Zugang/Besucher- oder Sprachkursvisum? Rückkehrbereitschaft, Visa assistant "Sure Visa"

  • Hallo,
    Wir kennen uns seit Ende letztes Jahr; ich habe sie diesen Februar besucht; seither lernt sie fleißig deutsch per online-App denn wir wollen in Deutschland als Ehepaaar zusammenleben.


    Die Idee:
    Ich lade die Braut jetzt für 3 Monate nach Deutschland ein; während dieser Zeit kann sie nebenbei den Sprachkurs besuchen, A1, vielleicht A2-Test absolvieren und insgesamt ihre zukünftige Heimat kennenlernen; mit Ablauf ihres 3monatigen Visums reisen wir zusammen für 10 Tage nach HK, heiraten dort, anschließend kirchliche Trauung in Philippinen. Sie beantragt das FZF-Visum und ich reise alleine zurück und erwarte sie hier.


    Meine Fragen:
    Ist es klüger ein 3 Monats-Besuchsvisum zu beantragen oder ein 3 Monats-Visum zum Zweck des Spracherwerbs?
    Wenn sie der Botschaft zur Beantragung dieses Visums die Geschichte mit geplanter Heirat in HK und FZF offen macht, wirkt das günstig auf die Glaubwürdigkeit ihrer Rückkehrbereitschaft?
    Meiner Braut wird von ihren Leuten dringend empfohlen, die Dienste eines Visa Agenten in Anspruch zu nehmen. Gibt es da einschlägige Erfahrungen und Meinungen? Evtl. konkret zur Agentur Sure Visa aus Manila?


    Vielen Dank für eure Antworten und Hinweise
    :314:

  • Ich lade die Braut jetzt für 3 Monate nach Deutschland ein; während dieser Zeit kann sie nebenbei den Sprachkurs besuchen, A1, vielleicht A2-Test absolvieren und insgesamt ihre zukünftige Heimat kennenlernen;


    Bei einem Schengen-Visum muss die Rückkehrbereitschaft nachgewiesen werden. Daran scheitert es sehr oft.
    Hat sie einen (guten) Job? Wie lange hat sie den Job? Wo wohnt sie? etc..


    Wenn da wenig nachzuweisen ist (mit offiziellen Belegen), wird das SchengenVisum meist scheitern.
    Ob man nun beim Zweck Besuchervsium oder Sprachvisum angibt, ist relativ egal. Beides ist ein SchengenVisum und du wirst (wahrscheinlich) eine VE abgeben müsse. Somit wird es wohl in erster Linie als ein Besuch bei Dir gewertet.



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    mit Ablauf ihres 3monatigen Visums reisen wir zusammen für 10 Tage nach HK, heiraten dort, anschließend kirchliche Trauung in Philippinen. Sie beantragt das FZF-Visum und ich reise alleine zurück und erwarte sie hier.


    Würde dann nur klappen, wenn das SchengenVisum klappt. Warum Heirat in HK? wegen Urkundenprüfung?




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    Meiner Braut wird von ihren Leuten dringend empfohlen, die Dienste eines Visa Agenten in Anspruch zu nehmen. Gibt es da einschlägige Erfahrungen und Meinungen? Evtl. konkret zur Agentur Sure Visa aus Manila?


    Sollte man nicht machen... deine Braut muss ohnehin persönlich zum Interview auf die Botschaft. Und eins ist "Sure" : ein sicheres (Schengen)Visum gibt es nicht!

  • Beides ist ein SchengenVisum und du wirst (wahrscheinlich) eine VE abgeben müsse.

    Das mit der VE war mir klar und stellt für mich keine Hürde dar.

    Hat sie einen (guten) Job? Wie lange hat sie den Job? Wo wohnt sie? etc..

    Sie hat bisher das College besucht mit dem Ziel Ausbildung zur Grundschullehrerin für Ph. Sprach-, Heimat- und Sachkunde (Das HSK stammt von mir, wie ich ihre Ausbildung verstanden habe). Im Moment sind Ferien, aber sie hat nicht die Absicht weiter das College zu besuchen sondern wie bekannt, zu mir zu ziehen. Sie hat bisher in einem Boarding hous gewohnt, nahe der Uni.

    Warum Heirat in HK?

    Das ergab sich für mich aus der Lektüre der hier veröffentlichten Gegenüberstellung der 3 Szenarien Heirat in D/Ph/HK


    ein sicheres (Schengen)Visum gibt es nicht!

    ... und wenn ich deine Antwort lese bin ich mir ziemlich sicher, dass der Visumsantrag ohne Aussicht auf Erfolg ist...

    (Die Dienste eines Visa-Agenten in Anspruch nehmen) sollte man nicht machen...

    Da bin ich deiner Meinung. Nur, wenn der Antrag dann abgelehnt wird, was zumindest wahrscheinlich ist, wird sie das als den entscheidenden Faktor sehen, ohne den es nicht zur Ablehnung gekommen wäre. Ich werde wohl um des Friedens Willen diese Kosten für die Agentur sehenden Auges in den Sand setzen.


    Was tuen?
    Planänderung würde bedeuten Sprachkurs beim Goetheinstitut in Manila, denn nur die können die Prüfung abnehmen, richtig? Oder weiß jemand ob sie man sich dort auch als Externe zur Prüfung melden kann?


    Naja, ich warte mal weiter Antworten ab, vielleicht komme ich dadurch noch auf eine erfolgversprechende Strategie. Danke erstmal!

  • Das ergab sich für mich aus der Lektüre der hier veröffentlichten Gegenüberstellung der 3 Szenarien Heirat in D/Ph/HK


    Wenn man in D leben will, wäre heiraten in D vermutlich immer die beste Alternative...man hat zwar im Vorfeld allen bürokratischen Ärger...aber bei Heirat außerhalb hat man diesen dann nach der Hochzeit + die ganzen anderen Unwegbarkeiten (Offloading usw)



    ... und wenn ich deine Antwort lese bin ich mir ziemlich sicher, dass der Visumsantrag ohne Aussicht auf Erfolg ist..


    Hoch sind die Chancen nicht :floet


    Ich werde wohl um des Friedens Willen diese Kosten für die Agentur sehenden Auges in den Sand setzen.


    Und damit machst du schon den 1. Fehler....du bist derjenige der bezahlt, also lass dir nicht die BUtter vom Brot nehmen. Pinays hören in der Regel viel von Mates, haben haben ganz wenig Ahnung! Setze dich durch und mach dein Ding und gewöhne Asawa von Anfang an daran, dass dein Wort gilt und nicht das der Freundinnen :hi


    Planänderung würde bedeuten Sprachkurs beim Goetheinstitut in Manila, denn nur die können die Prüfung abnehmen, richtig? Oder weiß jemand ob sie man sich dort auch als Externe zur Prüfung melden kann?


    Ist der normale Weg...sie kann auch nur die Prüfung im GI machen

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Nur, wenn der Antrag dann abgelehnt wird, was zumindest wahrscheinlich ist, wird sie das als den entscheidenden Faktor sehen, ohne den es nicht zur Ablehnung gekommen wäre. Ich werde wohl um des Friedens Willen diese Kosten für die Agentur sehenden Auges in den Sand setzen.


    ... das schreibt die Botschaft:



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    Besonderer Hinweis:
    Die Einschaltung von Vermittlern/Vermittlerbüros in Visums-, Heirats-, Urkundenprüfungs- und Familienrechtsangelegenheiten ist weder erforderlich noch sinnvoll. Ihre Dienste sind kostenpflichtig und beschleunigen das jeweilige Verfahren nicht. Verbindliche Auskünfte werden nur von der Botschaft direkt an den Antragssteller erteilt.


    http://www.manila.diplo.de/Ver…ervice/Konsularhilfe.html

  • Die Idee:
    Ich lade die Braut jetzt für 3 Monate nach Deutschland ein; während dieser Zeit kann sie nebenbei den Sprachkurs besuchen, A1, vielleicht A2-Test absolvieren und insgesamt ihre zukünftige Heimat kennenlernen; mit Ablauf ihres 3monatigen Visums reisen wir zusammen für 10 Tage nach HK, heiraten dort, anschließend kirchliche Trauung in Philippinen. Sie beantragt das FZF-Visum und ich reise alleine zurück und erwarte sie hier.

    Setz dich mal in die Situation des Entscheiders bei der DBM
    -Phillipinin die gerade ihr Studium abgebrochen hat beantragt ein Besuchs-/oder Sprachvisum für 3 Monate
    -In Deutschland gibt es einen Mann der sie gerne ehelichen möchte, besser heute als morgen
    -Die Phllipinin gibt ihren Wohnsitz im College auf,auf Druck der Ortskraft gibt sie auch zu, dass eine Ehe geplant ist
    -Es wurde eine Visaagentur beauftragt, was gar nicht nötig ist


    Wenn eine Rückkehr geplant ist, warum
    -wurde das Studium aufegeben?
    -wurde eine Visagentur beauftragt?
    -der College Wohnsitz aufgegeben?


    Welcher Entscheider würde denn nun diesem Visa zustimmen? Beantworte bitte diese Frage ehrlich für dich selbst, und du wirst erkennen, das die Chancen minimal sind.


    Nun zu den Abschnitt Lebensberatung:
    -Soll deine zukünftige Deutchland kennelernen, lade sie während der Semesterferien ein. Entsprechende Nachweise des College über Studienfortschritt und Semesterferien sind natürlich begefügt. Das kann man ja mehrmals machen.
    -Sie studiert natürlich fertig
    -Man einigt sich auf Eheschließung in DEU und Phillipinen. Eheschließung auf dem Standesamt kann man in DEU machen, vorbereitung ungefähr 4 bis 6 Monate. Das kann man auch mit Schengenvisa während des Studiums. Kirchlich kann man ja auf den Philipinen heiraten.
    -Nach Studienabschluss macht sie ein FZF Visum. Da deutsche Eheschließung geht das auch sehr Schnell.
    -Bis dahin kann sie DEU auf Stufe A1,A2 oder höher lernen.

  • Wir kennen uns seit Ende letztes Jahr; ich habe sie diesen Februar besucht

    Für ein Besuchsvisum fordert die deutsche Botschaft mindestens zwei Besuche oder gemeinsame Urlaube. Da du sie bisher nur ein mal getroffen hast, ist das ein ziemlich sicherer Ablehnungsgrund. Die Chancen für ein Visum für Sprachkurs sind vermutlich ähnlich schlecht, denn hge schreibt "Somit wird es wohl in erster Linie als ein Besuch bei Dir gewertet."
    Hier steht es: http://www.manila.diplo.de/Ver…Q__bv__bekanntschaft.html

  • Besuch sie noch einmal und versuch dann ein Schengen Visum. Die Heirat in Hongkong erspart schon einiges an Bürokratie.


    Vielleicht meintest du mit Sprachkurs einen Kurs zur Vorbereitung eines Studium in D. Darüber wurde schon viel geschrieben, möglich aber sehr schwierig.


    Agentur auf keinem Fall.

  • Moechte hier member Huttmann teilw. Widersprechen. Bei der Heirat in HKG kann es sehr wahrscheinlich sein, dass die Buerokratie (UP) erst hinterher kommt. Auf jeden Fall unvermeidlich. Der Knackpunkt liegt woanders: auf ein Fiancee-Visum besteht kein Rechtsanspruch im Gegensatz zum FZF Visa. Es gab Faelle, wo das Visa abgelehnt wurde. Daher bin auch ich auf Nummer sicher gegangen und habe in HKG geheiratet. Wuerde ich wieder so machen - total stressless und einfach geil. Leider eben die UP im Nachgang. Da wir aber zusammen sind, sehen wir das gelassen und so lange es dauert dauert es. PS: Bei uns sind keine Kinder im Spiel. Also mein Tipp- auf nach HKG und mit allem rechnen. Wenn es besser kommt gibt s eben einen Grund zum Feiern. Viel Erfolg!Gerhard

    Time to change!

  • Hatte nicht richtig ausformuliert. Daher-Schengen klappt mM nach nicht, da bei Eheschliessung eine gemeinsame Lebensfuehrung erwartet wird. Wenn das anders geplant ist, kann dann noch Verdacht auf Scheinehe fuer die DBM relevant werden. Bloed sind dann wohl immer die Interviews. War bei mir Gsd nicht der Fall aber wir auch FzF beantragt. Gerhard.

    Time to change!

  • Der Knackpunkt liegt woanders: auf ein Fiancee-Visum besteht kein Rechtsanspruch im Gegensatz zum FZF Visa. Es gab Faelle, wo das Visa abgelehnt wurde.


    Dem muss ich auch widersprechen:


    Sowohl FZ-Visa (also im Ausland geheiratet) als auch Heiratsvisa können abgelehnt werden... nämlich dann, wenn Verdacht auf Scheinehe besteht. Dann nützt auch die Heiratsurkunde mit Apostille nicht viel.


    Wenn alle formalen Vorrausetzungen erfüllt sind und kein Verdacht auf Scheinehe besteht, wird in der Regel bei beiden Visatypen (Heirat und FZ) ein Visum erteilt.


    Wobei die formalen Voraussetzungen bei Heiratsvisum etwas größer sind : es muss eine VE abgegeben werden und eine RKV bei Antragstellung vorgelegt werden.

  • Jetzt erst ist es mit gelungen, diese ominöse Visa-Seite einzusehen. (Surevisa)


    Bei Deutschland steht:




    ... zielt also auf Leute ab, die genug Geld haben, sich die Reise leisten zu können. Eine VE oder Sponsor ist nicht erwähnt... aber die "Selbstzahler" haben in der Regel auch kein Problem ein Visum zu bekommen.

  • Danke erst mal an alle Antwortenden. Ihr habt mir geholfen, unsere Lage etwas objektiver zu bewerten.


    Eine Nachfrage habe ich zum letzten Beitrag:

    Eine VE oder Sponsor ist nicht erwähnt... aber die "Selbstzahler" haben in der Regel auch kein Problem ein Visum zu bekommen

    Was meinst du mit "Selbstzahler", meinst du, dass sie problemlos ein Visum bekäme, wenn sie einen Geldbetrag von z. B. 10.000 EUR auf ihrem eigenen Konto nachweisen kann?

  • Was meinst du mit "Selbstzahler", meinst du, dass sie problemlos ein Visum bekäme, wenn sie einen Geldbetrag von z. B. 10.000 EUR auf ihrem eigenen Konto nachweisen kann?


    Nein, so schlau ist die DBM auch.


    Ein plötzlich auftauchender hoher Geldbetrag auf einem Konto verrät doch, wo das herkommt.


    Das muss dann schon "historisch" nachgewiesen werden... Kontoabrechnungen der letzten x Monate, die auch regelmässig Geldeingang bestätigen...

  • Was meinst du mit "Selbstzahler", meinst du, dass sie problemlos ein Visum bekäme, wenn sie einen Geldbetrag von z. B. 10.000 EUR auf ihrem eigenen Konto nachweisen kann?

    Ja, wenn sie dieses Geld durch entsprechendes Einkommen im Monat selbst erwirtschaftet hat, und ungekündigt im Arbeitsverhältnis steht. Also eine Urlaubsbescheinigung des Arbeitgebers einreicht. Damit ist auch das Thema Rückkehrbereitschaft deutlich nur noch ein geringes Problem.

  • Ein Detail hatte ich vergessen zu erwähnen,nämlich dass meine Braut ein Kind hat, 2 1/2 Jahre alt. Es wächst in ihrem village abwechselnd bei ihren und bei den Eltern des Vaters auf. Sie war bislang ja in der Stadt, wo sie ihre Ausbildung gemacht hatte. Deshalb hat sie den Kleinen nur alle paar Wochen oder ähnlich gehabt.
    Auf jeden Fall, was meint ihr, könnte der Sohn bei der Frage nach einer Bindung an die Philippinen positiv ins Gewicht fallen?


    Seit ich von euren ziemlich eindeutigen düsteren Besuchs-Visa-Aussichten weiß, bin ich am Überlegen, wie es nun weitergehen soll, Plan "B" muss her! Sie lebt z. Z. noch in Manila bei ihrer Tante mit Mann und Kind auf engstem Raum, als vorübergehend war es schon grenzwertig beengt aber jetzt muss eine Veränderung her. Nur wohin?


    Sie könnte zurück an ihre Uni gehen und evtl. wieder in ihre Ausbildung einsteigen (sie hat noch nichts versäumt, da Ferien sind). Damit hätte sie neben ihrem Sohn eine zweite vorweisbare Bindung an die Philippinen, ihre Schulbescheinigung. Dann könnte sie für die nächsten Ferien ein Besuchsvisum beantragen, nicht für 3 Monate aber vielleicht für 3 bis 4 Wochen.


    Dann hätte sie zumindest einmal ihre neue Heimat kennengelernt, bevor sie ihr Ja-Wort gibt und wir hätten einen weiteren vorweisbaren Besuch.


    Noch ne Frage wegen Scheinehe: Wenn wir Visum zwecks Eheschließung beantragen ist klar und nachvollziehbar, dass die Botschaft auf Scheinehe prüft, und sich Besuche und gemeinsame Urlaube vorweisen lässt.
    Wenn die Ehe aber schon geschlossen ist (in HK) und nur ein Visum zwecks FZF beantragt wird, wird die Botschaft ebenfalls nach den gemeinsamen Urlauben und Besuchen fragen?

  • Auf jeden Fall, was meint ihr, könnte der Sohn bei der Frage nach einer Bindung an die Philippinen positiv ins Gewicht fallen?


    Nein! Kinder sind i.d.R. kaum ein Nachweis für die Rückkehrwilligkeit...weil diese in den Phills oft verlassen werden, um OFW zu gehen! Hier kommt noch dazu, dass diene Freundin sich eh nicht 100% kümmert.


    Quote

    Es wächst in ihrem village abwechselnd bei ihren und bei den Eltern des Vaters auf. Sie war bislang ja in der Stadt, wo sie ihre Ausbildung gemacht hatte. Deshalb hat sie den Kleinen nur alle paar Wochen oder ähnlich gehabt.


    Warum soll dieses ein Rückkehrgrund sein???
    Wie hast du dir das später vorgestellt? Kindkommt mit nach Deutschland, nach der Heirat oder bleibt dort??


    Damit hätte sie neben ihrem Sohn eine zweite vorweisbare Bindung an die Philippinen, ihre Schulbescheinigung. Dann könnte sie für die nächsten Ferien ein Besuchsvisum beantragen, nicht für 3 Monate aber vielleicht für 3 bis 4 Wochen.


    Könnte etwas bringen..wetten würde ich nicht darauf! Dazu fehlt der 2. Besuch



    Wenn die Ehe aber schon geschlossen ist (in HK) und nur ein Visum zwecks FZF beantragt wird, wird die Botschaft ebenfalls nach den gemeinsamen Urlauben und Besuchen fragen?


    Ändert nicht, wie HGE schon anführte! Scheinehe wird nahezu immer geprüft, speziell wenn nur eine kurze Bekanntschaft und nur wenige Besuche vorliegen!
    Schicke sie auf das GI, lasse Sie vernünftig Deutsch lernen, so viel wie möglich und über A1 hinaus, dann besuche Sie noch mal und beantrage ein Hochzeitsvisum für Deutschland. Dann hat Sie 3 MOnate Zeit sich Deutschland anzuschauen, bevor Sie dich heiraten oder wieder zurück muss! Ist der sicherste Weg

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Ein Detail hatte ich vergessen zu erwähnen,nämlich dass meine Braut ein Kind hat, 2 1/2 Jahre alt. Es wächst in ihrem village abwechselnd bei ihren und bei den Eltern des Vaters auf. Sie war bislang ja in der Stadt, wo sie ihre Ausbildung gemacht hatte. Deshalb hat sie den Kleinen nur alle paar Wochen oder ähnlich gehabt.
    Auf jeden Fall, was meint ihr, könnte der Sohn bei der Frage nach einer Bindung an die Philippinen positiv ins Gewicht fallen?


    Leider kann man jedes "Rückkehrargument" positiv oder negativ bewerten.


    wenn's ums Schengen Visum gehen soll:
    Es würde nur dann positiv bewertet, wenn sie sich normalerweise ständig um das Kind kümmert und nur kurze Zeit nach D kommt; denn wenn sie gleich 3 Monate beantragt fragt sich die Botschaft, wie tief die Bindung Mutter Kind ist. 2-3 Wochen wäre dann plausibel.


    Wenn sie aber angibt, dass das Kind eh bei meist den Grosseltern lebt, kann das Kind kaum etwas Positives zur Rückkehrprognose beitragen. Es ist üblich, dass Philipp. Mütter ihre Kinder zurücklassen und in der Fremde arbeiten gehen.




    Quote


    Seit ich von euren ziemlich eindeutigen düsteren Besuchs-Visa-Aussichten weiß, bin ich am Überlegen, wie es nun weitergehen soll, Plan "B" muss her! Sie lebt z. Z. noch in Manila bei ihrer Tante mit Mann und Kind auf engstem Raum, als vorübergehend war es schon grenzwertig beengt aber jetzt muss eine Veränderung her. Nur wohin?


    Sie könnte zurück an ihre Uni gehen und evtl. wieder in ihre Ausbildung einsteigen (sie hat noch nichts versäumt, da Ferien sind). Damit hätte sie neben ihrem Sohn eine zweite vorweisbare Bindung an die Philippinen, ihre Schulbescheinigung. Dann könnte sie für die nächsten Ferien ein Besuchsvisum beantragen, nicht für 3 Monate aber vielleicht für 3 bis 4 Wochen.


    Dann hätte sie zumindest einmal ihre neue Heimat kennengelernt, bevor sie ihr Ja-Wort gibt und wir hätten einen weiteren vorweisbaren Besuch.


    "vorweisbarer Besuch" für was? Wenn sie das FZ- oder Heiratsvisum beantragt spielt das eine untergeordnete Rolle. Natürlich solltet ihr euch schon mal begegnet sein; Nur ein Heiratsvisum nach D ohne vorherige persönliche Bekanntschaft macht Probleme.


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    Noch ne Frage wegen Scheinehe: Wenn wir Visum zwecks Eheschließung beantragen ist klar und nachvollziehbar, dass die Botschaft auf Scheinehe prüft, und sich Besuche und gemeinsame Urlaube vorweisen lässt.
    Wenn die Ehe aber schon geschlossen ist (in HK) und nur ein Visum zwecks FZF beantragt wird, wird die Botschaft ebenfalls nach den gemeinsamen Urlauben und Besuchen fragen?


    .. das nicht überbewerten. das sind lockere Fragen (wo , wann zum erstenmal getroffen, wie oft gesehen etc.)... es geht letzten endes nur darum, ob ihr euch überhaupt vorher mal persönlich gesehen habt.




    PS:
    Hinweis
    Wenn ein (zukünftiges) Stiefkind mit nach D einreisen soll, muss eine VE abgegeben werden und der entsprechend Wohnraum nachgewiesen werden. All das spielt beim Nachzug des Ehegatten keine rolle, aber bei Nachzug des StiefKindes schon. Die ABH hat also dann das Recht und die Pflicht, Einkommen und Wohnraum zu prüfen.

  • inweis
    Wenn ein (zukünftiges) Stiefkind mit nach D einreisen soll, muss eine VE abgegeben werden und der entsprechend Wohnraum nachgewiesen werden


    Und es muss natürlich die Erlaubnis des Kindesvaters oder phillipinischer Behörden vorliegen. Aber das ist ja sicherlich Zukunftsmusik.

  • Also, wie schon mehrmals geschrieben, wir müssen uns jetzt völlig neu sortieren. Ihre Abreise aus den Philippinen ist in weite Ferne gerückt. Meine Befürchtung scheint sich zu bestätigen, die Tante ist sauer auf mich, weil ich alles vermasselt habe, indem ich den Einsatz eines Visa Assistant ausschließe. Meine Braut muss sich nun also möglichst sofort eine andere Unterkunft suchen.
    Ich schätze am besten mache ich dafür ein eigenes Thema auf.