Verwandter meiner Frau wurde letze Woche verhaftet.

  • Er wurde Zuhause wegen Drogen verhaftet, also als Drogensüchtiger nicht als Händler.

    Er gilt als Wiederholung Täter.


    Fragen.


    Wie geht es weiter?

    Ist der Fall Kaution fähig, in welcher höhe?


    Lo

  • Er wurde Zuhause wegen Drogen verhaftet, also als Drogensüchtiger nicht als Händler.

    Normalerweise wird er wegen Section 11 (Possession of dangerous drugs) unter Article II des RA 9165 angeklagt.

    Kannst Du hier nachlesen --> RA 9165

    Manchmal kommt auch noch Section 12 (Possession of Equipment, Instrument, Apparatus and Other Paraphernalia for Dangerous Drugs) mit dazu ...


    Wie geht es weiter?

    Je nachdem wo das ganze passiert ist (tiefste Provinz, Grossstadt etc) geht es erstmal in die Polizeistationszelle, während der Papierkram erledigt wird.

    Physical examination, Berichte etc. Der Staatsanwalt entscheidend dann auch ob eine Kaution gestellt wird oder nicht ... Bei Wiederholungstätern besteht die Möglichkeit, dass es keine gibt.

    Ist der Fall Kaution fähig, in welcher höhe?

    Im Normalfall werden 200,000 Peso angesetzt. Kommt aber wie gesagt auf die Umstände an.


    Je nach Polizeistation könnte "schnelles Verhandeln" zu einer vorzeitigen Entlassung fuehren. :D


    Sackgesicht

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  • Bei einem Bruder meiner baldigen Exfrau waren es 100'000 Pesos. Tiefste Provinz in Mindanao. Einige Familienangehörige haben den Betrag aufgebracht und nach 6 Monaten haben sie ihn wieder erwischt. Nun sitzt er wieder im Bau. Habe keine Erbarmen mit solchen Deppen.


    Visaya

    Der PC rechnet mit allem, nur nicht mit seinem Benutzer.

  • Na, wir werden mal schauen

    Wenn es Dir darum geht, ihn schnellstmöglich wieder daheim zu haben, solltest Du sofort handeln und versuchen einen Deal mit der Polizeistation zu machen.

    Unter der Duterte Administration haben die Polizisten eine zusätzliche Einnahmequelle durch verhaftete Drogenuser aufgetan. Nachdem die Gefängnisse gnadenlos überfüllt sind ist es nicht so schwer die Übeltäter gegen eine kleine "Bearbeitungsgebühr", unter dem Versprechen nicht mehr rückfällig zu werden, frei zu bekommen. Sollte allerdings innerhalb 24-48 Stunden nach der Verhaftung geschehen, bevor der Staatsanwalt mit seiner Arbeit loslegt.


    Willst Du ihn aber zu einer Langzeittherapie (?) verknacken, einfach alles ignorieren und seinen Weg gehen lassen. :D


    Sackgesicht

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  • Bei einem Bruder meiner baldigen Exfrau waren es 100'000 Pesos. Tiefste Provinz in Mindanao. Einige Familienangehörige haben den Betrag aufgebracht und nach 6 Monaten haben sie ihn wieder erwischt. Nun sitzt er wieder im Bau. Habe keine Erbarmen mit solchen Deppen.


    Visaya

    so kann man auch Geld verbrennen....



    Er gilt als Wiederholung Täter.

    da kann man ja mal eine Prognose wagen wie das weitergeht nach der Kaution/Zahlung....

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.


    Avatar wurde wegen Dreifaltigkeit geändert =)

  • In dem oben zitierten Falle hat die Medaille leider 2 Seiten.


    Die rationale Seite sagt, dass aus bekannten phil. Parametern (z.B. Armut / ...) es oft aussichtslos ist, darin Geld zu verbrennen. Diese Meinung haben viele hier, und ich teile sie oftmals, oder teilweise.


    Dann gibt es noch die emotionale Seite, die oft bei unseren Damen auch noch aus Familienbürden entstehen, nicht so rational denkend sind, und uns dann in Wartepositionen drängen.


    Ich habe das alles selber letztens mitgemacht, und weiß wovon ich rede. Es ist eine Geschichte, sehr persönlich, und logisch, dass das Herz schon mal das Zepter schwingt.


    Der Werdegang unserer Geschichte:


    Wegen nichts, wirklich nichts, wurde ein Familienmitglied jahrelang in Manila weg gesperrt, ohne Kenntnisse was passierte, und wo es war. Ein Dummerjungenstreich. Keine Anklage, kein Verfahren.


    Dann Drogenkontakt und körperlicher Missbrauch im Gefängnis. Ein Hilferuf an die Restfamilie dort, nach Jahren. Die Kaution wurde bezahlt, eine Therapie eingeleitet, Landkauf in der Provinz, um ihn aus dem Visier der Behörden zunehmen. Job dort organisiert.


    Die Therapie wurde abgebrochen, er wurde von der Polizei gesucht und gefunden, mit einer Kugel beschenkt, Intensivstation inklusive Notoperation, nach 3.5 Tagen wieder ok, plötzlich (in wenigen Minuten) nach Polizeibesuch verstorben (der Bruder wurde zum Kleidersuchen weg geschickt, der Patient war alleine im Zimmer). Einen "Fall" wurde gegen ihn konstruiert. Kein Arzt konnte sich das schnelle Ableben erklären. Ich schon.


    Die empathische Reise dürfte so ab 1 Million PHP gekostet haben. Übrig blieb ein ungenutztes Land, eine Urne und die familiäre Erkenntnisse, dass zwar alles gut gedacht war, hätte ja auch logisch klappen können, aber da gab es andere Mächte, die kontrolliert im Hintergrund mit gemischt haben.


    Jeder muss wissen, wie er in diesem Falle handeln muss. Ein Forum wie dieses, wo viele eigene Meinungen geschrieben werden, ohne selbst in der Notlage zu sein, muss man interpretieren können. Schlussendlich muss man selber entscheiden.


    Die Idee das Familienmitglied schnellst möglichst aus der DU30 Behördenkralle zu haben, ist bestimmt nicht die Falsche. Es muss nur klappen.


    Meine Geschichte oben zu diskutieren steht hier nicht zur Debatte.


    LG Alf

  • Gefühlswelt hin- oder her...wenn es darum geht für einen "Wiederholungstäter" Geld auszugeben, wären meine Taschen absolut geschlossen! Auch ich habe Gefühle :floet


    Muss aber jeder selbst wissen :denken

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Wer Drogen nimmt oder verkauft sollte sein Päckchen selber tragen. Ich finde es sehr fragwürdig, Drogenkonsum zu verharmlosen. Habe zu viele gesehen, die damit ihr Leben verspielt haben. Gerade in Makati lief ne Schwarze , voll auf Crack. Abgemagert und Häßlich wie die Nacht. keine Zähne, komplett durch den Wind. Der Security an der Türe meinte, vor 5 Jahren war das eine der best verdiensten Mädels im Revier. Heute ein Wrack, deren Uhr gestellt ist.


    Wer Drogen vertickt, gehört lebenslänglich weggesperrt oder erschossen, wer nimmt, sollte mal mindestens 5 Jahre sitzen, um seinen Kopf klar zu bekommen. Die 100.000 - 1 Mio Pesos kann man lieber sparen und für ein Neuanfang nutzen, wenn er wieder raus kommt. So hilft man mehr. als ihn straffrei davon kommen zu lassen. Der Rückfall ist vorprogrammiert

  • Wenn er suechtig ist (shabu oder aehnliches), dann so hart es klingt, vergiss es.


    Auch wenn ich, was ich nun oft genug geschrieben habe, kein fan der strengen Verbote bin, so sind sie doch JEDEM bekannt. Ebenso die Auswirkungen von Shabu. Auch die kennt ein JEDER auch in der tiefsten Provinz. Wenn vielleicht nicht im Detail, aber doch grob.


    Wer sich dann darauf einlaesst, suechtig wird und auch nach mehrfachen Verhaftungen (Du schreibst wiederholungstaeter), dann hat es keinen Sinn. Eher wird er sich denken, dass er weiter machen kann, Du bezahlst ja im Zweifel.


    Ich bin nicht im Ansatz so hart mit Zahlungsverweigerung/finanziellen Hilfen wie TanduayIce und sehe es in diesem Fall dennoch so.

    Ich habe Bekannte/Ex Arbeitskollegen die Suechtig waren (Alkohol etc.) oder in dem Bereich sozial engagiert waren. Ich unterhielt mich gerne ueber solche Themen, da ich das als nicht-betroffener immer interessiert hat. Ausser Rauchen, war ich nach nichts wirklich suechtig.

    Und jeder ist/war sich eigentlich einig, dass derjenige erst mal sehr tief fallen muss, bevor er einen Sinneswandel einsieht. Und auch dann ist fraglich ob er einen bekommt. Das gilt fuer Alkoholiker, wie auch Spielsuechtige und alle anderen ausgepraegten Suechte. Shabu duerfte wohl eher zu den sehr ausgepraegten Suechten gehoeren.


    Wenn Du ihn da jetzt raus kaufst, was ebenso illegal ist, sofern nicht offizielle Wege eingehalten werden, wobei Du dich strafbar machst oder deine Frau. Dann lernt er nichts. Dann ging es ihm nicht dreckig genug um Einsicht zu bekommen. Sonst haette er das bei vorherigen Verhaftungen schon. Je laenger die Sucht dauert, desto mehr verfestigt sie sich und desto geringer die Aussichten auf dauerhaften Wandel.


    Musst Du wissen. Wenn Du das Geld zum verschenken hast, mach. Wenn es moeglich ist da irgendwas zu drehen, dann lass ihn wenigstens 2-3 Monate in einer einsamen Zelle sitzen. Quasi als Entgiftung und damit er sieht was auf ihn zukommt. Das waere meiner Meinung nach das einzige was noch helfen koennte.

  • Wenn er suechtig ist (shabu oder aehnliches), dann so hart es klingt, vergiss es.

    Nicht ganz falsch, deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen. Aber jeder Fall ist anders, und etwas auf Distanz zu urteilen ist reinste Lotterie.


    In unserem Falle, also Post 8 in blau, sind sich alle überlebenden Beteiligten einer Meinung: Besser so wie es ist.


    Warum? ... wir alle mussten feststellen, was Shabu angerichtet hatte. Obschon ich anfangs an ein positives Ende glaubte, stellten wir schnell fest, dass das so nicht gut enden konnte. Letztendlich.


    Wenn Du ihn da jetzt raus kaufst, was ebenso illegal ist, sofern nicht offizielle Wege eingehalten werden, wobei Du dich strafbar machst oder deine Frau.

    in einem Staat, wo es kaum angewandte Staatsrechtlichkeit gibt, ist ein eigener Weg oftmals die einzige Lösung. Man passt sich halt an.


    dann lass ihn wenigstens 2-3 Monate in einer einsamen Zelle sitzen.

    ganz so harmonisch geht es in den Phil Jails aber nicht zu ... einsame Zelle ... hmmm ... eher überlaufenes Dreckloch mit eigenen Gesetzen ...


    LG Alf

  • Im Normalfall werden 200,000 Peso angesetzt. Kommt aber wie gesagt auf die Umstände an.

    Der Bruder von einem Bekannten wollte sich vor kurzem von seiner Frau trennen, mit der er bereits 4 Kinder hat.

    Er hat herumerzählt, das wäre weil er einer religiösen Sekte beigetreten ist. Vermutlich hat er aber eine andere kennengelernt, wer weiss...


    Als er jedenfalls ausziehen wollte, ist seine Frau hasserfüllt zur Polizei gegangen, und hat ihn wegen angeblichem Rape angezeigt. Woraufhin er in den Knast in Bulacan gesteckt wurde. Soweit ich weiss ohne jegliche polizeilichen Ermittlungen.

    Die Kaution war 45.000 PHP, die vorerst nicht bezahlt wurden.

    Später sollte er dann nach Paranaque verlegt werden, worauf er irre Panik bekam. Dort ist es überbelegt, und es gibt extrem gefährliche Knast-Gangs, usw.

    Er konnte seine Schwester dann überzeugen mit der Family alles zusammenzukratzen, und sie haben dann die 45k bezahlt soweit ich weiss.

    When you are good they will never remember.
    When you are bad they will never forget.

  • Es ist doch alles ein zweischneidiges Schwert. Beim erstenmal könnte man es sich ja noch überlegen, mitzuhelfen (d.h. auch die übrige Familie steuert Geld bei). Bei meiner Hilfsbereitschaft käme es dann auch darauf an, wie eng das Verwandtschaftsverhältnis zu meiner Frau ist und ob ich die Person (hinreichend) persönlich kenne. Wenn diese Person dann allerdings diese ihm gebotene Chance nicht nutzt und wieder rückfällig mit Drogenkonsum wird (leider nicht auszuschließen bzw. eher wahrscheinlich), dann ist ihm so auch nicht zu helfen und es wird nur weiteres Geld verbrannt.


    Gruß

    roha

  • Ich würde einen Deal mit der Polizei machen und ihn frei kaufen, wenn die Möglichkeit besteht.

    Dein gutes Geld verbrennen für einen der es nicht lernt??


    Er gilt als Wiederholung Täter

    Bei mir gäbe es da keinen Centavo

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi