschen Arbeitsleben auch nur funktioniert , war nur eine Nummer , sonst nichts ! Nur dahinvegetiert !


    einerseits ein Leben mit einem hohen Standard in einem sicheren Land, jedoch seit Jahren todunglücklich und keine Aussicht auf Besserung, und andererseits ein Leben in sehr einfachen Verhältnissen, jedoch glücklich


    Das spricht mir aus der Seele , ich hatte einen gut bezahlten Job mit viel Streß und Schichtarbeit . War aber auch todunglücklich dort und bin auf den Philippinen
    trotz bescheidenem Leben, einigermaßen zufrieden und glücklich geworden .


    Statt nun ewig gegen die gleiche Wand zu rennen, denke ich, dass es das Beste ist, wenn ich in meinem Leben auch mal etwas wage, wo ich zwar das Ende überhaupt nicht einschätzen kann, aber was ich mir von Herzen wünsche.


    Ich war 31 und habe es gewagt auszuwandern , meinen gut bezahlten Job hingeschmissen . Keine großartige Absicherung , ich war aber überzeugt , das es zu der Zeit
    das richtige war . ( In meiner Geschichte steht mehr davon ) .Und ich habe meinen Schritt nie bereut !


    In den letzten Jahren habe ich mir, größtenteils auch aufgrund meines Berufs und der inneren Unzufriedenheit, ein sehr oberflächliches Leben aufgebaut und mir Dinge gekauft, die mich zwar kurze Zeit erfreut haben, aber nicht glücklich gemacht haben.


    Auch ich hatte damals eine große Wohnung , 2 Autos ( davon einen Roadster ) , und bin irgendwann aufgewacht , habe festgestellt, das ich mich nur selbst belüge . Denn ,
    materielle Dinge, bedeuten noch lange kein gutes, glückliches Leben .



    Trotzallem solltest du dir natürlich eine Hintertür offen halten , denn der Zeitpunkt kann irgendwann kommen , das du auch hier so einiges ,unschönes einstecken / erleben musst !



    Viele Ratschläge hat man dir ja schon gegeben . Die Erfahrungen musst du halt selbst machen .



    Dir alles Gute bei deinen Plänen !



    Gruß Träumer 8-)

    Philippines - ich kam , sah und blieb einfach =)

  • Nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe denke ich, Du musst den Schritt wagen und Deine Pläne umsetzen. Dabei helfen Ratschläge und Tipps anderer nur wenig. Dein Lebensglück findest Du letztlich in Dir selbst unabhängig davon wo Du lebst, allerdings ist es für manche auf den Philippinen leichter als in der Schweiz oder in Deutschland. Es wird darauf ankommen, wie gut Du mit Deinem sozialen Umfeld zurecht kommst. Auch auf den Philippinen wird es Dinge geben, die Dich nerven oder die Hürden darstellen. Bereite Dich darauf vor und setz Deine Frustrationsschwelle hoch genug. Es ist anders auf den Philippinen, nicht besser und nicht schlechter als in Europa - anders halt. Einige lieben es, andere hassen es. Von daher würde auch ich immer eine Hintertür offen lassen, aber den Schritt wagen. Viel Glück und Erfolg.

  • Von diesen "suuuuuuper" Geschäften habe ich schon gehört, denn mein Cousin ist darauf reingefallen. Ich werde mich davor hüten, solch dumme Investitionen zu tätigen :D


    Mit deinem Hintergrund solltest du auf jeden Fall ein eigenes Geschäft in Erwägung ziehen. Das geht auch mit geringem Startkapital und minimalen Risiko wenn folgende Voraussetzungen alle gegeben sind:


    1. Eine tragfähige Geschäftsidee
    2. Ausreichend Startkapital
    3. Geschäftstüchtigkeit
    4. Fleiß und Ausdauer
    5. Bereit sein, ständig "neben der Kasse" zu stehen
    6. Fähigkeit, angemessen mit dem Personal umzugehen


    Wenn nur eines davon fehlt, Finger weg und lieber im Callcenter o.ä. arbeiten. Mit ausreichend Startkapital meine ich, dass es A: ermöglicht eine Durststrecke am Anfang locker zu überbrücken und B: maximal 20% deiner Ersparnisse eingesetzt werden.


    PS: In welcher Provinz / Stadt hast du vor zu leben?