Stromleitungen im Haus

  • Eine Frage an die Expertern hier: wie "stark" sollten die Leitungen im Haus sein?

    Und wie stark die Zuleitung zum Haus? Bitte um Entschuldiging wenn ich nicht

    die richtigen Begriffe verwende, bin kein Techniker. Danke!


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

  • Normalerweise werden Kabel Stärke/Querschnitt 1.5 mm im Haus verlegt. Für Herd, Waschmaschine etc. 2.5 mm


    Am besten die Leitungen in ein flexibles Leerrohr verlegen damit es im Bedarfsfall ausgetauscht werden kann.


    Gruss

  • Am besten die Leitungen in ein flexibles Leerrohr verlegen [...]

    carldld Am besten von jemandem machen lassen, der Ahnung davon hat! Ganz ehrlich. Es fackeln doch auch so schon genug Hütten ab...


    Gruß, Robert

    Du hast recht mit machen lassen der Ahnung hat. Leider gibt es sehr viele in Philippinen die behaupten sie hätten Ahnung, nur ist das alles reine Angabe und entspricht nicht der Wirklichkeit.

    Deswegen fackeln so viele Hütten ab.

    MFG
    Soderfla alias Alfredos

  • Klar werde ich dies machen lassen! Habe ja selbst keine Ahnung.

    Ich möchte nur die Kabelstärke wissen denn ein Elektriker hier

    kann ja viel erzählen:D


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

    • Helpful

    Eine Frage an die Expertern hier: wie "stark" sollten die Leitungen im Haus sein?

    Und wie stark die Zuleitung zum Haus? Bitte um Entschuldiging wenn ich nicht

    die richtigen Begriffe verwende, bin kein Techniker. Danke!

    Zum Gesamtpaket Building Permit gehört auch eine Electrical Permit. Da muss sich eine Tabelle befinden in der die Bemessung der Zuleitung aufgeführt ist. Diese ist abhängig von der Gesamtlast des Hauses.


    Lade dir den Philippine Electrical Code herunter, z.B. hier, Chapter 2, Seite 43, Tabelle 2.10.2.6 führt die Absicherung mit zugehörigem Leitungsquerschnitt auf (nach amerikanischer Norm).


    14 unter 15A für Receptacle (Steckdosen) bedeutet AWG 14, entspricht 2mm². Bei Wärmegeräten wie Waschmaschine, Aircon etc. würde ich AWG 12 3,5mm² verwenden. Auch auf die Steckdosen würde ich ein Auge werfen. Es gibt Ausführungen für 10A und 15A Strombelastbarkeit.


    Typische Leitung währe hier z.B. THHN/THWN 14/7 2mm² stranded. Hier gibt es 2 Ausführungen in der Temperaturbeständigkeit, 90/75 und 60 °C. Unter dem Dachstuhl, wo hohe Lufttemperaturen vorkommen können würde ich dann auf die höhere Temperaturbeständigkeit Wert legen.


    Traue keinem philippinischen Elektriker, die machen zu 95% alles falsch. Farbcodierung, schwarz Phase, weiß Neutralleiter, grün Erdung kennt hier kaum einer. Laut Elektrical Code sind für einige Bereiche GFCI-Receptacle vorgeschrieben. Kennt hier so gut wie kein Elektriker.



    Normalerweise werden Kabel Stärke/Querschnitt 1.5 mm im Haus verlegt. Für Herd, Waschmaschine etc. 2.5 mm

    Falsch. Diese Ausnahmeregelung führ Wohngebäude wurde mit der internationalen Harmonisierung vor ca. 30 Jahren abgeschafft.


    Wer keine Ahnung von Elektrotechnik hat sollte weder Empfehlungen aussprechen noch selber installieren.


    Grüße, Bahog Utot

  • Kommt auch darauf an, wo Du wohnst. Das Grundstück meiner Frau grenzt direkt an den Strand. Das Haus steht 40 m vom Wasser entfernt. Die salzhaltige Luft führt zu einer deutlich höheren Korrosionsneigung. Ich habe deshalb auch die "normalen Leitungen" im Haus mit 2,5 mm ausgelegt.


    Fünfhundert Meter vom Meer entfernt oder aber mitten in der Stadt sieht das dann wieder ganz anders aus.


    The man

  • Karl-Heinz,


    Du solltest den auf den Philippinen geeigneten und gebräuchlichen Kabeltype wissen. Der Kabelquerschnitt allein hilft Dir nicht wirklich. Bezüglich Material schreibt hier auch keiner was (Kupfer oder Aluminium, Isolierung?).

    Wenn Du den richtigen Type kennst würde ich an Deiner Stelle dieses Kabel selbst kaufen. Vielleicht kann ja einer der Fachleute einen link einstellen. Seeluft ist in Bezug auf den Querschnitt kein Argument. Wichtig sind Stromstärke und Isolierung. 1.5 mm2 würde ich auch sonst nicht verlegen.

    Gruß,

    Dirk

  • VDE-Norm D (PH weiß ich nicht): bis 16A (Steckdosen) - 1.5 mm2.

    Da in aller Regel als Leuchtmittel LEDs im Einsatz sein werden, würde ich (mehrere Stromkreise) die Beleuchtungskreise mit max. 6A absichern - reicht völlig aus. Verkabelung mit dem bekannten Querschnitt 1,5 mm2 - paar Ringe Sonderangebot Baumarkt D mitbringen - ist billiger als Phil-Leitung.

    Nur Verbraucher mit deutlich höherem Verbrauch (3*5,75 kW entspricht 3*25A, also z.B. Herd oder Durchlauferhitzer, den es so auf den Phils nicht geben wird) werden mit 3 * 2,5 mm2 angeschlossen. Mit dem 3* ist natürlich Drehstrom gemeint.


    Ach so: In der Provinz wird es meist keinen Drehstrom geben. Es gibt aber üblicherweise am Herd Klemmbrücken, mit deren Hilfe man den Herd auch mit Einphasenwechselstrom betreiben kann. Bitte Anschlussplan befolgen - für irgendwas muss der doch gut sein...

  • VDE-Norm D (PH weiß ich nicht): bis 16A (Steckdosen) - 1.5 mm2.

    Sicherung 16A mit Leitung 2,5 mm². Es gab früher mal eine Ausnahmeregelung für Wohngebäude wo 1,5 mm² erlaubt waren sofern keine Elektrowärmegeräte wie Herd, Durchlauferhitzer, Waschmaschine, Wäschetrockner etc. angeschlossen wurden. Dies ist mit der internationalen Harmonisierung vor ca. 30 Jahren weggefallen.


    Nur Verbraucher mit deutlich höherem Verbrauch (3*5,75 kW entspricht 3*25A, also z.B. Herd oder Durchlauferhitzer, den es so auf den Phils nicht geben wird) werden mit 3 * 2,5 mm2 angeschlossen. Mit dem 3* ist natürlich Drehstrom gemeint.

    Standard Elektroherde werden mit 2,5 mm² angeschlossen und mit 16A abgesichert.


    Standard Durchlauferhitzer gibt es mit den Leistungen 18KW, 21KW und 24KW. Am häufigsten wird 18KW installiert. Hier ist der Grenzfall, dass bei kurzen Leitungswegen 4mm² ausreicht bei einer Absicherung mit 25A. An sonsten ist 6mm² zu verlegen und mit 32/35A abzusichern. Der Leitungsquerschnitt ist abhängig von der Leitungslänge und ist über die Berechnung des zulässigen Spannungsfalls zu ermitteln.

    paar Ringe Sonderangebot Baumarkt D mitbringen

    Auf den Phils werden in der Hausinstallation keine Leitungen und Kabel verwendet. Hier werden Adern in Leerrohr verlegt. Die Adern haben hier eine höhere Temperaturbeständigkeit wie Leitungen aus D (NYM).


    Auch könnte die hier unbekannte Leitungsart Fragen bei der Bauabnahme aufkommen lassen. Verbindlich ist hier der phil. electrical code einzuhalten. In chapter 2 findest du die Informationen, Querschnitte und Absicherung, wo ist Erdung zu installieren, wo ist RCCB einzusetzen und vieles mehr.


    Das hier die geltenden Vorschriften oft missachtet werden, oft auch die Ingenieure die Vorschriften nicht kennen, sollte dich nicht davon abhalten die Vorschriften einzuhalten, auch zu deiner eigenen Sicherheit.


    Grüße, Bahog Utot

  • Kommt auch darauf an, wo Du wohnst. Das Grundstück meiner Frau grenzt direkt an den Strand. Das Haus steht 40 m vom Wasser entfernt. Die salzhaltige Luft führt zu einer deutlich höheren Korrosionsneigung. Ich habe deshalb auch die "normalen Leitungen" im Haus mit 2,5 mm ausgelegt.

    Jein! Die Korrosion ist nahe am Strand wirklich viel stärker als weit im Inland.
    Unser Gästehaus liegt etwa 20 Meter vom Meer entfernt, unser eigenes Haus ist etwa 80 Meter entfernt.

    Aber:


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Korrosion immer dort auftritt, wo zwei verschiedene, leitende Materialien zusammen kommen:

    Elektrochemische Korrosion: Von Elektrochemischer Korrosion spricht man, wenn zwei Stoffe (meist Metalle) miteinander reagieren, wobei einer sich auflöst oder stark angegriffen wird.


    Am Anfang hatte ich auch mit Wago Verbindungsklemmen und Lüsterklemmen gearbeitet und über die Pinoy Drähteverdriller gelacht. Nachdem aber einige Verbindungen einfach abgefallen waren, hatte ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Drahtbrüche entstanden immer am Ende der Aderendhülsen.


    Bei der Neuverdrahtung, als ich anfieng auf Solar umzustellen, habe ich mir von einem erfahrenen Chinoy Elektriker zeigen lassen, wie sie die Drähte verdrillen. Den einzigen Unterschied, den ich dabei gemacht habe war keine Isolierband, sondern Schrumpfschläuche für die Isolation zu verwenden.


    Vorteile der Verdrillung:
    1. Keine elektrochemische Korrosion
    2. Bessere Zugbelastung bei Erdbeben und Stürmen

    3. billiger (haha)


    - followyou -

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Korrosion immer dort auftritt, wo zwei verschiedene, leitende Materialien zusammen kommen:

    Elektrochemische Korrosion: Von Elektrochemischer Korrosion spricht man, wenn zwei Stoffe (meist Metalle) miteinander reagieren, wobei einer sich auflöst oder stark angegriffen wird.

    Jede Metall hat ein UR-Potential wobei zwischen unterschiedlichen Metallen eine Potentialdifferenz besteht. Besteht eine leitende Verbindung zwischen 2 unterschiedlichen Metallen, in der Praxis meist Wasser, so kommt ein Strom zum fließen der den Potentialunterschied ausgleicht. Dabei löst sich eines eines der Metalle langsam auf, Korrosion.


    Als damals die Hausinstallation mit Kupferrohren Einzug hielt haben viel Installateure Stahlwolle zum reinigen der Kupferrohre an den Lötstellen verwendet. Dabei gerieten manchmal Faser der Stahlwolle in das Rohr. Rund ein Jahr später gab es dann die ersten Rohrbrüche.


    Habe bei falsch konzipierten Erdungsanlagen schon gesehen wie Reihenweise Netzwerkkarten kaputt gingen, Standfüße von Hochregallagern weggerostet sind ....

    Bei der Neuverdrahtung, als ich anfieng auf Solar umzustellen, habe ich mir von einem erfahrenen Chinoy Elektriker zeigen lassen, wie sie die Drähte verdrillen. Den einzigen Unterschied, den ich dabei gemacht habe war keine Isolierband, sondern Schrumpfschläuche für die Isolation zu verwenden.


    Vorteile der Verdrillung:
    1. Keine elektrochemische Korrosion
    2. Bessere Zugbelastung bei Erdbeben und Stürmen

    3. billiger (haha)

    In D ist Verdrillen verboten da hierbei die Ader mechanisch verformt wird. Das führt zu Mikrorissen bis hin zu Aderbrüchen. Habe in meinem Leben schon etlich Abzweigdosen gesehen wo dies zu Unterbrechungen bis hin zum Schmorbrand geführt hat.


    Wenn bei dir die Verwendung von Aderendhülsen und/oder Wagoklemmen zu Fehlern führt wird irgend etwas falsch gemacht.


    Grüße, Bahog Utot

  • In D ist Verdrillen verboten da hierbei die Ader mechanisch verformt wird

    Und wieder einmal muss ich sagen, dass wir hier in den Philippinen sind. OMG!

    Wenn bei dir die Verwendung von Aderendhülsen und/oder Wagoklemmen zu Fehlern führt wird irgend etwas falsch gemacht.

    Was denn?
    Ich hatte früher in der Schweiz Tausende solcher Klemmen und Hülsen verbaut. Nie hatte ich die Probleme, welche hier aufgetaucht sind.
    Der grosse Unterschied ist die mit Meerwasser geschwängerte Luft = sehr guter Elektrolyt.


    - followyou -

  • In meinem Neubau, Bj. 2015 in Thailand wurden folgende Teile Verbaut:


    Im Sicherungskasten:

    - Hauptsicherung 63 A

    - Sicherungsautomaten für Aircon, Durchlauferhitzer, etc. 32 A, 8 Stück

    - Sicherungsautomaten für Beleuchtung, Steckdosen, etc. 16 A, 4 Stück

    - FI Schutzschalter 40 A


    Weiterhin sind alle Leitungsquerschnitte in 2,5 qmm verlegt worden, (die Durchlauferhitzer haben max. 6 KW)


    Als Erdung sind 4 Kupferstangen 2 m Lang und 10 mm dick in den Boden geschlagen worden und mit 6 qmm grün/gelb einzel Kabel (4 Kabel) bis zum Sicherungskasten auf die Erdungssammelschine verlegt worden.


    Ich rate alle Kabel / Drähte in der richtigen Farbe verlegen zu lassen, philippischen Standard! Aufpassen, genau hinschauen, wenn erst mal einer geschlampt hat wird einfach mit falschen Farben weiter verlegt.

    Beispiel:

    Bei mir wollten die Elektriker die Aircons die Phase in der Farbe grün verlegen!!! Da habe ich natürlich Protest eingelegt. Daraufhin haben die dann im Geschäft Schwarz isolierte Kabel geholt.


    Das die Kabel alle verötelt / verdreht verbunden werden ist blöd aber anscheinend Standart? Funktionierte in den fast 5 Jahren einwandfrei.


    In den Wänden undbedingt so wie bei mir alle Kabel in Leerohre verlegen lassen, nicht zu dünne Rohre wegen der Nachinstallation, später.


    Weiterhin rate ich einen elektrischen Boiler anzuschaffen, 80 Liter sollte genügen, der als zentrale Warmwasserversorgung verlegt wird. Die Durchlauferhitzer sind immer ein Störfaktor.

    An der Dusche kommt wenn ein Boiler vorhanden ist und zentrale Warmwasserversorgung installiert ist voller Druck, mit dem Durchlauferhitzer nicht, da ist zumindet bei mir der Druck reduziert.

    In meinem Haus sind 4 Stück (Küche und 3 Bäder). Zwei sind schon zur Reparatur gewesen, davon einer zwei mal und geht immer noch nicht richtig.


    Noch ein Wort zur Wasserversorgung:

    Ich habe einen 1000 Liter Wassertank im Garten, nähe Pumpenraum (Dort wo auch die Schwimmbadpumpe installiert ist.) eingegraben. Die Brauchwasserpumpe (250 Watt) saugt aus dem Tank an und das Wasser wird durch einen Siebfilter in das Hauswassersystem gepumpt.

    Im Tank sind zwei Schwimmerventile.

    Bei fallendem Wasserspiegel öffnen diese und wenn der Tank voll ist schließen sie.

    Vorteil dieses Systems:

    - Du hast immer Wasser, auch wenn die Wasserleitung von der Straße keinen oder nur wenig Druck hat.

    - Du kannst den Wasserdruck im Leitungssystem z. B. auf 2 oder 2,5 Bar einstellen, so das Du vernünftigen Druck im Haus hast.


    Ich hoffe ich konnte Dir einige Tipps geben die Helfen...


    Wenn Du weitere Fragen hast gerne...

  • Ich habe in den Phil. alles selbst gemacht. Habe eine Phil Elektriker den ich bezahle , weil man den fuer die Cebeco braucht. Da

    ich keine Lust habe Fehler zu suchen hab ich Ihm gesagt: " Bitte fass nichts an". Habe nur Phil. Material verwendet. Das laeuft

    seit 20 Jahren so. Sorgfaeltiges Arbeiten ist voraussetzung. Man hat ja Zeit. Mein privates Sromnetz ist ca 3 Ha gross