Wasserversorgung Brauchwasser

  • Hallo zusammen,


    durch den momentan laufenden Thread "Wassertank nachträglich ein-aufbauen" angestoßen, habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie wir auf unserem Grundstück die Versorgung mit Brauchwasser sicherstellen könnten.

    Vorab einige Infos dazu:


    - Das Grundstück liegt am Pazifik, Brunnenbohrung fällt wahrscheinlich aus, da das Wasser evtl. etwas brackig ist.

    - Wir beabsichtigen nicht, dort dauerhaft zu leben. Falls überhaupt etwas gebaut wird, dann eher ein enfacheres Domizil, wo man mal einige Wochen (oder auch 3-4 Monate max.) verbringen kann.

    - Momentan gibt es noch keine städtische Wasserleitung (sollte diese in den nächsten Jahren verlegt werden, erübrigen sich meine Überlegungen.


    Zur Zeit sehe ich nur die Möglichkeit eine Zisterne zu nutzen (nur Brauchwasser), Trinkwasser würde per Gallonen geliefert. Anbieter für Zisternen findet an ja problemlos. In der Region regnet es viel, daher sollte immer genügend Nachschub da sein (auch in der "Trockenzeit", die in d. R. nicht länger als 8 Wochen dauert, regnet es spätestems nach 3 -4 Tagen). Da Regenwasser, da nicht mineralisiert, nicht wirklich gut zum Duschen etc. zu nutzen ist, stelle, ich mir die Frage, wie man dieses bewerkstelligen kann.

    Meine laienhafte Idee war, das Wasser evtl. in einen weiteren, höher liegenden Tank zu pumpen, und dann durch einen Sandfilter (oder was sonst geeignet ist) laufen zu lassen. Keine Ahnung ob das funktionieren könnte. Dazu stelle ich mir die Frage, "was kommt nach dem Sandfilter". Direkt in die Leitung? Druck wäre wohl zu gering für manche Anwendungen. Oder noch einen Tank? Die ganze Installation soll in finanzieller Hinsicht natürlich nicht völlig ausufern.


    Oder doch einen Brunnen bohren? Sollte das Wasser dann nicht nutzbar sein, wäre die Kohle durch. Auch keine gute Option.


    Vielleicht hat ja einer der Member hier eine sinnige Idee wie so eine Versorgung zu bewerkstelligen wäre.


    Gruß,


    Martin

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Da Regenwasser, da nicht mineralisiert, nicht wirklich gut zum Duschen etc. zu nutzen ist

    Das musst Du mir erklaeren. Regenwasser ist nicht gut zum Duschen ?

    Was machst Du, wenn es regnet ? Drinnen bleiben ?

    Wenn man sich natuerlich streng an EU - Verordnungen haelt, darf man Regenwasser

    nicht zum Duschen nehmen, weil es kein Trinkwasser ist.

    Der geneigte Europaer darf nur mit Trinkwasser duschen !

  • Ich beziehe mich da auf meine "Duscherfahrungen" bei längeren Aufenthalten im Regenwald wo Wasser gesammelt wurde und zum Waschen bzw. "Duschen mit Schöpfkelle) genutzt wurde. Klar wurde man nass, aber wirkliches Waschen mit Seife klappte nicht wirklich.

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Das wundert mich.

    Regenwasser ist enthaertet und Seifen und Waschmittel funktionieren deshalb besser

    als mit Leitungswasser.

    Den " wenig Schaum Effekt " beim Duschen mit der Schoepfkelle kenne ich auch, das passiert

    aber auch, wenn das Wasser in der Tonne kein Regenwasser war.


    Bestimmt interessant fuer Dich: http://www.zisterne-ratgeber.de (Ich hab nix mit der Fa. zu tun).

  • Wie hoch ist das Grundwasser? Bevor du mit großer Zisterne arbeitest und den Berg hinaufpumpst, vielleicht reicht es einfach ei Rohr reintreiben und dann immer wieder mal pumpen.

    Für die Filtration von Wasser werden meist schon bestimmte Sand und Kiesschichten genommen, oder meinst, dass du dann einfach so einen Poolfilter mit Filtersand einsetzen willst?

  • Wie hoch ist das Grundwasser?

    Weiß ich nicht.


    Bevor du mit großer Zisterne arbeitest und den Berg hinaufpumpst, vielleicht reicht es einfach ei Rohr reintreiben und dann immer wieder mal pumpen.

    Mangels Berg würde ich auf keinen Berg hochpumpen sondern lediglich in einen "aufgeständerten" zweiten Tank. Fraglich ist, ob dann der Wasserdruck reichen würde, wenn dieser lediglich über "Wassersäule" vorhanden wäre. Ich vermute mal "nein".


    Für die Filtration von Wasser werden meist schon bestimmte Sand und Kiesschichten genommen, oder meinst, dass du dann einfach so einen Poolfilter mit Filtersand einsetzen willst?

    Genau das ist ja die Frage. Ich weiß nicht ob es solche Filter gibt geschweige denn wie man das Ganze installieren könnte/sollte.

    Ich habe kein Problem damit, eine Zisterne zu verbauen, egal ob in der Erde, auf der Erde oder zwischendrin. Von der sonstigen Installation sowie erforderlicher Hardware (Pumpen, Filter) habe ich wenig Ahnung.


    Das Wasser direkt von der Zisterne mittels Pumpe durch einen Filter Richtung Entnahmestelle zu schicken vermute ich mal laienhaft geht nicht, durch den Filter müsste das Wasser wohl lamgsamer durchlaufen.

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Es ist nicht nötig, Regenwasser mit irgend etwas anzureichern. Im Gegenteil, sollte man froh sein, es zu haben, wie es ist.

    Es ist freundlich zu der Installation und macht keine Kalkflecken im Bad.

    In Phils sind Wasserfilter in allen möglichen Ausführungen erhältlich.

    Meist sind es Nylongewebe, oder Schnur gewickelt, was vollkommen ausreicht, Feststoffe zurückzuhalten.

    Diese werden in die Druckleitung der Pumpe zum Haus eingebaut.

    Ohne Pumpe wird das nichts.

    https://www.rst-versand.de/Was…P603-10-mit-Filtereinsatz


    Ein Bekannter hat nur 20m hinter der Flutlinie einen Brunnen.

    Dort kann er bei Ebbe Süßwasser pumpen und bei Flut Brackwasser, welches zum Duschen aber ok ist.

    Armaturen rosten, oder gammeln damit aber sehr schnell.

    Ein Versuch wäre es vielleicht wert.

    Oder man schaut, ob Pinoys in der Nachbarschaft Brunnen haben und fragt nach der Wasserqualität.

    Wer Alles weiß, muss Nichts hinterfragen

  • Du glaubst somit mit dem Regenwasser zurechtzukommen? Ich würde allerdings keine festen Auslaufsysteme für die Wasserentnahme, sondern eine Schwimmkugel nehmen, die z.B. das Wasser immer 10 cm unterhalb der Wasseroberfläche entnimmt. Gibts für ein paar Euro. Sand geht nach unten, teilweise schwimmt auch einiges an der Oberfläche. Wenn du Lust hast, könntest du ja noch ein UV-C System ähnlich eines Poolsystems anschließen, das ggf. mit Photovoltaik läuft. Aber Zirkulationspumpen und UV-C Licht haben keine so irrsinnige Leistung. Würde zumindest einige Keime zusätzlich abtöten.


    Für ein einzelnes Gebäude reicht im Grunde eine Pumpe, ggf. eine zweite Reservepumpe um "auf der " sicheren Seite zu sein. Waschmaschine kannst mit dem Wasser betreiben und die brauchen i.d.R. 0,8 bar somit würde es schwierig mit dem erhöhten Behälter, denn das sind doch 8mWs (Meter Wassersäule). Wenn ihr nur gelegentlich unten seit, dann bekommt ihr es auch hin ggf. nicht gleichzeitig zu duschen, zu waschen, den Geschirrspüler, .... zu betätigen.

  • Oder man schaut, ob Pinoys in der Nachbarschaft Brunnen haben und fragt nach der Wasserqualität.

    Viel Nachbarschaft gab es bisher nicht. Eine Bekannte meiner Frau hat ein paar hundert Meter weiter an der Küstenlinie ein Grundstück mit Brunnen, das Wasser ist sogar zum Duschen grenzwertig. In direkter Nachbarschaft sind erst vor nicht so langer Zeit zwei Häuser gebaut worden (werden nicht zum dauerhaften Wohnen genutzt), dorthin haben wir noch keinen Kontakt, also bzgl. Wasser keine konkreten Infos.

    Du glaubst somit mit dem Regenwasser zurechtzukommen?

    Ich glaube in der Beziehung nichts, ich mache mir halt Gedanken was man bzgl. Wasserversorgung machen kann, falls eine Wasserleitung noch lange auf sich warten lässt und ein Brunnen nur nicht vernünftig nutzbares Wasser fördern würde.

    Momentan sind das Alles noch Gedankenspiele. Aber auch um abschätzen zu können, welche Kosten auf uns zu kämen. Wie im Eingangspost geschrieben, wir planen nicht dort dauerhaft zu wohnen, es wird auch keine luxuriöse Ausstattung geben, eher im Stil eines gut dimensionierten Cottage mit Dirty Kitchen und einfachem Bad.

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Ich lebe an der Sulu See. Unser Brunnen ist 50 m vom Strand entfernt. Das Wasser ist einwandfrei, will heißen, nicht brackig. Darf halt nicht zu tief gebohrt werden!


    The man

  • Darf halt nicht zu tief gebohrt werden!

    Käme vielleicht auf einen Versuch an. Ich habe aber keine Ahnung was eine derartige Bohrung kosten würde. Vermutlich gibt es da ja auch Unterschiede von Insel zu Insel. Wie sieht es denn bei Brunnen aus, wenn diese mal für einige Monate nicht genutzt werden? Spielt das irgendeine Rolle?

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.