Wirtschaftliche Lage der Philippinen

  • Teil der filipinischen Mentalität ist zum Beispiel, dass das individuelle Wohlbefinden, dass jeder sein Gesicht bewahrt, dass die Beziehungen nicht gestört werden, die Harmonie, dass das alles mehr zählt, als die Erledigung der eigentlichen Aufgabe. Das Ergebenis: Alle fühlen sich relativ wohl. Aber weil wenige Aufgaben erledigt werden, sind alle relativ arm.

  • Die Arbeitslosenquote von 5,1% glaube ich nicht, wie soll das auch festgestellt werden, hier ist ja niemand arbeitslos gemeldet. In einem Slum oder Squatter sind doch bestimmt 50% arbeitslos.

    @ why-not-now,

    ich wundere mich das es in den visayas kaum Arbeitslose gibt und jede Menge offene Stellen, denn es kommen ja sehr viele von den visayas in den Raum Manila. Ich wuerde schaetzen das hier im Raum Manila in den Slums 70% visayas leben.

    Was mir auch Bedenken macht, das die guten Leute fast alle ins Ausland gehen. Die 11 Mio. OFW sind auch nicht sehr gut fuer das Land, wenn es heute eine Weltwirtschaftskrise gibt und viele OFW verlieren ihren Arbeitsplatz und muessten zurueckkehren, das waere fuer das Land eine Katastrophe. Es waere besser im Land Arbeitsplaetze zu schaffen als Arbeitskraefte zu exportieren.

    Meiner Meinung nach steht die Wirtschaft hier auf sehr wackeligen Beinen.

  • Die Philippinen sind in der Weltwirtschaft 2017 an 32. Stelle von 181 Staaten ( Quelle Wikipedia ) Zwei Stellen hinter Österreich . Da brauchen sie sich nicht zu verstecken , ich war auch überrascht .

    Ja, das mag schon stimmen. Wir in Österreich haben aber eine Topinfrastruktur, Sozialleistungen und arbeiten müssen wir dank alter und neuer Regierung auch nicht unbedingt.:P:P:P

    wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von wo ein lichtlein her!

  • In Ilocos Norte, also eine Region im Norden Luzons, dort wo es extrem windig ist und auch oft Stürme hat, findet man schon Windparks z.B. Bangui.


    Die Ilocanos sind da wesentlich offener für ihre Provinz. Ein Bild von mir mit den Windrädern im Hintergrund. Dies ist nur ein Teil der unzähligen Bangui Räder.


    LG Alf


  • Folgende Liste sortiert Länder nach dem totalen Wert ihrer Industrieproduktion in Millionen US - Dollar Als Industrieproduktion wird der gesamte Wert aller im Industriesektor erzeugten Güter bezeichnet. In dieser Liste ist zudem der Wert der Produktion im Bausektor mitgezählt. Angegeben ist zudem die Wachstumsrate der industriellen Produktion. Alle Angaben stammen von der Weltbank und gelten für den letzten ermittelbaren Zeitpunk


    Quelle : Liste sortiert Länder nach dem totalen Wert ihrer Industrieproduktion

    Ja, das mag schon stimmen. Wir in Österreich haben aber eine Topinfrastruktur, Sozialleistungen und arbeiten müssen wir dank alter und neuer Regierung auch nicht unbedingt.:P:P:P

    Ja, die Angaben sind aber nicht pro Kopf, sondern gesamt. Das heißt, 107 Mio Filipinos produzieren sogar weniger als 8.5 Mio Österreicher. Das ist aus philippinischer Sicht schwer bedenklich. Pro Kopf liegen Welten zwischen diesen beiden Ländern.

  • Ja, die Angaben sind aber nicht pro Kopf, sondern gesamt. Das heißt, 107 Mio Filipinos produzieren sogar weniger als 8.5 Mio Österreicher. Das ist aus philippinischer Sicht schwer bedenklich. Pro Kopf liegen Welten zwischen diesen beiden Ländern.

    Du bist mir leider zuvorgekommen ... und recht hast Du ... weniger als ein Zehntel an Bevölkerung in A produziert mehr als die Phils ... und besitzt eine gesunde Struktur und ein Sozialnetz von welchem die Phils nur träumen können und in den nächsten Jahrzehnten auch nicht erreicht.


    Man kann es drehen und wenden wie man will ... auch wenn die Mittelschicht wächst (anscheinend), die Schere zwischen arm und etwas reicher geht extrem auseinander.


    Die Mittelschicht lebt aber oft auf Pump, oder von OFW Transfers.


    In Manila sieht man Änderungen, vielleicht auch in einigen anderen Grossstädten, aber wehe, man geht in die Provinz zu der Landbevölkerung. Da kommt nicht viel an.


    Aber ich muss zugeben, eine Provinz, wo man global Besserungen sieht, ist Ilocos Norte, also Marcos Land. Es sieht global besser aus, auch an Privathäusern. Fragt man einen Ilocano, warum das so ist, kommt die lustige Antwort: "Wenn man anderswo mal richtig arbeiten würde, würde es auch anderswo besser aussehen."


    LG Alf

  • @ why-not-now,

    ich wundere mich das es in den visayas kaum Arbeitslose gibt und jede Menge offene Stellen, denn es kommen ja sehr viele von den visayas in den Raum Manila. Ich wuerde schaetzen das hier im Raum Manila in den Slums 70% visayas leben.

    Da wundere ich mich allerdings auch. Denke es liegt daran, dass die Bezahlung in Manila vermeintlich besser ist.


    Hier in Tacloban findet man wirklich an jedem Geschäft Anzeigen dass Mitarbeiter gesucht werden.


    Wir suchen ja auch zwar Nachtschicht aber gut, wenn einer arbeiten will ein relaxter Job. Es bewerben sich dann 100 Leute und kein einziger erscheint zum Interview oder zum Probearbeiten. Das ist dass was ihr wahrscheinlich mit Moral meint. Die Arbeitsmoral ist wirklich bescheiden.


    Der Suff ist wirklich groß hier - ist ja quasi unser Geschäftsmodell :cheers

    Wer sich nicht lebt, wehrt sich verkehrt!

  • Folgende Liste sortiert Länder nach dem totalen Wert ihrer Industrieproduktion in Millionen US - Dollar Als Industrieproduktion wird der gesamte Wert aller im Industriesektor erzeugten Güter bezeichnet. In dieser Liste ist zudem der Wert der Produktion im Bausektor mitgezählt. Angegeben ist zudem die Wachstumsrate der industriellen Produktion. Alle Angaben stammen von der Weltbank und gelten für den letzten ermittelbaren Zeitpunk


    Quelle : Liste sortiert Länder nach dem totalen Wert ihrer Industrieproduktion

    Ja, das mag schon stimmen. Wir in Österreich haben aber eine Topinfrastruktur, Sozialleistungen und arbeiten müssen wir dank alter und neuer Regierung auch nicht unbedingt.:P:P:P

    Ja, die Angaben sind aber nicht pro Kopf, sondern gesamt. Das heißt, 107 Mio Filipinos produzieren sogar weniger als 8.5 Mio Österreicher. Das ist aus philippinischer Sicht schwer bedenklich. Pro Kopf liegen Welten zwischen diesen beiden Ländern.

    Es geht ja nicht um Pro Kopf Wirtschaftslage sonder allgemeine Wirtschaftslage . Einige schüren einen Eindruck als hier gar nichts läuft und das stimmt schlichtweg einfach nicht . Es ist auch zu berücksichtigen das die Philippinen immer noch als Entwicklungsland eingestuft sind , das heißt es entwickelt sich langsam . Gott hat die Welt auch nicht in einem Tag erschaffen . Dann die Familienstruktur , meistens arbeitet pro Familie ( Mann und Frau ) nur eine Person , das eine Familienmitglied steht am Herd und behütet die Kinder . In den Pampas arbeiten Millionen als Gelegenheits Arbeiter auf den Feldern die Tragen nicht all zu viel an die wirtschaftliche Lage bei und trotzdem sind diese Leute nicht zu verachten schlussendlich sind sie ein wichtiger Teil für das produzieren der Hauptnahrung Reis . Das durch das verbauen mit Fabriken , Wohnhäuser , Einkaufcenter , Strassen usw. tief liegende Reisfelder die genügend Wasser hätten verschwinden ist wieder der Teufelskreis der neu entstehenden Infrastrukturen . Das Fazit kenne wir alle , Die Philippinen einst vom Reis Exporteur werden in immer grösserem Mass Reis Importeur .


    Der Unterschied zu einem Entwicklungsland gegenüber unserer Heimat . Wir sind am Höhepunkt unserer Industrialisierung und Entwicklung angelangt es geht kaum weiter mit dem Wachstum ......wir sind am Höhepunkt angelangt . Aber all die Entwicklungsländer bergen ein grosses Potenzial bis sie so weit sind wie unsere Heimatländer . Europa hat von den dreißiger Jahren bis in die 80er Jahre gebraucht bis eine gute Infrastruktur aufgebaut wurde , dann von den 80er bis 2010 erarbeiteten wir den Höhepunkt unserer Kultur , Infrastruktur und Wirtschaft . Ich fuhr von 1980 bis 2002 jedes Jahr nach Spanien in den Urlaub . Die Philippinen sind in meinen Augen mit der Infrastruktur genau so weit wie Spanien anno 1980 vermischt mit Infrastrukturen von 2019 . Die werden es in den kommenden 10 Jahren schon weit bringen , dessen bin ich überzeugt .

    Gruss

    Jüge

    =)


    Das Leben ist viel zu kurz um normal zu sein :tease

  • Es geht ja nicht um Pro Kopf Wirtschaftslage sonder allgemeine Wirtschaftslage .

    Diesen Satz verstehe ich nicht.


    Betrifft die „allgemeine Wirtschaftslage“ nicht die Allgemeinheit, also die Menschen im Durchschnitt pro Kopf,


    Oder betrifft die „allgemeine Wirtschaftslage“ nur Menschen mit guten Jobs?? ?(


    So schlecht sieht es doch nicht aus , hier sind nur mal die 50 Top Exportartikel gelistet , es gibt eine Liste mit weiteren 150 Artikel die hergestellt werden . Die Philippinen sind in der Weltwirtschaft 2017 an 32. Stelle von 181 Staaten ( Quelle Wikipedia ) Zwei Stellen hinter Österreich . Da brauchen sie sich nicht zu verstecken , ich war auch überrascht .

    Bei all der Euphorie über die Exporte sollte man auch beachten, dass die Philippinen dennoch eine negative Handelsbilanz aufweisen, d.h. sie importieren mehr als sie exportieren.


    Die Differenz betrug 2017 ca. 33 Billion USD

    und hat sich 2018 noch auf 47 Billion USD verschlechtert.


    Quelle



    Ich fuhr von 1980 bis 2002 jedes Jahr nach Spanien in den Urlaub . Die Philippinen sind in meinen Augen mit der Infrastruktur genau so weit wie Spanien anno 1980 vermischt mit Infrastrukturen von 2019 . Die werden es in den kommenden 10 Jahren schon weit bringen , dessen bin ich überzeugt .


    Gruss

    Jüge

    Deine langjährigen Beobachtungen in allen Ehren.......

    Gott hat die Welt auch nicht in einem Tag erschaffen .

    Gott Vertrauen scheinst du mit den Filipinos gemeinsam zu haben ... :D

  • Er meint Gesamtvolumen des Landes, also BIP.


    Wenn also zB 110 Mio Filipinos annährend das Gleiche produzieren, wie 8.5 Mio Österreicher (siehe oben #25), dann lässt das auf die Produktivität / Kopf schliessen. Indem Falle interessiert es Jüge nicht.


    Ich persönlich, ein alter Sturrbock, sehe natürlich lieber den Wert, der nicht in die Tasche Weniger geht, aber die Wertschöpfung für jeden Mitbürger. Dazu zählt Infrastruktur und Sozialabdeckung. Dass es zB in D Luft nach oben gibt, ist klar (Rentenhöhe, Löhne und zB Zweiklassenmedizin).


    Der Vergleich mit Spanien aus den 80ger hinkt. Auch ich war zu der Zeit sehr oft da. Es ist nicht meine Erfahrung.


    Die Mittelschicht gibt es naturlich auf den Phils. Einige unserer Bekannten gehören sicherlich dazu. Sehr hohe Polizeibeamte, Uni Professoren, ... Wenn man mal die Privaträume dort besucht, sieht man, dass da Mittelschicht ist, aber das hat nichts mit hiesigen Verhältnissen zu tun. Ausser dickem SUV vor der Tür, dazu 60" Flatscreen schliesst wenig auf Mittelstand.


    Noch wichtiger als Luxus sehe ich den generellen Gesundheitsstand dort. Es ist meine Erfahrung, dass wenn wir uns wiedersehen, dass meine Frau in einem wesentlich besseren Zustand ist als ihre Freunde dort. Das ist für mich ein Indiz eines funktionierenden Systems, dort wo Wohlstand unten ankommt, und man Hilfe bekommt, wo Hilfe notwendig ist. Wenn man es will und zulässt.


    Ich (nun 65) werde die Phils persönlich nicht mehr dort sehen, wo ich es mir wünsche, denn man kann BIP verdoppeln und verdreifachen. Bei den aktuellen Defiziten ist das Loch über Jahrzehnte zu stopfen. Vorausgesetzt ein paar richtige Menschenfreunde werden ans Werk gelassen. Aber die muss man erst finden.:D


    LG Alf

  • Es scheint aber auch Tatsache zu sein, dass es gefühlt boomt in den Philippinen. Das ist doch zumindest für die Bevölkerung ein gutes Zeichen. Auch wenn der Wohlstand bescheiden bleiben wird.

    Der Schein trügt meiner Meinung nach.


    Die Armutsschere geht weiter auseinander.


    Auch bei den Beschäftigten muss man schauen was sie verdienen.


    Jemand der mit dem Tricycle Wasser ausfährt verdient im Schnitt 50-100 Peso und bessert sich dies mit Trinkgeld auf.


    In Sari-sari stores wo es nicht die Familie ist die arbeitet, verdient eine hübsche junge Frau vielleicht 2k im Monat.


    Und so zieht es sich durch den Großteil der kleinen Jobs.


    Das sind also alles Jobs die nicht mal ausreichen eine Person vernünftig zu ernähren.

    Da nützt es wohl wenig das es eine hohe Beschäftigungsrate gibt.


    Dadurch das diejenigen in der Politik sitzen, denen auch alles gehört, sehe ich wenig bis keine Chance das genau diese sich belebende Konkurrenz ins Land holen.


    Das was Duterte ins Land holt an Chinesen ist auch nicht förderlich. Im Gegenteil, damit macht er sich nur zunehmend unbeliebt.


    Ich bin da eher nicht so optimistisch wie einige andere hier.


    Ich finde trivial hat es ziemlich gut summiert.

  • Es ist auch zu berücksichtigen das die Philippinen immer noch als Entwicklungsland eingestuft sind , das heißt es entwickelt sich langsam

    Fragt sich nur in welche Richtung?

    Die werden es in den kommenden 10 Jahren schon weit bringen , dessen bin ich überzeugt .

    Deine Überzeugung in allen ehren, aber ich bin da leider völlig anderer Meinung! Es wird in den Städten zwar weiter gehen, aber es wird vermutlich zum Kollaps dort führen (Energie, Verkehr). In der Provinz ändert es sich weiterhin zum schlechten! Wenn dann KI immer mehr "gut bezahlte" Arbeitsplätze sowohl auf den Philippinen (call center, einfache Produktion) sowie im OFW Bereich ersetzt, geht es ganz schnell wieder den Berg runter.

    Die Philippinen sind in meinen Augen mit der Infrastruktur genau so weit wie Spanien anno 1980

    Da auch ich in den 80´er Jahren öfter in Spanien war, habe ich da eine ganz andere Meinung als du!

    Die Mittelschicht gibt es naturlich auf den Phils. Einige unserer Bekannten gehören sicherlich dazu. Sehr hohe Polizeibeamte, Uni Professoren, ... Wenn man mal die Privaträume dort besucht, sieht man, dass da Mittelschicht ist, aber das hat nichts mit hiesigen Verhältnissen zu tun. Ausser dickem SUV vor der Tür, dazu 60" Flatscreen schliesst wenig auf Mittelstand.

    So ist es...aber wer kann sich gute medizinische Behandlung, Auslandsurlaube leisten? Nur die Oberschicht

    Noch wichtiger als Luxus sehe ich den generellen Gesundheitsstand dort. Es ist meine Erfahrung, dass wenn wir uns wiedersehen, dass meine Frau in einem wesentlich besseren Zustand ist als ihre Freunde dort. Das ist für mich ein Indiz eines funktionierenden Systems, dort wo Wohlstand unten ankommt, und man Hilfe bekommt, wo Hilfe notwendig ist.

    Richtig, aber wenn man ein "Sozialssystem" und / oder vernünftige Löhne einführen würde, gäbe es auch nicht mehr so viele "Jobs"! Ein Shop der jetzt 10 Arbeiter beschäftigt, welche meist nur rumstehen würde dann nur noch 2 beschäftigen, welche dann tatsächlich richtig arbeiten müssten!

    Und so zieht es sich durch den Großteil der kleinen Jobs.


    Das sind also alles Jobs die nicht mal ausreichen eine Person vernünftig zu ernähren.

    Genau so ist es

    Dadurch das diejenigen in der Politik sitzen, denen auch alles gehört, sehe ich wenig bis keine Chance das genau diese sich belebende Konkurrenz ins Land holen.

    Sehe ich ähnlich

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Machen wir es kurz. Die Reichen werden reicher, die Armen bleiben arm. Dazwischen ein paar Ausrutscher, welche mehr oder weniger etwas bekommen.

    DIe Philippinen sind ein Vielvölkerstaat und daran hapert es wie in manchen Ländern.


    Ein Land in Dauerkrise so wird es nicht zu Unrecht oft im "Weltspiegel" oder "Auslandsjournal" bezeichnet.

    Das Land ist schon okay, weil es genau wie das amerikanische Vorbild geführt wird.

    wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von wo ein lichtlein her!

  • 1) In Deutschland und Österreich der Nachkriegszeit war das gesamte (wenige) Vermögen recht ausgeglichen auf die Bevölkerung aufgeteilt. Der Einzelne hat im gesellschaftlichen Vergleich einen guten Handlungsspielraum gehabt, die Konkurrenz waren kleine, gleichwertige Player. Auf den Philippinen gibt es kleine Eliten, die den extrem viel Grund, Immobilien und Anteil an der Wirtschaft besitzen. Der Großteil der Bevölkerung konkurriert um einen winzigen Teil des Vermögens, ist mit übermächtigen Playern konfrontiert, an den Besitz der Eliten kommt er ohnehin nicht heran.

    Wer sich den Werdegang von Industriefamilien anschaut, z.B. Quandt, Krupp, einer der bekanntesten Playboys Gunter Sachs, …. bei den ganz großen oder auch so Privatunternehmen, ich nehm mal ein Unternehmen das ein ganz großer Währungsreform Gewinner hervorging, z.B. Düker, …. (stellte u.a. damals emaillierte Gußbadewannen her) der braucht nichts von so einem gleichen Wohlstand erzählen. Auch das Vermögen von Familien wie Porsche, Schaeffler, Henkel, Reimann, … entstand nicht erst in der Nachkriegszeit. Die Rüstungsschmieden sind meist sehr etablierte Unternehmen. Selbst viele aus den östlichen Bereichen die in den Westen übersiedelten bekamen nachhaltige Vorteile als Lastenausgleich. Z.B. wurden in der Zeit alle Annoncen für höher dotierte staatliche Stellenausschreibungen geschaltet, Reinigungsunternehmen z.B. der Berliner U-Bahnen war ein Unternehmen das über die Lastenausgleichsregelung den Zuschlag bekam. Die mussten damals nicht unbedingt günstiger sein.

    Nachkommen aus Ärztefamilien, die relativ schnell in der Schweiz, in Italien mal ein kleines Ferienbungalow hatten, ….


    Diese Legendenbildung ist immer noch atemberaubend. Die Volkswirte erzählten bis Mitte der 1990 er Jahre, dass das Vermögen in D ja so gleichmäßig verteilt ist und umgekehrt und zeigten dies anhand von schönen Diagrammen und wie ungleichmäßig das doch in den USA wäre. Die erste Untersuchung kam um die Jahrtausendwende von der damaligen Rot-Grünen Regierung in Auftrag gegeben und siehe da, ….. , die Verhältnisse waren kaum anders als in den USA. Woher kam das nun? Wurden hier über Jahrzehnte Märchen erzählt? Kam die Ungleichheit durch die Neureichen aus dem Osten? (Ironie includiert) , …….


    Klar war das Land anders, D war hochindustrialisiert und die Wirtschaft hatte nach dem Krieg immer noch die Kapazität von 1939. Weggebombt wurde im Wesentlichen nur das was in der Kriegszeit zusätzlich aufgebaut wurde. Klar eine Kriegsindustrie war nicht so einfach auf Konsum überzuführen. Wer es nicht glaubt, soll einfach mal einen Grundkurs in Wirtschaftsgeschichte belegen.


    Die reichen einstigen Industrieländer haben meist keine hohe Industrieproduktion mehr, da andere Faktoren viel mehr Wirtschaftsleistung bringen.


    Die Wirtschaftsentwicklung in den SOA Staaten ist i.d.R. dynamischer. Auch 4 % Wirtschaftswachstum im Vergleich zu 1.5 % bringt in 20 Jahren enorm was.

  • Die Wirtschaftsentwicklung in den SOA Staaten

    Ja, aber wenn man sich mal die Entwicklung anschaut gibt es doch gigantische Unterschiede! War Anfang der 80´er mal in Thailand, Vietnam, Philippinen usw. unterwegs....alle waren für mich auf einem "gleichen" Level (arm, unglaublich arm)! Schaut man sich heute den Unterschied zwischen Thailand und Philippinen an sind da Welten zwischen...selbst Vietnam ist deutlich weiter

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Sind wir doch mal ehrlich. Die besten Geschäftsleute sind sie wahrlich nicht die Filipinos. Merkt man immer wieder wenn man sich die Beach Resort anschaut.. Es fängt schon an mit Reservierungen.. Da kriegst du auf ein Mail halt nie eine Antwort. Dann bezüglich Unterhalt wird kaum das Nötigste getan. Meistens fehlt ein Save und Internet geht auch nicht. Also dann geh ich halt zum Deutschen oder Däne einfach Ausländer. Dies ist nur ein kleines Beispiel warum es einfach kaum aufwärts geht...

  • Das Thailand die Phil. schon laengst ueberholt hat sieht man auch an der Staerke der Waehrungen. Vor 25 Jahren war der Baht und der Peso gleichauf, heute gibt es fuer den Euro ca. 35 Baht aber fuer den Euro 58 Peso. Vietnam ist gerade dabei die Phil. zu ueberholen und in nicht allzulanger Zeit werden Kambodscha usw. folgen.

  • Die Wirtschaftsentwicklung in den SOA Staaten

    Ja, aber wenn man sich mal die Entwicklung anschaut gibt es doch gigantische Unterschiede! War Anfang der 80´er mal in Thailand, Vietnam, Philippinen usw. unterwegs....alle waren für mich auf einem "gleichen" Level (arm, unglaublich arm)! Schaut man sich heute den Unterschied zwischen Thailand und Philippinen an sind da Welten zwischen...selbst Vietnam ist deutlich weiter

    Auch in Europa gab und gibt es zwischen den unterschiedlichen relativ reichen Ländern deutliche Unterschiede. Nur weil einige immer so Herabschauen. Auch in den 80 ern gab es im 14 Bezirk denke ich von Paris noch Hotels mit Etagentoilette. Im Westen wurden in den ländlichen Gebieten in 70 ern Bäder eingebaut. Erst nach der Wende verschwanden in den neuen Bundesländern in den älteren Häusern die Gemeinschaftstoiletten in der Zwischenetage. Auch von deutschen Großstädten kenne ich so um die Jahrtausendwende noch einige Stadtmietwohnungen in denen war keine Dusche oder ein Bad eingebaut und dies bei ordentlichen Mieten.


    Wieviele gingen in den 60 oder 70 er Jahren in den katholischen ländlichen Gebieten in D aufs Gymnasium?Wie hoch war die Frauenquote? Bei dieser Sicht von oben herab würde ich ein bisschen mehr auf die eigene Geschichte schauen.

  • die Verhältnisse waren kaum anders als in den USA. Woher kam das nun? Wurden hier über Jahrzehnte Märchen erzählt? Kam die Ungleichheit durch die Neureichen aus dem Osten? ...

    Aber die Erfolgstory Hartz4 für alle jene welche nicht arbeiten wollen ist genial(für die Fleissigen eher nicht). DIe Wohnung wird bezahlt und man hat seine sichere Hartz4 Rente bis zum Lebensende. Das hat Amerika nicht und die Leute werden es auch falsch verstandener Angst vor dem Sozialismus niemals akzeptieren.

    wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von wo ein lichtlein her!