Kakaoanbau als Geschäft

  • Viecher fressen die Kirschen, die rohen Bohnen werden im Darm anfermentiert und ausgekackt. Die Farmer sammeln deren Kacke, pulen die Bohnen raus und verkaufen sie für 100 USD/kg. Das wäre doch was!


    Die Wahrheit ist, dass die Katzen zwangsgefüttert werden und der Kaffee scheiße schmeckt. ..man muss nur einen Blöden finden, der für sowas bezahlt.


    Für sehr gute Kakaobohnen wird in Deutschland zwischen 6-8 EUR/kg bezahlt (b2b). Ich kann mir schon vorstellen, dass das wirtschaftlich Sinn macht. Ob in den Philippinen diese Qualität produzierbar ist eine andere Frage.

  • mytilus:
    Coltan und Transistoren mit Kakao zu vergleichen ist wohl ein wenig weit hergeholt ... However, I kann mich auf solides wissen über den Kakaoanbau und Verarbeitung in der Familie verlassen. Zudem ist es keine jährlich wiederkehrende Prozedur wie Reis oder so, es sind Bäume die nach vier bis fünf Jahren zu tragen beginnen und von da an kontinuierlich tragen. Da ich nicht darauf angewiesen bin bis morgen bzw. nächstes Jahr Resultate erzielen zu müssen gehe ich es locker an.


    Das "zumeist billig angebotene" Produkt, konnte noch nie die tatsächliche Weltnachfrage bedienen. Seit 1974 wird jedes Jahr mehr Kakao verbraucht wie im Jahr davor und bis in fünf Jahren können die Preise schon wieder ganz anders aussehen, was angesichts der derzeitigen "all time low" der Preise durchaus wahrscheinlich ist. Obendrein beginnen die Chinesen gerade erst ihre Liebe für Schokolade zu entdecken. Davon abgesehen bekommt man hierzulande nur raffinierten Kakao, d.h. Kakaobutter und Kakaopulver werden getrennt. Für Schokolade z.B. werden die beiden Komponenten erst wieder zusammengeführt und mit Milchpulver, Zucker und anderen Zutaten verrührt.


    In Zeiten biologisch rundum einwandfreier Produkte, Draftbier und Co., militanter Veganer und probiotischer Tupamaros allenthalben glaube ich schon, dass hier durchaus was machbar ist. Auf jeden Fall haben meine Tester hier sehr positiv auf das Produkt reagiert ...


    Gruß,
    Bildermensch

  • Hallo,
    inzwischen habe ich ein paar weitere informationen zum Thema Kakao: Inzwischen kann man in den Philippinen nicht mehr einfach so Kakaobauer werden. Besuch eines staatlich vorgeschriebenen Seminars ist unumgänglich. Damit einher gehr quasi eine Mitgliedschaft in einer philippinischen Kakaogenossenschaft. Seminar ist abgeschlassen und die ersten 1000 Bäume sind gepflanzt und dmit ein Ha bewirtschaftet. Nach informationen der Genossenschaft ist pro Ha ein Ertrag von 3 bi 4 Tonnen Kakaobohnen zu erwarten. Der aktuelle Kilopreis für unfermentierte Bohnen liegt bei 100Php.
    Der Grund für die staatliche Einmischung liegt wohl darin, dass in den Phillis tatsächlich eine gute Kakaoqualität produziert werden kann und der Staat versuchen möchte mehr Bauern davon zu überzeugen auf Kakao zu setzen. Grund dafür ist sicherlich auch die nach wie for große Nachfrage.
    Gruß,
    Bildermensch

  • Hi Folks,
    ich bin auf der Suche nach einem Supplier von Gärtnereigerät (Hächseler, kettsensägen, Baumscheren and such) im östlichen Mindanao (Davao City wär cool)!
    Kennt da Jemand Jemanden?
    Gruß
    Bildermensch

  • sehr interessantes Projekt, mit guter Qualität läßt sich sehr wahrscheinlich doch etwas erreichen...viel Glück

    Grüße aus Haukeliseter, Telemark / Norge - http://www.haukeliseter.no


    Frank Peter


    ....der Feind, den ich kenne ist mir lieber als der Freund, der mir in den Rücken fällt...


    Maturity is not when we start speaking BIG things. It is when we start understanding small things….

  • Alaska .: dort wurden die Deutschen nicht Reich weil Sie Gold suchten sondern weil Sie das Equipment dazu verkauften !


    Warum Kakau verkaufen besser wäre es die Pflanzen zu verkaufen die jeder Kakaubauer bracht !


    Sozusagen eine Baumschule mit ertragreichen Kakausorten zu haben welche entweder als Seedlings oder mit Ableger gezogen werden .



    Peter

  • Zu diesem Thema gab es kürzlich einen interessanten Film im Fernsehen (pro7 Galileo?) wo gezeigt wurde wie Rittersport die angeblich weltweit größte Farm für Biokakao (auf Nicaragua oder Ceylon?) anlegt.


    Dazu gehört auch eine grosse Baumschule wo Kakaopflanzen aufgezogen werden


    Eine Maschine haben die auch im Einsatz die die Bohnen automatisch aufschneidet, die Handarbeit entfällt teilweise in dieser Bio-kakaofabrik die nicht weit von den Pflanzungen steht.


    Wie sie das ohne Pestizide und Herbizide machen weiss ich nicht, in dem Film wurden die Kakaopflanzen unter bestehenden Kokospalmen gepflanzt weil sie anscheinend nicht viel Sonne brauchen und mit etwas Schatten besser gedeihen

    Bahalag saging basta labing

  • Den Kakao den ich auf den PH kenne, kommt von NESTLE, wie so vieles dort.
    Wenn Du genug Fläche für den Anbau hast, käme es auf einen Versuch an. ICH habe es mir abgewöhnt, auf den PH Geld verdienen zu wollen. Lebe ruhiger damit.


    Geben ist seliger denn nehmen.....(steht das nicht sogar in der Bibel?) Sonst würden ja nicht so viele arme Kakao-Bauern die reichen Kirchen mit ihren Spenden noch reicher machen.
    Kakaoanbau auf den PH gibt es, die Bauern leben an der Armutsgrenze.












    Cacao-Trace: Das Comeback des Kakaos auf den Philippinen
    Auf
    den Philippinen wurde Kakao vermutlich um 1670 durch einen spanischen
    Seemann eingeführt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts erlebt der
    Kakaoanbau eine neue Blütezeit, da die Farmer eine vielversprechende
    Ergänzung zum Anbau von Früchten erkannt haben. Auf der Insel Davao 
    verfügen die Farmer im Durchschnitt über Plantagen von rund 5 Hektar (12
    Ar). Sie pflanzen ihre Kakaobäume in Synergie mit dem vorhandenen
    Ökosystem, im wesentlichen Kokospalmen. Die Kakaobäume - Varietät
    Trinitario - werden in großen Baumschulen gezogen und dann verteilt.
    Nach zwei Jahren können Kakaobohnen geerntet werden. Die Bohnen werden
    in Holzboxen fermentiert und unter der Sonne getrocknet, unter Beachtung
    höchster Qualitätsstandards
    http://cacaotrace.com/de/die-welt-des-kakaos

    Edited once, last by sanukk ().

  • scheint mir weniger aufwändig und hier auf den Phils lohnender als Kakaoanbau zu sein.


    Bei einem der vielen Grundstücksbesuche (Schwager sucht Baugrundstück)
    haben wir eine mehrere ha - grosse Farm besichtigt.
    Eine ältere Dame bewirtschaftet diese Fläche mit ein paar Helfer.


    Wie sie uns mitteilte, ist es ein lohnendes Business - es würde mehr Geld erzielen als ein einmaliger Grundstücksverkauf.


    :hi

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • . . . statt Kakao !


    Ergänzend zu meinem Beitrag, möchte ich noch BAMBUS erwähnen!


    Hat jemand gewusst, das hier in Dauin die grösste Bambusplantage der Visayas und Mindanao ist? (etwa mittig, Strecke Dauin - Zamboanguita, landeinwärts) 8-)


    42 (!) verschiedene Bambussorten werden dort gezüchtet!


    Lt. der Direktorin der Sillimann Universität, die dort auch Fläche besitzt, werden weitere Anbauflächen gesucht!


    Vorhandene Fläche bewirtschaften lassen, beim Arbeiten zusehen und Geld verdienen! :floet


    :hi

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • Die Frage ist aber, was man mit Bambus verdienen kann? Wieviel zu welcher Einheit gibt die Universität aus? Könnte vielleicht eine Einnahmensquelle für die Eltern meiner Frau sein.

  • Ich hab seit 8Jahren eine solche Farm. Gewinn ist null, die Kosten sind zu hoch
    Selberessen ist besser. Das ist sehr gesund wenn man die richtige Sorte hat.


    mfg Gunter

  • @Dr.Shiva
    einfach mal nachfragen, die Bambus - Dame (Direktorin d. Sillimann Universität) ist sehr freundlich und auskunftsbereit :thumb


    Nordwest
    welche Gegend?
    bei der Dragon - Dame :473 klang das anders, zur Erntezeit karrt sie Mengen zu den Märkten.
    (DGT und Umgebung)
    Sie hatte uns sogar gefragt, ob wir ein paar Kisten mit ins Tal bringen können!
    (ging nicht, zu wenig Platz).
    Dragonfrucht ist ja auch relativ teuer, ich meine, wir haben 150 Peso/Kilo bezahlt?


    :victory

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • bei der Dragon - Dame klang das anders, zur Erntezeit karrt sie Mengen zu den Märkten.
    (DGT und Umgebung)


    Koennte das vielleicht daran liegen, daß unsere liebe Dragon-Dame, wie viele Filipinos (aber natürlich auch Deutsche mit unterentwickelten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen), Einnahmen bzw. Umsatz mit Gewinn gleichsetzt?


    The man


  • in die Bücher haben wir nicht eingesehen 8-)


    die Gegend bei der Dragonfruitfarm ist sehr attraktiv, die meisten Grundstücke haben eine tolle Aussicht aufs Meer bzw. auf die Berge.
    Mein Schwager hat nun direkt dort rd. 4000 qm gekauft, rd. 650 Peso / qm.
    Die Drachendame hat erheblich mehr Fläche und will nicht einen qm verkaufen 8-)


    Nicht alle Filipinos sind betriebsblind!!!
    Die Anbauflächen / Pflanzen sahen sehr ordentlich und gesund aus!


    :floet

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • Dragonfrucht


    https://www.youtube.com/watch?v=JfXgGkBYWZk


    Die Farm ist in Asturias Cebu. Der Verkaufspreis ist bei Direktvermarktung
    120 PHP / Kg, Alle 14 Tage ca 40-50 Kg. Wir verkaufen an der Nationalstr. Samstags.
    Da gibt es viele Ausfluegler von Cebucity.


    Ableger sind das Geschaeft. ca 50 PHP pro 6 inch. Aber aus Solidaritaet mit den
    anderen Farmen leider nicht gern gesehen. Berechtigte Angst vor dem Preisverfall.
    So werden die Ableger in der Sonne vertrocknet.


    Die Anlage ist sehr Kostenintensiv. Die Pflege ist ganzjaehrig. Erntezeit
    normalerweise Juni bis Oktober.


    Das Climarisiko ist gross. Zuviel Regen oder Trockenheit wie in diesem Jahr
    vermindern den Ertrag.


    Das beste ist es als Hobby zu betrachten, habe einige Experimente gemacht und moechte die
    Fruechte nicht missen. Die Mengen die wir verspeisen koennten wir uns nicht
    leisten zu kaufen.


    mfg Guenter

  • Hi,

    inzwischen wachsen 9000 Kakaobäume auf unserem Grundstück. In ca. 18 bis 36 monaten sind die ersten Erträge zu erwarten. Pro Hektar kann pro Jahr mit 1-2 Tonnen Ertrag gerechnet werden, so viel habe ich inzwischen erfahren. Pro Kilo unfermentierter Bohnen werden etwa 100 php aufgerufen, Produkte wie Tableas erzielen zwischen 300 und 500 php, je nach Qualität.

  • Hi Bildermensch.


    Klingt spannend.

    Welche Sorten hast Du angepflanzt?

    Was mir an der Kakao-Bohne besonders schmeckt, ist beim Aufschlagen der reifen Frucht die weissliche Masse, die den Holder der einzelnen Bohnen, umgibt.


    Dann mal viel Erfolg u. halt uns auf dem Laufenden:hi

    We apologize that maintenance is taking longer than expected.

    Thank you for your understanding!

  • Welche Sorte? Also es ist auf jeden Fall eine Criollo Sorte. Welche Pflanzen genau weiß mein Team.

    Ja die Pulpe, dank der die Bohnen dann fermentieren. Kann man auch Wein draus machen.

    Ist ein Genuss der mir noch bevor steht.

    Gruß

    Bildermensch

  • Hallo Bildermensch,

    ja, halte uns unbedingt auf dem Laufenden, finde ich gut mit dem Kakao, wurde meiner Meinung viel zu wenig Beachtung geschenkt, denn hier waechst eine sehr guter Kakao. Das gleiche mit Kaffee, hier gibt es auch einen hervorragenden Kaffee, ich habe vor einigen Tagen irgendwo gelesen, das 2 phil. Kaffees in Mailand einen internationalen award gewonnen haben. Ein Kaffee war aus Bukidnon der andere aus Sagada.

    Jetzt lernen Japaner hier einige Farmer an, Tee und Buchweizen fuer den Export anzubauen. Ich finde hier koennte man so Einiges bewegen in der Landwirtschaft.