Fliesen explodieren

  • Arthur ... Die Marke vom Fliesenkleber ist wie auf dem Bild ABC... auch das Fugenmaterial ist auch ABC.

    Alle Fliesen wurden vorher ins Wasser gelegt, ausgefugt wurde immer erst einige Tage später. Hatte nie Wasser ums Haus.

    Nach demontage aller Fliesen, war auch absolut kein Riss darunter zu sehen.

  • Ein Maurer sagte mir mal das groessere/dickere Betonelemente sogar einige Jahre hinweg durchtrocknen, also vollstaendig trocknen.


    Das es zwei Jahre dauert, bis die Fliesen krachen, in Verbindung mit fehlenden Fugen, macht also so gesehen dann schon Sinn.


    Und ja, wie erwaehnt wurde, leider machen hier viele (die meisten) erst die Waende und giessen den Beton dann dazwischen. Statt wie es sich gehoert, erst Beton-Fundament und dann Waende darauf.

    Zahnspachtel - sehe ich selbst bei unserer Mall bei den Reparaturarbeiten an den Fliesen nie.

  • Arthur ... Die Marke vom Fliesenkleber ist wie auf dem Bild ABC... auch das Fugenmaterial ist auch ABC.

    Alle Fliesen wurden vorher ins Wasser gelegt, ausgefugt wurde immer erst einige Tage später. Hatte nie Wasser ums Haus.

    Nach demontage aller Fliesen, war auch absolut kein Riss darunter zu sehen.

    Scheint alles ok zu sein. Wurde das Gemisch im richtigen Verhältnis angemacht? Das Gemisch muss in einer vorgegebenen Zeit verarbeitet werden.

    Wurde der Untergrund begradigt?

    Hier noch 2 Link zum Flachbettverfahren:
    http://www.fliesenrabatte.com/…tlich-einen-zahnspachtel/


    https://diybook.at/bauen-renov…rlegetechniken-ueberblick


    Also den richtigen Zahnspachtel besorgen für die anstehende Reparaturarbeit.

  • Ein Maurer sagte mir mal das groessere/dickere Betonelemente sogar einige Jahre hinweg durchtrocknen, also vollstaendig trocknen.

    Aha! Mein Maurer sagte, er wuerde nach der Beton konstruktion sogar 10 Jahre warten, bis er mit dem Bau fortfahren wuerde.

    Der spinnt, dachte ich fuer eine Weile. Aber jetzt....


    auch das Fugenmaterial ist auch ABC.

    Ob das so eine gute Idee war?


    Das Material, das Arthur zeigt, habe ich im Bad verwendet. Es griff die Haende des Arbeiters an.

    Gemeckert hat er nicht. Erst als ich seine Haende sah, besorgte ich ihm Handschuhe.


    Gruss

    Nik

  • Naja, zwischen normaler notwendiger Trocknung (3-4 Wochen) und tatsechlich vollkommener 100%iger Trocknung bis in die innersten Poren von besonders dicken Betonelementen, besteht glaube ich schon ein Unterschied :)


    Inwiefern das aber bei dem hiesigen Klima/Feuchtigkeit und Qualitaet, Verarbeitung usw. auf die Bewegungen im Material Einfluss hat, keine Ahnung. Bin ja kein Fachmann. Beton trocknet aber soweit ich weiss physikalisch und nicht chemisch. Insofern. Ein halber Milimeter hier, ein halber Milimeter da. Kann mir schon vorstellen das es in sehr unguenstigen Kombinationen zu obigem Resultat fuehren KANN. Nicht muss.


    P.s.: Na klar greift das die Haende an. Ist ja auch Lauge. Starke Lauge. Habe mir mal beim Verputzen einer Wohnzimmer Wand in Deutschland ganz schoen die Haende veraetzt. (Rauhputz)

  • Und ja, wie erwaehnt wurde, leider machen hier viele (die meisten) erst die Waende und giessen den Beton dann dazwischen. Statt wie es sich gehoert, erst Beton-Fundament und dann Waende darauf.

    das ist schon durchaus richtig das die das so machen. Hat was mit den seismischen Aktivitäten dort zu tun. Nur muß man das eben beachten bei den weiteren Bautätigkeiten...

  • Fugenmörtel von ABC ist sicher eine gute Idee. Nimmt man ABC Fliesenkleber ist es keine gute Idee. Den Fugenmörtel gibt es in allen Farben.

    Den normalen Fugenmörtel muss man nach dem Einbringen noch versiegeln, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Das Einbringen frühsten nach 24 Stunden.


    Ja dieser Maurer spinnt mit seinen 10 Jahren oder willst du uns auf die Schippe?:floet Frage wie machen die dies zB bei einem Hotelneubau?
    Oder ist dies der Grund, dass man hier in den Philippinen so viele halbfertige Bauten sieht, weil die 10 Jahre noch nicht um sind?:ironie

    Edited once, last by Arthur ().

  • Wenn man die Ursache nicht findet, wirst du das ganze Disaster wieder erleben.

    Dem ist nichts hinzu zu fuegen, da voellig richtig!



    Mein Fliesenleger war wirklich gut, für philippinsche Verhältnisse, aber scheinbar nicht gut genug um mir nicht dieses Desaster zu ersparen.

    Hier in der Provinz hab ich schon gesehen, wie Carpenter den Duennbettmoertel noch zusaetzlich mit Zement mischten um ihn 'stronger' zu machen, als der Auftraggeber einschritt u. darauf hinwies, sie sollten doch bitte die Gebrauchsanweisung auf der Packung lesen, bevor sie das Material vernichten, kam nach kurzer Bedenkzeit die Antwort, sie machen das immer so. Spaeter stellte sich heraus, dass sie zum ersten mal in ihrem Arbeitsleben mit Duennbettmoertel zu tun hatten...


    Es ist die Frage, ob man den philippinschen Arbeitern/Carpentern die neuen Materialien 'aufzwingen' sollte, vorallem da das Verstaendnis fuer die neuen Arbeitstechniken fehlt . Ich habe vor 9 Jahren 2 Carpentern den Vorschlag gemacht, sie in das Duennbettmoertelverfahren einzuweisen; wurde abgelehnt. Die Fliesen, die sie 'traditionel' verlegt haben, halten immer noch!

  • Also ein Carpenter ist ein Tischler. Wenn Tischler bei dir die Fliesen legen, würde ich da schon mal anfangen mit der Fehlerbehebung... :Rolf

  • Also ein Carpenter ist ein Tischler. Wenn Tischler bei dir die Fliesen legen, würde ich da schon mal anfangen mit der Fehlerbehebung

    sollte eigentlich bekannt sein daß dieser begriff hier im land die bedeutung des bauhandwerkers im allgemeinen hat , diejenigen die sich ausschließlich als tischler und mit holz beschäftigen nennt man anders , weißt du sicher selbst . .

    das verlegen von fliesen gehört zur arbeit des carpenters , was aber eine sicherung der vorhandenen sachkenntnis nicht ausschließen sollte

    „ Man ist nicht zu betrunken , solange man auf dem Boden liegen kann ohne sich festzuhalten.“

  • Also ein Carpenter ist ein Tischler. Wenn Tischler bei dir die Fliesen legen, würde ich da schon mal anfangen mit der Fehlerbehebung... :Rolf

    Carpenter ist der Überbegriff im Bauhandwerk in den Philippinen. Unterbegriffe:


    Mason
    Electrician
    Welder
    Cabinet maker
    Plumber
    Installer

    Mason Tiles Setter wäre der richtige Begriff wie er hier in den Philippinen gebräuchlich ist.

    usw.

    Edited once, last by Arthur ().

  • Inwiefern das aber bei dem hiesigen Klima/Feuchtigkeit und Qualitaet, Verarbeitung usw. auf die Bewegungen im Material Einfluss hat, keine Ahnung. Beton trocknet aber soweit ich weiss physikalisch und nicht chemisch.

    Nein dies ist ein chemischer Prozess.


    Deshalb ist es streng genommen falsch zu sagen, dass Beton trocknet. Das wäre der Fall, wenn das Anmachwasser an die Umgebung abgegeben würde. Doch Beton erhärtet, gerade weil Wasser vorhanden ist, nicht etwa, weil Wasser entweicht. Erstaunlicherweise reagieren die H2O-Moleküle mit dem Zement zu steinharten Feststoffen.
    Quelle:

    https://www.baustoffwissen.de/…rstarren-von-frischbeton/



  • iIgendwie schon komisch, es lösen sich immer mehr Fliesen und wenn ich mit der Flex die Fugen freischleife, springen sie regelrecht nach oben, obwohl der Untergrund noch in Ordnung zu sein scheint.

    Meine Theorie war ein Dehnungsproblem, aber das Verhalten macht mich wieder misstrauisch.

  • nimm mal ein langes gerades Brett und schau ob sich der Boden leicht gewölbt hat.
    Wie dick haben die aufgetragen zwischen Beton und Fliesen?

    nicht jeder versteht meine art von humor. ich lache aber auch gerne alleine.

  • könnte aber auch wasser dazwischengelaufen sein (meine theorie) und wieder getrocknet , die fliese sitzt dann nicht mehr fest und löst sich mehr und mehr mit der zeit

    „ Man ist nicht zu betrunken , solange man auf dem Boden liegen kann ohne sich festzuhalten.“

  • Mike # 49 Also ein Carpenter ist ein Tischler. Wenn Tischler bei dir die Fliesen legen, würde ich da schon mal anfangen mit der Fehlerbehebung..

    Erst mal meinen Dank an bernd f u. Arthur. Besser haette ich den Begriff des phil. Carpenters nicht erklaeren koennen.


    Pimooh #53 irgendwie schon komisch, es lösen sich immer mehr Fliesen und wenn ich mit der Flex die Fugen freischleife, springen sie regelrecht nach oben, obwohl der Untergrund noch in Ordnung zu sein scheint.

    Meine Theorie war ein Dehnungsproblem, aber das Verhalten macht mich wieder misstrauisch.

    So wie ich es nach deinen Bildern beurteilen kann, sind die Fliesen mit Minimalfugen verlegt

    Streichholzstaerke?! Da brauchst du ne sehr ruhige Hand, um mit der Trennscheibe nur die Fugen frei zu legen ohne die Fliesenkanten zu zerzauseln. Was mich intressiert: ist das Haus auf Streifenfundamenten oder auf einer Bodenplatte errichtet worden.


    bernd f #55 könnte aber auch wasser dazwischengelaufen sein (meine theorie) und wieder getrocknet , die fliese sitzt dann nicht mehr fest und löst sich mehr und mehr mit der zeit

    Wenn Deine Theorie zutreffend waere, wuerden sich die Fliesen zwar loesen (koennen), aber nicht 'springen' (= Spannung aufbauen), wenn der Untergrund wieder trocken ist.

  • iIgendwie schon komisch, es lösen sich immer mehr Fliesen und wenn ich mit der Flex die Fugen freischleife, springen sie regelrecht nach oben, obwohl der Untergrund noch in Ordnung zu sein scheint.

    Meine Theorie war ein Dehnungsproblem, aber das Verhalten macht mich wieder misstraui

    Du hast hier Anleitungen bekommen.

    1 Die Fliesen stehen unter Spannung das ist klar. Wenn die Spannung bis zu der Stelle grösser ist als die Haftung, dann löst sich die Fliese irgendwann. Oder sie reist sogar. ZB wenn du ihr den Platz gibst, indem du die Fuge entfernst. Die Spannung durch Druck ist also so hoch, dass eine Fuge nicht reicht. Wenn du Glück hast, bleiben die anderen dann drin. Ich würde wohl mehr als ein Fuge durch Silikon ersetzen.




    2 Mit den Gummihammer oder einem Holz die Fliesen abklopfen. Was hohl klingt ist schon lose und hält nur noch im Verbund.

    Es ist doch ganz einfach:

    - Schrumpft der Untergrund stehen die Fliesen und Druck. Entfernst du das Gegenlager können die Fliesen dem Druck nachgeben und sich lösen.

    - Dehnt sich der Untergrund gäbe das Risse; meist entlang der Fugen.

    LG Sunny

    In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz gewährleistet.
    „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

  • Die Fugen zwischen den Fliesen sollte mindesrens 2mm sein. Bei Bodenfliesen ca. 5mm Luft zur Wand lassen. Bei Wandfliesen in den senkrechten Ecken ebenfalls Luft zur Wand lassen. Und bei der Gegenfliese in der Ecke 3mm Luft lassen. Nach 2-3 Tagen ausfugen. Dann nach 2-3 Tagen gutes Silikon zwischen Wand und Bodenfliese einbringen. Ebenso bei den Wandfliesen in den senkrechten Ecken.

    So mache ich es immer.

  • Im Dünnbettverfahren würde ich nur Flexkleber verwenden. Als Zahnspachtel für Bodenfliesen 8-10mm. Für Wandfliesen 4-6mm.


    Dünnbettverfaren würde ich nur bei 100% ebenen Wänden verwenden. Kleine Unebenheiten zeichnen sich im Fugenbild ab.


    Dickbettverfahren sollte das Mischungsverhältnis 1:4 - 1:5 betragen. Bei Wandfliesen 15-20mm Dicke, und bei Bodenfliesen 20-30mm Dicke. Die Mischung sollte nicht zu nass seln. Als Sand für die Mischung gesiebten Sand verwenden.


    Ich würde hier aber immer das Dickbettverfahren anwenden.


    Bei Übergängen in einen anderen Raum eine Dehnungsfuge ca. 10mm berücksichtigen. Ansonsten benötigt man keine Dehnungsfugen in Räumen.


    Wenn man dieses und ein Post vorher alles berücksichtigt, wird keine Fliese "explodieren".