Brauche Informationen bzgl. Schlaganfall - Behandlung / Rehab in Cebu

  • Die Frau des Bruders meiner Freundin hatte am vergangenen Freitag einen Schlaganfall - sie ist gerade mal 23.
    Nach der ersten Odysee durch Cebus Krankenhäuser ist sie jetzt im St. Vincent untergebracht - neben einer Crowdfundingkampagne (http://www.gofundme.com/help4christine) suche ich nun aber Informationen welche Ärzte und Kliniken gut sind.
    Wer hat Infos wo man nach dem KH Aufenthalt eine Reha bekommen kann.
    Da sie keine Krankenversicherung hat brauche ich auch Infos an wen wir uns wenden können, um Unterstützung zu bekommen - hat jemand von Euch damit schon Erfahrung ?


    Vielen Dank !!

  • Bonner48
    Aus eigener Erfahrung,meine Schwägerin in Cagayan de Oro hatte einen Herzkolaps und war 2 Tage Intensive und 5 Tage Stationär im Spital.
    Erstes Gebot niemand der nach Foreigner riecht sollte sie besuchen denn da haben sie Adleraugen schon an der Reception.
    Da wo meine Schwägerin war gab/gibt es im Spital eine Anlaufstelle auf Sozialhilfe und da ihr Ehemann gerade auch ohne Job war und so
    kein Geld vorhanden war hat dann so eine Sozialversicherung den gesamten Spitalaufenthalt übernommen und wir bezahlten dann nur noch
    die Medikamente.
    Wir hatten uns auch schon gefasst gemacht und waren dann überrascht als es hiess es sei alles bezahlt worden.
    Ich vermute dass es sich um die gleiche Sozialhilfe handelt wie bei der Senjor Citizen Card und genau darum finde ich es nicht gut
    wenn Foreigner diese auch in Anspruch nehmen.(Illegeal)

    Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein Erfolgreicher Mensch zu sein

    sondern ein Wertvoller !


    -Einstein-


  • brauche ich auch Infos an wen wir uns wenden können, um Unterstützung zu bekommen


    Ich würde es bei dem entsprechendem Congressman fuer den Distrikt der Patientin versuchen. Die geben gewöhnlich "Gutscheine" fuer das Krankenhaus raus ...
    Dazu musst Du einen "Letter of request for financial assistance" schreiben, der den Namen der Patientin, Wohnort, Diagnose und Krankenhaus beinhalten sollte. Gut waere auch ein medical certificate und eine Barangay clearance.
    Nachdem das House of Representatives bis 7 November Pause macht, hast Du gute Karten Deinen Congressman vor Ort zu erwischen. Sollte die Patientin registrierte Wählerin sein, auch aufführen, dass sie den Congressman unterstützt und gewählt hat. Ebenso solltest Du Dich über die Programme/Parteiausrichtung informieren und etwas entsprechendes aufführen. Das kann den kleinen Unterschied zu all den anderen Bettelbriefen machen.
    Vielleicht auch beim Bürgermeister mit einem ähnlichen Brief vorsprechen ...
    Viele Senatoren unterstützen direkt bestimmte Krankenhäuser. Am besten beim Hospital nachfragen ob sie entsprechende Unterstützung bekommen. Falls dem so ist, einen weiteren "Request letter" an das entsprechende Senatoren-Büro schicken - Stichwort "Medical Assistance Fund".


    Viel Erfolg beim Hausieren
    wuenscht


    Sackgesicht

    Quarantine

  • Danke für die Infos - Social Welfare hatte ihre Cousine schon angesprochen, das klärt meine Freundin mit ihr gerade ab.
    Die Idee mit Politikern ist auch gut - muss ich jetzt mal alles rausfinden - man hat ja als Expat gottseidank viel Zeit lach


    Crowdfunding hat auch bereits die ersten 25 Euro gebracht, ich muss gleich aber noch die Kampagne auf Deutsch verfassen und auf einer 2 Crowdfundingseite online setzen.


    Die schwester der Mutter ist mit nem Ami verheiratet und hat gestern bereits 8K php zugesagt, der Vater hat wohl nen Repairschop (die Eltern sind aber getrennt) da weis ich aber noch nicht ob der was beiträgt.
    Ich hab bisher "nur" die 10K Downpayment für den private Room und 6K für benütigte Medikamente vorgestreckt. Da ich aber langfristig denke rechne ich damit dass noch einiges an Geld von anderen kommt und ich somit nur anteilig beteiligt bin.


    Erstmal müssen wir abwarten wie sich sich bessert - sie kann inzwischen wieder etwas sprechen, nur die rechte Seite ist immer noch gelähmt.
    Das Medikamnet muss 10.21 Tage verabreicht werden und das geht nur intravenös (Cerebrolysin) - daher muss sie ggf. Sobald der Doc sie stabil genug hat in ein Ward Zimmer verlegt werden.


    Na ja, abwarten und beten halt - oder Saft trinken, denn religiös bin ich ja nicht und auch kein Tee Trinker - lol

  • Was Reha angeht ein Freund von mir hatte auch einen Schlaganfall. Er geht zur Reha ins Perpetual Succour, Adresse: Gorordo Avenue, Lahug, Cebu City 6000 Philippines.
    Ist recht zufrieden damit. Er war erst im Chong Hua war aber nicht so happy dort.


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

  • Nach einem SA mit erheblichen auswirkungen ist nur innerhalb spätestens 4,5 stunden mit massiver behandlung eine wesentliche verbesserung möglich--auch dann durchaus ne vollheilung......

  • Ich hatte letztes Jahr im Dez. einen Schlaganfall, hier nannten sie es mild stroke, bin heute wieder zu 99% fit. Ich bekam den Schlaganfall ca. um 22 Uhr, meine Frau hat direkt richtig reagiert, sie rief einen Nachbarn ( Pinoy), der war 2 Minuten später schon mit seinem Fortuner vor unserem Haus. Wir waren in weiteren 5 Minuten im Krankenhaus, er fuhr wie eine gesenkte Sau, Aufblendlicht und Warnblinker an und die Hupe nonstop betätigt. Im Krankenhaus haben sie auch richtig reagiert, bei mir war eine Ader verstopft, ich bekam dann eine Spritze das die Verstopfung aufgelöst hat. Ich konnte nach ca. 1 Stunde schon wieder einigermaßen sprechen, ich war nur 3 Tage im Krankenhaus musste allerdings noch öfters hin wegen diverser Tests usw.. Ich habe insgesamt ca. 120000 Peso bezahlt, habe mittlerweile die Medikamente abgesetzt, nur ein Medikament gegen Bluthochdruck nehme ich noch, das hatte ich aber vorher auch schon genommen.
    Also wenn man schnell im richtigen Krankenhaus ist, kann ein Schlaganfall nochmal glimpflich ausgehen. Deshalb unbedingt den richtigen Wohnort auswählen, in der hintersten Provinz braucht man oft Stunden bis man im Krankenhaus ist, das kann einem dann zum Verhängnis werden.

  • Tja soviel "Glück" hat man als simple Philippino halt nicht.


    Morgen erfahren wir hoffentlich das Ergebnis des Angiogramms, halt zu sehen wo und wie gross der Schaden ist.
    Sie kann inzwischen wieder sprechen, ach wenn es schwer fält und noch unverständlich ist. Reflexe im Bein sind auch da, aber selbst bewegen noch nicht. Ich rechne dem Cerebrolysin das sie seit Freitag abends intravenös bekmmt viel zu.


    Aber wir überlegen halt sie ins public Hospital verlegen zu müssen weil das Geld halt endlich ist. Und wenn wir Pech haben sagt die Ärztin das operiert werden muss.


    Tja, eine einfsch beschissene Situation.


    Ich update die Kampagne regelmässig, wer also weiter informiert werden will der klicke hier: http://www.gofundme.com/help4christine

  • Aber wir überlegen halt sie ins public Hospital verlegen zu müssen weil das Geld halt endlich ist.


    Hast Du es beim Congressman probiert?
    Wir hatten vor einigen Jahren einen Forums-Fall, bei dem jemand von Coron nach Manila geflogen wurde - Entweder Herz oder Nierenversagen. Damals sind die Angehoerigen bei mir untergekommen und ich kann mich erinnern, dass eine Schwester vom Congressman einen Krankenhausvoucher über ca. 20-30K bekommen hatte.


    Besser die direkten Möglichkeiten abklopfen.


    Viel Erfolg
    wuenscht


    Sackgesicht

    Quarantine

  • Beim Schlaganfall ist erstens völlig richtig, was vorgestern User schorsch schrieb: Die ersten Stunden danach samt korrekter Diagnose und Behandlung sind entscheidend. Was nach 24 Stunden nicht ansatzweise wiederkehrt, ist weg.


    Zweitens Stichwort Diagnose: Ursächlich kann eine Hirnblutung sein, aber auch eine arterielle Verlegung durch ein Gerinnsel. Es muss sofort durch CT oder MRT festgestellt werden, was ursächlich ist, denn wird ein Gerinnsel vermutet und Thrombolytika injiziert, es ist aber eine Blutung, verschlimmert das noch die Situation. Was wurde also genau diagnostisch gemacht und was daraufhin als Soforttherapie?


    Cerebrolysin, ich musste googeln, fand zwei ältere Links, aus beiden geht hervor, dass C. hier völlig deplatziert/unwirksam ist und nur euer Geld kostet.
    http://www.arznei-telegramm.de/html/1990_05/9005047_02.html
    http://www.springermedizin.at/…en-nervenzellen-spriessen


    Operation? Was soll wie und warum operiert werden? Frag auch mal gleich nach den Kosten, sie dürften sehr hoch sein.

  • Wir sind jetzt 6 Tage später - da helfen mir Infos wie "schnell" ne Bahandlung starten muss nicht mehr.
    Fakt ist, sie hat wenigstens 12 Std. OHNE jegliche Therapie verbracht - sie bekommt Cerebrolysin und das hilft das absterben von Nerven zu verhindern und regt die Neubildung an. Von daher also gut.


    Das Arzneimittel Telegramm ist von 1990 ... Damals war man vielleicht noch nicht so schlau wie heute ?
    Die Springermedizin von 2007 - auch 9 Jahre alt.


    Ich verlasse mich lieber auf aktuelle Infos und Wikipedia, zB hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Cerebrolysin


    Wenn es ein Verschluss ist kann die Neurologin sagen ob der durch Medikamente aufgelöst werden kann oder durch eine OP die verschlossene Ader geöffnet werden muss.
    Wenn es ein geplatztes Gefäss war ist es wohl bereits verheilt - dann sagt uns die Neurologin auch wie es weitergeht.


    Wie gesagt erstmal den Arztbericht abwarten - dann ins public KH - die ganzen Schreiben an die Politiker gehen wir dann ab moren auch an.
    Nur ist die Mutter eben die einzige die ausser uns unterstützt - die Familie ist eben nicht soo gross bzw. Halten sich die anderen feige zurück :(

  • Cerebrolysin, ich musste googeln, fand zwei ältere Links, aus beiden geht hervor, dass C. hier völlig deplatziert/unwirksam ist und nur euer Geld kostet.
    http://www.arznei-telegramm.de/html/1990_05/9005047_02.html
    http://www.springermedizin.at/artikel/93…ellen-spriessen


    Damals war man vielleicht noch nicht so schlau wie heute ?


    Genau dasselbe habe ich mir beim Durchlesen auch gedacht.

    Ich verlasse mich lieber auf aktuelle Infos und Wikipedia, zB hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Cerebrolysin


    Ausser das Wikipedia auch nicht immer stimmt!
    Wollte das nur erwähnt haben.

  • Wir sind jetzt 6 Tage später - da helfen mir Infos wie "schnell" ne Bahandlung starten muss nicht mehr.
    Fakt ist, sie hat wenigstens 12 Std. OHNE jegliche Therapie verbracht - sie bekommt Cerebrolysin und das hilft das absterben von Nerven zu verhindern und regt die Neubildung an. Von daher also gut.


    Wenn es ein Verschluss ist kann die Neurologin sagen ob der durch Medikamente aufgelöst werden kann oder durch eine OP die verschlossene Ader geöffnet werden muss.
    Wenn es ein geplatztes Gefäss war ist es wohl bereits verheilt - dann sagt uns die Neurologin auch wie es weitergeht.

    Wenn ein Gehirnteil wegen Arterienverschluss unversorgt ist, sind da sämtliche Gehirnzellen nach wenigen Stunden mausetot. Dann kommt da auch das Cerebrolysin nicht mehr an, das ist wie Knoten im Gartenschlauch.


    Klartext: 12 Stunden nach Schlaganfall ohne Diagnose der Ursache und Therapie liefert wirklich keine gute Zukunftprognose. Nochmals die Frage, ob überhaupt sowas wie CT gemacht wurde. Und wenn 7 oder mehr Tage danach die verschlossene Ader operativ geöffnet werden sollte/könnte, ist der in Flussrichtung dahinterliegende Gehirnteil immer noch abgestorben und bleibt es auch. Das ist im Vergleich, als wenn du nach etlichen Tagen den Knoten aus dem Gartenschlauch raus hast und die inzwischen verdorrten Pflanzen wässerst.


    Finde dich ab mit einer Prognose in Richtung Pflegefall. Ein Studienkollege war mit Schlaganfall vor paar Jahren binnen wenigen Stunden in einer deutschen Uniklinik, danach (Familie hatte viel Geld) in teuren Rehakliniken, half alles nichts. Sprachzentrum und rechtsseitiges motorisches Zentrum irreversibel kaputt - berufsunfähig, Rollstuhl, Pflegefall.

    Edited once, last by mytilus ().

  • Cerebrolysin hilft eigentlich nur der Herstellerfirma...

    Das ist wie auch bei Krebserkrankungen das Schlimme: Patient schwer krank, Angehörige verzweifelt, der Mensch im weißen Kittel ist schon mal Halbgott. Warum auch immer holt er was aus der Schublade, das primär die Angehörigen Geld kostet. Dank weißem Kittel könnte er ihnen eigentlich alles verkaufen.


    Was ist dieses Cerebrolysin? Primär Schlachtabfall, Schweinehirn, mit Enzymen in seine Aminosäuren zerlegt. Der Name sagt es: Aufgelöstes Gehirn. Der Nutzen für ein durch Schlaganfall kaputtes Gehirn dürfte ähnlich gering sein wie der Versuch, durch Verzehr von viel Schweineleber seine zirrhosegeschädigte eigene Leber wiederzubeleben.

  • Der heutige Besuch hatte gute und schlechte Aspekte.Schlecht, da die Neurologin nicht wie gestern mit der Schwesternstation vereinbart, anwesend war.So blieb es nur dabei für morgen einen neuen Termin zu vereinbaren.
    Ich konnte nur einen Blick auf den medizinischen Bericht des Angiograms werfen, aber die Bilder selber nicht einsehen. Somit müssen wir dies auf morgen verschieben.'
    Leider hat die Neurologin bisher auch weder Christine noch ihrer Mutter erklärt was genau passierte und was nun alles passiert.
    Ich habe nochmal Geld vorgestreckt für (finale) Blutuntersuchungen. Da es dafür aber in Cebu-City kein Labor gibt muss die Analyse in Manila erfolgen, sodaß wir auf die Ergebnisse wohl einige Tagen warten werden müssen.


    Die Neurologin will Christine bereits morgen entlassen, die Mutter kann sie dort pflegen - allerdings werde ich hier morgen erstmal mit der Ärztin sprechen ob dies im derzeitigen Zustand sinnvoll ist. Denn der arterielle Verschluss ist noch da, der wurde bisher meines Wissens nicht aktiv behandelt (bzw. Wurden wir bisher darüber nicht informiert - Philippinen eben).


    Sie soll aber weiterhin in einem anderen Krankenhaus dann ambulante Therapie erhalten - wie genau ist uns aber auch noch nicht erklärt worden.Wir werden uns daher beim regionalen Bürgermeisterbüro um Unterstützung bemühen, denn die Familie kann das Geld für ein Taxi in die Stadt auf Dauer nicht bezahlen, und einen Rollstuhl haben sie auch nicht. Aber etwas sehr positives gibt es dann auch zu berichten.


    Unsere Versuche Christine zum sprechen anzuregen stiessen nicht auf grosse Gegenliebe. Man sah dass es ihr nicht wirklich Spass machte
    .Allerdings fing dann Ihre Cousine an mit Ihr zu singen - und da alle Filipinas auch leidenschaftliche Sänger sind hat das den erwünschten Erfolg gebracht.Also habe ich Ihnen gesagt dass sie jeden Tag mindestens 8 Std. Mit Ihr singen sollen hahahaMan kann aber im Video auch gut sehen dass die Emotionen den rechten Arm noch taub lassen - ich hoffe aber dass das Singen Ihr Gehirn so stark aktiviert dass die Motorik dadurch positiv mit beeinflusst wird.


    https://www.youtube.com/watch?v=ROyMFLqORXA&feature=youtu.be

  • Der heutige Besuch hatte gute und schlechte Aspekte.Schlecht, da die Neurologin nicht wie gestern mit der Schwesternstation vereinbart, anwesend war.So blieb es nur dabei für morgen einen neuen Termin zu vereinbaren.
    Ich konnte nur einen Blick auf den medizinischen Bericht des Angiograms werfen, aber die Bilder selber nicht einsehen. Somit müssen wir dies auf morgen verschieben.'
    Leider hat die Neurologin bisher auch weder Christine noch ihrer Mutter erklärt was genau passierte und was nun alles passiert.
    Ich habe nochmal Geld vorgestreckt für (finale) Blutuntersuchungen. Da es dafür aber in Cebu-City kein Labor gibt muss die Analyse in Manila erfolgen, sodaß wir auf die Ergebnisse wohl einige Tagen warten werden müssen.


    Die Neurologin will Christine bereits morgen entlassen, die Mutter kann sie dort pflegen - allerdings werde ich hier morgen erstmal mit der Ärztin sprechen ob dies im derzeitigen Zustand sinnvoll ist. Denn der arterielle Verschluss ist noch da, der wurde bisher meines Wissens nicht aktiv behandelt (bzw. Wurden wir bisher darüber nicht informiert - Philippinen eben).

    Aha, wenigstens hast du jetzt bestätigt, dass es ein Arterienverschluss und keine Hirnblutung ist.


    Es kommt auch in D relativ oft vor, dass Klinikärzte dem Patienten und seinen Angehörigen keine detaillierten Ursacheerklärungen geben, weil sie davon ausgehen, dass ihre Detailerklärungen sowieso nicht verstanden werden. Für dich hier mal der Versuch einer Einfachdarstellung zur Blutgerinnung. Auslöser ist entweder eine Gewebebeschädigung (Mensch hat sich in den Finger geschnitten) oder eine innere Ursache. Hier zwei Auslöser: 1. Das Blut in einer Vene fließt zu langsam, das dürftest du als Venenthrombose in den Beinen kennen. 2. Das Blut in einer Arterie fließt über etwas "Kratziges", also eine "verkalkte" Arterieninnenseite. Wenn die Arterien Richtung Kopf verkalkt sind, bildet sich das Startgerinnsel in den arteriellen Hirnverzweigungen, daran lagern sich weitere Gerinnungsstoffe an, es wächst bis zum Verschluss.


    Jetzt nach so vielen Tagen den Verschluss zu entfernen (falls er überhaupt noch existiert, denn der Körper baut sowas mit der Zeit selbst ab) ist teuer und bringt nichts.


    Kennst du die aktuelle Medikation? Ist ein Gerinnunghemmer darunter? Sowas wird die Patientin ohnehin bis ans Lebensende benötigen. Da gibt es zweierlei. Das klassische Marcumar ist billig, setzt aber ständige ärztliche Gerinnungskontrolle voraus. Überdosierung führt zu innerem Verbluten (Marcumar ist nahezu identisch mit Rattengift), Unterdosierung birgt das Risiko eines weiteren Schlaganfalls. Modern und teuer (in D rund 100 Euro alle 30 Tage) ist Eliquis, hier ist keine ständige Kontrolle nötig.


    Die Klinik wird sowieso nichts mehr für die Patientin tun können, also spart Entlassung euer Geld. Ambulante Reha: Paarmal machen, genau gucken, was wie gemacht wird, dann zu Hause fortsetzen.


    Sprachzentrum und Halbseitenlähmung: Such dir mal Funktionsbilder im Internet, dann wirst du sehen, wo welche Funktionen gesteuert werden und dass mehr als nur ein Hirnareal betroffen ist.

  • Sie ist jetzt raus aus dem KH und bei Ihrer Mutter zuhause, etwas ausserhalb Cebu-City. Na ja... ich muss jetzt recherchieren nach Hilfsgruppen und Hilfseinrichtungen die wir für den weiteren Support mit ins Boot holen können - die Familie ist damit ja jetzt im Grunde allein gelassen.



    Als wir um 10 Uhr im KH waren, war die Neurologin nicht da, sondern nur die "resident doctor". Als ich dann erklärte dass ich gern mal die CT Scans erklärt haben würde, und die auch der Mutter und Christine erläutert werden sollen, und dass wir angeblich heute Christine "released" bekommen, aber niemand davon etwas wisse hat sie dann eingelenkt und die Neurologin verständigt.
    Mir war egal, ich hab ihr erstmal klar gemacht (einigermassen polite) dass ich von ihr als Ärztin mehr erwarte als nur Patienten zu begutachten. Insbesondere in nem privaten Hospital.


    Wir haben dann etwa 2 Std. Später von der Neurologin kurz die Fotos erklärt bekommen - aber mit kaum medizinischem Hintergrund - und alles in nur 5 Minuten eher zwischen Tür und Angel - von Deutschland bin ich da besseres gewohnt - und das hab ich der Frau Doktor auch klar gemacht. Dr. Yap arbeitet als Neurologin am Chong Hua - nach meinem gestrigen Besuch kann ich Chong Hua wirklich nicht mehr empfehlen - scheint ein sehr schlampiger Laden zu sein !


    Für abschliessende Blutuntersuchungen hatte ich vorgstern noch 23k bezahlt - mit dem Hinweis dass diese Tests nicht in Cebu machbar wären und daher alles nach Manila geschickt werden muss.
    Gestern hiess es dann ich müsse noch 5k dazu zahlen weil es teurer wäre und man müsse nochmal Blut abnehmen weil vorgestern die Menge nicht ausgereicht hätte.
    Daraufhin hab ich den Laborleiter vom St. Vincent meine Meinung gesagt - wie es sein könne das er als ausgebildeter Fachmann und seine Leute nicht wüssten wieviel Blut man für den Test bräcuhe, wieso sie keine Preisliste hätten und ich deshalb jetzt nochmal bezahlen müsse usw. Immer auch mit dem Hinweis dass viele Menschen (er vielleicht auch) Duterte gewählt hätten damit sich etwas ändert (change) - und dann im zweiten Satz hinzufügend dass Duterte allein es nicht schaffen kann und Veränderung (change) immer bei jedem selbst beginnt - er also sein Labor auf Vordermann bringen solle.
    Währenddessen hat die Nurse die Rechnung aufgedröselt und kam dann ne Minute später mit ergänzter Rechnung in der für jeden Test die jeweilige php Summe stand. Woraufhin ich ihr erklärte "Wieso nicht gleich so" - es sei nur 1 Minute mehr Arbeit, ich als Kunde bin mit der Rechnung aber weitaus sicherer und zufriedener. Sie sagte mir dann aber auch dass vorgestern das Chong Hua ihnen halt nicht die richtigen Informationen gegeben hatte. - Muss ein Saftladen sein wenn die nicht wissen was sie tun :(


    Noch lustiger wurde es dann aber nachmittags als mir gesagt wurde dass ich mein Rückgeld im Labaratory abholen könne -ich also wieder runter und dort wurde mir erklärt dass der eine Test 7000php in Manila jetzt doch nicht gemacht werden könne und man ihn daher daher für etwa 1/4 des Preises im Chong Hua Cebu macht - das dauert dann aber eben 3 Wochen länger. Ich bekam also gut 4500php zurück...
    ÄHHHHH moment ... Erst heisst es die Test können NUR in Manila gemacht werden - plätzlich geht es auch in Cebu ....
    ÄHHH ... Der Schlaganfall ist eh ne Woche her, wieso will dann die Neurologin die Resultate innerhalb 1 Woche ... das andere Labot braucht zwar 3 Wochen länger aber DAS sollte wohl kein Problem sein nachdem das Kind ja schon im Brunnen liegt.
    FAZIT hier: Dank der Neurologin die kaum vor Ort war und mir daher nicht erklärte wie wichtig und dringend die Tests sind habe ich wohl locker 10k+ mehr bezahlt als notwendig.
    Ok, wieder ein Learning mehr für die Zukunft


    Das auschecken von Christine dauerte dann halt weil erst alle Rechnungen da sein mussten - der ATM war natürlich leer aber - oh wunder - die akzeptierten VISA Card - nur dass die Mädels an der Kasse damit heillos überfordert waren - es hat aber funktioniert.


    Ich hab dann in meinem SUV Christine samt Familie nach Hause in Paknaan gefahren (provinziell).


    Ich werde mich als nächstes dransetzen ein Update für meine Kampagne zu verfassen - und dann 2 Beschwerden an das St. Vinzent und das Chong Hua schreiben - in Kpie ans Department of Health - denn die müssen mal langsam anfangen an sich zu arbeiten und das geht nur wenn man ihnen wieder und wieder die Beschwerden um die Ohren haut ! In einem public Hospital würde ich es nicht so eng sehen, aber diese Schlamperei lasse ich 2 privaten Hospitälern nicht durchgehen !


    Zb. Wringt zwar der Guy im St. Vincent das Essenstablett - das halb leere der vorherigen Mahlzeit wird aber nicht mitgenommen. So stapeln sich dann 2-3 Tabletts bis endlich mal einer dem Typ sagt er möge die alten doch bitte mitnehmen. Und dafür will das St. Vincent 1950php für's private Zimmer.

  • für was will man einen Bluttest machen ?? Um festzustellen das ein Hirnschlag vorliegt ?
    Nach 3 Wochen dürfte das eh nicht mehr feststellbar sein wichtige Eigenschaften sind dann abgebaut oder zerfallen .
    Es wird auch seinen Grund haben warum Butkonseven nur eine bestimmte Zeit verwendet werden dürfen ! https://de.wikipedia.org/wiki/Blutkonserve
    Dafür wird das Blut aber aufbereitet das es so lange verwendet werden darf !
    da ganze ist rein nur Abzocke !


    Peter

  • Die Tests werden gemacht um die Ursache zu finden. Sie ist ja mit 23 eigentlich zu jung und hat keine Risikofaktoren wie Rauchen etc.


    Getestet wird Protein S, Protein C, Factor V, ANA-IF und ein Serum Homozysteine - damit lasen sich diverse Krankheiten "finden" die Thrombosen fördern - einfach mal die Begriffe in Wikipedia nachschlagen :-)