Die Toskana

  • Toskana, eine Reise für gutes Essen, Geschichte und Landschaft.


    Nach vielen Flugreisen rang ich mich durch mit dem Auto auf Toskana Entdeckungsreise zu gehen. Da ich keine Lust auf 1.000 km Nonstop Reisestress hatte, habe ich bei der Hin- und Rückfahrt jeweils einen Stopp am Comersee eingelegt, und konnte somit diese Gegend mal oberflächlich kennenlernen.


    Es war Mitte Mai 2018, aber sowohl in Oberitalien als auch in der Toskana war das Wetter kälter als im Saisonmittel, es war eher kühl.


    Beide Tage hatte es am Comersee geregnet, in der Toskana bekamen wir die alten Mauern im gemieteten Bauernhaus-Apartment kaum auf Temperatur. Das Haus lag im dichtem Grün, morgens war es recht kalt. Die wenigen Sonnenstunden am Tag reichten nicht um angenehme Zimmertemperatur zu erhalten, also kam Zentralheizung und Kamin zur Anwendung. Mitte Mai in Italien, nur so zur Erinnerung.


    Das Bauernhaus lag in der Riserva Naturale Alto Merse, etwa 20 km südlich von Siena entfernt. Natur pur.


    Unsere Ziele in den 2 Wochen waren:

    • Siena mit Kunst und Geschichte
    • San Gimignano mit der Skyline der mittelalterlichen Türme
    • Volterra, Zentrum der Alabasterverarbeitung.
    • Das Weltkulturerbe Val d'Orcia, die Straße SP146 bis Montepulciano, das landschaftliche Highlight der Toskana.
    • Die Abtei San Galgano

    Auch in der Toskana lebten wir eigentlich nicht teuer. Gegessen wurde meistens in kleinen, abseits gelegenen Landrestaurants der Einheimischen, dazu immer toskanische Rotweine und Süßigkeiten.


    Florenz hatten wir bewußt links liegen lassen. Siena ist da eher gemütlich und sicherlich nicht weit hinter Florenz, was Kunst und Geschichte anbelangt. Auch liegt Siena näher am Val d'Orcia, also kürzer Autofahrten.


    Florenz steht dann 2020 im Herbst auf dem Programm. Val d'Orcia wird aber erneut angehängt.


    Wir hoffen dann auf eine Autoreise ohne Maskenpflicht und alles so, was zZ bei Flugreisen nervt. Die Konsequenz der Coronalektion: weg von den Flughäfen, in die Natur, zur Weinlese in der Toskana.


    Unsere gemietete Bleibe:


    Bild 1: Das Hauptgebäude

    Bild 2: Der Eingang zum Apartment

    Bild 3: Wohnraum und Schlafzimmer

    Bild 4: Küche


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    - Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du eh schon weißt; wenn du aber zuhörst, kannst du unter Umständen etwas Neues lernen. - Dalai Lama


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  • ja vielen Dank, das waere unser Mai Urlaub 2020 gewesen. 3 Wochen waren geplant, viel leider aus :(

    "Eine Expertise ist eine objektive Niederschrift einer subjektiven Meinung"

    "Fakten sind keine Wahrheiten" - Werner Herzog

  • Na, das passt ja wie bestellt und gleich aus 2 Gründen:


    1) Mein Mauritiusbericht findet heute einen zumindest vorläufigen Abschluss. Danke dass du jetzt hier weiter machst. Mit Reiseberichten war es in letzter Zeit aus naheliegenden Gründen etwas dürftig bestellt hier.


    2) Eine Fernreise wird bei mir so schnell nicht mehr anstehen. Da wäre die Toskana mal eine Alternative, auch wenn euer Start damals temperaturmäßig ja etwas im Keller war. Da gibt es manchmal sehr deutliche Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien.


    Jedenfalls war der Anfang schon mal interessant. Ich werde dabei bleiben.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Siena, die Stadt.


    Eine ganz besondere Stadt im Herzen der Toskana, trotz ihrer überschaubaren Größe, ist das geschichtsträchtige Siena. Bis 1555 war Siena ein selbständiger Stadtstaat.


    Der mittelalterliche Kern mit den Backsteinhäusern ist für den Verkehr gesperrt. Autos dürfen nur mit Sondergenehmigung in die Stadt. Dem Besucher stehen am Stadtrand einige Parkplätze resp. Parkhäuser zur Verfügung. Ich kann mich gut an die etwas hohen Preise erinnern, und die Suche nach den raren Parkplätzen. Aber es gibt eine Lösung: am Bahnhof Siena sind die Preise zivil, dazu Tiefgarage, also stets das Auto schön gekühlt im Keller. Per Rolltreppe kommt man aber bequem in die Oberstadt, so daß schnell mal 10 € Parkgebühren gespart sind. Ich war an 4 Tagen dort, so läpperte sich schon ein Essen / 2 Paxe zusammen.


    :thumb:thumb Mein Rat: Parken am Bahnhof Siena :thumb:thumb


    Für Siena sollte man sich Zeit nehmen.


    Von allererster Güte sind:

    • Der Dom, eines der bedeutendsten Beispiele der gotischen Architektur in Italien, mit allen Annexen. Zuerst die Marmormosaike am Boden sind einzigartig. Sie sind aber nicht immer offen zu bewundern, oft bedeckt. Dann die Libreria Piccolomini, die Crypta und das Museum. Es gibt auch geführte Touren im Domturm und dem Fracciatone, einem Turm seitlich des Doms.
    • Das gotische Rathaus Palazzo Pubblico mit dem Torre del Mangia
    • Die Piazza del Campo

    Etwas was man sich unbedingt gönnen sollte, ist einen schönen Blick von oben auf die Dächer von Siena. Wir hatten den Fracciatone gewählt, allerdings sind die Aufstiege stets gut besucht. Es empfiehlt sich also den richtigen Zeitpunkt zu finden, wenn möglich morgens früh, wenn die Touriströme erst anlaufen, also bei Öffnung der Sehenswürdigkeiten.


    Sehenswert ist auch die Basilica di San Domenico mit den Reliquien der Heiligen Katharina von Siena, sowie die verschiedensten Gemälde und Kunstwerke. Es gibt dort einen Garten mit tollem Blick auf Siena, wenn er denn offen ist. Auch muß das Licht passen zum Bilder machen. Ich brauchte 3 Versuche und habe mir stets die Zeit in der angrenzenden Gelateria tot geschlagen. Carpe diem. Da die Basilica etwa außerhalb liegt, halten sich Besucher in Grenzen.


    Restaurants gibt es zur Genüge in den alten Gassen der Innenstadt, so daß man das Gedränge an der Piazza del Campo leicht vermeiden kann. Es macht dort in den Osterias mehr Spaß, weniger Zeitdruck, eben wie es in Italien so ist. Dolce far niente.


    Der Palazzo Salimbeni, ein dreistöckiger Palast aus dem 14. Jh., befindet sich an der gleichnamigen Piazza Salimbeni im historischen Stadtkern Sienas. Hier wurde 1472 die erste Bank der Welt gegründet, die bis heute bestehende Bank Monte dei Paschi di Siena.


    Shopping für unsere Damen gibt es zur Genüge. Bella Figura steht eben bei den Italienern hoch im Kurs.


    Bild 1: Blick vom Facciatone auf die Piazza del Campo

    Bild 2: An der Piazza del Campo

    Bild 3: Blick an der Basilica di San Domenico vorbei auf Siena

    Bild 4: Blick auf Siena mit dem Torre del Mangia im warmen Sonnenlicht, Garten Basilica di San Domenico

    Bild 5: Blick auf Siena mit dem Dom, Garten Basilica di San Domenico

    Bild 6: Bella Figura in Bella Italia

    Bild 7: Palazzo Salimbeni


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  • in den 80ern war ich oft auf elba , immer via siena nach piombino , damals war noch kein autoverbot , eine wunderschöne stadt , fast so aufregend wie piombino . . . =)

    sogar paul klee fand die toskana himmlisch

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Siena, der Dom, Teil 1


    Die Kathedrale *1 ist ohne Zweifel eine Hauptattraktion der Toskana. Für ein Gotteshaus ist der Eintrittspreis von 15 bis 17 € zwar auf den ersten Blick happig, aber es wird Außergewöhnliches geboten. Das Eintrittsticket ist für 3 Tage gültig und beinhaltet alle Gebäude, die zum Komplex gehören. Geführte Touren kosten leider etwas mehr.

    • Die Hauptkirche mit den Marmormosaikböden *2, der Beschreibung der Geschichte Sienas, und ihren Kunstschätzen. Die Böden bei uns waren offen, auch im Mai, obschon immer geschrieben steht, daß nur im Sommer alles frei gelegt wird.
    • Die Einzimmer Libreria Piccolomini mit den Wand und Deckenmalereien
    • Die Krypta welche erst kürzlich für Touristen geöffnet wurde (blieb Jahrhunderte unentdeckt) mit sehr schönen Fresken. Einiges war beim Besuch noch in der Renovierungsphase.
    • das Museum mit den tollen "Madonna mit Kind" Bildern und Statuen
    • der Facciatore Turm. Ein Muß mit tollem Rundblick auf Siena. Da es hinauf über enge und steile Treppen geht, haben nur Gruppen mit begrenzter Anzahl gleichzeitig Zutritt. Man muß also mit Wartezeiten in einem Vorraum vorlieb nehmen.

    Wer diese Gebäude verschmäht, oder im Sekundentakt abarbeitet, ja, dem ist nicht zu helfen. Man muß kein Religionsfan sein um die großen italienischen Meister der Renaissance zu bestaunen, es ist einfach nur unsere Geschichte, die einen irgendwie stolz macht Europäer zu sein. Und manchmal verschlug es mir regelrecht den Atem.


    Zu meinen eigenen Bedauern muß ich leider sagen, daß ich zu unvorbereitet dort eintrat, es begann eine wilde Suche nach den Schätzen, aber man vergießt plötzlich die Schatzsuche, und man ist teilweise von den vielen Impressionen erschlagen. Einfach nur ein Highlight, auch wenn das reißerisch klingt. Ähnliche Gefühle kenne ich eigentlich nur von der Sagrada Familia in Barcelona, aber eben doch anders. Hier hängen 7 Jahrhunderte Geschichte dran.


    Mein Trost: Um dort richtig aussagekräftige Bilder machen zu können, müßte man vollen Zutritt zu allem haben, und mit Stativ ohne Zeitdruck arbeiten können. Als Tourist ein Wunschtraum nur.


    Dadurch daß das Ticket an 3 Tage benutzt werden kann, kann man erahnen, welche Impressionen der Dom bietet. Es ist also viel Zeit für den Besuch notwendig. Ich hatte nur 4-5 Stunden eingeplant, aber das würde ich bei einem erneuten Besuch anders angehen. Die 3 Tage in Folge war ich aber auch nicht in Siena, aber ich hatte diese Möglichkeit auch komplett verschlafen.


    :thumb:thumb Mein Rat: Man kann das Ticket per Internet mit "Skip the line" Option für 17 € buchen. In der Hauptsaison macht das vielleicht Sinn. Bei mir war das nicht nötig. "Skip the line" Option hilft aber nur beim Eintritt in den Dom. :thumb:thumb


    *1 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dom_von_Siena

    *1 https://operaduomo.siena.it/en/

    *2 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fußboden_Dom_von_Siena


    Bild 1: Der Dom aussen. Die Ticket Booth befindet sich am Bildaufnahmepunkt

    Bild 2 & 2a: Die Decke innen, Blick nach oben
    Bild 3: Innenansicht
    Bild 4: Der Altar
    Bild 5: Mosaik: Die sienesische Wölfin zwischen den Symbolen der verbündeten Städte

    Bild 6: Mosaik: Samia, die Hellespontische Sibylle


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  • Siena, der Dom, Teil 2


    Hier ein kleiner Nachschlag zu dem Dom:


    Bild 1: Libreria Piccolomini

    Bild 2: Fresken in der Krypta

    Bild 3 & 4: Unterwegs im Museum

    Bild 5: Duccio di Buoninsegna, Madonna and Child Enthroned

    Bild 6: Blick vom Facciatore auf den Dom

    Bild 7: Blick vom Facciatore auf die Piazza del Campo


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  • Ausflug nach San Gimignano und Volterra.


    Unser Ausflug in die Chianti Region führte uns nach San Gimignano und Volterra, wobei San Gimignano eher überlaufener ist als Volterra. Es empfiehlt sich also San Gimignano gegen den Touristenstrom zu machen. Am Vormittag sind viele Kaffeefahrten ab Florenz unterwegs, am späten Nachmittag und abends hat man den Ort beinahe für sich. Die Busse laden die Touristen direkt am Hauptstadttor, Porta San Giovanni, ab. Wehe es tauchen Asiaten auf, dann ist Schluß mit der Ruhe.


    Autos werden auf Parkings am Stadtrand geleitet. An der Porta selbst gibt es schon eine tolle Aussicht zu genießen. Da San Gimignano auf einem Hügel liegt, bietet es aber mehrere besonders schöne Aussichtspunkte über die Weinanbaugebiete und Olivenbäume der Toskana.


    Unser Ziel in beiden Städten war einfach nur das Leben zu genießen und große Besuche von Sehenswürdigkeiten mal sein zu lassen. Die Städte waren das Hauptinteresse.


    Markenzeichen dieser wunderschönen Altstadt sind die 13 Geschlechtertürme, weswegen das Städtchen auch "Mittelalterliches Manhattan" oder die "Stadt der Türme" genannt wird.


    Es schien, als sei die Zeit im Ort stehen geblieben, denn sie hatte sich ihrem alten Zauber erhalten, und präsentierte sich mit wunderbaren Gassen, Bauwerken aus den verschiedenen Jahrhunderten und toskanischer Beschaulichkeit. Der Stadtkern ist UNESCO Weltkulturerbe.


    Für alle Freunde des guten Essens hier ein Tipp: die Galeteria an der Piazza della Cisterna ist einmalig und Chianti Weine gibt es auch überall. Madame bekommt Eis, ihr trinkt den Chianti. Eine faire Arbeitsteilung. Madame wird auch entzückt sein, welches sinnlose Zeug man in den engen Gassen kaufen kann.


    :thumb:thumb Mein Rat: http://www.gelateriadondoli.com :thumb:thumb


    Etwas beschaulicher geht es in Volterra zu. Nach kilometerlangem Anstieg hoch nach Volterra kam es sehr gelegen, daß am Stadtzentrum eine Tiefgarage existierte. Auch dort hatte man den tollen Blick in die Chianti Gegend. Volterra war bei unserem Besuch ziemlich relax und hatte wenig mit dem Treiben in San Gimignano gemeinsam. Dennoch war im Ort mittelalterliches Toskana Feeling. Gott sei Dank haben die Asiaten Volterra noch nicht entdeckt.


    Eigentlich wollten wir zum Parco Pubblico hochsteigen aber, wie so häufig auf Reisen, verlor ich Madame wiedermal. Irgendwie ist das Dauerzustand. So mußte sie mal wieder aufgetrieben werden, und das dauerte. Mit der Logik meiner Gattin, was Wege anbelangt, kann ich leider nicht mithalten. :Augenbraue


    Gott sei Dank ist der Ort eher überschaubar, so ging nicht allzu viel Zeit verloren. Es reichte noch für einen Chianti am Hauptplatz der Stadt, an der Piazza dei Priori, wo der älteste erhaltene Kommunalpalast der Toskana, der Palazzo dei Priori, steht.


    Übrigens, um Volterra wird eine einheimische Rebe, die es nur um Volterra gibt, angebaut. Ich mag neben den edlen Tropfen des Piemont kräftige Chianti Weine ganz besonders. Hätte er zu gut gemundet, ja dann hätte Madame mit GPS zurück fahren müssen. :D


    Noch ein Wort zu meiner Herewego GPS App. Bei allen Fahrten vom Apartment nach Siena hat der nie die gleiche Route vorgeschlagen. Das verstehe ich bis Heute nicht. Moderne Technik, die oft nervt. Nach San Gimignano und Volterra ging es aber recht ordentlich.


    Bilder zu San Gimignano:


    Bild 1: Blick bei der Porta San Giovanni

    Bild 2: "Skyline" mit Türmen

    Bild : 3, 5 & 6 Türme der Stadt

    Bild 4: Verwinkelte Gasse

    Bild 7: Blick auf die Sant'Agostino Kirche


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  • Noch heute ist meine liebe Frau von ihrer Italien Reise beeindruckt. Das war eine unserer schönsten Reisen.

    Auch danach haben wir noch viele Orte in Asien bereist jedoch ist gerade San Gimignano noch in ihrer Erinnerung präsent. Italien ist für wahr ein Traumziel.


    Vielen Dank für deine Impressionen, genau das richtige in diesen Zeiten. Ich denke es wird im September wieder Zeit für das Cabrio Richtung Bella Italia.

    „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich,

    weil es so viele sind,

    und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.“



    Albert Einstein

  • Strada Provinciale 146 von San Quirico d'Orcia nach Montepulciano, das Val d'Orcia, UNESCO Weltkulturerbe, Teil 1


    Die Landschaft des Val d'Orcia liegt im südlichen Teil der Provinz Siena.


    Ab San Quirico d’Orcia startend fuhren wir bis Montepulciano zur Weinprobe. Die SP 146 zählt zu den schönsten Straßen der Welt. Mit Recht, besonders dann, wenn die Lichtstimmung stimmt. Hier ist die Toskana zu Hause. Kurvig schlängelt sich die SP 146 durch die sanft hügelige Landschaft, durch die mohnlastigen Weizenfeldern und die alten Bauernhöfe, die man immer wieder isoliert auf den Hügeln sah.


    San Quirico d'Orcia ist ein verschlafenes Örtchen mit verwinkelten Gassen und der Vorgeschmack auf Pienza.


    Pienza ist bekannt für den Pecorino Käse, einem würzigen Schafskäse, der ab dem Besuch nun zu unserer Speisekarte zählt. Reisen bildet .. :D


    https://ich-liebe-kaese.de/kae…en/kaeselexikon/pecorino/


    Auch Pienza gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Parkplätze gibt es ausserhalb der Stadt ausreichend. Enge mittelalterliche Gassen aus der Renaissance Zeit, kleine Osterias. Alle Straßen münden in der Piazza Pio II. Hinter der Kirche und dem Palazzo Piccolomini befindet sich ein beschaulicher Garten mit Restaurant, mit tollem Blick auf die Umgegend.


    :thumb:thumb Mein Rat: Unbedingt dort eine Rast einlegen, auch wenn dies selten angeraten wird. :thumb:thumb


    In dem Ort gibt es einige Werke von den Lorenzetti Brüdern zu bewundern, und die Gegend stand Pate für Filmszenen des Gladiator Films, mit der Sterbesszene von Russel Crowe.


    Am Ende des Ausflugs stand Montepulciano, dem Weintempel der Toskana. Weltberühmte Weine haben hier ihren Ursprung z.B. ist der Vino Nobile de Montepulciano, ein önologisches Spitzenprodukt. Leider sieht man auch den Bekanntheitsgrad bei den Besuchern, denn es tauchen selbst Koreaner und Japaner dort auf. Sicherlich soll man die Plazza Grande ganz oben am Hügel nicht verpassen, wenn es denn der Wein noch zuläßt. Bei mir reichte es so gerade noch. :pleased


    Noch ein Wort zu den Weinen. Billig ist anderswo, ob die Qualität dann dem Preis entspricht, muß jeder selber entscheiden. Viele Shops warben mit einem Versand weltweit. Das schien mir eher auf die asiatischen Konsumenten zugeschnitten zu sein. Bei mir hätte so einiges in den Kofferraum gepaßt, nur ist es so, daß ich selten die gleichen Weine öfters trinke. Also blieb die Ware im Geschäft.


    Das Val d'Orcia wird definitiv noch mal auf meiner Reiseroute stehen, aber dann richtig. Ich würde mir gerne etwas mehr Zeit für Lichtstimmungen in den verschiedene Orten gönnen. Noch eine Aufgabe, die erledigt werden will. Eine Idee ist der Agrotourismo: https://www.in-italia.de/itali…riturismo-in-der-toskana/


    Dann wird sicherlich auch mehr Zeit für den Besuch der Palazzos der Gegend sein.


    Bild 1 & 2: In San Quirico d'Orcia

    Bild 3 - 6: Impressionen an der SP 146


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  • Strada Provinciale 146 von San Quirico d'Orcia nach Montepulciano, das Val d'Orcia, UNESCO Weltkulturerbe, Teil 2


    Hier noch einige Bilder:


    Bild 1-3: Blick von dem Pienza Hochplateau

    Bild 4-5: Montepulciana Weinläden

    Bild 6-8: In Montepulciano


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  • Der Palazzo Pubblico, Siena.


    An der Plazza del Campo mit dem Torre del Mangia befindet sich der Palazzo Pubblico. Im Palast selbst, der heute Räumlichkeiten des Stadtmuseums Siena enthält, befinden sich unendlich viele berühmte Fresken und Malereien.


    Bevor man aber eintritt, sollte man an der Kasse einen Blick nach oben werfen. Man sieht dort die offene Innenfassade mit dem Torre in einer ungewöhnlichen Perspektive.


    Den Aufstieg im Torre del Mangia habe ich mir erspart, es waren mehr als genügend Interessenten vorhanden, außerdem, mit dem Facciatorre hatte ich ein ähnliches Erlebnis schon hinter mir. Vielleicht beim nächsten Mal.


    Das Museum ist ein Eintauchen in die Geschichte der Stadt und Künstlern der Provinz Siena. Selbst Leuten mit wenig Kunstinteresse wird das sicherlich beeindrucken.


    Im Vorfeld sollte man aber wissen, daß in den Räumen wenig Licht ist, und das Festhalten der Kunstschätze zwar mit der Kamera erlaubt ist, aber ohne guten Sensor in der Kamera sicherlich schwer sein wird ... einige meiner Bilder sind bis ISO 10.000 gemacht worden. Natürlich ohne Rauschen ... ;-) ... wie es sich für einen Hobbyfotografen gehört ...:heilig


    :thumb:thumb Mein Rat: Vernünftige Kamera gebrauchen, sonst rauscht es zur Unkenntlichkeit. :thumb:thumb


    An der Rückseite des Palazzos befindet sich ein Rückzugsort, sprich Terrasse, mit schönem Blick auf unbekannte Stadtteile Sienas. Sieht man so eher weniger, da unbekannt.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Palazzo_Pubblico_(Siena)

    http://www.florenz-toskana.de/Palazzo_Pubblico.php

    https://smarthistory.org/ambro…-good-and-bad-government/


    Bild 1: das Gebäude außen

    Bild 2: die Innenseite

    Bild 3: die Wölfin

    Bild 4: Fresco "Die Seeschlacht"

    Bild 5: in der Kapelle

    Bild 6: "La Maesta", ältestes Fresco Sienas von Simone Martini (1315)

    Bild 7: in dem Raum "Sala del Risorgimento"

    Bild 8: Blick von der Aussichtsterrasse auf die Basilica di San Clemente in Santa Maria dei Servi


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    - Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du eh schon weißt; wenn du aber zuhörst, kannst du unter Umständen etwas Neues lernen. - Dalai Lama


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  • einige meiner Bilder sind bis ISO 10.000 gemacht worden. Natürlich ohne Rauschen ... ;-) ... wie es sich für einen Hobbyfotografen gehört ... :heilig

    Ich fürchte, dass du damit bei dem typischen Smartphoneknipser auf taube Ohren stoßen wirst. Irgendwie erinnert mich das an unseren Besuch im Undergroundriver auf Palawan, wo nacheinander sogar das Display bei allen dunkel wurde. Ansonsten gute Tipps Alf und ganz tolle Bilder!:clapping

    Viele Grüße

    Reinhold

  • einige meiner Bilder sind bis ISO 10.000 gemacht worden. Natürlich ohne Rauschen ... ;-) ... wie es sich für einen Hobbyfotografen gehört ... :heilig

    Ich fürchte, dass du damit bei dem typischen Smartphoneknipser auf taube Ohren stoßen wirst. Irgendwie erinnert mich das an unseren Besuch im Undergroundriver auf Palawan, wo nacheinander sogar das Display bei allen dunkel wurde. Ansonsten gute Tipps Alf und ganz tolle Bilder!:clapping

    weiss ich doch ... ich wollte eigentlich dezent darauf hinweisen, dass es schwierig sein wird, dort gescheite Bilder zu machen ... :Rolf... ausser man weis was "Noise Staking" ist, und man es anwenden kann ... die Geheimwaffe bei Dunkelkammern. Die Wölfin hat zB Iso 8.000 ...


    LG Alf

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  • Schlußwort (vorerst).


    Dies war mein erster Autourlaub seit 2 Jahrzehnten. So weit, so gut.

    • Das Apartment war zwar ruhig gewählt, und auch toll als solches, aber mit 20 km Entfernung abends zum Hotspot Siena entfernt. Dadurch daß ich nachts im Slalom durch freilaufendes Wild im Naturreservat fahren sollte, fiel das stets auf Reisen gewohnten Abendleben in der Stadt flach. Im Alter wird man träge, auch bin ich keine Eule, sondern eine Lerche. Daher gibt es nun kein obligatorisches Abendbild von diesem Urlaub. Nächstes Mal geht es näher ans Leben, Wildlife habe ich genug zu Hause.
    • Auf der Reise lernten wir ein australisches Paar auf Urlaub in der Toskana kennen. Für den armen Aussie waren die Toskanakurvenstrassen ein anstrengendes Abenteuer. So schlimm ist es ja nun nicht, wenn man aber gewohnt ist 1.000 km geradeaus zu fahren, oder um ein Känguruh rum, ja dann sind die Kurven bei uns eine Herausforderung. Das Auto ist dort ein Muß.
    • Meine angesteuerten Ziele waren meinerseits nicht optimal vorbereitet u.a. der Dom, so daß mir so einiges durch die Lappen ging, was Sehenswürdigkeiten anbelangte. Ich lebe von den Impressionen und dem dazu gehörigen Wissen, das ich mir, vor oder später, erarbeiten kann. Fehlt das Subjekt, fehlt die Motivation zu lernen.
    • Der Val d'Orcia Tagesausflug lehrte mich, daß es die Gegend definitiv wert ist, mehrere Tage dort zu verbringen. Das Val d'Orcia lebt von der Lichtstimmung, morgens und abends, für Fotointeressierte. Das geht leider mit Tagesausflug und langer An- / Abreise schwerer. Man muß tatsächlich im richtigen Moment Vorort sein, so daß Zeit keine Rolle spielen darf.
    • An verschiedenen Orten im Val d'Orcia tauchten Fototouristen mit Van auf. Hopp-on, Hopp-off Streß. Solche Touren muß man nicht haben. Die schönen und außergewöhnlichen Bilder wollen erarbeitet werden z.B. morgens eine Stunde vor Sonnenaufgang anfahren, alleine, und abwarten, was im Laufe der Zeit entsteht. Allerdings, an diesen Spots ist man nie wirklich alleine, denn viele Fotoverrückte sind richtig früh unterwegs. Das will ich also auch man versuchen. Die GPS Daten der Locations habe ich ja.

    Optimal lief es:

    • Bei den Kosten. Wir kamen insgesamt mit 200 € / Tag alles inklusive aus. Immer wieder sollte mal bedenken, daß WIR mit UNSEREN Interessen so auskamen. Wir mögen Selbstversorgung mit täglichen Restaurantbesuchen.
    • In der Restauration. Natürlich haben wir auch Spezialitäten der Toskana wie "Bistecca alla fiorentina" bestellt, überzeugend war es aber nicht. Besser war es schon mit einfacher toskanischer Küche, und der Nähe der Einheimischen. Mit der Verständigung haperte es ein wenig. Mein Italienisch ist begrenzt, meine Frau redet in verschiedenen Sprachen pro Satz, was niemand versteht (kennt ihr bestimmt von Euren Frauen), so daß eigentlich nur Hände und Füße halfen, also auf dem Lande.

    Ein No Go ist zur Zeit eine Flugreise. Dafür ist mir der Reisestreß mit Maske zu groß. Eigentlich wollte ich ja nach Florenz fliegen, dann mit Mietwagen weiter, aber das tue ich mir beim jetzigen Stand der Dinge nicht an. Aber es bleiben ja noch einige Wochen Reaktionszeit für September.


    Schlußbilder:


    Bild 1: Apartment Umgegend. Man beachte im Vordergrund die freilaufenden Schweine.

    Bild 2: Ausblick in Volterra.

    Bild 3: Mit Aussie Freunden.

    Bild 4: Die Abbey San Galgano Ruine in Chuisdino.

    Bild 5 - 6: Nachschlag zum Val d’Orcia

    Bild 7: Panoramabild von Siena. Links die Basilica di San Domenico


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    - Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du eh schon weißt; wenn du aber zuhörst, kannst du unter Umständen etwas Neues lernen. - Dalai Lama


    - Meine Philippinenbilder

  • Vielen Dank Alf für diesen wieder vorbildlichen Bericht in Wort und Bild! Einige Fotos sind so eindrucksvoll, dass sie schon fast einen dreidemensionalen Touch haben.


    Ich denke es wird im September wieder Zeit für das Cabrio Richtung Bella Italia.

    Mit diesem Satz hast du verschüttete Erinnerungen bei mir geweckt. In den 70ern war ich als ziemlich junger Bursche mal mit einem italienischen Sportwagen in Norditalien unterwegs und habe seinerzeit u.a. Ravenna, Pisa und Florenz besucht. Wer erkennt denn den Wagen, bei dem damals nicht nur Männerherzen höher schlugen, obwohl er auf dem alten Bild nur zur Hälfte abgebildet ist?


    Ach übrigens, bis vor ein paar Tagen waren meine Haare fast wieder so lang wie damals, weil ich mich wegen Corona lange nicht zum Friseur getraut hatte. Nur der Bart entstand nicht neu.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Ich denke es wird im September wieder Zeit für das Cabrio Richtung Bella Italia.

    Mit diesem Satz hast du verschüttete Erinnerungen bei mir geweckt. In den 70ern war ich als ziemlich junger Bursche mal mit einem italienischen Sportwagen in Norditalien unterwegs und habe seinerzeit u.a. Ravenna, Pisa und Florenz besucht. Wer erkennt denn den Wagen, bei dem damals nicht nur Männerherzen höher schlugen, obwohl er auf dem alten Bild nur zur Hälfte abgebildet ist?


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    Fiat X1/9

    „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich,

    weil es so viele sind,

    und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.“



    Albert Einstein

  • Mit diesem Satz hast du verschüttete Erinnerungen bei mir geweckt. In den 70ern war ich als ziemlich junger Bursche mal mit einem italienischen Sportwagen in Norditalien unterwegs und habe seinerzeit u.a. Ravenna, Pisa und Florenz besucht. Wer erkennt denn den Wagen, bei dem damals nicht nur Männerherzen höher schlugen, obwohl er auf dem alten Bild nur zur Hälfte abgebildet ist?


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    Fiat X1/9

    Von Bertone umgebaut?