Umgang mit den Kulturen in einer binationalen Beziehung

  • klar soll man ihr zeit geben ich wäre der letzte der sagt sie soll gehetzt werden..

    wollte nur damit ausdrücken daß es eben besser wird mit den jahren und vieles wo man früher unverständig manchmal den kopf geschüttelt hat mit den jahren dazu übergeht,daß eine filipina selbst den kopf schüttelt über die art und weise wie sie früher dachte und handelte.

    meine frau sagte noch,daß sie zb. die permanente unpünktlichkeit dort in den phills absolut nicht verstehen könnte und auch schon früher nicht verstanden hat

    sie sagte daß man doch schon in der schule dort beigebracht bekommt pünktlich zum unterricht zu erscheinen und bestraft wird wenn man zu spät kommt,deshalb kann sie nicht nachvollziehen,warum die erwachsenen das dann nicht beibehalten und diese unpünktlichkeit sich einschleicht

    meine frau ist immer pünktlich wenn es termine gibt sie ist eher eine halbe bis dreiviertel stunde vor der zeit da

  • klar soll man ihr zeit geben ich wäre der letzte der sagt sie soll gehetzt werden..

    wollte nur damit ausdrücken daß es eben besser wird mit den jahren.........

    Hab ich schon verstanden :D


    Bei uns war das am Anfang nicht anders. Habe alle Facetten von Tampo erlebt.


    Manchmal bin ich weg gegangen, manchmal geredet, es mit Verständnis u d Autorität versucht.


    Irgendwann war es vorbei.

    Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, kann ich gar nicht so exakt sagen.

  • Mit Dickschädel kommt man nicht allzu weit.

    Weiß ich doch...aber wir "aus den Bergen" sind manchmal so....die Inselschönheiten sind ja auch nicht anders! Am Ende passt es schon

    Wenn Sie der Mensch ist, den Du in ihr siehst, dann wird sie sich auch in D zurecht finden. Das bedeutet nicht, daß sie all ihre kulturellen und eventuell charakterlich Eigenschaften gleich innerhalb der ersten 6 Wochen ablegt

    Sie findet sich ja eigentlich ganz gut zurecht! Kommt so ganz gut klar und auch zwischen uns passt es ganz gut! Es sind ja nur manchmal die Kleinigkeiten, die einen verrückt machen! Kulturelle Eigenheiten eben


    Sie ist in D um bei Dir zu sein und zu schauen, ob es ihr unter Umständen hier für länger gefällt.

    Dabei sollte sie nicht vordergründig das Gefühl haben es handelt sich um einen Eignungstest, dessen Prüfung sie erfolgreich zu absolvieren hat

    Ja, machen wir ja....aber am Ende wollen wir beide ja sehen ob es läuft! Wir haben eine Chance, die viele erst nach der Hochzeit haben (weil sie kein Visum bekommen)! Aber bisher läuft es meist ja sehr gut :D


    manchmal schüttle ich nur den Kopf und denke, wie kommt sie darauf!

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Wir haben eine Chance, die viele erst nach der Hochzeit haben (weil sie kein Visum bekommen)! Aber bisher läuft es meist ja sehr gut :D

    Das ist wirklich eine tolle Chance.

    Würde mich freuen, wenn alles gut geht und ihr zusammen bleiben wollt.

  • Es wird eine soziale Funktion haben, da wo es gebraucht wird....wo man eben die "Jungen" entsprechend "kulturell" erzieht, um sich selber immer wieder eine "Existenz" nach dem Arbeitsleben zu sichern...oftmals leider auf Kosten der "Kinder", speziell der "Mädel" die sich ein Leben lang für die "Alten" abrackern, weil man es ihnen von klein auf eingetrichtert hat. "Du lebst nur, weil wir dich gezeugt haben..also sei ewig dankbar". Dabei war man möglicherweise nur zu geizig / katholisch um zu verhüten!


    Ich habe eine Pinay in der Firma gehabt, die hat erzählt das sie Jahrelang im Ausland als OFW war, nur um den Eltern ein gutes Leben zu ermöglichen. Sie selbst hatte nichts..


    Die Fälle gibt es bestimmt.


    Ich kenne aber auch einige, die es nicht machen.

    Meine Frau arbeitet jetzt zum Beispiel, nur für Kost und Logis, im Geschäft der Eltern, bis sie die Niederlassung in der Schweiz bekommt.


    Sie sagt, dann hat sie alle 'Schuld' bei den Eltern beglichen und kann die Familie mit einem reinen Gewissen verlassen.


    Danach wird nur noch den Eltern geholfen und auch nur, wenn eine Notsituation eintrifft oder es zum Leben wirklich nicht mehr reichen sollte.

    Selbstverständlich ist es für mich auch okay, wenn wir auch anderen Familienmitglieder helfen die in einer echten Notlage sind.

    Immer im Rahmen unserer Möglichkeiten natürlich.


    Das gilt aber auch für meine Familie.


    Für mich klingt das alles nur furchtbar kompliziert. Dabei ist es so einfach.

    War es denn zu Beginn Deiner binationalen Beziehung auch so einfach? ;)


    Ich musste feststellen, dass da schon einige kulturelle Unterschiede aufeinander prallen.

    Und wenn man sich dessen nicht bewusst ist, dann könnte man dabei ein falsches Bild vom Partner bekommen.


    Denn manche Handlungen sind der Kultur und der daraus resultierenden Erziehung geschuldet.


    Na ja...es ist manchmal kompliziert wenn Bayrischer Dickschädel auf einen Dickschädel von den Philippinen trifft! Wenn es so einfach wäre, hätte ich hier nichts gepostet 8-)

    Uiuiui

    Bayrischer Dickschädel contra Filipina Dickschädel.

    Das kann ja was werden. :Rolf:Rolf:Rolf


    Woher kenn ich das bloss. :D


    Hatte heute schon wieder ein Spitzen Erlebnis

    Das da wäre?


    sie sagte daß man doch schon in der schule dort beigebracht bekommt pünktlich zum unterricht zu erscheinen und bestraft wird wenn man zu spät kommt,deshalb kann sie nicht nachvollziehen,warum die erwachsenen das dann nicht beibehalten und diese unpünktlichkeit sich einschleicht

    Dem kann ich jetzt nicht vollumfänglich zustimmen.


    Gerade an abgelegenen Orten, wo der Schulweg lange und/oder gefährlich ist, ist es normal, dass die Kinder zu spät kommen.


    Dazu gab es einen guten Dokumantarfilm aus der Reihe 'die gefährlichsten Schulwege der Welt'.


    Die gefährlichsten Schulwege der Welt / Philippinen


    Leider finde ich den Film in keiner Mediathek.


    Auch meine Frau erzählte mir, dass sie immer wieder mal zu spät gekommen sei.

    Vor allem in der Universität, da diese weit weg ist.


    Von Strafen hat sie dabei nichts erzählt.


    Weiß ich doch...aber wir "aus den Bergen" sind manchmal so....die Inselschönheiten sind ja auch nicht anders! Am Ende passt es schon

    Da bin ich mir nicht so sicher.

    Mein Schädel ist auch sehr hart gebaut.


    Und gerade am Anfang musste sie oft lachen, wenn ich ebenfalls auf stur geschalten habe.

    Sie bemerkte schnell, wie es ist, wenn der Partner solche Eigenschaften hat.


    Manchmal lernen wir am schnellsten, wenn wir den Spiegel vorgesetzt bekommen. ;):D


    Wir haben eine Chance, die viele erst nach der Hochzeit haben (weil sie kein Visum bekommen)!

    Da sprichst Du etwas Grosses, gelassen aus. :thumb



    manchmal schüttle ich nur den Kopf und denke, wie kommt sie darauf!

    Und sie umgekehrt bestimmt auch.

    Wetten?! ;)

  • Meine Frau arbeitet jetzt zum Beispiel, nur für Kost und Logis, im Geschäft der Eltern, bis sie die Niederlassung in der Schweiz bekommt.


    Sie sagt, dann hat sie alle 'Schuld' bei den Eltern beglichen und kann die Familie mit einem reinen Gewissen verlassen.

    Wenn sie das durchhält, ist es ja gut!

    Danach wird nur noch den Eltern geholfen und auch nur, wenn eine Notsituation eintrifft oder es zum Leben wirklich nicht mehr reichen sollte.

    Selbstverständlich ist es für mich auch okay, wenn wir auch anderen Familienmitglieder helfen die in einer echten Notlage sind.

    Immer im Rahmen unserer Möglichkeiten natürlich.

    Ich habe da eine komplett andere Einstellung, die ich hier schon mal gepostet habe...unser Geld ist nur für uns da! Von mir wird es keine Unterstützung geben!

    War es denn zu Beginn Deiner binationalen Beziehung auch so einfach? ;)

    Wenn ich das richtig verstanden habe,ist Phil -Ole Halbfilipino! Richtig??? Das würde es dann möglicherweise etwas leichter machen (75:25)

    Uiuiui

    Bayrischer Dickschädel contra Filipina Dickschädel.

    Das kann ja was werden. :Rolf:Rolf:Rolf


    Woher kenn ich das bloss. :D

    Ja, aber Horn an Horn bringt ja nichts! Immer nachgeben allerdings auch nicht...man muss schon manchmal "hart" bleiben

    Das da wäre?

    Ach da gibt es immer wieder so Kleinigkeiten! 2 Beispiele aus den letzten 2 Tagen


    1. seitdem sie hier ist, habe ich einen VPN installiert, weil sie natürlich öfter mal etwas downloaden möchte (ist sie ja so gewöhnt) und ich keinen Ärger mit dem Abmahnanwalt haben möchte! Habe ihr das mehrfach erklärt und sie hatte es auch verstanden. Lief gut! Gestern sehe ich, dass sie einen Film downloadet und der VPN aus ist (geht automatisch an normal). Frage "Warum ist der VPN nicht an, ich habe dir doch erklärt dass downloaden hier verboten ist" Antwort "Ja, weiß ich aber ohne VPN geht es schneller" :cheers


    2. Wir waren in einem Spaßbad....Sie sagt "ich will auch in die Sauna" / Ich "da sind alle nackt in D" // "Das ist mir egal, ich will in die Sauna" / "Bist du sicher, nackt mit anderen Menschen?" / Ja // Also 2 Saunakarten dazu (20€) und los

    Schon in der Dusche..."Hier sind ja alle nackt" :floet Dann nach ein wenig planschen in die Saunalandschaft. Sie voller Freude wie ein kleines Kind! Durch die Tür und "Hier sind ja alle nackt"!!! Das kann ich nicht :D:D Ich sage "Das habe ich dir doch gesagt"....Ja, aber ich dachte nicht ganz nackt :heilig:heilig:heilig



    Gerade an abgelegenen Orten, wo der Schulweg lange und/oder gefährlich ist, ist es normal, dass die Kinder zu spät kommen.

    Hatte sie nicht

    Da sprichst Du etwas Grosses, gelassen aus. :thumb

    Ist so...Ich will eigentlich ja nicht so früh heiraten, aber es ist ja scheinbar nicht anders möglich zusammen zu leben! Wir werden danach ein Studentenvisum versuchen, um die Hochzeit noch etwas hinaus zu schieben :D

    Und sie umgekehrt bestimmt auch.

    Wetten?! ;)

    100%....Sie schüttelte den ganzen Abend den Kopf und sagte "Ihr spinnt doch, alle nackt...da muss es doch dauernd Vergewaltigungen geben! "

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • War es denn zu Beginn Deiner binationalen Beziehung auch so einfach? ;)

    Nicht immer, aber insgesamt auch nicht schwieriger oder stressiger als mit deutschen oder osteuropäischen Freundinnen, die ich vorher hatte.


    Natürlich gab es Tampo. Das ist schon eine phillipinische Besonderheit.


    Alle anderen Problemchen würde ich nicht an der phillipinischen Kultur festmachen, sondern als normale weibliche Verhaltensweisen, wenn Männlein und Weiblein aufeinander treffen.

  • kommt mal auf die schule an denke ich meine frau lebte ja nicht an abgelegenen orten und hatte keinen langen gefährlichen schulweg

    jedenfalls sagte sie mir das es immer ein punishment gegeben hat wenn ein student zu spät gekommen ist,,warum sollte ich ihr das nicht glauben??? wir kamen ja auf das thema wegen der unpünktlichkeit der meisten filipinos

  • Wenn sie das durchhält, ist es ja gut!

    Sind ja nur zwei oder drei Monate.

    Zudem lebt sie ja innerhalb der Familie.

    Da hat sie alles, was sie braucht.


    Ich habe da eine komplett andere Einstellung, die ich hier schon mal gepostet habe...unser Geld ist nur für uns da! Von mir wird es keine Unterstützung geben!

    Huh???

    Du würdest auch Deine Eltern nicht unterstützen, wenn ein Hochwasser sie obdachlos macht oder das Rentensystem zusammenbricht und sie kein Geld mehr für Essen haben. :eek


    Ich könnte nicht damit leben, ein angenehmes und komfortables Leben zu haben, während meine Eltern um das Überleben kämpfen. :denken


    Ja, aber Horn an Horn bringt ja nichts! Immer nachgeben allerdings auch nicht...man muss schon manchmal "hart" bleiben

    Ich denke, die gesunde Mischung macht es aus.

    Da muss wohl jedes Paar seinen eigenen Weg finden, national oder binational.


    1. seitdem sie hier ist, habe ich einen VPN installiert, weil sie natürlich öfter mal etwas downloaden möchte (ist sie ja so gewöhnt) und ich keinen Ärger mit dem Abmahnanwalt haben möchte! Habe ihr das mehrfach erklärt und sie hatte es auch verstanden. Lief gut! Gestern sehe ich, dass sie einen Film downloadet und der VPN aus ist (geht automatisch an normal). Frage "Warum ist der VPN nicht an, ich habe dir doch erklärt dass downloaden hier verboten ist" Antwort "Ja, weiß ich aber ohne VPN geht es schneller" :cheers

    Aber Recht hat sie - ohne VPN geht es schneller. :Rolf:Rolf:Rolf


    Zum Glück haben wir das Problem in der Schweiz (noch) nicht.

    So weit mir ist, dürfen wir in der Schweiz alles ansehen, was im Internet verfügbar ist.

    Das Gesetz und die Bundesrichter stellen sich auf den Standpunkt, dass von einem normalen User nicht verlangt werden kann, dass er zwischen erlaubtem und verbotenem Inhalt unterscheiden kann.

    Es sei Aufgabe der Anbieter verbotenen Inhalt herauszufiltern.


    Nur das Herunterladen und speichern von verbotenen Daten ist strafbar.

    (Irrtum vorbehalten)


    2. Wir waren in einem Spaßbad....Sie sagt "ich will auch in die Sauna" / Ich "da sind alle nackt in D" // "Das ist mir egal, ich will in die Sauna" / "Bist du sicher, nackt mit anderen Menschen?" / Ja // Also 2 Saunakarten dazu (20€) und los

    Schon in der Dusche..."Hier sind ja alle nackt" :floet Dann nach ein wenig planschen in die Saunalandschaft. Sie voller Freude wie ein kleines Kind! Durch die Tür und "Hier sind ja alle nackt"!!! Das kann ich nicht :D:D Ich sage "Das habe ich dir doch gesagt"....Ja, aber ich dachte nicht ganz nackt :heilig:heilig:heilig

    Was habe ich beim Lesen gelacht. :Rolf:Rolf:Rolf

    Kann mir die Situation gerade vorstellen.


    Aber - ist für mich weniger ein kulturelles Problem (okay, sie kennt das mit dem nackt sein in der Sauna nicht) ist für mich eher ein 'nicht richtig zuhören' oder 'nicht wirklich vorstellen' können.


    Trotzdem, als Aussenstehender eine amüsante Geschichte. :happy



    100%....Sie schüttelte den ganzen Abend den Kopf und sagte "Ihr spinnt doch, alle nackt...da muss es doch dauernd Vergewaltigungen geben! "

    Das ist dann definitiv ein kultureller Unterschied.


    Meine Frau kann es auch noch nicht ganz verstehen, wie in unseren Ländern Männer und Frauen miteinander umgehen.


    kommt mal auf die schule an denke ich meine frau lebte ja nicht an abgelegenen orten und hatte keinen langen gefährlichen schulweg

    jedenfalls sagte sie mir das es immer ein punishment gegeben hat wenn ein student zu spät gekommen ist,,warum sollte ich ihr das nicht glauben??? wir kamen ja auf das thema wegen der unpünktlichkeit der meisten filipinos

    Ich wollte auf keinen Fall die Aussage Deiner Frau in Zweifel setzen.

    Selbstverständlich werden ihre Erzählungen absolut stimmen.


    Ich meinte, dass man es wahrscheinlich nicht auf den ganzen Philippinen so handhabt und es Regionen gibt, in denen das 'zu spät kommen' als, gezwungenermassen, normal ansieht.


    Deshalb meine Aussage, dass ich Dir nicht vollumfänglich zustimmen kann.

    Mein 'nicht vollumfänglich' bezog sich nicht auf die Aussage Deiner Frau, sondern auf die Philippinen als Ganzes.

  • alles gut ich fühlte mich auch nicht angegriffen von deiner aussage

  • Aber Recht hat sie - ohne VPN geht es schneller. :Rolf:Rolf:Rolf

    Ja, na klar....aber selbst mit VPN ist es 173x schneller als bei ihr zu Hause! Man gewöhnt sich schnell an die Technik! Es ging ja auch nur um klares verstehen, aber trotzdem machen

    Huh???

    Du würdest auch Deine Eltern nicht unterstützen, wenn ein Hochwasser sie obdachlos macht oder das Rentensystem zusammenbricht und sie kein Geld mehr für Essen haben. :eek

    Diese Frage stellt sich nicht in Deutschland!

    Ich könnte nicht damit leben, ein angenehmes und komfortables Leben zu haben, während meine Eltern um das Überleben kämpfen. :denken

    Habe in einen anderen Thread deutlich dazu etwas gesagt! Die nächsten 15 - 20 Jahre geht der Aufbau einer eigenen Familie, Aufbau von Ersparnissen und Eigenheim vor...da bleibt nichts über um noch jemanden auf den Philippinen durchzufüttern! Ganz klar

    Später wenn mal alles vorhanden ist, kann sich das ändern! Aber erstmal geht die Kernfamilie vor....das habe ich auch klar kommuniziert!

    Zum Glück haben wir das Problem in der Schweiz (noch) nicht.

    So weit mir ist, dürfen wir in der Schweiz alles ansehen, was im Internet verfügbar ist.

    Hier ist es leider so

    Was habe ich beim Lesen gelacht. :Rolf:Rolf:Rolf

    Kann mir die Situation gerade vorstellen.


    Aber - ist für mich weniger ein kulturelles Problem (okay, sie kennt das mit dem nackt sein in der Sauna nicht) ist für mich eher ein 'nicht richtig zuhören' oder 'nicht wirklich vorstellen' können.

    Ich habe auch gelacht...weil ich es vorher wusste! Die 20€ waren gut angelegtes Geld!

    Noch besser war, als ich sagte "Na dann bleib du halt im Badebereich, ich gehe jetzt mal allein in die Saune...ist ja bezahlt" ….Da hättet ihr mal den "kleinen 43kg Drachen" Feuerspucken sehen sollen :suck:explotieren:explotieren "Nur auf die nackten Weiber starren...ich kann da überhaupt nicht hinschauen"

    Am nächsten Tag dann "Hast du bei dem einen Mann den "Cock" gesehen...bis zum Knie" :Rolf:Rolf:Rolf:Rolf

    Das ist dann definitiv ein kultureller Unterschied.


    Meine Frau kann es auch noch nicht ganz verstehen, wie in unseren Ländern Männer und Frauen miteinander umgehen

    Ja...speziell die "nackten" Personen im TV (Sex im TV), Cover von Zeitschriften usw!

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Ja...speziell die "nackten" Personen im TV (Sex im TV), Cover von Zeitschriften usw!

    lach ja das stimmt..am anfang als meine frau hier war und im tv eine nackte frau erschien hat sie mir die augen zugehalten hahahahha

  • Ja, na klar....aber selbst mit VPN ist es 173x schneller als bei ihr zu Hause! Man gewöhnt sich schnell an die Technik! Es ging ja auch nur um klares verstehen, aber trotzdem machen

    Das habe ich schon so verstanden. =)


    Aber Du weisst ja selbst, wie man es auf den Philippinen mit Vorschriften und Gesetzen umgeht. ;)

    Dass wir uns an diese halten, ist für viele Ausländer erst mal eine neue Sache.


    Diese Frage stellt sich nicht in Deutschland!

    Ich weiss jetzt nicht, ob ich Deine positive Sichtweise, die etwas durch die rosarote Brille zu sein scheint, bewundern soll.


    Auf jeden Fall ist sie, mit Verlaub, ein wenig realitätsfremd.


    Gibt es doch gerade in Deutschland unzählige Fälle, in denen Familien, nach einem Hochwasser, ihr Zuhause verloren haben.

    Im gleichen Atemzug haben dann die Versicherungen die Hochwasserschäden ausgeschlossen.


    Ebenso gibt es genügend Personen die ihr Zuhause aus verschiedenen anderen Gründen verloren haben, zum Beispiel Bauschäden.


    Ganz ehrlich bin ich nicht der Meinung, dass unsere Rentensysteme noch allzulange sicher sind.

    Aber das ist ein ganz anderes Thema.


    In unseren Ländern gibt es auch so genügend Personen die durch alle sozialen Netze gefallen sind und von der Hand im Mund leben.

    Sei es Unfall, Krankheit, Schicksalschläge oder was auch immer.


    Schuld müssen sie daran auch nicht zwingend sein.


    Habe in einen anderen Thread deutlich dazu etwas gesagt! Die nächsten 15 - 20 Jahre geht der Aufbau einer eigenen Familie, Aufbau von Ersparnissen und Eigenheim vor...da bleibt nichts über um noch jemanden auf den Philippinen durchzufüttern! Ganz klar


    So oder so, meine Frage war mehr eine Grundsatzfrage ob Du denn auch Deinen eigenen Eltern nicht helfen würdest, wenn sie um das nackte Überleben kämpfen müssen.

    Es ging bei meiner Frage darum ob Du denn Deine eigenen Eltern, im schlimmsten Fall, auch verhungern lassen würdest oder ob Du denen zur Seite stehen würdest. ;)


    Denn für mich gilt in einer Partnerschaft das gleiche Recht für beide Partner.

    Unabhängig davon, aus welchem Land und Kulturkreis, die jeweiligen Partner stammen oder wer wie viel in den gemeinsamen Topf einbezahlt.


    Nach Deinen Ausführungen bin ich mir jetzt aber nicht sicher, ob Du nur den Philippinischen Eltern keine Hilfe zukommen lassen würdest. :denken


    So lange Deine Haltung sich auf alle bezieht, dann ist ja dem Prinzib der Gleichheit genüge getan.

    (über den Punkt der moralischen Einstellung hingegen, könnte man dann noch ein paar Stunden diskutieren. :D)


    Am nächsten Tag dann "Hast du bei dem einen Mann den "Cock" gesehen...bis zum Knie" :Rolf:Rolf:Rolf:Rolf

    Da war die Neugierde dann doch stärker, wie das anerzogene Schamgefühl. :Rolf:Rolf:Rolf



    Handyman


    Vielleicht interpretiere ich das etwas falsch . . .


    Mir fällt auf, dass Dir das Thema Geld, Deine genaue Finanzplanung und die Sicherung Deiner/Eurer Finanzen sehr wichtig ist.

    (Kann jetzt aber auch ein kultureller Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland sein, denn wir in der Schweiz sprechen sehr selten über unsere Finanzen, weshalb uns das Erwähnen dessen sehr auffällt)


    Bedenke aber, dass gerade in südostasiatischen Ländern anders mit dem Thema Geld umgegangen wird.


    Oftmals ist Geld einfach nur zu brauchen da.

    Was man heute hat, wird auch gerne heute ausgegeben - um das Morgen kümmert man sich dann eben auch erst morgen.


    Es kann bisweilen schon zum guten Ton gehören, dass man sein Geld mit den Anderen teilt.

    Das ist jetzt vor allem in den buddhistischen Ländern sehr stark ausgeprägt, da man sich mit grosszügigen Taten 'Punkte' für das nächste Leben sichert.


    In vielen Ländern gibt man aber auch Hilfe, um Hilfe zu bekommen, wenn man sie selbst benötigt.

    Eine Art Vorauszahlung auf, in der Zukunft benötigte Unterstützung.

    Gerade in Ländern, in denen die Sozialsysteme schwach ausgebaut oder nicht vorhanden sind, ein wichtiges Mittel um zu überleben.

    Ist auch in Italien so, zumindest in Süditalien.


    Unsere Einstellung der eigenen Absicherung oder Planung für das Alter oder schlechte Zeiten, kennen viele Völker nicht.

    Ebenso werden Menschen in Südostasien nicht zu unabhängigen Individuen, wie in unseren Ländern, erzogen, sondern zu einem Teil der Gesellschaft.


    Durch diese grossen kulturellen Unterschiede, sind wir in den Augen dieser Menschen schnell mal egoistisch und geizig.

    Im Gegenzug kann es dann auch sein, dass uns jegliche Unterstützung, nicht nur finanzieller Natur, versagt bleibt.


    Allenfalls kann es hilfreich sein, dieses Thema mit Deiner Freundin sehr ausführlich zu besprechen und ihr genügend Zeit zu geben, unsere Denkens- und Handlungsweise zu verstehen.

  • Es kann bisweilen schon zum guten Ton gehören, dass man sein Geld mit den Anderen teilt.

    Das ist jetzt vor allem in den buddhistischen Ländern sehr stark ausgeprägt, da man sich mit grosszügigen Taten 'Punkte' für das nächste Leben sichert.


    In vielen Ländern gibt man aber auch Hilfe, um Hilfe zu bekommen, wenn man sie selbst benötigt.

    Eine Art Vorauszahlung auf, in der Zukunft benötigte Unterstützung.

    Sehr richtig.

    Und du siehst ja selbst - obzwar die Phils kein "buddhistisches Land" sind - dass hier zwischen Westen und Osten Welten aufeinanderprallen.

    Ich habe irgendwann mal in Deutschland jemandem das Konzept des Karma zu erklaeren versucht (also geooekonomisch und sachlich, etc.), wurde dann aber prompt in die Schublade der Esoterik gesteckt, wtf?! Haha


    Ebenso werden Menschen in Südostasien nicht zu unabhängigen Individuen, wie in unseren Ländern, erzogen, sondern zu einem Teil der Gesellschaft.

    Ebenfalls sehr richtig.

    Und auch etwas, das in der westlichen Welt (meiner Meinung nach!) leider schon viel zu lange nicht mehr stattfindet!

    Dort geht es um das EGO-tum, das EGO-sein, das EGO-Streben, etc...


    "Von MIR gibt es KEINE Unterstuetzung.", "Ich will MEINE Ziele erreichen.", "Ich habe MEINEN Plan."......... etc pp.

    Mit alldem ist man in (Suedost-)Asien erstmal ein Ar*****ch, und nichts weiter.


    Ich habe irgendwo vor 2-3 Seiten darueber berichtet wie es sich bei mir zuhause mit den "Hausregeln" bzw. den spontanen Besuchern verhaelt...

    (z.B. immer wieder kommt mal jemand vorbei, kuckt ein bissl TV, stellt ein Mittagessen fuer uns in den Kuehlschrank das seine Frau gekocht hat und geht dann wieder...)


    Nun stelle man sich mal vor ich wuerde hier (also auf den Phils) die "Hausregel" durchsetzen dass NIEMAND unangemeldet bei uns vorbeikommen duerfte also erstmal wieder umdrehen, eine SMS schicken ob es okay ist, und dann darf er rein! (ich scherze natuerlich *gg*)

    Jedenfalls absolut unvorstellbar!!!!


    Hier sind die Leute mehr Teil einer Gesellschaft, eines "Kollektivs" wenn man so sagen moechte, ohne das jetzt irgendwie kommunistisch klingen lassen zu wollen.


    Ich kann mich an Zeiten in Europa erinnern, da war es dort noch aehnlich, naemlich in den 80er-bis fruehen 90er-Jahren!

    Damals kam immer wieder mal eine Nachbarin oder Nachbar vorbei fuer einen Sack Mehl oder einen Beutel Zucker oder einen kurzen Tratsch.

    Das gibt es (meiner Ansicht nach) heute alles leider nicht mehr.... :(


    Bitte belehrt mich aber eines Besseren!



    Bitte versteht meine Worte nicht falsch, es spricht absolut nichts dagegen ein unabhaengiges Individuum zu sein, ganz im Gegenteil!

    Allerdings, wie hat ein Vorposter so schoen gesagt, "die gesunde Mischung macht's"!


    Alles nur EGO-Trip ist nicht gut.

    Genau so wie alles nur Family-Clan nicht gut ist.

    Meine Meinung.



    Abschliessend noch Handyman zu all deinen bisherigen Beitraegen seit meiner letzten Antwort:


    ich habe deine Geschichte ganz ehrlich zu schnell aufgesaugt ohne mir mehr nuetzliche Sichtweisen deinerseits anzuhoeren.

    Habe mir vielleicht sogar zu vorschnell ein "Urteil"(?) gebildet, und dafuer moechte ich mich bei dir gerne entschuldigen!


    Viele deiner neueren Beitraege zu dem Topic haben meine Augen weiter goeffnet und mich weiter verstehen lassen, und ich hoffe dass du meine anfaenglichen, durchaus zweifelnden Posts nicht in den falschen Hals bekommen hast.


    :hi

  • Bedenke aber, dass gerade in südostasiatischen Ländern anders mit dem Thema Geld umgegangen wird.

    Gerade deshalb will er ja das Geld zusammen halten, denn er lebt nicht in SOA und hat das auch nicht vor...Ich praktiziere das nahezu genauso und lebe damit bisher seit 10 Jahren glücklich und zufrieden!

    Oftmals ist Geld einfach nur zu brauchen da.

    Was man heute hat, wird auch gerne heute ausgegeben - um das Morgen kümmert man sich dann eben auch erst morgen.

    Sie obige Antwort...er will in Deutschland oder Australien / NZ leben, da macht man das anders und sorgt füür sich selbst vor! Machen wir auch so....ebenfalls glücklich seit fast einem Jahrzehnt

    Es kann bisweilen schon zum guten Ton gehören, dass man sein Geld mit den Anderen teilt.

    Ja, aber bei uns eher nicht!

    Durch diese grossen kulturellen Unterschiede, sind wir in den Augen dieser Menschen schnell mal egoistisch und geizig.

    Im Gegenzug kann es dann auch sein, dass uns jegliche Unterstützung, nicht nur finanzieller Natur, versagt bleibt.

    Da bin ich gerne geizig...denn meine eigene Familie geht da deutlich vor :D

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Aber Du weisst ja selbst, wie man es auf den Philippinen mit Vorschriften und Gesetzen umgeht. ;)

    Ja,leider...aber hier muss sie eben damit leben, denn sonst gibt es leider Ärger & Probleme....leider lebe ich in einem solchen Staat, wo man auf alles aufpassen muss

    Dass wir uns an diese halten, ist für viele Ausländer erst mal eine neue Sache.

    Ja, aber eben lernen muss sie es

    Ich weiss jetzt nicht, ob ich Deine positive Sichtweise, die etwas durch die rosarote Brille zu sein scheint, bewundern soll.

    Da ist nichts rosarot und meine Meinung nach auch nicht Realitätsfremd...aber ich bin ja noch jung und lerne dazu

    Auf jeden Fall ist sie, mit Verlaub, ein wenig realitätsfremd

    Warum? Ich bin jetzt 32, nach BW, Afghanistan, Studium und Auslandsaufenthalten jetzt gerade am Anfang meiner beruflichen Laufbahn! Mein Plan ist auszuwandern (Australien, NZ, Kanada, USA) eine Familie zu gründen, Kinder zu haben, Haus und Eigentum zu erwerben und so früh wie möglich aus der Tretmühle aussteigen. Dazu gehört sein Geld zusammen zu halten und entsprechend zu denken

    Ganz ehrlich bin ich nicht der Meinung, dass unsere Rentensysteme noch allzulange sicher sind

    Das ist möglich

    So oder so, meine Frage war mehr eine Grundsatzfrage ob Du denn auch Deinen eigenen Eltern nicht helfen würdest, wenn sie um das nackte Überleben kämpfen müssen.

    Würde ich, steht aber nicht zur Debatte!

    Es ging bei meiner Frage darum ob Du denn Deine eigenen Eltern, im schlimmsten Fall, auch verhungern lassen würdest oder ob Du denen zur Seite stehen würdest….

    Steht nicht zur Debatte...mein Vater ist in recht guten Position in einem großen deutschen Unternehmen, meine Mutter hat ein Gasthaus / Pension in der schönsten Gegend Deutschlands. Da stellt sich diese Frage nicht...ich möchte nichts geschenkt haben, will aber auch selbst nicht verschenken!

    Denn für mich gilt in einer Partnerschaft das gleiche Recht für beide Partner.

    Unabhängig davon, aus welchem Land und Kulturkreis, die jeweiligen Partner stammen oder wer wie viel in den gemeinsamen Topf einbezahlt.

    sehe ich anders...von mir wird es nichts geben. Jedenfalls nicht die nächsten 15 Jahre

    Nach Deinen Ausführungen bin ich mir jetzt aber nicht sicher, ob Du nur den Philippinischen Eltern keine Hilfe zukommen lassen würdest. :denken

    Meine Eltern brauchen nichts...ihre vermutlich auch nicht! Ich verstehe selbst nicht so ganz, warum man die Familie dort mit durchfüttern will? Wenn ich sie nicht heiraten würde, müssten sie auch ohne mich klar kommen und in Deutschland füttert man die Familie auch nicht durch!

    Mir fällt auf, dass Dir das Thema Geld, Deine genaue Finanzplanung und die Sicherung Deiner/Eurer Finanzen sehr wichtig ist.

    Ja sicher....ich stehe am Anfang meines beruflichen Lebens und da ist natürlich die Finanzplanung wichtig! Möglicherweise bist du etwas älter als ich und schon weiter....ich muss mir alles erst noch aufbauen

    Bedenke aber, dass gerade in südostasiatischen Ländern anders mit dem Thema Geld umgegangen wird.

    Ja, aber ich lebe nicht in SOA und habe das auch nie vor. Bei uns geht man eben anders mit Geld um. Arbeitet hart. spart und macht sich selbst ein schönes Leben. Deshalb würde ich auch mein Geld immer selbst verwalten

    Oftmals ist Geld einfach nur zu brauchen da.

    Was man heute hat, wird auch gerne heute ausgegeben - um das Morgen kümmert man sich dann eben auch erst morgen.

    siehe Antwort zuvor...Bei uns macht man das etwas anders und ich lebe nicht dort!

    Es kann bisweilen schon zum guten Ton gehören, dass man sein Geld mit den Anderen teilt.

    Das ist jetzt vor allem in den buddhistischen Ländern sehr stark ausgeprägt, da man sich mit grosszügigen Taten 'Punkte' für das nächste Leben sichert.

    Ich lebe auch in keinem buddhistischen Land und teile nur mit meiner Frau und meinen Kindern...bin zwar katholisch aber nicht sehr gläubig

    n vielen Ländern gibt man aber auch Hilfe, um Hilfe zu bekommen, wenn man sie selbst benötigt.

    Auch da sehe ich keinen Sinn. Selbst wenn ich die Familie dort unterstützen sollte, wie soll sie mir dann jemals helfen! Ich heirate, wenn denn überhaupt, meine Freundin und nicht die Familie die daran hängt! Es geht, dass zeigen ja hier immer wieder einige Geschichten! Daran halte ich mich!

    Durch diese grossen kulturellen Unterschiede, sind wir in den Augen dieser Menschen schnell mal egoistisch und geizig.

    Damit kann ich gut und gerne leben...ich lebe nicht dort und auch meine Besuche dort werden eher selten sein. Es gibt so viel zu sehen auf der Welt, da müssen es nicht immer die Philippinen sein! Da war ich nun 2x, davon 1x länger!

    Im Gegenzug kann es dann auch sein, dass uns jegliche Unterstützung, nicht nur finanzieller Natur, versagt bleibt.

    Damit kann ich ganz gut leben...

    Allenfalls kann es hilfreich sein, dieses Thema mit Deiner Freundin sehr ausführlich zu besprechen und ihr genügend Zeit zu geben, unsere Denkens- und Handlungsweise zu verstehen.

    Da habe ich schon vor dem Schengenvisum sehr deutlich kommuniziert, auch mit ihren Eltern und jetzt hier ebenfalls nochmals!

    Nun stelle man sich mal vor ich wuerde hier (also auf den Phils) die "Hausregel" durchsetzen dass NIEMAND unangemeldet bei uns vorbeikommen duerfte also erstmal wieder umdrehen, eine SMS schicken ob es okay ist, und dann darf er rein! (ich scherze natuerlich *gg*)

    Jedenfalls absolut unvorstellbar!!!!


    Hier sind die Leute mehr Teil einer Gesellschaft, eines "Kollektivs" wenn man so sagen moechte, ohne das jetzt irgendwie kommunistisch klingen lassen zu wollen.

    Ja, das glaube ich dir...lebe aber nicht dort und habe dieses auch nicht vor

    ch habe deine Geschichte ganz ehrlich zu schnell aufgesaugt ohne mir mehr nuetzliche Sichtweisen deinerseits anzuhoeren.

    Habe mir vielleicht sogar zu vorschnell ein "Urteil"(?) gebildet, und dafuer moechte ich mich bei dir gerne entschuldigen!

    Alles gut :cheers

    Viele deiner neueren Beitraege zu dem Topic haben meine Augen weiter goeffnet und mich weiter verstehen lassen, und ich hoffe dass du meine anfaenglichen, durchaus zweifelnden Posts nicht in den falschen Hals bekommen hast.

    Absolut nicht...ich bin nicht so sensibel, keine Sorge! Ich kann ebenfalls hart diskutieren und habe auch kein Problem, wenn man mich mal angreift! Solange es sachlich bleibt und nicht unter die Gürtellinie geht!

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Ich muss immer schmunzeln, wenn ich die Aussagen höre „in unseren Ländern muss ich niemanden unterstützen“.


    "Meine Familie oder ich haben einen guten Job oder sind finanziell abgesichert" oder aber "in unseren Ländern haben wir ein gutes Sozialsystem".


    Selbstverständlich, wenn jemand einen guten Lohn hat, dann ist er auf keine Hilfe angewiesen.

    Zumindest nicht auf finanzielle.

    Es gibt aber verschiedene Formen der Hilfe.


    Dabei stellt die finanzielle Hilfe noch die einfachste und vor allem die unpersönlichste dar.

    Was im Umkehrschluss aber gerade verdeutlicht wie unser Wertesystem aufgestellt ist.

    Kommt es doch nur allzu oft vor, dass wir, wenn überhaupt, eine finanzielle Hilfe gewähren aber eben nicht bereit sind, jemandem unsere Zeit zu widmen und uns mit dessen Problemen zu beschäftigen.


    Ist es in Stein gemeisselt, dass ich morgen noch einen guten Job habe?

    Tausend Dinge können passieren, dass ich morgen auf Hilfe angewiesen bin.

    Warum sollten mir dann andere helfen, wenn ich bis dahin, sagen wir mal, egoistisch unterwegs war?

    Es muss nicht zwingend sein, dass ich auf finanzielle Unterstützung angewiesen bin.

    Vielleicht bin ich, nach einem Unfall, auf körperliche Hilfe angewiesen.


    In solchen Ländern wie den Philippinen sehe ich oft, dass kranke oder behinderte Menschen wesentlich besser in die Gesellschaft integriert sind.

    Ganz anders bei uns, wo viele dieser Menschen alleine irgendwo vor sich hin vegetieren.


    Auch unsere viel gelobten Sozialsysteme, die zweifelsohne eine fantastische Sache sind, haben so ihre Lücken.

    Auch da rutschen immer wieder Menschen durch die Maschen und landen im Nichts.


    Ich wandle ein wenig zwischen den Kulturen.

    Schon meine Eltern sind ein binationales Paar und haben mir ihre beiden Kulturen und ihre Art zu denken mit auf den Weg gegeben und obwohl beides europäische Länder sind, ist der Unterschied im Denken und Fühlen gross.


    Alle Mitglieder meiner Familie, von den Grosseltern bis zu meinen Nichten und Neffen leben in einer binationalen Beziehung und/oder lebten einen grossen Teil ihres Lebens im Ausland.


    So ist auch mein Freundeskreis aufgestellt.

    Ich glaube ich habe keine Freunde, die ein reines Schweiz/Schweiz Paar sind.


    Bestimmt kommt daher meine auch etwas eigene Haltung zu dem Thema.


    Auf jeden Fall habe ich in meinem Leben viele grosse Schweizer Firmen gesehen, die gutbezahlte Leute auf die Strasse gestellt haben und musste miterleben, wie diese alles verloren haben.

    Ich sah Schicksalsschläge, in denen der Ernährer starb und die Familie nicht mehr wusste, wie sie leben sollen.

    Ich könnte stundenlang weiter erzählen.


    In den meisten Fällen waren es Familie und Freunde, die Hilfe gewährten und zumindest die Zeit überbrückt haben, bis eine Versicherung oder das Sozialsystem eingesprungen ist.

    Manchmal waren es aber eben genau nicht die Familie und Freunde, sondern Fremde, die einfach nur helfen wollten und so grösstes Leid vermieden haben.


    Auf der anderen Seite finde ich es ebenfalls amüsant, wenn wir eine scharfe Grenze zwischen den Kulturen ziehen oder sie zu ziehen versuchen.


    Klar – es gibt kulturelle Unterschiede.


    Doch bei der finanziellen Unterstützung gibt es eben keine oder zumindest ist sie nicht so gross, wie manch einer glaubt.


    Die Länder Europas sind christliche Länder und gerade im Christentum ist die Hilfe und Nächstenliebe ist ein zentrales Thema.


    Gerade das Christentum sagt, dass man helfen soll.

    Ich spreche hier vom Christentum als Religion und nicht von der Kirche als Institution.


    Es ist somit nicht so, dass wir eine andere Kultur haben, sondern dass wir uns von unserer eigene Kultur entfernt haben und bisweilen auch sehr egoistische Formen angenommen haben.


    Vor allem ist die Denkensweise, dass wir in unserer Kultur keine Unterstützung gewähren, vollkommen falsch.

    Ist es doch so, dass wir es geradezu perfektioniert haben - dass wir allen und jedem helfen – und dabei noch nicht mal Einfluss darauf nehmen können, wen wir, mit wie viel unterstützen.


    Es nennt sich Sozialstaat.


    Jeder von uns bezahlt jeden Monat seine Beiträge in das Sozialsystem, mit welchem Bedürftige oder eben auch nicht so Bedürftige unterstützt werden.


    Der Witz dabei ist, es ist noch nicht mal freiwillig.

    Wir tun es mit Zwang - durch ein Gesetz.

    Und trotzdem finden wir es gut, dass wir helfen und andere unterstützen können.

    Klar - es war der Wille unserer Vorfahren, dass diese Systeme aufgebaut wurden und ich bin auch absolut dankbar, dass wir sie haben.

    Ich bin aber auch damit aufgewachsen und kenn nichts anderes.


    Unser Geld geht bisweilen auch an Personen, bei denen wir gar nicht wollen, dass sie von uns unterstützt werden.


    Wenn wir in unseren Ländern den Staat als Regulator herausnehmen, dann habe wir dasselbe System.

    Wir, denen es gut geht, geben etwas an diejenigen, denen es nicht so gut geht.


    Hallo – es ist dasselbe.

    Nur anders geregelt – ohne dass wir einen Einfluss darauf haben und egal ob wir in einem bestimmten Moment jemandem helfen wollen oder nicht.


    Da muss ich dann immer lachen, wenn jemand sagt, ich unterstütze niemanden.

    Tun wir aber ab dem Tag, an dem wir zu arbeiten beginnen.


    Deshalb, so gross ist dieser Unterschied zwischen den Ländern nicht.

    Aber – es kann hilfreich sein, jemandem der aus einem Land wie den Philippinen kommt, erst mal die Zeit zu geben, zu verstehen, wie unser System funktioniert.


    Wir unterstützen niemanden und wir helfen niemandem.

    Wir helfen nicht unserer Familie, wir helfen nicht unseren Freunden, wir helfen keinen Nachbarn.

    Es ist uns egal, was mit denen geschieht. (etwas überspitzt formuliert)


    Wir geben unser Geld all denen, die danach fragen, egal der Herkunft, der Religion oder wo und wie sie leben.

    Die Personen, denen wir unser Geld geben, kennen wir noch nicht mal.


    Ganz ehrlich, wenn ich so darüber schreibe, dann muss man unser System einem Menschen wirklich erst erklären, denn einfach zu verstehen ist es nicht.

    Da ist ein System, wie auf den Philippinen direkter und einfacher nachzuvollziehen.

    Noch unverständlicher ist unsere eigene Sichtweise.


    Auch die Aussage, dass wenn man in einem solchen Land jemanden unterstützt, dann besteht die Gefahr, dass man ausgenutzt wird.

    Da bin ich so froh, dass es niemanden gibt, der unser Sozialsystem ausnutzt.

    Was ja zum Glück nicht auch von unserem Geld gespeist wird.


    So komme ich wieder auf meinen Standpunkt zurück.

    Innerhalb meiner Familie helfe ich, wenn:


    A)

    Jemand wirklich in Notlage ist.


    B)

    Wir es uns leisten können.



    Und ja, ich war in meinem Leben schon öfters froh, dass meine Familie so denkt und handelt und ich Freunde habe, die so denken und handeln.


    Wie gesagt, Unterstützung muss nicht immer finanzieller Natur sein.

    Auch ein befreundeter Handwerker oder Anwalt, der seine Zeit investiert um für uns ein Problem zu lösen, gibt uns eigentlich Geld, denn seine Arbeitszeit könnte er verkaufen.


    Und wenn in einer Notlage einfach jemand an Deiner Seite ist und Dich nicht alleine lässt, dann ist das schlicht unbezahlbar.

  • Hallo metamorph , ich finde deine Einstellung ganz gut. Allerdings immer sehr viel Text von dir. Ich denke Handyman geht es in erster Linie um finanzielle Unterstützung der "erweiterten" Familie (auch seiner). Anderer Punkt ist, wie du auch angesprochen hast:

    Kommt es doch nur allzu oft vor, dass wir, wenn überhaupt, eine finanzielle Hilfegewähren aber eben nicht bereit sind, jemandem unsere Zeit zu widmen und uns mit dessen Problemen zu beschäftigen.

    Ich kann hier deine Schlußfolgerung nicht ganz zustimmen, den es gibt viele Leute in DACH, die z.B. ihre pflegebedürftige Eltern (soweit es die berufliche Tätigkeit zulässt) betreuen, wobei die Hilfe hier in DACH meist auf die Eltern und vielleicht noch auf die Geschwister begrenzt bleibt (m.E. auch "normal"). Ich würde dies, da "Zeit = Geld" genauso als "Familienunterstützung" akzeptieren.


    Gruß

    roha

  • Allerdings immer sehr viel Text von dir.

    Da hast Du Recht.


    Mache ich, damit die Gedankengänge nachvollzogen werden können und um allfälligen Missverständnissen vorzubeugen.


    Aber - wenn es zu viel Text ist, kann ich auch versuchen, mich kürzer zu halten. =)


    Ich kann hier deine Schlußfolgerung nicht ganz zustimmen, den es gibt viele Leute in DACH, die z.B. ihre pflegebedürftige Eltern (soweit es die berufliche Tätigkeit zulässt) betreuen,

    Ich sagte nie, dass es das nicht gibt.

    Aber vielleicht weniger, als es in anderen Ländern der Fall ist.


    wobei die Hilfe hier in DACH meist auf die Eltern und vielleicht noch auf die Geschwister begrenzt bleibt (m.E. auch "normal"). Ich würde dies, da "Zeit = Geld" genauso als "Familienunterstützung" akzeptieren.


    Gruß

    roha

    Genau das sage ich doch die ganze Zeit.


    Wir unterstützen unsere Eltern und allenfalls engere Familie, wenn diese in einer wirklichen Notlage sind und wir es uns leisten können.


    Einige Personen vermitteln allerdings den Eindruck, dass sie ihren eigenen oder den Eltern der Frau keine Unterstützung zukommen lassen, egal wie die Situation ist.

  • Wir unterstützen unsere Eltern und allenfalls engere Familie, wenn diese in einer wirklichen Notlage sind und wir es uns leisten können.


    Einige Personen vermitteln allerdings den Eindruck, dass sie ihren eigenen oder den Eltern der Frau keine Unterstützung zukommen lassen, egal wie die Situation ist.

    Falls du auf Handyman anspielst...der ist 32 und am Anfang seines "Familien / Berufslebens, da kann er es sich eben nicht leisten eine Sippe auf den Philippinen durchzufüttern! Sondern will sich selbst (seiner möglichen Familie) ein Leben aufbauen....verständlich, oder? Halte ich für völlig verständlich und sogar normal! Du darfst auch eure schweizer Löhne, nicht mit den deutschen Löhnen vergleichen :D


    Falls du auf mich anspielst....ich bin da absolut egoistisch und für mich zählt die Kernfamilie! Das habe ich vom 1. Tag an auch kommuniziert! Habe aber auch im Vorfeld geschaut, wie die Familie meine Frau aufgestellt ist, bevor man ein Leben in Europa ins Auge gefasst hat :D

    Natürlich gibt es im Notfall auch eine Hilfe meiner Frau...gab es bisher aber nur zur Beerdigung der Schwiegermutter anteilig auf die Geschwister verteilt und damit überschaubar!

    Ich empfehle meist, um eben das im Griff zu haben zumindest in den ersten Jahren seine "Kontrolle" über das Familiengeld nicht abzugeben :floet

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi