Diskussion zu: Das Wagnis oder Business on the Philippines

  • Hier auf den Philippinen ist nun Samstag. Montag bis Freitag sind durch. Gibt es neue Wasserstandsmeldungen? Die letzten Infos gab es vergangenen Sonntag.



    LG Carabao

  • Der liebe Agent kam sehr großzügig daher stellte uns gleich die Eistruhe rein und gab uns Commissionsware allerdings zu schlechten Konditionen. Nun kam er nach vier Wochen und wollte den kompletten Betrag kassieren. Mein GM intervenierte und meinte das wäre so nicht abgemacht. Doch das wäre so... Da Sie den Lieferschein ja unterschrieben hätte und da stand nichts von Comission drauf. Er wollte schlappe 16.000 Pesos haben. Sie gab ihm 4.000 und meinte er solle nächste Woche wiederkommen.



    Wir beschlossen, dass er wenn er kommt sein Geld bekommt und die Truhe gleich mitnehmen kann. Im Moment nutzen wir die Truhe für Bier und füllen Sie auf damit wir immer genug gekühltes haben neben dem Eis. Wir nehmen dann die andere große Eissfirma auf die bereits vorstellig geworden ist( Mir fällt der Name nicht ein - ich glaube Selecta heißen die. So sollte es nicht laufen. Der Agent ist im Endeffekt dumm denn er macht zwar kurzfristig ein gutes Geschäft aber dafür darf er dann keinen Fuß mehr ins Geschäft setzen. Entweder er wurde von der Firma unter Druck gesetzt oder er nutzte die Unerfahrenheit meiner GM aus.


    Oder kann es nicht einfach nur ein "missunderstanding" gewesen sein. Das Verb oder Substantiv "commission", "in commission" " on commission" ist im Englischen sehr vielfaeltig nutzbar. Keineswegs muss der Vertreter gemeint haben dass sie die Ware in Kommission bekommt so wie der Begriff im Deutschen gebraucht wird. Vielleicht hatte er sie einfach nur gefragt ob sie bestellen/ in Auftrag geben moechte und es wurde missverstanden.

    Vielleicht meinte er sie brauche jetzt nicht zu bezahlen sondern spaeter wenn sie verkauft hat und sie hat es so verstanden dass sie nur zahlen muesse was sie verkauft. Viele Missverstaendnisse moeglich.


    Selbst wenn sich die Beiden in Bisayan unterhalten haben sollten koennte es zu Missverstaendnissen gekommen sein. Die Sprache ist oft nicht eindeutig.


    Bevor man den Vertreter samt seiner Gefriertruhe herauswirft solltest man erst einmal innehalten und nachdenken.


    Ein paar Fragen dazu:


    1. Fuer wieviel Peso Eis wurde denn seitdem aus den 16.000 Peso Warenwert heraus verkauft?

    2. Liefert Selecta ebenso eine Eistruhe?

    3. Welche Bedingungen sind bei Selecta damit verbunden? Ich denke dass Selecta auch eine Mindestabnahme haben moechte und nicht daran interessiert ist dass Ihr Eure vorhandene Nestle Eiscreme in deren Truhe anbietet.

    4. Wo soll die Nestle Eiscreme so lange gelagert werden nachdem Ihr die Truhe an den Nestle-Vertreter zurueckgegeben habt? Habt Ihr eine neue Truhe bevor dem Nestle Vertreter seine vor die Tuer gestellt wird?

    5. Aus welchem Geld sollen die 16.000 Peso fuer den Nestle-Vertreter bezahlt werden? Das belastet doch nur noch weiter die Liquiditaet welche eh kaum vorhanden ist. Und die Liquiditaet wird weiter belastet denn auch bei Selecta wird man sicherlich nochmal fuer zigtausend Peso bestellen muessen um von denen eine Truhe zu bekommen - wenn ueberhaupt.

    Unter Umstaenden koennte es Sinn machen mit dem Nestle-Vertreter nochmal zu sprechen um weitere Zahlungsziele zu vereinbaren denn mit den 16.000 k plus Neubestellungen bei Selecta plus der Miete welche naechste Woche wieder faellig wird droht Zahlungsunfaehigkeit oder andere wichtige Nachbestellungen koennen nicht mehr ausgefuehrt werden. Auf alle Fälle würden sich dadurch dringend benötigte Investitionen noch weiter in die Ferne verschieben.

    6. Oder beabsichtigst Du den unerwarteten kurzfristigen Liquiditaetsbedarf fuer die Nestle-Rechnung auszugleichen damit der Betrieb handlungsfaehig bleibt?



    LG Carabao

  • Bevor man den Vertreter samt seiner Gefriertruhe herauswirft solltest man erst einmal innehalten und nachdenken.

    Genau und die von Carabao aufgeführten Punkte überdenken.


    Zusätzlich noch kurz von mir:

    • hast du den Vertrag auch mal durchgelesen? Wie sehen den die Rückgabebedingungen für den Kühlschrank aus (z.B. können die Rückgabe verlangen, wenn das Eis noch nicht abverkauft ist)?
    • läuft überhaupt der Eisverkauf? Nestle ist höherpreisig als Selecta (und ich empfinde die Preise von Selecta schon hoch, im Vergleich zu D., wo man zu diesem Preis schon gutes Markeneis (Mövenpick, Langnese u.a. bekommt). Ich würde vermuten (aber weiß es natürlich nicht), dass die Kundengruppe für den Laden für Selectaeis höher sein dürfte.

    Mir ist noch unklar, warum es gegenüber der ursprünglichen Umsatzkalkulation (waren es nicht 500k / Monat?) aktuell eine so große Differenz zum bislang tatsächlich erreichten Umsatz gibt? Dies solltest du wissen.


    Gruß

    roha

  • Ein paar Antworten zu ein paar Fragen


    Inventur: Es wird immer wieder sporadisch gemacht. Aber mir gefällt das System nicht. Deshalb habe ich ein System entwickelt welches wohl ab April zum Einsatz kommt. Meiner Meinung nach fehlt eine richtige Kontrolle im Moment. Wir werden sehen ob mein System funktioniert.


    Eisverkauf: Kann natürlich nicht sagen ob mein GM das falsch verstanden hat. Die Truhe war mit ca. 16.000 Pesos gefüllt. Davon wurden inzwischen für 9.000 Pesos verkauft. Nun sind nur noch die Dinge über, die teuer sind und schlecht gehen (oreo-eis z.B.). Wir versuchen jetzt mit Promo die Reste zu verkaufen und dann die Truhe zurück zu geben. Wir müssen also noch 7.000 Pesos berappen. Der Rest wurde bereits bezahlt.


    Wegen der Umsatzkalkulation: Wir planten für die ersten Monate nicht in die Verlustzone zu kommen. Das bedeutet diesen Monat ca. 230.000 bis 250.000 Pesos umzusetzen. Dies wird uns aller Voraussicht nach gelingen. Die 500.000 brauchen wir wenn wir Vollkosten ansetzen aber das machen wir noch nicht. Also wenn man so will investiere ich monatlich zusätzliche 15.000 Pesos in den Shop da wir die reduzierte Miete ansetzen.


    Die Investitionen die im Moment bereits getätigt wurden belaufen sich auf 10.000 Pesos. Dazu gehört der Ref den wir der Vermieterin unseres Hauses abkaufen, 20 Stühle und ein Display für die Backwaren. Diese 10.000 Pesos habe ich gewissermaßen kosten-neutral bereits bezahlt. Wir werden das gemietete Haus aufgeben Ende Juni und sind auf der Suche nach einem neuen Domizil. Da ich drei Monate Kaution bezahlt habe nehmen wir das Geld jetzt für die Investitionen. So konnten die 10.000 Pesos zusätzlich berappt werden ohne meinen Geldbeutel erneut zu strapazieren. Aber klar, das Geld würde ja mir zustehen also sind es auch zusätzliche Investitionen.


    Ohne diese kommen wir aber nicht schnell genug voran. Deshalb gut investierte Gelder.

    Wer sich nicht lebt, wehrt sich verkehrt!

  • Realistisch sind zukünftig, monatlich eher 650k statt 500k Pesos Umsatz, siehst du das nicht so?

    Wie gesagt, Phil Oles kalkulation scheint mir sehr nah an der Realität, alles andere ist meiner Meinung nach schön rechnen, was auf lange sicht wenig bringt.

    Was hälst du davon DoiDoi ein (billig) Handy zu kaufen, das wird sich wahrscheinlich schnell bezahlt machen.

  • Wir planten für die ersten Monate nicht in die Verlustzone zu kommen. Das bedeutet diesen Monat ca. 230.000 bis 250.000 Pesos umzusetzen. Dies wird uns aller Voraussicht nach gelingen


    Die 500.000 brauchen wir wenn wir Vollkosten ansetzen aber das machen wir noch nicht. Also wenn man so will investiere ich monatlich zusätzliche 15.000 Pesos in den Shop da wir die reduzierte Miete ansetzen

    Also ich tendiere da eher zu nachfolgendem Zitat

    Realistisch sind zukünftig, monatlich eher 650k statt 500k Pesos Umsatz, siehst du das nicht so?

    Wie gesagt, Phil Oles kalkulation scheint mir sehr nah an der Realität, alles andere ist meiner Meinung nach schön rechnen, was auf lange sicht wenig bringt

    Im Real Life habt ihr noch nicht einmal 50 % vom gebrauchten Mindesumsatz, dabei ist noch nicht mal der Schwund einkalkuliert und auch keine "Schlechtwetterphase"! Bisher erscheint es mir eher als Beschäftigungsprogram für die Familie, also als Hobby. Es muss etwas passieren, damit man zumindest einigermaßen in die richtigen Umsatzhöhe kommt! Viel Erfolg dabei



    PS: Immer wieder Danke für die offene Kommunikation und die tolle Diskussion hier an alle....ein Super Thread:hi

    Eine gute Landung ist eine, bei der du hinterher weggehen kannst. Eine phantastische Landung ist eine, bei der das Flugzeug noch einmal verwendet werden kann. Starten muss man nicht. Landen schon

  • Mir ist noch unklar, warum es gegenüber der ursprünglichen Umsatzkalkulation (waren es nicht 500k / Monat?) aktuell eine so große Differenz zum bislang tatsächlich erreichten Umsatz gibt? Dies solltest du wissen.

    Ich hab ein Erinnerung, daß ganz am Anfang mit 300.000 Peseten gerechnet wurde, und diese sollten ausreichend sein.

    Allerdings weiß ich nicht mehr, welche Margen zugrunde gelegt wurden.

  • Ein paar Antworten zu ein paar Fragen


    Inventur: Es wird immer wieder sporadisch gemacht. Aber mir gefällt das System nicht. Deshalb habe ich ein System entwickelt welches wohl ab April zum Einsatz kommt. Meiner Meinung nach fehlt eine richtige Kontrolle im Moment. Wir werden sehen ob mein System funktioniert.

    Diese Meinung teile ich uneingeschränkt. Und solange diese Kontrolle nicht vorhanden ist, besteht auch Unsicherheit hinsichtlich der erzielten Margen, sowie der Stellschrauben, die zu drehen sind.

    Eine permanente, mindestens aber wöchentliche Inventur, ist absolute Pflicht wenn ihr nicht weiter im Blindflug sein wollt. Alles andere ist Harakiri und das böse Erwachen ist vorprogrammiert.


    Eine Inventur ist kein Hexenwerk, aber es erfordert zuallererst mal das Bewußtsein das sie unverzichtbar ist, und dann eine gehörige Menge Disziplin.

    Ich bin sehr froh, daß dieser Schritt jetzt in angriff genommen wird.


    Gibt es Ergebnisse der bisherigen sporadischen Inventur und in welchem Umfang wurde sie gemacht ?

    Wegen der Umsatzkalkulation: Wir planten für die ersten Monate nicht in die Verlustzone zu kommen. Das bedeutet diesen Monat ca. 230.000 bis 250.000 Pesos umzusetzen. Dies wird uns aller Voraussicht nach gelingen. Die 500.000 brauchen wir wenn wir Vollkosten ansetzen aber das machen wir noch nicht. Also wenn man so will investiere ich monatlich zusätzliche 15.000 Pesos in den Shop da wir die reduzierte Miete ansetzen.

    Stimmt. Die vorausbezahlte Miete ist zu berücksichtigen, genauso wie die nicht ausbezahlten Gehälter der Familienmitglieder.

    Beide Positionen müssen in die Kalkulation der zu erzielenden Marge mit einfließen. Und zwar bereits zum jetzigen Zeitpunkt.

    Oder willst Du die Marge, und damit die Verkaufspreise, erhöhen in dem Moment wenn die vollen Miete zu zahlen ist und Deine Leute mal Geld sehen wollen ?


    Die bereits vorausgezahlte Miete und die nicht ausgezahlten Familiengehälter sind eine Finanzierung des negativen Cash Flows.

    Kostenseitig sind sie voll zu berücksichtigen um die Tragfähigkeit der Kalkulation und des gesamten Geschäftsmodells zu überprüfen.

  • Phil-Ole - ich glaube wir meinen das Gleiche aber reden aneinander vorbei.


    Natürlich habe ich mehrere Modelle entwickelt um zu sehen wann wir wo sein werden. Aber es macht im Moment keinen Sinn diese Vollkostenkalkulation heranzuziehen sonst könnten wir gleich zu machen. So würde dann jeden Monat ca. 30.000 Pesos Deckung fehlen - eben rein rechnerisch.


    Wichtig ist die Stabilisierung des Shops. Es darf nicht so sein, dass wir zusätzlich noch Geld reinpumpen müssen um die Kosten zu decken. Wenn Geld reinpumpen dann um das Sortiment aufzustocken oder wichtige Anschaffungen zu tätigen. Wenn wir jetzt schon Verluste fahren fehlen uns die Mittel um zu erweitern.


    Genau dieses Ziel ist erstes Ziel. Und dieses Ziel erreichen wir so wie es aussieht bereits jetzt im zweiten Monat. Sollte der dritte Monat sich genauso steigern lassen wie der jetzige zum Februar dann sehen wir weiter. 250.000 ist das Nahziel um ca. 50.000 Deckung zu erwirtschaften und die 43.000 Pesos feste Kosten diesen Monat zu stemmen. Wie gesagt unsere Kalkulation ist eher defensiv - bedeutet wir rechnen mit ein wenig niedrigeren DB1 als eigentlich erzielt wird. Damit hoffe ich zumindest den "Schwund" kalkulatorisch auszugleichen den es mit Sicherheit gibt. Solange keine belastbare Inventur gemacht ist denke ich ist es die beste Art keine böse Überraschung zu erleben. So gehen ca. 3000 Pesos in den "Schwundbeutel". 10 % vom BBQ und 2-3 % vom Verkauf. Ob das reicht werden wir sehen.

    Wer sich nicht lebt, wehrt sich verkehrt!

  • Aber es macht im Moment keinen Sinn diese Vollkostenkalkulation heranzuziehen sonst könnten wir gleich zu machen. So würde dann jeden Monat ca. 30.000 Pesos Deckung fehlen


    Dann wuerden jeden Monat laut Deiner eigenen Rechnung nicht nur 30 k sondern sogar 50 k Peso fehlen (bei 100k Kosten pro Monat).



    Wichtig ist die Stabilisierung des Shops. Es darf nicht so sein, dass wir zusätzlich noch Geld reinpumpen müssen um die Kosten zu decken........dieses Ziel ist erstes Ziel. Und dieses Ziel erreichen wir so wie es aussieht bereits jetzt im zweiten Monat.


    Drei Wochen vor der Eroeffnung hattest Du noch andere Anfangsziele ausgegeben:


    vom 15.1.2019


    Aber wir fangen ja bescheiden an. Ziel ist es 10.000 Pesos pro Tag zu schaffen. Bei 24 Stunden gehe ich eigentlich von einem Umsatz von 500 Pesos die Stunde schon aus. Wären also 12.000 Pesos.

    10 bzw. 12 k Peso pro Tag. Derzeit seid Ihr nach der sechsten Woche Im Shop bei rund 6.500 bis 7.000, rechnet man das Barbeque noch mit ein bei 8.000 pro Schnitt pro Tag. Also immer noch weit unter den ersten vorsichtigen, Zielen vor Eroeffnung die damals schon heruntergeschraubt waren.


    Ich verstehe natuerlich Euer Dilemma dass wie auch von Dir erkannt weitere Investitionen fuer Ware und Inventar noetig sind aber dafuer kein Geld vorhanden. Aber nur wenn man sich dessen bewusst ist und sich die Lage nicht selber schoenrechnet kommt man zu den richtigen Entscheidungen.


    Die Woche verlief gut wenn auch nicht ganz so gut wie die Woche davor.... Gleiichwohl konnten wir Den Wochentagsumsatz um 300 Pesos steigern auf 38.300 Pesos.


    Ich finde Deinen Mut ganz toll habe aber den Eindruck dass Du in letzter Zeit zu wenig ambitioniert bist. Mit Verlauf dieses Threads schraubst Du Deine Erwartungen immer weiter herunter und bist nun mit geringsten Steigerungen auf sehr niedrigem Niveau zufrieden. Du hast weniger als 80 Wochen Zeit bis zur Vollkostenrechnung. JEDE Woche muss der Umsatz bis dahin im Schnitt um 4.000 bis 5.000 Peso im Vergleich zur jeweiligen Vorwoche steigen damit Du dort hinkommst wo Du hinkommen musst. Jede Woche in welcher der Umsatz quasi stagniert, so wie in dieser Woche, erscheint mir nicht als "gute", sondern als eine verlorene Woche.

    Realistisches Ziel sollte derzeit sein im Umsatz jede Woche im Vergleich zur Vorwoche um eben diese 4.000 bis 5.000 Peso zuzulegen. Wenn der Umsatz mal eine Woche stagniert muss er dann in der naechsten Woche um 8.000 bis 10.000 Peso gesteigert werden um im Soll zu bleiben!



    Wenn Geld reinpumpen dann um das Sortiment aufzustocken oder wichtige Anschaffungen zu tätigen.

    Genau! Nur damit habt Ihr IMHO eine Chance in die spaeter benoetigten Umsatzdimensionen vorzustossen. Gibt es denn diesbezueglich ein Ziel bis wann Ihr diese Sortimentsaufstockungen vornehmen und wichtigen Inventargegenstaende anschaffen wollt? Also die Dinge welche wirklich nochmal ins Geld gehen.

    Wenn nicht nochmal erhebliches Geld von aussen reingepumpt wird befuerchte ich das bisher schon investierte Geld als verloren. Nicht deswegen weil die Lage schlecht ist oder Ihr nicht bemueht seid sondern schlicht und einfach wegen zu geringer Kapitalausstattung fuer so ein Business. Ohne diese weiteren Zufluesse wird der Laden sicher noch eine Weile von der Substanz (Warenbestand, Anfangsinvestitionen) leben koennen aber irgendwann wird auch diese aufgebraucht sein.



    LG Carabao

  • Wenn nicht nochmal erhebliches Geld von aussen reingepumpt wird befuerchte ich das bisher schon investierte Geld als verloren. Ohne diese Zufluesse wird der Laden sicher noch eine Weile von der Substanz (Warenbestand, Anfangsinvestitionen) leben koennen aber irgendwann wird auch diese aufgebraucht sein.

    Sehe ich leider auch so und wie ich schon vor wenigen Stunden sagte, ist es dann nur ein Hobby

    Bisher erscheint es mir eher als Beschäftigungsprogram für die Familie, also als Hobby

    oder Zeitvertreib mit vermutlich immer weiter schwindender Lust von GM & Family, wenn nicht irgendwann etwas hängen bleibt. Ein für dich dann dazu "teurer" Zeitvertreib.

    Dazu ist ja momentan noch nicht mal bekannt, ob deine Zahlen stimmen da noch eine komplett Inventur fehlt. Auch sollte man bedenbken, dass seit Eröffnung eine "Schönwetterzeit" ist. Wie tief fallen die Umsätze bei "Dauerregen / Typhoon" , wenn kaum einer das Haus verlässt? Da hilft dann auch kein BBQ mehr, weil niemand draußen grillen / essen kann / will.


    Ich sehe es ähnlich wie der Wasserbüffel...wenn du jetzt nicht nochmal richtig nachlegst, geht es den Bach runter...erst langsam, dann ganz schnell!

    Eine gute Landung ist eine, bei der du hinterher weggehen kannst. Eine phantastische Landung ist eine, bei der das Flugzeug noch einmal verwendet werden kann. Starten muss man nicht. Landen schon

  • Wie schon der Thread sagt...es ist ein Wagnis. Ich bewundere WNN für die Offenheit in diesem Thread und für seinen zeitlichen Einsatz (neben seiner berufl. Tätigkeit). Als "Hobby" sehe ich es nicht, nur als Außerstehender kann ich nur empfehlen jetzt nochmals cash von mind. 100k für Investitionen nachzuschießen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, notwendige Investitionen nicht zu tätigen, weil die ursprügliche Investitionskalkulation nicht stimmig war.


    Gruß

    roha

  • Phil-Ole - ich glaube wir meinen das Gleiche aber reden aneinander vorbei.

    Ich will Dir wirklich nicht Deinen Optimismus nehmen, aber ich glaube, Du bist auf einem ganz gefährlichen Weg. Ich gebe aber zu, daß ich mich vielleicht manchmal zu umständlich Ausdrücke. Sorry dafür.


    So wie Du rechnest bedeutet das, daß sämtliche vorausbezahlte Kosten, insbesondere Miete, aber auch Inventar, nicht verdient werden müssen. Gleiches gilt für die nicht gezahlten Gehälter. Das ist eine zulässige Methode um den Cash Flow zu ermitteln, es ist aber nicht geeignet Kalkulation und Kosten zu betrachten.


    Nochmal zur Miete:

    Deine monatlichen Mietkosten betragen 30.000 Peseten. Es ist furzegal, ob Du die komplette Miete monatlich zahlst, einen Teil bereits vorausgezahlt hast, oder der Vermieter Dir die gesamte Miete für 10 JHre stundet. Die monatlich zu verdienenden Kosten für Miete bleiben bei 30.000. Die Zahlungsmodalitäten haben lediglich Einfluss auf den Cash Flow. Nicht aber auf die monatliche G + V. Und damit müssen sie zwingend in die Kalkulation einfließen.

    Werden diese Kosten zur Zeit nicht verdient, hast Du zur Zeit noch ein Problem von 15.000, weil die andere Hälfte ja bereits gezahlt wurde. Theoretisch müßten zur Zeit 15.000 (die vorausbezahlte Miete) übrig sein und für Investitionen zur Verfügung stehen.


    Personalkosten:

    Grundsätzlich der gleiche Sachverhalt wie bei der Miete. Jede Stunde, die Jemand im Laden steht, kostet Geld und ist auf der Kostenseite der Kalkulation zu berücksichtigen. Dabei ist es egal, ob es Fremdpersonal oder Familie ist. Der Unterschied liegt nur darin, daß Du die Familie nicht auszahlst. Du finanzierst damit Deinen Verlust und negativen Cash Flow teilweise, indem die Familie auf Geld verzichtet. Hättest Du nur Fremdpersonal wäre der Verlust derselbe, aber der Cash Flow noch schlechter.

    Aber es macht im Moment keinen Sinn diese Vollkostenkalkulation heranzuziehen sonst könnten wir gleich zu machen. So würde dann jeden Monat ca. 30.000 Pesos Deckung fehlen - eben rein rechnerisch.

    wie gesagt, da bin ich anderer Meinung.

    Wenn ihr wirklich wissen wollt, wo ihr steht, dann müssen mindestens alle anfallenden Kosten, plus Rückstellungen plus anteilige Kosten für Investments und Warenschwund berücksichtigt werden. Alles andere ergibt kein komplettes Bild und läßt Euch durch eine rosarote Brille schauen.


    Ich glaube nicht, daß ihr dann unmittelbar zumachen könntet. Aber ihr hättet endlich die dringend benötigte Klarheit über die notwendigen Umsätze und Margen, sowie den unmittelbaren Kapitalbedarf den das Unternehmen braucht.

    Wichtig ist die Stabilisierung des Shops. Es darf nicht so sein, dass wir zusätzlich noch Geld reinpumpen müssen um die Kosten zu decken.

    ich fürchte, darum kommt ihr nicht herum.

    Der Shop braucht weiteres frisches Kapital und wird sich ohne auch nicht stabilisieren. Wie sollte er auch.


    Wenn Geld reinpumpen dann um das Sortiment aufzustocken oder wichtige Anschaffungen zu tätigen. Wenn wir jetzt schon Verluste fahren fehlen uns die Mittel um zu erweitern.

    Das Geld für die Aufstockung des Sortiments, sprich Änderung und Erhöhung des Warenbestands wird von außerhalb kommen müssen.


    Meines Erachtens fahrt ihr bei den jetzigen Umsätzen Verluste. Sie werden nur durch die vorausbezahlte Miete und nicht ausbezahlten Gehälter an die Familie finanziert. Deshalb sollten sie trotzdem auffallen und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.


    250.000 ist das Nahziel um ca. 50.000 Deckung zu erwirtschaften und die 43.000 Pesos feste Kosten diesen Monat zu stemmen.

    Ihr solltet die Ziele höher stecken.

    Laut Deiner vorherigen Berechnung liegt der Break Even bei 527.000 Peseten. DAS muß das Ziel sein. Jeder Monat, in dem das nicht erreicht wird bedeutet Verlust, der zu Lasten des Warenbestandes, Investitionen und der Familie geht.


    Mit 250.000 Umsatz erreicht ihr, daß der Vermieter Euch nicht rausschmeißt und Euch nicht der Strom abgestellt wird. Aber unternehmerisch gestalten, steuern und planen könnt ihr damit nicht.


    Solange keine belastbare Inventur gemacht ist denke ich ist es die beste Art keine böse Überraschung zu erleben. So gehen ca. 3000 Pesos in den "Schwundbeutel". 10 % vom BBQ und 2-3 % vom Verkauf. Ob das reicht werden wir sehen.

    Sehe ich auch so.

    Ob 3.000 ausreichend sind wird sich zeigen wenn die Inventur vorliegt.

    Aber für den Moment ist es gut, daß Du einen Betrag berücksichtigst.


    [Wie gesagt unsere Kalkulation ist eher defensiv - bedeutet wir rechnen mit ein wenig niedrigeren DB1 als eigentlich erzielt wird.

    Du solltest mit den tatsächlichen Deckungsbeiträgen rechnen. Es ist ein himmelweiter Unterschied ob ihr 20% oder 24% Marge habt. Berechnungen sollten auf den tatsächlich erzielten Margen und tatsächlich anfallenden ( nicht zu verwechseln mit ausgezahlten) Kosten basieren.


    Meines Erachtens kann man rechnen wie und solange man will.

    Der Laden braucht eine vernünftige Anschubfinanzierung. Dann hat er eine Chance. Die Lage ist gut, ihr habt fleißiges Personal. Daran liegt es also nicht.


    Diese Finanzierung muß geleistet werden, der Laden wirft es aus eigener Kraft nicht ab. Ohne weitere Maßnahmen, die finanziert werden müssen, wird es keine signifikante Steigerung des Umsatzes geben. Von Verdoppelung ganz zu schweigen.


    Ich hoffe, daß das irgendwie gelingt.

  • Wie schon der Thread sagt...es ist ein Wagnis. Ich bewundere WNN für die Offenheit in diesem Thread und für seinen zeitlichen Einsatz (neben seiner berufl. Tätigkeit). Als "Hobby" sehe ich es nicht, nur als Außerstehender kann ich nur empfehlen jetzt nochmals cash von mind. 100k für Investitionen nachzuschießen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, notwendige Investitionen nicht zu tätigen, weil die ursprügliche Investitionskalkulation nicht stimmig war.


    Gruß

    roha

    Sehr richtig und sehr gut beschrieben.

    Es muß investiert werden.


    Für die Offenheit kann man sich vor @WNN nur verbeugen. Das ist wirklich stark und erfordert Charkter und Mut. Hut ab.


    Ich hoffe wirklich, daß er die Kurve kriegt und sein Vorhaben wie geplant aufgeht.

  • Inventur: Es wird immer wieder sporadisch gemacht. Aber mir gefällt das System nicht........Meiner Meinung nach fehlt eine richtige Kontrolle im Moment.


    Ich denke uns allen die wir diesen Thread verfolgen geht es aehnlich.

    Ich habe inzwischen ein ungutes Bauchgefuehl was die Inventur angeht. Und je laenger es sich hinzieht desto unguter wird das Gefuehl.


    WNN, Du weisst dass dies sehr wichtig ist und wirst bestimmt immer wieder darauf draengen. Trotzdem kommt sie nicht. Was ist das Problem? Weiss man die Einkaufspreise nicht mehr? Scheut man den Aufwand mal alles durchzuzaehlen?



    Ich habe mir noch einmal die Fotos der Waren aus dem Hauptthread z..B. #49 angesehen. Die Ware in den allermeisten der Regale laesst sich in Windeseile abzaehlen. Alles uebersichtlich eingeordnet. Kleinstartikel wie einzeln verkaufbare Bonbons in 1000er Packs muss man ja nicht einzeln zaehlen, sondern kann sie anhand der Fuellung der Packungen grob schaetzen. Damit wird die Inventur nicht stehen oder fallen.


    Deshalb habe ich ein System entwickelt welches wohl ab April zum Einsatz kommt. Meiner Meinung nach fehlt eine richtige Kontrolle im Moment. Wir werden sehen ob mein System funktioniert.

    "Wohl" im April klingt nach einer weiteren Verschiebung. Ich ziehe vor Deinen Bemuehungen wirklich meinen Hut und es macht sicherlich auch Sinn fuer die Zukunft ein System zu entwickeln dass die Inventur schnell geht. Aber warum setzt man nicht SOFORT zwei Leute ran. Einer zaehlt, der andere mit Zettel und Stift und schreibt z.B. in einer Nacht alles auf was dort noch vorhanden ist? Damit Du endlich mal weisst, was dort Sache ist!



    WO IST DAS PROBLEM dass diese fuer die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit so extrem wichtige GesamtInventur nicht SOFORT gemacht wird, sondern sich wohl wieder um Wochen verzoegern wird? Zwischen Deinen Zeilen meine ich zu lesen dass auch Dir nicht so ganz wohl dabei ist.


    Ich habe ein Excel-Sheet entwickelt in der mein GM nach Lieferanten geordnet alle Produkte eintragen kann. Für jeden Lieferanten ein eigenes Sheet. Damit wird jetzt - wenn alles umgesetzt ist täglich Inventur gemacht. Jeden Tag und jede Nacht ein anderer Lieferant.

    Jede Nacht ein anderer Liefererant? Damit hat man aber immer noch keine Gesamtinventur zu einem bestimmten Stichtag. Wenn die Inventur sich ueber viele Tage hinzieht waehrend es Zukaeufe und Verkaeufe gibt hat man immer noch nicht die Zahl welche man eigentlich haben moechte.


    Naemlich:


    Wie hoch ist der gesamte Waren-EK-Wert zu einem ganz konkreten Stichtag, z.B. Sonntag 25.3.2019 23 Uhr:


    Dann wird damit begonnen alles im Laden zu zaehlen und zu notieren was noch vorhanden ist und am Ende der Nachtschicht ist man sicher damit fertig. Entweder schliesst man den Laden eine Nacht oder man addiert am Ende die Verkaufssumme der Nacht dazu.

    Und wenn man bei einzelnen Produkten den Einkaufspreis auf die Schnelle nicht findet traegt man halt erst einmal den VP ein und sucht den EK spaeter heraus. Den Verkaufspreis jedes Produktes wird man dort doch sicherlich kennen.


    Wie gesagt: die aus mir unerklaerlichen Gruenden wiederholte Verzoegerung der Inventur bereitet mir Unbehagen.



    LG Carabao

  • Ich stimme Carabao wirklich zu - ohne Inventur kein belastbares Zahlenmaterial und damit leider in dieser so wichtigen Anfangsphase keine Kontrolle.


    Mir würde das keine Ruhe lassen.

    Aus irgendwelchen Gründen wird an diese Dinge nicht richtig rangegangen. Entweder wird die Bedeutung und nktpunterschätzt, oder es liegt an der Umsetzung. Letzteres kann icb mir kaum vorstellen, denn das reine Zählen der Artikel vor Ort ist weder schwierig, noch zeitaufwendig. Die Einkaufspreise könnte ja sogar @WNN von D aus in der Excel Tabelle eintragen.


    Hofffentlich liegen diese Zahlen bald vor und bringen Klarheit. In erster Linie natürlich hinsichtlich Waren Estland / Schwund. Aber man kann hoffentlich auch Rückschlüsse darüber ziehen welche Artikel Verkaufsschlager sind, und welche eher Ladenhüter. Sehr wichtig für die Gestaltung der Verkaufspreise und damit der Marge.

  • Vergiss deinen alten Einkauf mach eifach eine Bestandsaufnahme und fang neu an. Ich gehe davon aus das eine Invertur

    mit den Einkaufenszahlen eine ganz boese Ueberraschung bringt

    Besser ist Einkaufskontrolle und Bestand neu starten und dann am Ball bleiben. Dem Anfang nachtrauern bringt nichts.

    Vieleicht eine Stichprobe von drei hochwertigen Artikeln , wenn Du davon Zahlen hast. Das Ergebnis kannst Du dann hochrechnen

    Das private Entnahmen stattfinden ist voellig normal.

    Hab so meine eigenen Erfahrungen und muss einfach akzeptieren das entnommen wird, wenn man dann Nachforscht ist ganz schnell das

    "gute Personal' weg. Besser ist das das Personal weiss das eine Kontrolle stattfindet. Z.Z hat das Personal ja das wissen das es

    keine Inventur gibt.


    mfg Guenter

  • . Ich gehe davon aus das eine Invertur

    mit den Einkaufenszahlen eine ganz boese Ueberraschung bringt

    Das fuerchte ich leider inzwischen auch.


    Und WNN weiss das auch wie man seinen Zitaten entnehmen kann die inzwischen fast einen Monat alt sind.. Trotzdem passierte ausser Absichtserklaerungen bei den Themen Inventur und CCTV bis heute vor Ort nichts.


    Letzter Stand bei CCTV war dass man sie fuer 500 Peso im Monat bei der DLTD mieten konnte und man noch die Installationskosten erfragen wollte. Aber das ist inzwischen auch schon wieder 2 Wochen her. 2 Wochen in denen weiter jeder in den Laden haette reingreifen koennen fast ohne jedes Risiko dabei ertappt zu werden.



    Wichtig ist die Stabilisierung des Shops

    So lange man weiter im Blindflug ist weil man weder aussagefaehige Inventuren durchfuehrt noch CCTV hat ist dies leider nicht moeglich!



    LG Carabao

  • Eine Inventur macht aber nur Sinn, wenn man weiß, wie der Soll Stand sein sollte. Ich denke, daß man durch Nachkäufe inzwischen den Überblick verloren hat und scheut sich deshalb alles nachzuzählen, weil man mit den Zahlen nicht viel anfangen kann.


    Aber diese Zahlen könnten dann wenigstens als Sollzahlen für die nächste Inventur dienen.