Leben auf den Philippinen - Das Gefühl der Freiheit.

  • Seit Jahren lese ich in verschiedenen PH - Foren, dass viele Expats sich auf den Philippinen freier fühlen als in ihren Herkunftsländern D - A - CH.


    Worin liegt das Gefühl begründet? Was ist die greifbare - mehr Freiheit - über die hier gesprochen wird.


    Ein Beispiel von Berni 2 will ich mal zitieren:


    Genauso wie Carabao schrieb ist es, deshalb zögere ich ja immer noch nach Deutschland zurueck zu gehen. Bei mir ist es nicht das Geld oder die Frauen hier, bei mir ist es das Gefühl der Freiheit ich fühle mich hier einfach freier als in Deutschland, wo ich mich immer eingeengt vorkam. Das hat vielleicht aber auch damit zu tun das ich hier ja nichts mehr mache, ich lebe nur noch, in Deutschland war ich selbständig und hatte dadurch auch viele Verpflichtungen ob Finanzamt, Termine oder sonstige Sachen. Ich stand in Deutschland ständig unter Druck und habe zwischen 12 und 15 Stunden gearbeitet, das muß man auch um erfolgreich zu sein und gutes Geld zu verdienen und das fällt hier halt alles weg. Das ist bestimmt bei vielen Expats so, sie haben hier einfach kein Stress mehr und deshalb ist das Lebensgefühl auch besser als in Deutschland.


    Dieses mehr an Freiheit welches er schlußfolgert, liegt ja nicht unbedingt an den Philippinen sondern ist darin begründet nicht mehr arbeiten zu müssen.



    Woran macht ihr eure mehr Freiheit auf den Philippinen fest?!


    Partyevent

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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • Ich glaube, man sollte das auch ein wenig in Sachen "tropisches Flair" sehen. Mehr Sonne führt auch zu weniger Depressionen und einem deutlich besseren Gemütszustand. Ich glaube, das mit dem Gefühl von mehr Freiheit hängt auch damit zusammen (wenngleich man das in manch anderen tropischen Ländern durchaus auch haben kann). Zudem: Wie viel Bürokratie hat man hier denn überhaupt als ausländischer Resident? Ab und an mal auf Immigration um das Visa verlängern, bzw. sich den Stempel kleben zu lassen?


    Selbst wer kein Rentner oder Privatier ist und (noch) arbeiten muss, kann sich normalerweise auch am Wochenende am Strand gemütlich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und gemütlich mit dem selben Budget ein paar Bierchen mehr runterplätschern als zu Hause in DE/AT/CH. Und dann gibt es noch die Menschen hier - kaum Miesepeter wie zu Hause in Europa. Gut, manch einer hat dann eben noch die "bucklige Verwandtschaft" (siehe in dem entsprechenden Thread) der Asawa am Hals, aber auch das lässt sich regeln. Egal ob nun hier auf den Phils oder zu Hause, wo es solche Typen auch gibt.


    Ich glaube, es hängt einfach mit dem anderen Lebensgefühl zusammen, welches hier herrscht. Weniger Stress, weniger rumgehetze und "typisch südländisch" brauchen manche Dinge eben ihre Zeit. Wer damit umgehen kann, fühlt sich sicher schon mal deutlich freier.


    Und was mich selbst anbelangt: Ich bin sehr froh darüber, meinen Lebensmittelpunkt hierher verlegt zu haben. Ist alles perfekt? Nein, noch nicht. Aber gut Ding braucht Weile.

    "Diejenigen, die zu klug sind um sich in der Politik zu engagieren,
    werden dadurch bestraft werden, dass sie von Leuten regiert werden, die
    dümmer sind als sie selbst."

    Platon

  • Auch wenn man durch die Strassen geht, es ist viel freundlicher als in deutschland.
    Viel mehr Menschen hier lächeln einen an - die Sonne scheint.
    In Deutschland lächelt so gut wie niemand, Miesepeter überall und der Himmel ist ständig grau.

  • du bist ein sehr lustiger Geselle,
    Und scheinst von den Philippinen sehr wenig Ahnung zu haben, es gibt hier auch ein Leben auserhalb Manila und Co.
    Wir leben hier in den südlichen Visayas direkt am Meer. Kristall klares Wasser, wie im Aquarium, freundliche Leute überall,
    Bla, bla, bla, da brauchst du in Europa nicht mal drüber nachdenken.....
    Gruß Richy

  • Es ist die Freiheit deutsche Besserwisser, Kniefiesl und Korinthenkacker großräumig zu umgehen. In D. ist das so nicht möglich.
    Beim TS braucht man meiner Meinung nach nicht mit Natur und sonstig schönem Leben kommen, da es sich um einen "Realmaterialisten"
    handelt. Diese sind völlig immun gegen Romantik oder "Freiheit". Sie stehen auf dem Boden von Rente, Versicherung und
    "Sicherheit" und empfinden die Wahl dafür als Ausdruck ihrer Freiheit. Sollen sie haben. Jedem das Seine.
    Ich denke nun geht die Sophisterei los, aber was solls .... :clapping

  • Eigentlich weiss ich gar nicht was ich zu diesem Thema schreiben soll :D Wäre eine ellenlange Liste.
    Mir/uns gefällt das Leben hier, es ist so wie wir es uns wünschen was will man mehr?
    Die Frage ob es in D oder anderswo besser wäre stellt sich für mich erst gar nicht.


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

  • Regeln und Gesetze sind dazu da das Zusammenleben von Menschen zu ordnen.
    Sie schränken aber die individuelle Freiheit ein.
    In den Phils gibrt es weder gross Regeln noch Gesetze, respektive man muss sich
    meist nicht darum schehren.
    Deshalb ist die Freiheit gross und die Ordnung im Zusammenleben chaotisch.


    Man kann das nun mögen oder eben nicht. Ist jedem selbst überlassen.

    nicht jeder versteht meine art von humor. ich lache aber auch gerne alleine.

  • Die Freiheit brigt auch mehr Eigenverantwortung mit .Aber auch mehr rücksicht zu nehmen auf andere .Denn es ist hier nicht so wie in Deutschland das jeder eine Versicherung hat für jedes wehwehchen . wenn ein Philipino oder auch andere die nicht so das große geld haben einen schweren Unfall haben dann kann das hier schon für den einen oder anderen den Tot bedeuten .
    Krankenkassen zu bezahlen ist auch eines der großen Freiheiten hier wer Sie nicht zahlen kann ..... besser der wird nicht schwer krank . So muß man auch sehen die Freiheit in den Philippinen kostet auch . aber es ist schön hier und ich habe die freiheit das zu genießen


    Peter

  • Ich fühle mich hier viel freier, weil die beste Definition der Freiheit für mich von Alfred Andersch stammt.
    (Kirschen der Freiheit, Sansibar oder der letzte Grund).


    Laut Andersch besteht Freiheit nur in kurzen Momenten, den Momenten der Entscheidung. Der eigenen Entscheidungen, nicht der Entscheidungen irgendwelcher "übergeordneter Stellen".
    Diese Entscheidungsfreiheit oder Eigenverantwortung empfinde ich hier in den Philippinen viel grosser als in den DACH Ländern.


    Das Korsett, bestehend aus Regel, Gesetzen und Vorschriften, empfinde ich hier viel lockerer geschnürt.
    Auch entspricht das "hier und jetzt leben" der Pinoys mehr meiner Natur, als die doch sehr vorausschauende Weise in den DACH Ländern mit allen Sorgen für die Zukunft.


    Sicher kommt es auch darauf an wie und wo man hier in den Philippinen lebt. In einer Stadt oder in einer Subdivision zu leben, käme für mich nie in Frage. Da würde ich mich
    viel zu eingeschnürt fühlen. Hier, in meinem Haus am Strand fühle ich mich frei.


    Aber eben: Jedem das seine und mir das meine ;)


    - followyou -

  • Dieses mehr an Freiheit welches er schlußfolgert, liegt ja nicht unbedingt an den Philippinen sondern ist darin begründet nicht mehr arbeiten zu müssen.

    Ich denke, dass sollte doch besser Berni 2 beantworten. Ich kann mir vorstellen, dass er sich auf den Philippinen ohne zu arbeiten freier fühlt, als in Deutschland ohne zu arbeiten.


    Warum sich jemand "freier" fühlt in einem anderen Land? Ich für mich kann es eigentlich nicht an einem bestimmten Punkt festmachen, Es ist das Gefühl, eine schwere Jacke abgelegt zu haben. Mich haben schon früh viele Schicksalsschläge in D. ereilt. Ich habe D. daher schon vor etlichen Jahren das erste Mal verlassen und muss sagen, ich habe mich in jedem Land, in dem seitdem war "freier" gefühlt als in D. Womöglich, weil ich viele negative Erinnerungen hinter mir lassen konnte?


    Womöglich sind die Gründe so vielfältig wie es Menschen gibt?


    - einer fühlt sich freier, weil er den Druck des Status-Symbols in Deutschland nicht mehr aushalten muss.
    - einer fühlt sich freier, weil er anstatt 2 Regale voller Papierkram innerhalb eines Jahres in D., in den Philippinen lediglich auf 2 Ordner kommt.
    - einer fühlt sich freier, weil die Frauen und das Bier billig sind.
    - einer fühlt sich freier, weil er die Liebe seines Lebens auf den Philippinen gefunden hat.
    - einer fühlt sich freier, weil er sowieso kein Wort Tagalog spricht und nicht versteht, was manche Filipinos über ihn sagen.


    Wer weiss das schon - da ist jeder anders. Da könnte man doch auch glatt Fragen "Worin ist das Gefühl der Liebe zu einer Person begründet?"

  • Freiheit heißt für mich als Expat frei zu sein von den vielen Vorschriften im überregulierten Deutschland.
    Freiheit heißt aber auch Narrenfreiheit, die mir die Einheimischen hier einräumen in Sachen Outfit, Benehmen und Äußerungen.


    Ein paar Beispiele:


    Hier auf den Phils habe ich die Freiheit mit meiner Freundin umherzuspazieren ohne daß man mich schief ansieht wegen des Altersunterschieds von 24 Jahren, wie das wohl in
    Deutschland der Fall wäre.


    Hier auf den Phils hab ich die Freiheit meinen Müll in einen Sack zu geben ohne ihn zu trennen, was in Deutschland dazu führt, daß die Müllabfuhr den Abfall erst gar nicht mitnimmt.


    Hier auf den Phils kann ich mit mehr Freiheit am Straßenverkehr teilnehmen. Keine Radarfallen, keine Alkoholkontrollen, kein TÜV.


    Hier auf den Phils kann ich auch mal krumm parken, ohne daß ich wie in Deutschland gleich von einem selbsternannten Parkwächter aus der Nachbarschaft (meistens pensionierter Lehrer) bei der Polizei
    denunziert werde. Wenn dann mein Auto abgeschleppt wird steht der Oberstudienrat a.D. am Fenster hinter dem Vorhang und geilt sich daran auf.


    Hier auf den Phils gibt es keine übertriebene „political correctness“ wie in Deutschland und eine flabsige Bemerkung über eine Minderheit führt nicht gleich dazu, daß sich besorgte Bürger entrüsten.
    Auch kann ich mal den Staat Israel ob seiner Außenpolitik kritisieren ohne das ich gleich in die antisemitische Ecke gestellt werde, in einer Reihe mit Holocaust-Leugnern und Rechtsextremen.


    Hier auf den Phils läßt man mich in Ruhe leben. Das weiß ich sehr zu schätzen.

  • Danke - für die bisherigen Antworten.


    Gehe ich richtig in der Annahme, dass keiner von euch die bisher geantwortet haben auf den PH Arbeiten müssen oder Kinder haben? Also quasi Rentner sind?


    Wie sieht es mit Familienvätern / Arbeitenden aus. Wie ist es da mit der Freiheit auf den Philippinen?


    Partyvent

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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • Ich arbeite hier (allerdings mit Offshore-Firmensitz und nicht zu philippinischen Bedingungen). Allerdings kenne ich 2 Leute hier in der Stadt persönlich, die hier von ihrem eigenen Business leben. Einer ist auch hier im Forum angemeldet. Ich muss ihn mal fragen, ob er sich auch hierzu äußern will. ;)

    "Diejenigen, die zu klug sind um sich in der Politik zu engagieren,
    werden dadurch bestraft werden, dass sie von Leuten regiert werden, die
    dümmer sind als sie selbst."

    Platon

  • Gehe ich richtig in der Annahme, dass keiner von euch die bisher geantwortet haben auf den PH Arbeiten müssen oder Kinder haben? Also quasi Rentner sind?

    Nein, in meinem Fall liegst du falsch mit dieser Annahme. Und nur Rentner können sich auf den Philippinen freier fühlen oder Leute ohne KInder? ?(

  • Gehe ich richtig in der Annahme, dass keiner von euch die bisher geantwortet haben auf den PH Arbeiten müssen oder Kinder haben? Also quasi Rentner sind

    du gehst falsch in dieser annahme , leider begrenzt sich die antwortmoeglichkeit in deutsch sprechende , denn ich kenne viele andere auslaender die ebenfalls nicht in deine vermutete kategorie fallen .
    es gibt auch junge rentner , hausmaenner , aber auch noch andere . . .
    ich hoffe das du hier keine suggestivfragen stellst um im vorfeld zb. kinder erziehende eltern zu verurteilen .
    auch das du bernis schlussfolgerung in post 1 vorweg nimmst ist nicht korrekt , denn er hat seine perspektive und du deine .
    ich selber habe frueher davon getraeumt mich auf elba niederlassen zu koennen , der trauminsel von willy millowitsch , ich kenne sie aus unzaehligen geliebten aufenthalten , aber ich hatte bei italienerinnen nie eine chance :rolleyes:
    das mit dem gefuehl der freiheit habe ich hier weniger , die zwaenge sind einfach nur unterschiedlicher und wer hier mit familie ueberdauern will hat weniger freiheiten als so mancher denkt , klarkommen tun jene , die sich aus individuellen gruenden hier einleben konnten , ich denke dass da der zufall keine kleine rolle spielt . vieles hat den anschein einfach lockerer zu sein und wer es schafft bestimmte konflikte zu vermeiden und kein zementkopf ist , der ist auf dem richtigen weg , eine schlussendliche beurteilung ob das freiheitsgefuehl dauerhaft war duerfte man erst nach vielen jahren erfahren . . .

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Mal eine andere Sicht auf die Dinge. Ich habe in Österreich gelebt, dann für eine Weile auf den Philippinen, dann in Österreich, dann wieder auf den Philippinen, und schließlich wieder in Österreich. Keine Familie, ich stehe aber mitten im Berufsleben.


    Ein wesentlicher Grund, warum ich nach Österreich zurückgekehrt bin, war, dass ich hier mehr Freiheiten genieße. Auf den Philippinen ist es zwar temporär schön, aber dauerhaft erlebe ich eine zu große Einschränkung meiner persönlichen Freiheit.
    Disclaimer: Es ist nicht alles schlecht auf den Philippinen. Hier zeige ich keine Gesamtsituation, ich wäge ich keine Vor- und Nachteile ab. Ich zähle einfach nur völlig einseitig auf, was meine persönliche Freiheit auf den Philippinen einschränkt (die Reihenfolge ist zufällig, stellt keinesfalls ein Ranking dar).


    • Geldautomaten sind häufig außer Betrieb sind oder haben lange Warteschlangen. Keine Überweisungen, für Geldtransfers läuft man mit Bargeld zwischen Banken herum, monatliche Rechnungen bezahlen ist ein Mühsal. In Österreich habe ich Abbuchungsaufträge und Daueraufträge eingerichtet, die ich gelegentlich im Online-Banking kontrolliere, das ist Freiheit.
    • Unvernünftige Verkehrsteilnehmer, Jeepneys und Tricycles blockieren die Straßen. In Österreich empfinde ich es als Freiheit, wenn ich freie Fahrt auf Autobahnen und Überlandstraßen habe, weil man sich an die Verkehrsregeln hält.
    • Bürokratie im Job, häufige arbeitsfremde Activities mit Anwesenheitspflicht, regelmäßife Ausfälle von Internet und Strom, große Fluktuation an Personal machen mittelfristige Projekte fast unmöglich, deutlich niedrigere Bezahlung als in Österreich. Büroinfrastruktur, eigenverantwortliche Mitarbeiter, gute Bezahlung bedeuten für mich durchaus Freiheit.
    • Behördenwege auf den Philippinen auern wesentlich länger als in Österreich. Wenn ich auf den Philippinen ein gebrauchtes Auto kaufe, dauert das mehrere Tage und erfordert zahlreiche Wege (Notar, Highway Police, LTO). In Österreich kann ich in einer Stunde ein Auto kaufen, anmelden, bekomme alle Papiere und sogar ein neues Kennzeichen. Das ist Freiheit.
    • Beim sightseeing oder wandern/bergsteigen auf den Philippinen will man mir fast immer einen Guide andrehen und mich an Gruppen anhängen. Das schränkt mich in meiner Freiheit ein, wohin ich gehe und wie ich etwas erlebe - beziehungsweise wenn ich mich rechtfertigen muss, warum ich alleine gehe. In Österreich lässt man den Leuten völlige Freiheit, zu gehen wohin sie wollen und zu machen, was sie wollen.
    • Das Gesellschaft bzw. das Sozialleben auf den Philippinen erfordert viel mehr Regeln als in Österreich. Beispielsweise die strenge soziale Hierachie anstatt wertfreie Verwendung von Vornamen, Blessing statt ausgeglichene Begrüßung, selbst Erwachsene brauchen noch Erlaubnis von Eltern oder älteren Geschwistern. Oder dass erwartet wird, dass man sich bei vielen Feiern stark betrinkt und dabei im Takt mit den Anwesenden mitsäuft, bis man unterm Tisch liegt (vor allem im Freundeskreis, bei Familienfeiern weniger). Wer nicht mitmacht, steht unter starkem Rechtfertigungsdruck. So etwas habe ich in Österreich in meinem Umfeld nicht mehr erlebt, seit ich 20 bin.
  • trivial: Wo hast Du in den Philippinen gelebt?


    Verstaute und streikende ATMs kenne ich höchstens von Manila und einmal in Dumaguete. Zum Glück kann man in der Regel ausweichen.
    Davao, Negros und Ormoc City haben erstaunlich stabile Stromnetze.
    Unvernünftige Verkehrsteilnehmer gibt es überall auf der Welt.
    Beim Internet bin ich eher mit Deiner Meinung. Stabiles Internet ist eine Glücksache. Peinlich wird es aber, wenn es in der Provinz draussen besser funktioniert, als in den mittelgrossen Städten.
    Bürokratie (in Bezug RP) kann ich nicht beurteilen, ist aber in D/A/CH schon sehr hoch.
    Die Probleme mit dem Sozialleben hatte ich nicht so erlebt. Das Untern-Tisch-Saufen gab es nirgends in der Bekanntschaft und Verwandtschaft. Hab wohl Glück gehabt.

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    Vielen Dank.

  • Ich hatte ja geschrieben das es auch daran liegt das ich hier nicht mehr arbeite und dadurch keinen Stress mehr habe, das alleine ist es aber nicht. Es gibt noch viele Dinge hier wodurch ich mich freier fühle, zB. die Kleiderordnung, sogar das Auto und Motorrad fahren, hier muss man keine Angst vor Radarfallen oder Sonstiges haben, das Leben ist hier einfach lockerer als in Deutschland. Das Wetter und die meist lächelnden Menschen tragen auch dazu bei.
    @ Partyevent,
    hast Du nicht selbst in einem alten Thread von Dir geschrieben, als Du in Quezon City mit dem Motorrad durch die Nacht gefahren bist, hast Du dich noch nie so frei gefühlt. Ich glaube Du hast dich in Deiner Zeit in AC auch freier gefühlt. Bei Dir hat sich das mit dem Job und Deinen Kindern verändert, was ich auch gut verstehe, wenn ich schulpflichtige Kinder gehabt hätte wäre ich nicht ausgewandert.

  • Unvernünftige Verkehrsteilnehmer gibt es überall auf der Welt.


    Stimmt, aber der prozentuale Anteil der Unvernünftigen ist nicht überall gleich hoch.


    Bürokratie (in Bezug RP) kann ich nicht beurteilen, ist aber in D/A/CH schon sehr hoch.


    Die Bürokratie ist in den Philippinen mindestens so ausgeprägt wie in D/A/CH.


    Z.B. Muss ich in CH meinen Führerschein nicht alle drei Jahre erneuern, mein brandneues Motorrad nicht nach einem Jahr prüfen lassen.


    Wenn ich um mein Grundstück eine Mauer bauen will, brauche ich keine Baubewilligung.


    Wenn ich das Land verlassen will, gibt's weder Exit Clearance noch Travel Tax.


    Einen Pass oder irgend ein amtliches Papier erhalte ich innert nützlicher Frist ohne "Lagai".


    In DACH kann ich auch nachts fahren ohne zu befürchten in ein unbeleuchtetes Fahrzeug, eine Strassensperre oder ein riesiges Schlagloch zu fahren.


    Kinder können in DACH in den meisten Fällen noch zu Fuss ohne Bodyguards in die Schule oder den Kindergarten.


    In DACH (sicher in CH) kann ich von jedem Brunnen oder Wasserhahn ohne Bedenken trinken.


    Stromausfälle gibt's manchmal auch in DACH, dauern dann aber meistens nicht 3 Monate wie in der Provinz Sorsogon nach dem Taifun NONA.


    __________________


    Trotzdem verbringen wir jeweils 6 Monate auf den Philippinen, denn 4-6 Monate Winter sind nicht mehr nach meinem Gusto.


    Gruss
    Peter


    z.Zt. wieder in der Schweiz, wo gerade der "Monsun" herrscht.

    Edited 2 times, last by Perles ().